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Spitzensport: Bioethiker fordert offenen Markt für Doping

APGehört die Null-Toleranz-Politik gegen Doping auf den Müllhaufen der Geschichte? Durch eine kontrollierte Freigabe leistungssteigernder Substanzen wäre der Spitzensport fairer - und gesünder, sagt der Bioethiker und Philosoph Julian Savulescu.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...844578,00.html
  1. #1

    Alter Hut

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gehört die Null-Toleranz-Politik gegen Doping auf den Müllhaufen der Geschichte? Durch eine kontrollierte Freigabe leistungssteigernder Substanzen wäre der Spitzensport fairer - und gesünder, sagt der Bioethiker und Philosoph Julian Savulescu.

    Bioethiker Savulescu hält offenes Doping für fairer und gesünder - SPIEGEL ONLINE
    Selber (richtiger) Gedanke wie die Freigabe der weichen Genuss-Drogen - nur leider verdienen manche Leute und deren Abgeordnete viel zu viel Geld am Status Quo als dass sich daran etwas ändern könnte.

    Das ist sicher auch Julian Savulescu klar. Er hatte halt gerade seinen Philosophen-Hut auf...
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gehört die Null-Toleranz-Politik gegen Doping auf den Müllhaufen der Geschichte? Durch eine kontrollierte Freigabe leistungssteigernder Substanzen wäre der Spitzensport fairer - und gesünder, sagt der Bioethiker und Philosoph Julian Savulescu.

    Bioethiker Savulescu hält offenes Doping für fairer und gesünder - SPIEGEL ONLINE
    und unter ärztlicher Aufsicht gedopt. Heute gibt es Schadensersatzklagen wegen gesundheitlicher Folgeschäden zu Hauf.
    Das zum Thema "minimales Risiko". Wer dopt, muss nicht immer tot umfallen. Es reicht doch wohl, wenn derjenige seine spätere Gesundheit restlos ruiniert.
    Und wer die Freigabe fordert, der hat keine Kinder im Leistungssport. Sonst würde er anders denken.
  3. #3

    Das ist Sport???

    Das wird die "ungesunden" Dopingmittel verdrängen? Es wird doch immer das "Modernste" gespritzt.
    Eine sinnvollere Maßnahme ist die Rückkehr zum Amateursport. Sport darf sich finanziell nicht lohnen.
  4. #4

    UND wenn ...

    [alle erlaubt mit dem Mittel "A" dopen, dann bringt es überhaupt nichts mehr. Daher wird zum Mittel "B" gegriffen, das zunächst nicht erlaubt ist, ...
    Und wenn alles erlaubt wird, dann sind immer noch die reicheren bevorzugt und es wird immer noch zu gefählicheren Mitteln gegriffen!
    Die Argumentation wird immer dieselbe bleiben - wie bei den Genussmitteln.
  5. #5

    Wo ist das Argument?

    Savulescu: Ja, weil alles unter der Aufsicht von Ärzten stattfinden würde - und sie nur Substanzen verabreicht würden, die als sicher gelten und deshalb erlaubt sind.
    So sind sie, die praktischen Philosophen... Was wäre denn, wenn Doping freigegeben würde? Ginge es den Sportlern dann nicht mehr darum, sich gegenüber der Konkurrenz einen Vorteil zu verschaffen? Doch. Was würde also passieren? Wenn die Masse dopt, muss ich intelligenter dopen, mehr ausprobieren, näher an die Grenze des Lethalen gehen. Punkt Nummer eins des Utilitaristen muss also heißen: das physische Wohlergehen der Sportlerschaft würde mit einer Freigabe nicht gefördert; im Gegenteil: es würde akut gefährdet.

    Doch wenn Doping weitere Verbreitung fände, würden dessen Mittel und Methoden sicher günstiger in der Anwendung, das Portemonnaie des Sportlers geschont. Auch dies entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Scheinargument: Mit Ausnahme einiger Sportarten ist das Gros der Wettkampfsportler heutzutage Nichtdoper. Es ist überdies anzunehmen, dass eine Nichtintervention immer günstiger sein wird als eine Intervention. Wer also letztlich von einer solchen Regelung finanziell profitieren würde, sind diejenigen, die heute bereits dopen. Diese würden zwar mit ihrem nichtexperimentellen Treatment nur noch im Mittel mitfahren und -laufen, doch sie hätten keine so hohen Ausgaben. Alle anderen, die Masse der Wettkampfsportler also, müsste kräftig drauflegen - und wäre gezwungen, sich Dopingapplikationen zu unterziehen. Der Utilitarist merkt also auch hier: mehr Schaden, überhaupt kein Nutzen.

    Bleibt die Ärzteschaft: Vermag diese in dem Szenario, Dopingmissbrauch zu kontrollieren? Bisherige schwarze Schafe lassen eher das Gegenteil vermuten, trotz des hippokratischen Eids. Hier sei nur an die Freiburger Unimedizin erinnert oder an Herrn Fuentes. Auch heute sind medizinische Interventionen - verbotenerweise - oftmals von Ärzten begleitet. Hier wäre nach meinem Dafürhalten kaum eine Änderung zu erwarten.

    Es ist befremdlich, wenn sich - wenn auch praktische - Philosophen derart kurzsichtig und hanebüchen äußern. Oder zählen in der Bioethiker-Disziplin nun auch primär provokative Äußerungen mit fadenscheiniger Argumentation ins Renommee?
  6. #6

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Das wird die "ungesunden" Dopingmittel verdrängen? Es wird doch immer das "Modernste" gespritzt.
    Eine sinnvollere Maßnahme ist die Rückkehr zum Amateursport. Sport darf sich finanziell nicht lohnen.
    Warum nicht? Nach ihrer Logik dürften sich dann auch Musik, Schauspielerei, Schrifstellerei oder Kunst finanziell nicht lohnen.
  7. #7

    Zitat von kabian Beitrag anzeigen
    Das wird die "ungesunden" Dopingmittel verdrängen? Es wird doch immer das "Modernste" gespritzt.
    Eine sinnvollere Maßnahme ist die Rückkehr zum Amateursport. Sport darf sich finanziell nicht lohnen.
    Als wenn im Amateursport nicht auch gedopt wurde und wird...
  8. #8

    wenn man es zuende denkt hat er natürlich recht.

    mich persönlich interessiert leistungsport mit doping allerding so oder so nicht- aber das ist halt mein persönliche sicht der dinge.
    da geht es nicht mehr um den wettkampf sondern nur noch um geld.

    ber der tour de france weiß jeder,der es wissen will, das dort 95% der fahrer dopen (und bei den ersten 10 -100%) .
    beim (profi)bodybuilding dopen 100%.
    beim schwimmen alle leute die auf dem siegertreppchen stehen usw usw.
    beim 100m lauf und herrn bolt und seinen hähnchennuggets -sind sie auch alle gedopt sofern sie auf dem siegertreppchen stehen wollen- schlicht un ergreifend weil es ein geschäft ist und mit gewaltigen summen für die sieger.
  9. #9

    Also es scheint sich doch wahr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gehört die Null-Toleranz-Politik gegen Doping auf den Müllhaufen der Geschichte? Durch eine kontrollierte Freigabe leistungssteigernder Substanzen wäre der Spitzensport fairer - und gesünder, sagt der Bioethiker und Philosoph Julian Savulescu.

    Bioethiker Savulescu hält offenes Doping für fairer und gesünder - SPIEGEL ONLINE
    langsam an den Hacken abzurennen, weil irgendwann ist eben es nicht mehr möglich in o sekunden 50 Meter zu sprinten. Das weiß zumindest jeder normale Mensch, also das sollte er zumindest wissen. Die Grenze ist wohl erreicht, von der Technik tausendste Millisekunden eines Sieges dokumentieren zu können, ergo läuft nun die Endphase sogenannter Gedoopter ein, wobei es dann wohl kaum um Wettberb geht (was ja in meinen Augen sowieso schon dem Schwachsinn dient derer die da noch mitmachen) sondern dessen wer den das DOOPING körperlich am besten noch vedrträgt.

    Mal ganz ehrlich, aber ich hab mit denen kein Mitgefühl die da ihren eigenen Körper der Sensationbelustigung der Medien opfern, die dann noch besonders inbrünstig kaltherzig über so eine Beklopptheit schreibt. So gesehen sind die halt doof als Sportler und nicht ÜBERLEBENSFÄHIG.








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