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Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer

DPAWer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825136,00.html
  1. #50

    Zitat von msiefert Beitrag anzeigen
    Der letzte Absatz hat es auf den Punkt gebracht.
    Außerdem sieht man mal wieder, dass die FDP eine vergangenheitsorientierte Partei die nichts gegen die Probleme der Gegenwart und Zukunft vorzuweisen hat.
    Wenn ein paar SUVs (die nicht mehr Sprit verbrauchen als ein Familienkombi mit Benzinmotor) die draengenden Probleme der Gegenwart und Zukunft sein sollen... Dann scheints uns ja ganz schoen gut zu gehen.
  2. #51

    behandlungswürdig

    Zitat von wolkenlos Beitrag anzeigen
    Ranga Yogeshwar hat Recht!
    Menschen die einen Verbrennungsmotor befeuern sind in der Regel schwer abhängige Junkies, die die Gesundheit ihrer Mitmenschen beeinträchtigen. Sogar Todesfälle nehmen die billigend in Kauf.

    Solch kranke Kreaturen darf man nicht an die Wahlurnen lassen.
    Eine pauschalisiertere Beleidigung (fast) sämtlicher Autofahrer hab ich noch nicht gesehen. Glückwünsch!
    Sie haben entweder ein traumatisches Erlebnis im Zusammenhang mit einem Verbrennungsmotor erlebt oder nicht mehr alle Tassen im Schrank.
    In jedem Fall behandlungswürdig!
  3. #52

    Arbeitswegs als Arbeitszeit, tolle Idee!

    Zitat von Aquifex Beitrag anzeigen
    Und wenn man sich Tarifverhandlungen und Betriebsratsarbeit so anschaut, wird es mit Sicherheit darauf hinauslaufen, das bald die Anerkennung des Arbeitswegs als Arbeitszeit gefordert wird...
    Endlich mal eine konstruktive Idee. Dann hört der Schwachsinn mit dem 50km-Pendeln endlich auf, denn welcher Arbeitgeber würde sich einen Irren aufhalsen, der anstatt zu arbeiten, sich auf der Autobahn austobt?
  4. #53

    !!!!

    Zitat von endbenutzer Beitrag anzeigen

    Wäre der Benzinpreis wirklich zu hoch, würden nur noch Kleinwagen mit wenig Benzinverbrauch verkauft werden. Dem ist aber nicht so. Bevor Papi bei seinem Lieblingsspielzeug Abstriche macht, wird lieber bei Lebensmitteln und anderen Dingen gespart. Wozu braucht eine dreiköpfige Familie einen 7-Sitzer ......
    Unsinn......
    "Benzin ist immer noch nicht teuer genug"
    diese Aussage hört man oft,aber für welche Personen ist der Sprit nicht teuer genug??? für einen Durchnits oder geringverdiener ist er sehr wohl teuer genug

    Personen die teuere SUVs Fahren sind in der Regel besserverdiener,
    für die ist der Sprit wohl noch nicht teuer genug.....

    aber wollen wir die mit den Normalverdienern gleichsetzen?
  5. #54

    wahrscheinlich kein bwl-student hier im forum...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

    Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    ... der lernt nämlich zu anfang des 1. semesters, dass sich der preis einer ware aus nichts anderem als dem wechselspiel von angebot und nachfrage bestimmt. Nein, bevor dieses argument gebracht wird: Nicht durch die kosten!

    Hohe nachfrage = hoher preis. Das ist hier aber nicht nur auf deutschland angewandt zu sehen, dieser markt ist global.
    eingriffe des staates wie preisbinung etc. sind von vorneherein zum scheitern verurteilt.
    wie ist es nun mit der preisbindung "für einen tag". natürlich wird - wie im artikel zu lesen war - der preis vorsichtshalber an der oberen grenze angesetzt werden.
    vorbildlich hier amazon.de: nimmt man die preisgebundenen bücher heraus und betrachtet z.b. elektronik, so stellt man fest, dass teils große preissprünge zwischen einzelnen tage zu erkennen sind. die computer errechnen die nachfrage und setzen den preis dementsprechend fest. will alle welt die neue ssd-disk für den computer, so schnellen die preise nach oben. ist kein mensch an der digitalkamera axf150 interessiert, fallen die preise, wenns sein muss sogar unter den einstandspreis.

    der "homo oeconomicus" schlägt zu, wenn er den für ihn günstigsten preis erhält.

    was ist mit der gerühmten buchpreisbindung? hier ist das gesetz vom staat außer kraft gesetzt. der leser wird damit der möglichkeit auf schnäppchen beraubt. aber es wäre ja ungeheuerlich, literatur als ware anzusehen und dem schnöden mammon zu überlassen...
  6. #55

    3. wichtige Wahrheiten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.

    Spritpreis-Debatte bei Jauch: Abgewürgt im Gasometer - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    wurden nicht an bzw. ausgesprochen

    1. Die Spritpreise werden weiter steigen, egal was man machen wird.
    2. Sprit scheint noch nicht teuer genug zu sein, denn man sieht kaum Veränderungen im Fahrverhalten.
    3. Wir Menschen sind doof, und können nicht flexibel auf Veränderungen reagieren.
    Wir jammern lieber, und trauern der guten alten Zeit nach, anstelle uns neuen Herausforderungen zu stellen.
  7. #56

    Zitat von The Captain Beitrag anzeigen
    Hier gibt's einen passenden Rechner für: Minerallsteuer & Minerallsteuerrechner

    Der ist zwar nicht ganz aktuell, demonstriert aber recht gut den Anteil der Mineralölsteuer: 67% des Spritpreises sind durch die Steuer verursacht.
    Die Energiesteuer beträgt für Benzin momentan 65,45 und für Diesel 47,04 Cent.
    Das sind absolute Werte, egal wie der Literpreis an der Tankstelle ist - der Steueranteil ändert sich nicht.
    Nichts mit Prozent.
    Anders ausgedrückt: ohne diese Steuer würde der Liter Super nicht 1,70 kosten, sondern 56 Cent.
    Zitat von The Captain Beitrag anzeigen
    Wo ist das Problem für den Staat, da regulatorisch einzugreifen und die Steuer zu senken?
    Offenbar ist der Wille nicht da, den Autofahrer zu entlasten. Und damit ist die Debatte von vornherein verlogen: der Staat HAT die Mittel, aber sieht sich im Interessenkonflikt mit den Einnahmezielen. Also wird eigentlich Steuerpolitik auf Kosten der Autofahrer gemacht - und auf die Mineralölkonzerne wird geschimpft.
    Jeder Cent Preiserhöhung fließt in die Taschen der Mineralölkonzerne.
    Warum sollte hier die Steuer gesenkt werden? Um die Erträge der Mineralölkonzerne zu erhöhen?

    Solange die Leute fahren wie die wilde Sau, ist der Sprit nicht teuer genug.
  8. #57

    Sprit noch nicht teuer genug?

    Ihr Artikel beschreibt diese qualvolle Stunde ziemlich gut. Qualvoll auch deshalb, weil nicht nur Herr Picard weitgehend ungestört seine Lobbyisten-Rhetorik ausleben durfte, an deren Ende zu befürchten war, dass Staatshilfen für die Mineralölindustrie wohl unumgänglich werden - sondern auch, weil kein Mensch in dieser Runde den unsäglichen Einlassungen des Herrn Döring Einhalt gebot.

    Die auffallende Tendenz der FDP-Politiker, sich in völliger Selbstverleugnung nun zum Anwalt der "kleinen Leute" machen zu wollen, ist schwer erträglich. Wenn Herr Döring "Marktwirtschaft" wie ein Schimpfwort verwendet, weil es ja bei den Spritpreisen "zu Lasten der Kleinen" geht, dann ist das so himmelschreiend verlogen, dass es an Zynismus schwer zu überbieten ist.
    Aber vielleicht schritt Herr Jauch auch ganz bewusst nicht ein, um Herrn Döring ausreichend Gelegenheit zu geben, sich um Kopf und Kragen zu reden. Wäre ein schöner Gedanke!

    In einem Punkt - dem Schlusspunkt Ihres Beitrags - kann ich Ihnen aber nicht zustimmen: Sie werden es nicht erleben, dass Fahrer schwerer SUVs auf ein kleineres und sparsameres Auto umsteigen, nur weil der Spritpreis weiter steigt. Für diese Klientel ist es völlig unerheblich, ob der Sprit nun 1,70 Euro oder 3 Euro kostet. Und selbst die, sie sich ein solches "Auto" eigentlich nicht leisten können, es aber dennoch anschaffen, haben Motive dafür, die weit stärker sind, als dass sie sich von hohen Spritpreisen abschrecken lassen würden.
  9. #58

    Zeitersparnis und Spritverbrauch

    Zitat von Aquifex Beitrag anzeigen
    ...Ich bin ein Wochenendpendler und mir tut es einfach weh, wenn der Weg vom und zum Arbeitsplatz jedesmal eine Stunde länger dauern würde, weil mein Auto die Leistung nicht hat, schnell zu fahren. Dafür bezahle ich dann auch lieber etwas mehr, weil ich Zeit nicht kaufen kann....

    Um auf der Autobahn eine Stunde Zeit einzusparen, müssen Sie schon eine verdammt hohe Durchschnittgeschwindigkeit fahren. Ein praktisches Beispiel Ihrerseits wäre da schon hilfreich. Ansonsten glaube ich Ihre Rechnung nicht so ganz.
  10. #59

    Zitat von The Captain Beitrag anzeigen
    Ein Anstieg um durchschnittlich 10 Cent zum Vorjahr bedeuten Mehrausgaben von 92 Euro - allein für den Arbeitsweg. Da sind andere Fahrten.....
    Wenn Hans M. darauf verzichtet Waren einzukaufen, die per LKW im Supermarkt angeliefert werden, Weihnachtspäckchen zu verschicken, zu heizen,... dann stimmt ihre Verlustrechnung.


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