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Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch

sethnessAn der Frage von Schöpfung und Evolution entzündet sich der Konflikt zwischen religiösen Fundamentalisten und wissenschaftsorientierten Menschen. Charles Darwin wird zur Identifikations- und Symbolfigur der Skeptiker und Religionsgegner - sie spotten und provozieren in seinem Namen.

Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
  1. #20

    Gesegnet???

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Z.B. indem jeder durchaus damit leben könnte, dass der Mensch biologisch evolutionär natürlich vom Affen abstammt. Dennoch ist der Mensch als Spezies dem Affen soweit überlegen, dass man sagen kann, dass wir "gesegnet" sind und uns bewusst sind wegen unserer Ausnahmenstellung.

    Schönen Sonntag...
    Nur durch den Ruhm der Waffen
    unterscheidet sich der Mensch vom Affen!
    Schönen Tag auch...
  2. #21

    Trugschluss...

    Zitat von Thomasius111 Beitrag anzeigen
    aber seine Forschungen wiesen in die richtige Richtung. Und er hat lange akribisch geforscht. Und andere nach ihm. Vorher hatte er sicher auch ein religiöses Weltbild.
    Was haben dagegen die Religiösen zu bieten?
    Sie drücken die Welt in ihr Weltbild. Interpretationen statt Forschung.
    "Der Mensch ist aus Lehm gemacht, und Schluss". Das ist die Erkenntnis der Welt von Hirten, die vor mehr als 3.000 Jahren lebten.
    Wo ständen wir heute ohne Leute wie Darwin. Er war heutigen Theologen um Jahrhunderte vorraus!
    Genau solche Argumentationen gehen völlig am Wesen von Wissenschaft und Religion vorbei.

    Religion ist doch spätestens seit Darwin, also als "Erkenntnisquelle" für Die klassische Frage "Woher kommen wir", absolut widerlegt und unbrauchbar geworden.

    Sie sollte aber nicht den Fehler begehen, daraus zu folgern dass Religion an sich unbrauchbar geworden ist.
    Das ist ein Fehler, den man quasi direkt als "umgekehrtes Sektieren" bezeichnen könnte.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wirklich klar denkende religiöse Menschen, unabhängig von deren Glauben, ganz genau wissen, was von biblischer Schöpfungsgeschichte zu halten ist. Von solchen Menschen werden Sie nie hören, dass Darwin und dessen tausendfache Bestätigung sozusagen "Hexenwerk" wäre.

    Ich bleibe dabei: Dass Problem ist nicht Religion oder Wissenschaft, sondern das fehlen eines fundierten Verständnisses von Religion und Wissenschaft. Und die Bereitschaft, einzugestehen, dass man schlicht nicht genug weiss.
  3. #22

    gegenfundamentalismus

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Die Frage nach den Erkenntnisvoraussetzungen ist aber eine wissenschaftliche, keine philosophische, und sie befriedigend beantwortet!
    genau das war mit 'gegen-religion' gemeint. der anspruch, eine 'befriedigende' letztantwort auf eine mit unhintergehbaren (selbst)widersprüchen assoziierte frage wie die nach den bedingungen der welterkenntnis/-erzeugung liefern zu können, ist notwendigerweise ein mytho-logischer (religiöser).
    aber so ist das eben mit fundamentalismen - sie treiben zur konstruktion von gegen-fundamentalismen.
  4. #23

    Faith vs. Belief

    Zitat von mr_supersonic Beitrag anzeigen
    Ich finde das gut, dass es ein Gegengewicht zu den völlig verdrehten Vorstellungen und Aktionen der Kreationisten nicht nur in den USA gibt.

    Was ich jedoch grenzwertig finde, ist, dass Wissenschaft und Forschung als quasi "Ersatz" für Religion gesehen wird. Nicht nur dass in unserer Geschichte schon aus solch einer Stimmung Profit geschlagen wurde.
    Manch einer versucht derart verkrampft mit "Wissenschaftlichkeit" seine Meinung zu untermauern, was im Endeffekt nichts anderes ist als reine Glaubensfragen.

    Die Kreationisten selbst bestechen Wissenschaftler, um Ihre Thesen verbreiten und stützen zu lassen.

    Aufklärung und wissenschaftliche Nüchternheit brauchen alle, damit einerseits weniger "Aufgehetzt" werden kann und damit andererseits deutlich werden kann, dass sich Wissenschaft und Religion überhaupt nicht ausschliessen.

    Z.B. indem jeder durchaus damit leben könnte, dass der Mensch biologisch evolutionär natürlich vom Affen abstammt. Dennoch ist der Mensch als Spezies dem Affen soweit überlegen, dass man sagen kann, dass wir "gesegnet" sind und uns bewusst sind wegen unserer Ausnahmenstellung.

    Schönen Sonntag...
    Ungluecklicherweise machen wir Deutschen keinen Unterschied zwischen Dem religioesen Glauben, der entgegen widersprechender Evidenz aufrechterhalten wird, und einem Sytem von Annahmen (Glauben) den jeder Mensch braucht um durch den Alltag zu kommen. Diese Annahmen lassen sich aber revidieren, wenn neue Evidenz auftritt. Religion ist voellig ueberfluessig und eine Sackgasse kultureller Entwicklung, waehrend Wissenschaft der einzige Weg vorwaerts ist. Religioeser Glaube ist menschenunwuerdig angesichts menschlicher Vernunftsbegabung!!
  5. #24

    Zitat von Blackysmart Beitrag anzeigen
    Was macht uns denn so überlegen? Die Fähigkeit, Kriege zu führen und Massenmorde zu begehen, oder unsere Eigenschaft, die Natur systematisch zu zerstören und Tier- und Pflanzenarten unwiderbringlich auszurotten?

    Biologisch gesehen sind Affen die intelligenteren Lebewesen, denn sie zerstören nicht ihren Lebensraum.
    Oh, da sein sie sich mal nicht so sicher. Tiere zerstören ihren Lebensraum nur deshalb nicht, weil sie nicht dazu in der Lage sind. Oder glauben sie, Termiten würden z.B. aufhören, das Holz zu zerfressen, wenn nur noch ein Baum da wäre? Die Menschen sind als Einzige dazu fähig, weil sie die Technologien haben, um ihre Umwelt zu zerstören. Und wir tun dies auch nicht aus Bosheit, sondern, weil wir für kurzfristige Erfolge (hoher Lebensstandart JETZT) spätere Folgen verdrängen. Da leben dann doch noch zu viele tierische Instinkte in uns.
  6. #25

    Zitat von wasabiroshi Beitrag anzeigen
    Dabei widerspricht doch die Evolution nicht unbedingt der Existenz eines Gottes. Oder andersrum : Die Evolutionstheorie ist kein Beweis für die Nichtexistenz Gottes.
    Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Es ist zwar richtig, dass die Evolution nicht der Existenz eines Gottes widerspricht, aber sie widerspricht auch nicht der Existenz mehrerer Götter. Aber ganz wesentlich: Sie findet für etwas, wofür man Götter ersonnen hat, eine Erklärung, die ganz ohne Gott auskommt. Kurz: Sie macht ihn überflüssig.
    Die andere Sache mit der Nichtexistenz ist ganz einfach. Man kann leider nicht die Nichtexistenz eines Gottes beweisen, lediglich seine Existenz. Aufgrund der Tatsache, dass ein solcher Existenzbeweis je nach Sekte seit 1390, 2012 oder mehr Jahren einfach fehlt, ist die Wahrscheinlichkeit der Nichtexistenz sehr hoch. Übrigens kann auch auch nicht die Nichtexistenz des schon zitierten Spaghettimonsters bewiesen werden.

    Zitat von wasabiroshi Beitrag anzeigen
    Kann Gott nicht auch durch die Evolution wirken?
    Er ist schlicht nicht notwendig. Warum sollte also eine göttliche Wirkung (ja, wie soll die denn aussehen?) existieren?

    Zitat von wasabiroshi Beitrag anzeigen
    Das ist das Stichwort: Auslegung! Man kann alles mögliche so interpretieren das es die eigene Meinung bestätigt. In der Bibel steht z.B. nicht das die Sonne um die Erde kreist, selbige flach und etwa 6000 Jahre alt ist. Das sind alles nur Interpretationen und Auslegungen. Also kann man auch genauso gut für die Evolution sein und dennoch ein guter und bibeltreuer Christ. So sehe ich das als Nicht- bzw. bloßer Taufscheinchrist
    Seine Moralvorstellungen aufgrund von Regeln festzulegen, die im höchsten Maße Interpretationswürdig sind, halte ich für falsch und gefährlich. Nicht umsonst bescheren uns die Moralvorstellungen vieler Sekten auch heute noch Elend und Tod.

    MfG Stefan Fröhlich
    42 ;-)
  7. #26

    Erkentnis

    Zitat von cassandros Beitrag anzeigen
    Aus wissenschaftlicher Sicht stellt sich das Kernproblem der Religion folgendermaßen dar:
    - ein oder mehrere Götter sind unnötige Hypothesen; man braucht sie nicht.
    - die "Gotthypothese" bringt erkenntnistheoretisch gar nichts, sondern führt nur zu der Frage: "Woher kommt der Gott? Aus was besteht er? Wie funktioniert er?"

    Götter wären selbst nur Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung. Da es nicht den geringsten Beweis für ihre Existenz gibt, muss man sich damit nicht befassen.
    Und zu was soll denn Ihre "Erkentnistheorie" führen? Zu Ihrer eigenen Allmacht? Quo vadis?
    Also ich glaube, dass die Schöpfung/Evolution von Gott determiniert ist und das Jahr 2012 hab ich mir nicht ausgedacht. Insofern behaupt ich mal, werden wir 2012 "erleben" wie Gott "funktioniert". Und Sie sollten schnellst möglich Ihr gesamtes Vermögen an den Papst spenden oder es verbrennen, denn es steht geschrieben:
    "Denn es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Lukasevangelium 18,25"

    ;-))
    Jetzt dürfen Sie sich (weiter) lustig machen...
  8. #27

    Zitat von Paul Panda Beitrag anzeigen
    Für die staatlich subventionierten Wissenschaftler scheint die Existenz einer nicht wissenschaftlich erklärbaren Kraft im Universum (es muss ja nicht unbedingt gleich Gott sein) eine Vorstellung des Grauens zu sein - warum auch immer, aber außer wüsten Beschimpfungen und Verdächtigungen scheint ihnen auch nichts Vernünftiges dazu einzufallen. Mir sind ihre Beschimpfungen gleichgültig: Ich bleibe bei meiner Meinung.
    Stimmt nicht. Die Wissenschaftler entdecken ständig Kräfte im Universum, die sie nicht erklären können. Wenn dieses passiert, forschen sie, um hinter das Geheimniss zu kommen und es dann doch erklären zu können. So etwas nennt man Forschung. Und bisher ist man immer wieder auf eine plausible Erklärung gestoßen. Unerklärbare Wunder gibt es nur in Märchenbüchern wie z.B. der Bibel.
  9. #28

    Atheismus funktioniert nicht ohne Gott.

    "Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen." (Georg Christoph Lichtenberg)
    Auch die vermeintlich so objektiven Theorien der Wissenschaft sind voller schwer belegbarer Prämissen (z.B. daß nur das wirksam sei, was für uns meßbar ist) und gläubig-gleichnishafter Vorstellungen ("das egoistische Gen" u.ä.), so daß die Ähnlichkeit bzw. Dependenz in der Symbolik nicht verwundern kann. Es ist eine Nachahmung im Protest. Aus meiner Sicht aber eine un-glaub-lich armselige und wenig hilreiche Nachahmung. Dann doch lieber das Original. Halleluja :-)
  10. #29

    Die neuen Schriftgelehrten

    Die Wissenschaft einst gegen religiösen Dogmatismus angetreten, arbeitet fleißig mit an einem neuen Glaubenssystem.
    Wer Macht will, muß glauben, nicht wissen. Dieses Prinzip gilt nach wie vor. Die neue Religion betet allerdings ein Rindvieh an. Ist das wirklich besser als Fisch?
    So schließt sich der Kreis und wir sind genau so schlau wie zuvor.








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