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Spitzentreffen in Berlin: Poker um das Atommüll-Endlager

DPADer Salzstock im niedersächsischen Gorleben ist seit 35 Jahren die einzige Endlager-Option für hochradioaktiven Atommüll. Das soll sich ändern. Vertreter von Bund, Ländern, SPD und Grünen ringen bei einem Spitzentreffen um eine Lösung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829347,00.html
  1. #1

    Die Evaluation von Endlagern

    wird bei uns nur in geringem Umfang von Geologen vorgenommen. Das war im Falle Gorleben so und wird auch in Zukunft nicht andrs sein.
    Es werden immer politische Aspekte sein, die den Ausschlag geben.

    Vieles spricht dafür, dass man keine 'einheimische' Lösung finden wird, und den Müll in ein ärmeres aufnahmebereites Land exportieren wird.
  2. #2

    Zitat von netiew Beitrag anzeigen
    Vieles spricht dafür, dass man keine 'einheimische' Lösung finden wird, und den Müll in ein ärmeres aufnahmebereites Land exportieren wird.
    Ich würde drauf Wetten, das plötzlich in Mecklenburg-Vorpommern ein wunderbarer Standort "gefunden" wird, weil: da gibts die wenigsten Einwohner, also auch die wenigsten Proteste
  3. #3

    Was soll der Quatsch?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Salzstock im niedersächsischen Gorleben ist seit 35 Jahren die einzige Endlager-Option für hochradioaktiven Atommüll. Das soll sich ändern. Vertreter von Bund, Ländern, SPD und Grünen ringen bei einem Spitzentreffen um eine Lösung.

    Spitzentreffen in Berlin: Poker um das Atommüll-Endlager - SPIEGEL ONLINE
    Es ist doch völlig egal wo die Experten eine Endlagerstätte finden. Der, vor allem durch die Grünen und die lokalen Bedenkenträger inszenierte Widerstand, wird dann eben dort stattfinden.
  4. #4

    Frage:"Wie regelt es unser Super-Nachbar Frankreich? ..das Problem mit der Endlagerung, bei nur '50' KKW... usw.?
  5. #5

    Im Grunde

    Zitat von yifter Beitrag anzeigen
    Ich würde drauf Wetten, das plötzlich in Mecklenburg-Vorpommern ein wunderbarer Standort "gefunden" wird, weil: da gibts die wenigsten Einwohner, also auch die wenigsten Proteste
    ist dieses jahrzehntelange und milliardenteure Gezerre um die Endlagersuche, bei dem sich lediglich Gutachter, Beamte und Juristen eine goldene Nase verdienen, ein Trauerspiel.

    Vielleicht dauert es aber noch so lange bis die Politik begreift, dass der Grundgedanke der "Endlagerung", also der Versuch, radioaktive Abfälle so zu deponieren, dass sie über geologische Zeiträume von hunderttausenden Jahren weder durch Naturkräfte noch durch Menschenhand rückgeholt werden können, Unsinn ist. Der Versuch ist in etwa so erfolgversprechend wie das Ansinnen der Alten Pharaonen, auf Ewigkeit ungestört in ihren Pyramiden zu bleiben.

    Spätestens in 100 oder 200 Jahren wird dieser Müll aufgrund verbesserter Verfahren gefahrlos wiederverwertet oder behandelt werden können. Hinter dem Gedanken der Endlagerung steht ja der Verdacht, die uns nachfolgenden Generationen werden entweder zu blöd sein mit dem Müll umzugehen oder damit irgendeinen Schindluder anstellen. Woher kommt diese Annahme?

    Auch wenn wir in D mit dem Atomausstieg den Verlust von know-how in der Nukleartechnik billigend in Kauf nehmen, in anderen Teilen der Welt wird dieses Wissen weiterentwickelt. Es wird immer qualifizierte Wissenschaftler und Techniker geben, die mit dem Material umgehen können.

    Vom Gedanken der Endlagerung sollten wir uns schnellstmöglich verabschieden und den Müll übersichtlich zwischenlagern, bis bessere Verfahren der Wiederaufbereitung entwickelt sind. Das Drama um die Rückholung des in der Asse eingelagerten Mülls (den man jetzt besser dort belassen sollte) sollte uns eine Lehre sein.
  6. #6

    Endlager

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Salzstock im niedersächsischen Gorleben ist seit 35 Jahren die einzige Endlager-Option für hochradioaktiven Atommüll. Das soll sich ändern. Vertreter von Bund, Ländern, SPD und Grünen ringen bei einem Spitzentreffen um eine Lösung.

    Spitzentreffen in Berlin: Poker um das Atommüll-Endlager - SPIEGEL ONLINE
    Ich möchte mal die Frage stellen, will man denn wirklich ein Endlager haben?
    Bisher haben sich alle Umweltminister da geschickt herausgehalten und es auf die lange Bank geschoben, ich betone alle Umweltminister und das von den konservativen über die SPD und den Grünen.
    Man ist nach so vielen Jahren kein Schritt weiter vorangekommen, die Opposition schimpft immer nur auf die Regierenden und dabei stecken sie all nur den Kopf in den Sand.
    Wie verantwortungslos gehen unsere Politiker mit den atomaren Müll umgehen zeigen sie uns nun schon Jahrzehnte.
    HR
  7. #7

    Der einzig sichere Platz für ein "Endlager" dürfte wohl über auf der Oberfläche sein. Es kann ohne umstände geklärt werden ob die Fässer dicht sind und ob es zu Leckagen kommt. Die oberirdische Lagerung ist in verschiedenen Ländern wie auch dem großen Vorbild der Deutschen, den USA, gebräuchlich.
  8. #8

    ...

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    ist dieses jahrzehntelange und milliardenteure Gezerre um die Endlagersuche, bei dem sich lediglich Gutachter, Beamte und Juristen eine goldene Nase verdienen, ein Trauerspiel.

    ...

    Vom Gedanken der Endlagerung sollten wir uns schnellstmöglich verabschieden und den Müll übersichtlich zwischenlagern, bis bessere Verfahren der Wiederaufbereitung entwickelt sind. Das Drama um die Rückholung des in der Asse eingelagerten Mülls (den man jetzt besser dort belassen sollte) sollte uns eine Lehre sein.
    Ich bin mit Ihnen insofern Konform, dass es Verfahren geben könnte, die den Müll entschärfen oder sogar noch weitere Energie herausholen. Allerdings bezweifel ich, dass jemals wieder eine kerntechnische Anlage in Deutschland errichtet wird. Die deutschen haben zu viel Angst vor den vermeintlichen Gefahren und sei die Anlage noch so sicher.

    Ich kann die Meinung zu Endlagerfindung lediglich nicht teilen. Aus meiner Sicht ist es reines politisches Geschachere. Die Grünen wollen kein Endlager mitbestimmen, da anschließend ihre politische Existenz gefährdet ist. Ihre selbst gewählte Hauptaufgabe, den Ausstieg aus der Kernenergie und eine sichere Lagerung (Wie auch immer die definiert wird.) wäre anschließend abgeschlossen.

    Die wenigsten Menschen wissen, dass es Endlager für noch gefährliche Stoffe in höherer Konzentration in Deutschland gibt.

    Der giftigste Ort der Welt ist in Nordhessen - Herfa-Neurode - N24.de

    Theoretisch könnte auch Atommüll eingelagert werden, dies ist aber aufgrund einer unternehmerischen Entscheidung nicht möglich und dessen Bürgermeister würde es auch nicht wollen.

    Giftmüll in Hessen: Der giftigste Ort der Welt | Rhein-Main*- Frankfurter Rundschau

    Immerhin muss man sich die Frage gefallen lassen, warum ein Endlager für Giftstoffe unproblematisch ist und für Atommüll nicht. Darüber hinaus wäre ein Absaufen des Bergwerks ebenso möglich und im Endszenario gibt es keinen unterschied. Ob Sie nun Atommüll in sich aufnehmen oder entsprechend Arsen. Für die Gesundheit ist beides sicher nicht förderlich.
  9. #9

    Genau

    Zitat von hallmach Beitrag anzeigen
    Der einzig sichere Platz für ein "Endlager" dürfte wohl über auf der Oberfläche sein. Es kann ohne umstände geklärt werden ob die Fässer dicht sind und ob es zu Leckagen kommt. Die oberirdische Lagerung ist in verschiedenen Ländern wie auch dem großen Vorbild der Deutschen, den USA, gebräuchlich.
    Was spricht denn auch dagegen? Die Kosten dürften doch wesentlich geringer sein als unter der Erde.
    unseren Damen und Herren geht es ja auch um etwas anderes: Aus den Augen aus dem Sinn.
    Und wenn in 2.000 Jahren die Probleme kommen. Was spielt das H E U T E für eine Rolle?








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