DPAWer trägt die Schuld an den explodierenden Spritpreisen? Bei Günther Jauchs Talkrunde sollte nach den Verantwortlichen gefahndet werden. Stattdessen gab es allerlei Redebeiträge zum Thema Autofahren. Einzige Erkenntnis: die Benzin-Debatte ist zutiefst verlogen.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,825136,00.html
Unsinn......
"Benzin ist immer noch nicht teuer genug"
diese Aussage hört man oft,aber für welche Personen ist der Sprit nicht teuer genug??? für einen Durchnits oder geringverdiener ist er sehr wohl teuer genug
Personen die teuere SUVs Fahren sind in der Regel besserverdiener,
für die ist der Sprit wohl noch nicht teuer genug.....
aber wollen wir die mit den Normalverdienern gleichsetzen?
... der lernt nämlich zu anfang des 1. semesters, dass sich der preis einer ware aus nichts anderem als dem wechselspiel von angebot und nachfrage bestimmt. Nein, bevor dieses argument gebracht wird: Nicht durch die kosten!
Hohe nachfrage = hoher preis. Das ist hier aber nicht nur auf deutschland angewandt zu sehen, dieser markt ist global.
eingriffe des staates wie preisbinung etc. sind von vorneherein zum scheitern verurteilt.
wie ist es nun mit der preisbindung "für einen tag". natürlich wird - wie im artikel zu lesen war - der preis vorsichtshalber an der oberen grenze angesetzt werden.
vorbildlich hier amazon.de: nimmt man die preisgebundenen bücher heraus und betrachtet z.b. elektronik, so stellt man fest, dass teils große preissprünge zwischen einzelnen tage zu erkennen sind. die computer errechnen die nachfrage und setzen den preis dementsprechend fest. will alle welt die neue ssd-disk für den computer, so schnellen die preise nach oben. ist kein mensch an der digitalkamera axf150 interessiert, fallen die preise, wenns sein muss sogar unter den einstandspreis.
der "homo oeconomicus" schlägt zu, wenn er den für ihn günstigsten preis erhält.
was ist mit der gerühmten buchpreisbindung? hier ist das gesetz vom staat außer kraft gesetzt. der leser wird damit der möglichkeit auf schnäppchen beraubt. aber es wäre ja ungeheuerlich, literatur als ware anzusehen und dem schnöden mammon zu überlassen...
wurden nicht an bzw. ausgesprochen
1. Die Spritpreise werden weiter steigen, egal was man machen wird.
2. Sprit scheint noch nicht teuer genug zu sein, denn man sieht kaum Veränderungen im Fahrverhalten.
3. Wir Menschen sind doof, und können nicht flexibel auf Veränderungen reagieren.
Wir jammern lieber, und trauern der guten alten Zeit nach, anstelle uns neuen Herausforderungen zu stellen.
Die Energiesteuer beträgt für Benzin momentan 65,45 und für Diesel 47,04 Cent.
Das sind absolute Werte, egal wie der Literpreis an der Tankstelle ist - der Steueranteil ändert sich nicht.
Nichts mit Prozent.
Anders ausgedrückt: ohne diese Steuer würde der Liter Super nicht 1,70 kosten, sondern 56 Cent.
Jeder Cent Preiserhöhung fließt in die Taschen der Mineralölkonzerne.
Warum sollte hier die Steuer gesenkt werden? Um die Erträge der Mineralölkonzerne zu erhöhen?
Solange die Leute fahren wie die wilde Sau, ist der Sprit nicht teuer genug.
Ihr Artikel beschreibt diese qualvolle Stunde ziemlich gut. Qualvoll auch deshalb, weil nicht nur Herr Picard weitgehend ungestört seine Lobbyisten-Rhetorik ausleben durfte, an deren Ende zu befürchten war, dass Staatshilfen für die Mineralölindustrie wohl unumgänglich werden - sondern auch, weil kein Mensch in dieser Runde den unsäglichen Einlassungen des Herrn Döring Einhalt gebot.
Die auffallende Tendenz der FDP-Politiker, sich in völliger Selbstverleugnung nun zum Anwalt der "kleinen Leute" machen zu wollen, ist schwer erträglich. Wenn Herr Döring "Marktwirtschaft" wie ein Schimpfwort verwendet, weil es ja bei den Spritpreisen "zu Lasten der Kleinen" geht, dann ist das so himmelschreiend verlogen, dass es an Zynismus schwer zu überbieten ist.
Aber vielleicht schritt Herr Jauch auch ganz bewusst nicht ein, um Herrn Döring ausreichend Gelegenheit zu geben, sich um Kopf und Kragen zu reden. Wäre ein schöner Gedanke!
In einem Punkt - dem Schlusspunkt Ihres Beitrags - kann ich Ihnen aber nicht zustimmen: Sie werden es nicht erleben, dass Fahrer schwerer SUVs auf ein kleineres und sparsameres Auto umsteigen, nur weil der Spritpreis weiter steigt. Für diese Klientel ist es völlig unerheblich, ob der Sprit nun 1,70 Euro oder 3 Euro kostet. Und selbst die, sie sich ein solches "Auto" eigentlich nicht leisten können, es aber dennoch anschaffen, haben Motive dafür, die weit stärker sind, als dass sie sich von hohen Spritpreisen abschrecken lassen würden.