Spitzentreffen in Berlin: Poker um das Atommüll-Endlager

DPADer Salzstock im niedersächsischen Gorleben ist seit 35 Jahren die einzige Endlager-Option für hochradioaktiven Atommüll. Das soll sich ändern. Vertreter von Bund, Ländern, SPD und Grünen ringen bei einem Spitzentreffen um eine Lösung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...829347,00.html
  1. #30

    ...

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Den deutschen Ausstieg verhindert. Solang ich mich erinnern kann gab es den schonmal und dieser wurde auch wieder storniert.
    Das war des Volkes Wille. CDU und FDP hatten im Parteiprogramm stehen dass man die Kernenergie länger nutzen will und sie wurden gewählt.
    Ahh die Menschen wählen die Parteien aufgrund von einem Punkt in ihrem Parteiprogramm verstehe. Warum läßt man die Menschen nicht abstimmen? Was glauben sie was bei einer Abstimmung da herauskommen würde? 70% Nein 20% Ja 10% weiß nicht?

    Zitat von cybermonk
    kann ich sie daran erinnern dass direkt nach Fukushima die Grenzwerte für Lebensmittel in Eruopa stark erhöhrt wurden.
    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Welche Grenzwerte wurden erhöht?
    Die Grenzwerte für verstrahlte Lebensmittel. Das was gestern als bedenklich galt, gilt nun nach Fukshima als relativ harmlos. nur im Zirkus wird noch schöner jongliert

    [QUOTE=x+n;10074707]
    Weder die Autoren der Lancet-Studie noch die anderer LCA haben etwas mit Euratom zu tun.
    [QUOTE=x+n;10074707]

    Euratom ist ein Bestandteil der EU genau wie die internationale Atombehörde. Beide Organisation Leben davon das Atomenergie weiter (friedlich)) gefördert und genutzt wird. Eine weitere große Rolle spielt das Militär, besonders jene welche uns mittels Abschreckungswaffen seit Jahren schon unseren Frieden beschert. Dann spielen noch die ganzen großen Energiekozerne eine wesentliche Rolle. Weltweit gefördert. Keine Endlagerlösung in Sicht. Unfälle und Störfalle welche viel Unheil schon angerichtet haben und dennoch bestehen die Profiteure darauf weiterhin mit dem Wahnsinn fortzu fahren. Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Umwelt.....
  2. #31

    Zitat von aprilapril Beitrag anzeigen
    Das wäre nicht das erste Mal. Vor allem glaube ich, was ich sehe, erlebe, mit meinen Sinnen wahrnehme. Dass Atomfuzzis nichts Besseres kennen als Strom aus Kernkraft, überrascht mich nicht. Dass sie zu jeder Lüge bereit sind, überrascht mich ebenfalls nicht. Sogar die Kirche musste nach Jahrhunderten der festen Überzeugung einräumen, dass die Erde keine Scheibe ist. Es gibt eben für jede Wahrheit Expertenmeinungen, die sich oft diametral widersprechen.
    Man sollte aber auch die "Alternativen" und deren Probleme hier erwaehnen. Strom aus fossilen Brennstoffen ist auch nicht der bessere Weg. Auch hier entsteht sehr viel Gift z.B. produziert ein 1000MW Kohlekraftwerk im Jahr auch etwa 8t Radionuklide, 40.000t SO2, 20.000t NOx, 2.000t Feinstoffe, ueber 2.000t Schwermetalle wie Pb, As, Sr, PAHs und 5.1mio t CO2... Auch die erneuerbaren Energien produzieren extrem viele Giftstoffe - wie auch auch andere Kommentare hier hingewiesen haben.
  3. #32

    Als hätte man

    Zitat von robk-001 Beitrag anzeigen
    Man sollte aber auch die "Alternativen" und deren Probleme hier erwaehnen. Strom aus fossilen Brennstoffen ist auch nicht der bessere Weg. Auch hier entsteht sehr viel Gift z.B. produziert ein 1000MW Kohlekraftwerk im Jahr auch etwa 8t Radionuklide, 40.000t SO2, 20.000t NOx, 2.000t Feinstoffe, ueber 2.000t Schwermetalle wie Pb, As, Sr, PAHs und 5.1mio t CO2... Auch die erneuerbaren Energien produzieren extrem viele Giftstoffe - wie auch auch andere Kommentare hier hingewiesen haben.
    die Alternativen nicht tausendmal gewendet, für gut befunden, verdammt, relativiert, behauptet, zurückgenommen - ich bin es inzwischen Leid.
    Ich frage mich allerdings, wer hat Interesse an Atomstrom? Die Bevölkerung sicher nicht. Mitarbeiter von KKW sicher, weil der Arbeitsplatz gefährdet ist. Konzernchefs von RWE, e-On, Vattenfall und EnBW sicher, weil die Profite wegfallen. Deren Aktionäre sicher, weil die Dividenden magerer ausfallen. Lobbyisten der Atomwirtschaft einschl. deren Politiker sicher, weil sie zum Umdenken nicht fähig sind.
    Nennen Sie mir bitte weitere Befürworter!
  4. #33

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Weil es so schön zum Weltbild passt unreflektiert von Greenpeace übernommen. Und dass die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen ist ja bekannt. So wird z.B. als Subvention bezeichnet, dass Kernkraftwerke keine CO2-Zertifikate benötigen.
    Es wurde Geld in die Forschung investiert. Subventionen in den Betrieb gibt es nicht.
    Abgaben, die nicht bezahlt werden müssen, erhöhen auch die Gewinne.

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Da wäre in D z.B. die UTD Herfa-Neurode. Da wird im Millionen Tonnen Maßstab Gift eingelagert; u.a. auch aus der Solarzellenherstellung. Aus dem Lager darf nie etwas austreten.
    Für radioaktive Stoffe gäbe es z.B. den WIP in den USA.
    Radioaktiver Müll erzeugt Wärme, es gelten also völlig andere Lagerbedingungen als für Giftmüll.
    Es gibt weltweit noch kein Endlager für stark radioaktive Abfälle.

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Welche Grenzwerte wurden erhöht?
    Die für Lebensmittel.

    Atom: Höhere Grenzwerte für radioaktiv belastete Lebensmittel in der EU - Weitere Meldungen - FOCUS Online - Nachrichten
  5. #34

    Zitat von x+n Beitrag anzeigen
    Es gibt bereits mehrere Endlager wie z.B. den WIP.
    Wipp in New Mexico? Hilft bei Brennstäben leider nicht weiter. Die USA suchen immer noch nach einen geeigneten Stadort und das ursprüngliche Ziel Yucca Mountaine gehört der Vergangenheit an. Selbst wenn dort ein Endlager errichtet werden sollte, es wird nicht ausreichen.

    Die Schweiz sucht und plant, aber ein Ende und damit ein geeigneter Standort ist nicht in Sicht.

    Schweden hat mit Finnland geplant und beide haben einen Standort gefunden. In Schweden wird der wahrscheinlich erst 2025 fertiggestellt werden. In Finnland ist man weiter aber ebenfalls nicht betriebsbereit. Dazu dürfen die Ländern Atommüll nicht im bzw. exportieren.
    Im schönen Frankreich hat man den Bereich eingegrenzt, aber beschlossen ist auch noch nichts.
    Wo soll es also ein Endlager für Brennstäbe geben? schwach bis mittel ist weniger das Thema, es geht doch in der Hauptsache um die Brennelemente und die Wärmeentwicklung. Die Dinger werden nicht im Wipp eingelagert.
  6. #35

    ...

    Zitat von aprilapril Beitrag anzeigen
    Das wäre nicht das erste Mal. Vor allem glaube ich, was ich sehe, erlebe, mit meinen Sinnen wahrnehme. Dass Atomfuzzis nichts Besseres kennen als Strom aus Kernkraft, überrascht mich nicht. Dass sie zu jeder Lüge bereit sind, überrascht mich ebenfalls nicht. Sogar die Kirche musste nach Jahrhunderten der festen Überzeugung einräumen, dass die Erde keine Scheibe ist. Es gibt eben für jede Wahrheit Expertenmeinungen, die sich oft diametral widersprechen.
    Dann nennen Sie doch bitte mal eine LCA bei der die Kernenergie schlecht abschneidet. Eine einzige bitte. Es kann doch nicht die gesamte Welt und jeder Wissenschaftler von der Atomlobby kontrolliert sein.
  7. #36

    ...

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Diese Studie wurde von Greenpeace in Auftrag gegeben und hat diese nicht durchgeführt.
    Stimmt, Sie haben Recht.
    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Die Organisation kämpft immerhin für eine Verbesserung der Umwelt.
    Und, für mehr Spendengelder.

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Was auch immer sie mit sehr hohen Dosen meinen.
    200 mSv sind schon recht viel.
    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Um nochmals an Tschernobyl zu erinnern an hohe Krebsraten bei Kindern in Gomel (Leukämie, Schilddrüsenkrebs....)
    Schilddrüsenkrebs wurde vermehrt gefunden da in der SU kein (bzw. zu spät) Jod ausgegeben wurde. Eine Erhöhung der Leukämieraten wurde nicht gefunden.
    ((GRS-IRSN 5) "Untersuchungen der gesundheitlichen Auswirkungen").
    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Schon nach ein paar Jahren starben mindestens 15000 Liquidatoren und nicht weil man einfach so stirbt, sondern weil diese erheblicher Strahlung ausgesetzt waren,
    Wo haben Sie das denn her? Greenpeace oder IPPNW?

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    (komisch dass die ganzen mit Radon versetzen Produkte aus den 60er wie Seife und Zahnpasta aus dem Markt genommen wurden...)
    (komisch, dass Radonbäder immernoch gut besucht werden)

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Wenn man von den gesundheitlichen Nebeneffekten und den Todeszonen und der Subventionierung von Staate mal absieht, dann stimmt das wohl so.
    Wie gesagt: die gesundheitlichen Schädigungen pro erzeugter kWh sind deutlich geringer als bei anderen Stromerzeugern. Siehe z.B. Lancet 370 S. 979. Phantasierte Subventionierung hat keinen Einfluss auf die Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen.
    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Aber so positiv wie sie davon reden würde ich mich nicht wundern wenn ihr Berufszweig mit der Kernenergie zu tun hätte.
    Nein, zum Teil mit erneuerbaren, mit Kernenergie gar nicht. Im Beruf muss ich auch eine andere Meinung vertreten als ich das privat im Forum tue.
    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Und da kann irgendwer garantieren dass der radioaktive Abfall in hunderten von Jahren sicher aufbewahrt werden können. Meines erachtens ist es unveranwortlich den nachfolgenden Generationen diese hochschädliche Last zu hinterlassen. Aber wenn man die Probleme den nachfolgenden Menschen überläßt scheint es ein lukratives Geschäft zu sein.
    Meines Erachtens ist es unverantwortlich den nachfolgenden Generationen eine verdreckte Biosphäre zu hinterlassen. Eine volumenmäßig geringe Menge Müll tief unter der Erde ist da besser als riesige Müllmengen direkt in der Luft und in Gewässern.
  8. #37

    ...

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Ahh die Menschen wählen die Parteien aufgrund von einem Punkt in ihrem Parteiprogramm verstehe.
    Viele Punkte. Offenbar hat die angestrebte Laufzeitverlängerung nicht so viele gestört.

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Warum läßt man die Menschen nicht abstimmen? Was glauben sie was bei einer Abstimmung da herauskommen würde? 70% Nein 20% Ja 10% weiß nicht?
    So hoch wäre die zu erwartende Beteiligung. Den meisten Leuten ist das Thema relativ egal.

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Die Grenzwerte für verstrahlte Lebensmittel. Das was gestern als bedenklich galt, gilt nun nach Fukshima als relativ harmlos. nur im Zirkus wird noch schöner jongliert
    Was denn genau für Grenzwerte. Mit Quelle bitte.

    Zitat von cybermonk Beitrag anzeigen
    Euratom ist ein Bestandteil der EU genau wie die internationale Atombehörde. Beide Organisation Leben davon das Atomenergie weiter (friedlich)) gefördert und genutzt wird. Eine weitere große Rolle spielt das Militär, besonders jene welche uns mittels Abschreckungswaffen seit Jahren schon unseren Frieden beschert. Dann spielen noch die ganzen großen Energiekozerne eine wesentliche Rolle.
    Und die haben alle nichts mit dem medizinischen Fachjournal "Lancet" zu tun. Andere Wissenschaftler kommen zu gleichen Ergebnissen. Alle gekauft? Das glauben Sie doch selbst nicht.
  9. #38

    ...

    Zitat von aprilapril Beitrag anzeigen
    Nennen Sie mir bitte weitere Befürworter!
    Leute die wollen, dass durch die Stromerzeugung möglichst geringe Schäden an Umwelt und Gesundheit entstehen.
  10. #39

    ...

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Abgaben, die nicht bezahlt werden müssen, erhöhen auch die Gewinne.
    Lol. Sie wollen ernsthaft behaupten es wäre eine Subvention der Technik dass sie im Betrieb kein CO2 von sich gibt? Und Fahrräder sind subventioniert weil sie nicht zur ASU müssen??

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Radioaktiver Müll erzeugt Wärme, es gelten also völlig andere Lagerbedingungen als für Giftmüll.
    Das ist beim Salz nicht so schlimm (einer der großen Vorteile von Salzgestein).

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Es gibt weltweit noch kein Endlager für stark radioaktive Abfälle.
    Weil noch keins benötigt wird.

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Die für Lebensmittel.
    Danke für die Quelle. Verwunderlich, nicht mal in Japan sind die Grenzwerte so hoch.