ich wusste gar nicht, dass die walser so chomisch schwätzn....für schreiberlinge gibst auf der abgebildeten diealektpalette entweder das vermeintlich "boirische" oder das "schwyzerisch". in jedem fall. daneben.
inhaltlich jedoch - lecker.
Heusuppe mit Hirsch*und Schwein auf Enzianschaum: Jeremias Riezler serviert in seiner Walser Stuba*traditionelle*Gerichte mit ungewöhnlicher Note. Der junge Haubenkoch im Kleinwalsertal*ist jedoch nicht nur kreativ in der Küche - mit Leidenschaft forscht er in über 100 Jahre alten Rezeptbüchern.
http://www.spiegel.de/reise/europa/0...753609,00.html
ich wusste gar nicht, dass die walser so chomisch schwätzn....für schreiberlinge gibst auf der abgebildeten diealektpalette entweder das vermeintlich "boirische" oder das "schwyzerisch". in jedem fall. daneben.
inhaltlich jedoch - lecker.
ich frag mich ja bloss, woher Riezlers Urgrossmutta den Rotwein und die Zitronenschale für die Zwetschensuppa hatte - besonders wenn man bedenkt, welches Datum wir heute haben.
wird ja im Kleinwalsertal und auch sonst in der Welt
einen wahren Begeisterungssturm auslösen.
"Traditionelle Küche" - ein "Ekelwort" für die " internäschenellen" BRD-Köche.
Wo man reist und speist ( Hamburg / Berlin / München - man is(s)t "internäschenell - meistens französisch.
Wenn man ausländische Gäste einladen will - und "deutsche " Ess-Kultur Kulter vermitteln will - landet man maximal bei Curry-Wurst oder Brathähnchen. Gehobene "deutsche" Speisen - die locker mit der französchischen Retauration mithalten könnte - findet man höchstens noch in den Rezeptbüchern der Groß - und Ur-Großmütter.
Und wenn man im Ausland Bekannte fragt, wie sie, auf deren Reise in der BRD, die "deutsche" Küche fanden - erntet man entäuschte bzw. erstaunte Gesichter - man hat sie nicht gefunden -in der BRD.
Bei uns auf dem norddeutschen Flachland bekommt man noch sehr traditionelle, sehr gute Küche.
Kommst aus der Stadt?
Wenn ich höre das in Nürnberg mittlerweile der Anteil der Migranten bei 67% liegt, bei den unter 5-Jährigen, wundert mich das nicht. Auch in anderen Städten ist es ähnlich, da wächst eine komplette Generation an Stadtbevölkerung heran, die keine deutschen mehr sind. Kein Wunder das es da keine deutsche Küche mehr gibt.
Die Argumente stechen nicht:
*Unter-Fünfjährige Ausländer halten kein Restaurant.
Diejenigen Köche in der BRD , die die "deutsche" Küche verachten oder unfähig sind diese gekonnt auf den Tisch zu bringen sind BRD-ler
* Auch in Frankreich besteht der Hauptanteil der Bevölkerung aus Einwanderern - aber trotzdem gibt es eine hervorragende, stolze "regionale" Küche.
Ihre Frage ist nicht ganz unberechtigt: das Original-Rezept wurde nur mit Wasser bzw. einem Beerenwein und getrockneten Gewürzen gekocht. Aber bereits im Geburtsjahr meiner Urgrossmutter 1888 wurden 28'000 Liter (!) Wein und eine kleinere Menge südfranzösischer Limonen ins Kleinwalsertal importiert - kaum zu glauben, oder? In der Gedenkschrift zum Jubiläum "100 Jahre Zollanschlussvertrag", Mai 1991, Seiten 56/57, im Auftrag der Gemeinde Mittelberg, verfasst von Siegfried Holzer und Toni Berchtold, ist eine lange Importliste niedergeschrieben.
Als Koch ist es meine Pflicht das "Kulinarische Erbe" zeitgemäß umzusetzen. Beim Original-Rezept wurde die dreifache Menge Fett und Mehl verwendet, so dass die Suppe sehr dick wurde: der Löffel stand darin senkrecht, sie war nahrhaft, aber nicht gerade spritzig! Heute ist jedoch eine leichte Küche mit Pfiff gefragt. Daraus entstand meine Interpretation dieser uralten Speise! Viel Spaß beim Nachkochen - Ihr Jeremias Riezler