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Sport-Event: Londons Miethaie spekulieren auf Olympia-Reibach
TMNDie ersten olympischen Rekorde werden in London schon jetzt erzielt - auf dem Wohnungsmarkt. Immobilien-Eigentümer verlangen für die beiden Wettkampfwochen im Sommer bis zu 400 Prozent mehr Miete. Wer nicht zahlt, muss für Touristen Platz machen. Der Wucher könnte nach hinten losgehen.
http://www.spiegel.de/reise/staedte/...814016,00.html
- #10 14.02.2012 12:36 von
Bleak Houses
Tja, über Vermieter in London hat schon Charles Dickens geklagt, der ja in diesem Jahr passenderweise zur Olympiade seinen 200.ten Geburtstag hat.
Überigens, Thatcherismus gibt es schon lange nicht mehr. Seit kurzem gibt es ja Cameronismis und vorher lange Zeit Labour mit Blairismus, der war auch nicht besser! - #11 14.02.2012 14:25 von
Same procedure everywhere...
Achja, und es sind natürlich immer nur die gierigen Immobilienbesitzer, die Reibach machen ;-) Eine Freundin von mir hat mal als Untermieterin in Manhattan jahrelang 1300 USD für ihre paar m² bezahlt. Ihre Mitbewohnerin - die Hauptmieterin - zahlte übrigens für dieselbe Bude insgesamt (!) nur 600 USD, weil es sich um ein "rent controlled"-Apartment handelte. Ergebnis? Die quasi-enteigneten Eigentümer haben exakt gar nichts in den Erhalt der Immobilie gesteckt, sondern faktisch auf den Zusammenbruch gewartet.
Eine Freundin von mir hier in D hat auch bei der WG-Suche festgestellt, dass vielfach die Summe der Einzelmieten in der WG deutlich höher war, als die im Hauptmietvertrag genannte Summe. Übrigens einmal exakt in einer linksvegetarischen Öko-WG. Tja, auch denen ist das Hemd näher als der Rock :-)
Aber stimmt, gerade London ist schon extrem. Mögen sie damit finanziell auf die Nase fallen. - #12 14.02.2012 16:40 von
Traurig...
Tja, was soll man auch erwarten?
Diese nette Geschichte ist ein gutes Beispiel. Thatcher hat es wirklich geschaft, aus den kultivierten Briten eine Volk von konsumorientierten, dem Geld verfallenen Lemmingen zu formen: Der Mammon ist der Konsum und das Geldverdienen ohne Arbeit das gesellschaftliche Ideal. UK, das Land der Arbitrageure (am Beispiel Banking und Real Estate besonders deutlich), des Wertpapierhandels und Geldwechselns. Kaufen, Verkaufen... Hin und her.
Mit dem vermeintlich calvinistischen Arbeitsethos und protestantischer Arbeitslehre hat das gar nichts mehr zu tun. Jeder bereichert sich, so gut und so viel wie er kann. Komme was wolle. Gnadenlos, schamlos.
Traurig!
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