DPAIn seinem neuen Album kritisiert Bruce Springsteen das Finanzsystem. Der Song "We Take Care Of Our Own" wurde bereits zu einer Art Hymne der Occupy-Bewegung. Jetzt legte die Rock-Legende bei einem Konzert im Berliner Olympiastadion nach - und redete sich in Rage.
http://www.spiegel.de/panorama/leute...836136,00.html
Bitte, vorher informieren. Springsteen als anbiederer bei der Politik zu titulieren zeugt von einem Informationsdefizit.
Zudem gibt es auch moralische Verpflichtungen die man nicht durch Regeln ersetzen müssen sollte. Diesen moralischen Verpflichtungen hat sich das Bankensystem entzogen. Wenn wir für alles was man eigentlich nicht macht Gesetze und Vorschriften von unseren Politikern verlangen, dann befinden wir uns schnell in einem totalitären Staat. Man braucht kein Gesetz um zu verstehen, dass man sich nicht auf Kosten anderer und ohne Gegenwert bereichert.
Ich verstehe die Nörgler nicht: Springsteen hat sicher eine Botschaft, warum auch nicht? Warum soll man die ihm nicht abnehmen?
Er kann seine Meinung mit seiner Musik gut unter die Leute bringen, weil offensichtlich sehr viele Menschen seiner Musik zuhören. Den einen regen seine Songs zum Nachdenken an, den den anderen nicht.
Fakt ist, er macht seit Jahren eine klasse Musik (ist schliesslich Musiker und kein Politiker!) und schafft es die Zuhörer fast 3 Stunden in seinen Bann zu ziehen. Mich übrigens auch, und beim nächsten Konzert gehe ich wieder hin.
Allein, dass der Boss ohne Vorband auskommt und ohne Pause drei Stunden am Stück die Massen begeistert ist das Highlight schlechthin - bei welchem Künstler gibt es das noch?
Mir haben gestern die Stücke "Trapped", das Gitarrensolo von Nils Lofgren bei Youngstown und die letzten Stücke (insbesondere Glory Days) sehr gut gefallen. Der "Tribute" und die Schweigeminute der Band für den "Big Man" beim letzten Song Tenth Avenue Freeze-Out waren auch sehr schön.
Ich habe auf dem Weg aus dem Stadion nur "wow", "geil" und "wunderbar" gehört und kann das bestätigen.
Ich kann das auch nicht nachvollziehen. Durch seine Konzerte wird es doch eigentlich auch immer wieder unterstrichen. Er liefert genau das, was er auch von anderen fordert: gute Arbeit für gutes Geld. Was seine Band und er jedes Mal bei Konzerten abliefern, ist ganz hervorragende Arbeit. Ich war bei seinem Frankfurter Konzert und bin dort knapp 3,5 Stunden phänomenal unterhalten worden.
Ich kann ja nachvollziehen (eigentlich nicht), dass man seine Musik nicht mag - das ist ok! Aber dann Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen und ihm Unaufrichtigkeit vorwerfen, wo er immer und immer wieder das Gegenteil beweist ... das ist hanebüchener Unsinn.
Am Ende dieses Artikels befindet sich die gesamte Playlist des Konzerts
Olympiastadion: Bruce Springsteen gibt in Berlin ein furioses*Konzert - Aktuelle Nachrichten - Kultur - Berliner Morgenpost - Berlin
Ich selbst kannte viele der Titel im mittleren Teil nicht. Aber auch das ist eben Springsteen. Er kann aus einem ergiebigen Repertoire schöpfen.
Aber wie Sie sehen können, waren auch viele "alte" Titel dabei. Wobei mir von den neuen Songs besonders We Take Care of Our Own sehr gut gefällt.
Die Stimmung war von Anfang an gut, spätestens mit Born in the USA ging endgültig die Post ab.
Wasser predigen und Wein saufen: Bruce und die Banken
Ich finde es nur gerecht, dass gute Handwerksarbeit auch gut bezahlt wird. Und Springsteen ist eben ein sehr guter Handwerker, der nicht nur auf dem Dorf schraubt, sondern gleich die ganze Welt beliefert. Natürlich verdient er dann auch ein paar Euro mehr. Jeder, der schon einmal versucht hat, mit Kunst Geld zu verdienen, wird wissen, dass neben Glück eben auch einfach verdammt viel Qualität dazu gehört, bis es sich lohnt. Und nur die richtig guten halten sich mehr als zwei, drei Platten im Geschäft. Und Springsteen ist eben seit über 40 Jahren dabei.
Von Springsteen zu verlangen, noch immer im Trailerpark wohnen zu müssen, um die Finanzwelt kritisieren zu dürfen, finde ich ziemlich weltfremd.
Schön zu sehen, dass der Boss und seine Band auch nach 40 Jahren noch polarisieren und dabei sehr viel Gehör finden. Es gibt nur ganz wenige Künstler, für die über einen solch langen Zeitraum hinweg eine solch enorme Popularität verzeichnen können. Von allen anerkannt oder gar geliebt zu werden, das hat Springsteen überhaupt nicht nötig und auch noch nie angestrebt. Dass derartiger Erfolg natürlich auch Kritiker auf den Plan ruft, ist eine ganz natürliche Erscheinung.
Naja dann rechnen wir noch Anreise der 30.000 KfZ-steuernden Gästen dazu - die Bilanz wird nicht wirklich besser.
Im Übrigen: Multimillionäre, egal wie sie zu ihrem Geld kamen, sind grundsätzlich unglaubwürdige Vorkämpfer für die Armen und noch unglaubwürdigere Kritiker des Kapitals.