Das Web ist geduldig - es wehrt sich nicht, wenn Unternehmen Bewerber mit Fachchinesisch, Hohlphrasen und Behördenjargon traktieren. Kieler Forscher haben erstmals die Sprache von 20 Karrierewebseiten untersucht. Im Ranking kurven Industriekonzerne vorneweg, Banken und Beratungen hinterher.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...753289,00.html
Mich erinnern die Beispiele (auch die vermeintlich guten) sehr an hohle, weil austauschbare, Mission Statements.
Ich will aber kein Konsumgut kaufen, sondern meine Karriere evtl. in dem Unternehmen starten oder fortführen, da erwarte ich eigentlich einen nüchternen und seriösen Text, der Fakten enthält. Da greife ich doch lieber weiterhin zum Geschäftsbericht.
Super Hinweis mit kleinem Makel
Leider haben die Marketingleute oft auch nicht wirklich gelernt was der Nutzen ihres Produktes für den Kunden ist. Die Techniker feiern sich und das Marketing seinen "Service".
Ketzerisch: Wo liegt für einen Kunden der Nutzen des "bequemen" Lastschrifteinzugs? "Bequem" für wen?
Selbst wenn die Pannen in der Kommunikation entfielen, das Problem Nr 1 ist, dass die Texte NICHTS mit der Wirklichkeit des Arbeitsplatzes zu tun hat.
Bis heute sind Personalabteilung unfähig Kompetenzen objektiv zu bewerten. Die sogenannte leistungsgerechte Honorierung ist nach wie vor eine Marketinglüge, denn Leistung wird meist nicht objektiv bewertet, und da wo es geht, führt es zu Dumpinglöhnen.
Na klar. Deswegen nennen wir Microsoft ab sofort auch Winzigweich. Wie kann es eine amerikanische Seite auch nur wagen (oder gar eine Firma) ihren Namen einfach beizubehalten.
Man möge mir es verzeihen, aber Eigennamen sind Eigennamen. Die muss man nicht unbedingt eindeutschen wenn sie aus dem Ausland kommen..im speziellen aus dem bösen englischsprachigen.
Grüsse von einem Engländer.
Gerne verzeihe ich Ihnen alles :-))
Das Missverständnis liegt darin, dass ich den Anglizismus nicht in der Bezeichnung "My Space" als Company sehe, da logischerweise diese Firma in allen Ländern so heißen muss. Den Anglizismus sehe ich in dem Foristennamen Myspace, da ausgerechnet dieser Forist mit Namen Myspace Anglizismen anprangert. Und diesem Foristen empfehle ich, sich doch einfach "Mein Raum" oder "MEin Platz" zu nennen, wenn er Anglizismen so verachtet. War das jetzt verständlich genug?
Wer stellt eigentlich die Anforderungen für Open-Source Projekte? ...und trotzdem sind diese verdammt nützlich für den "Kunden" und erfüllen dessen Anforderungen.
Und ich kenne jede Menge Informatiker die in ihrer Freizeit für Open-Source Projekte arbeiten und dabei effizenter als zu ihrer bezahlten Erwerbsarbeit sind (also Features integrieren und Fehler beheben im Quellcode statt Meetings, Präsentationen, endlose Anforderungskataloge in Excel erstellen oder Fehler überwachen) UND sich noch selbstverwirklichen können - (und genau deshalb sind die sie dort so effizient).
Nein, könnte sie nicht, weil es ein Eigenname ist. Siemens schreibt sich in den englischsprachigen Ländern ja auch nicht Seemans, nur damit die Leute die Aussprache besser hinbekommen. Titel und Eigennamen in der Originalsprache zu belassen, hat eher nicht mit "Anglizismen" zu tun, das sinnfreie und oft falsche Rückübersetzen aller möglichen eigentlich banalen Berufsbezeichnungen, Tätigkeiten, Abteilungen usw. dagegen schon. Sales Manager klingt eben edler als Verkäufer, wenn man keine Ahnung hat. Es gibt ja auch keine Gestaltung mehr, nur noch Design. Die tollen Namen machen aber die Sache nicht besser. Das ganze ist ein Symptom der allgemeinen Entwicklung, und da gebe ich dem informatischen Vorredner Recht, Leistung und Effektivität durch Blenderei und Gelaber zu ersetzen. Dunninger/Kruger lässt grüßen. Warum drei Meetings mit endlosem, aber nichtssagendem Gelaber füllen, wenn sich der Sachverhalt in 10 Minuten klären ließe? Das nervt und demotiviert, man verschwendet unheimlich viel Zeit mit sowas. Aber wehe, man macht sich unbeliebt, indem man das Neusprech in normale Sprache übersetzt. Könnte ja jemand merken, daß hinter all den schönen Worten nichts anderes steckt als das, was man eigentlich schon immer gemacht hat.