sethnessAn der Frage von Schöpfung und Evolution entzündet sich der Konflikt zwischen religiösen Fundamentalisten und wissenschaftsorientierten Menschen. Charles Darwin wird zur Identifikations- und Symbolfigur der Skeptiker und Religionsgegner - sie spotten und provozieren in seinem Namen.
Spott im Namen Darwins: Fisch frisst Fisch - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
Genau solche Argumentationen gehen völlig am Wesen von Wissenschaft und Religion vorbei.
Religion ist doch spätestens seit Darwin, also als "Erkenntnisquelle" für Die klassische Frage "Woher kommen wir", absolut widerlegt und unbrauchbar geworden.
Sie sollte aber nicht den Fehler begehen, daraus zu folgern dass Religion an sich unbrauchbar geworden ist.
Das ist ein Fehler, den man quasi direkt als "umgekehrtes Sektieren" bezeichnen könnte.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wirklich klar denkende religiöse Menschen, unabhängig von deren Glauben, ganz genau wissen, was von biblischer Schöpfungsgeschichte zu halten ist. Von solchen Menschen werden Sie nie hören, dass Darwin und dessen tausendfache Bestätigung sozusagen "Hexenwerk" wäre.
Ich bleibe dabei: Dass Problem ist nicht Religion oder Wissenschaft, sondern das fehlen eines fundierten Verständnisses von Religion und Wissenschaft. Und die Bereitschaft, einzugestehen, dass man schlicht nicht genug weiss.
genau das war mit 'gegen-religion' gemeint. der anspruch, eine 'befriedigende' letztantwort auf eine mit unhintergehbaren (selbst)widersprüchen assoziierte frage wie die nach den bedingungen der welterkenntnis/-erzeugung liefern zu können, ist notwendigerweise ein mytho-logischer (religiöser).
aber so ist das eben mit fundamentalismen - sie treiben zur konstruktion von gegen-fundamentalismen.
Ungluecklicherweise machen wir Deutschen keinen Unterschied zwischen Dem religioesen Glauben, der entgegen widersprechender Evidenz aufrechterhalten wird, und einem Sytem von Annahmen (Glauben) den jeder Mensch braucht um durch den Alltag zu kommen. Diese Annahmen lassen sich aber revidieren, wenn neue Evidenz auftritt. Religion ist voellig ueberfluessig und eine Sackgasse kultureller Entwicklung, waehrend Wissenschaft der einzige Weg vorwaerts ist. Religioeser Glaube ist menschenunwuerdig angesichts menschlicher Vernunftsbegabung!!
Oh, da sein sie sich mal nicht so sicher. Tiere zerstören ihren Lebensraum nur deshalb nicht, weil sie nicht dazu in der Lage sind. Oder glauben sie, Termiten würden z.B. aufhören, das Holz zu zerfressen, wenn nur noch ein Baum da wäre? Die Menschen sind als Einzige dazu fähig, weil sie die Technologien haben, um ihre Umwelt zu zerstören. Und wir tun dies auch nicht aus Bosheit, sondern, weil wir für kurzfristige Erfolge (hoher Lebensstandart JETZT) spätere Folgen verdrängen. Da leben dann doch noch zu viele tierische Instinkte in uns.
Das sind aber zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Es ist zwar richtig, dass die Evolution nicht der Existenz eines Gottes widerspricht, aber sie widerspricht auch nicht der Existenz mehrerer Götter. Aber ganz wesentlich: Sie findet für etwas, wofür man Götter ersonnen hat, eine Erklärung, die ganz ohne Gott auskommt. Kurz: Sie macht ihn überflüssig.
Die andere Sache mit der Nichtexistenz ist ganz einfach. Man kann leider nicht die Nichtexistenz eines Gottes beweisen, lediglich seine Existenz. Aufgrund der Tatsache, dass ein solcher Existenzbeweis je nach Sekte seit 1390, 2012 oder mehr Jahren einfach fehlt, ist die Wahrscheinlichkeit der Nichtexistenz sehr hoch. Übrigens kann auch auch nicht die Nichtexistenz des schon zitierten Spaghettimonsters bewiesen werden.
Er ist schlicht nicht notwendig. Warum sollte also eine göttliche Wirkung (ja, wie soll die denn aussehen?) existieren?
Seine Moralvorstellungen aufgrund von Regeln festzulegen, die im höchsten Maße Interpretationswürdig sind, halte ich für falsch und gefährlich. Nicht umsonst bescheren uns die Moralvorstellungen vieler Sekten auch heute noch Elend und Tod.
MfG Stefan Fröhlich
42 ;-)
Und zu was soll denn Ihre "Erkentnistheorie" führen? Zu Ihrer eigenen Allmacht? Quo vadis?
Also ich glaube, dass die Schöpfung/Evolution von Gott determiniert ist und das Jahr 2012 hab ich mir nicht ausgedacht. Insofern behaupt ich mal, werden wir 2012 "erleben" wie Gott "funktioniert". Und Sie sollten schnellst möglich Ihr gesamtes Vermögen an den Papst spenden oder es verbrennen, denn es steht geschrieben:
"Denn es ist leichter, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes komme. Lukasevangelium 18,25"
;-))
Jetzt dürfen Sie sich (weiter) lustig machen...
Stimmt nicht. Die Wissenschaftler entdecken ständig Kräfte im Universum, die sie nicht erklären können. Wenn dieses passiert, forschen sie, um hinter das Geheimniss zu kommen und es dann doch erklären zu können. So etwas nennt man Forschung. Und bisher ist man immer wieder auf eine plausible Erklärung gestoßen. Unerklärbare Wunder gibt es nur in Märchenbüchern wie z.B. der Bibel.
"Gerade das Gegenteil tun heißt auch nachahmen, es heißt nämlich das Gegenteil nachahmen." (Georg Christoph Lichtenberg)
Auch die vermeintlich so objektiven Theorien der Wissenschaft sind voller schwer belegbarer Prämissen (z.B. daß nur das wirksam sei, was für uns meßbar ist) und gläubig-gleichnishafter Vorstellungen ("das egoistische Gen" u.ä.), so daß die Ähnlichkeit bzw. Dependenz in der Symbolik nicht verwundern kann. Es ist eine Nachahmung im Protest. Aus meiner Sicht aber eine un-glaub-lich armselige und wenig hilreiche Nachahmung. Dann doch lieber das Original. Halleluja :-)
Die Wissenschaft einst gegen religiösen Dogmatismus angetreten, arbeitet fleißig mit an einem neuen Glaubenssystem.
Wer Macht will, muß glauben, nicht wissen. Dieses Prinzip gilt nach wie vor. Die neue Religion betet allerdings ein Rindvieh an. Ist das wirklich besser als Fisch?
So schließt sich der Kreis und wir sind genau so schlau wie zuvor.