Spionage-Affäre bei Renault: Sarkozy setzt Geheimdienst auf Chinesen an

Die französische Regierung ist alarmiert wegen des mutmaßlichen Geheimnisverrats bei Renaults Elektroauto-Projekt. Einem Zeitungsbericht zufolge könnten die Hintermänner aus China kommen. Präsident Sarkozy hat jetzt den Geheimdienst eingeschaltet.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...738316,00.html
  1. #1

    Konkurrenz?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die französische Regierung ist alarmiert wegen des mutmaßlichen Geheimnisverrats bei Renaults Elektroauto-Projekt. Einem Zeitungsbericht zufolge könnten die Hintermänner aus China kommen. Präsident Sarkozy hat jetzt den Geheimdienst eingeschaltet.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...738316,00.html
    Habe ich da eine gestrige Rundfunkmeldung (BR) falsch verstanden, wonach die Industriespionage-Attacken aus Frankreich gegenüber Deutschland um ein Vielfaches höhere seien, als die aus China?
  2. #2

    Richtig

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Habe ich da eine gestrige Rundfunkmeldung (BR) falsch verstanden, wonach die Industriespionage-Attacken aus Frankreich gegenüber Deutschland um ein Vielfaches höhere seien, als die aus China?
    Die Franzosen spionieren am fleissigsten in deutschen Unternehmen. Aber das sind ja unsere Freunde und Freunde dürfen das hat unsere kanzlerette gesagt.
  3. #3

    Einerseits richtig, andererseits lachhaft!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die französische Regierung ist alarmiert wegen des mutmaßlichen Geheimnisverrats bei Renaults Elektroauto-Projekt. Einem Zeitungsbericht zufolge könnten die Hintermänner aus China kommen. Präsident Sarkozy hat jetzt den Geheimdienst eingeschaltet.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...738316,00.html
    Es ist gut und richtig, wenn Verdachtsmomenten einer Industriespionage - insbesondere auch aus China - nachgegangen wird. Es fliesst im heutigen IT-Zeitaler zuviel mühsam und teuer erworbenes Know-How ungewollt ab.
    Andererseits ist es geradezu wieder lachhaft, dass diese Initiative von Frankreich ausgeht. Sind es nicht gerade die Franzosen, die in den letzten Jahren fleissig selbst Industriespionage zum eigenen Vorteil betrieben haben?
    Man erinnere sich nur an die Spionage gegen den ICE zugunsten des TGV in Südkorea, als man gezielt die südkoreanische Niederlassung des SIEMENS Konzerns ausspionierte.
  4. #4

    ....

    Zitat von idealist100 Beitrag anzeigen
    Die Franzosen spionieren am fleissigsten in deutschen Unternehmen. Aber das sind ja unsere Freunde und Freunde dürfen das hat unsere kanzlerette gesagt.
    Zum Teufel auf Freundschaft, da will man doch gleich Lothringen zurück und Elsaß!!
  5. #5

    Zur Strafe

    Zitat von Der_Alex Beitrag anzeigen
    Zum Teufel auf Freundschaft, da will man doch gleich Lothringen zurück und Elsaß!!
    Ich würde denen noch das Saarland aufdrücken, da können wir viel sparen ...
  6. #6

    Weise Zurückhaltung.

    Es ist in Frankreich immer noch so, wer als Konkurent zu franhösischen Firmen Erfolg hat bekommt Probleme mit dem Presidenten. (siehe Eurostar).
    Die Batterie ist das eigentliche Problem der Elektro-Autos. Theoretisch sind alle möglichen Systeme seit 180 jahren bekannt. Nur wer kann sie am effektivsten bauen. In Deutschland hat man seit den 70er Jahren alles mögliche (gefördert) probiert, mit mässigem Erfolg. Daher die weise Zurückhaltung.

    Für China war eine neue Strategie nötig. Der Westen kann nicht wirklich etwas bieten. Einige hundert Batteriefirmen beschäftigen sich daher mit Lithium Kombinationen. Trotz aller Erfolge, es bringt das Elektro-Auto noch nicht wirklich zum Laufen.

    Die Renault Batterie ist, wie die JCI Batterie bestenfalls
    eine Krücke.
    Rumpelstilzchen Sarkosi sollte von Märchenonkel Brüderle lernen, der liess medienwirksam ein E-Auto nach gefahrenen(?) 600 Km bei sich vorfahren. Mit einer Restkapazität von 10%. Zum Totlachen.
  7. #7

    Weise Zurückhaltung.

    Es ist in Frankreich immer noch so, wer als Konkurent zu franhösischen Firmen Erfolg hat bekommt Probleme mit dem Presidenten. (siehe Eurostar).
    Die Batterie ist das eigentliche Problem der Elektro-Autos. Theoretisch sind alle möglichen Systeme seit 180 jahren bekannt. Nur wer kann sie am effektivsten bauen. In Deutschland hat man seit den 70er Jahren alles mögliche (gefördert) probiert, mit mässigem Erfolg. Daher die weise Zurückhaltung.
    Für China war eine neue Strategie nötig. Der Westen kann nicht wirklich etwas bieten. Einige hundert Batteriefirmen beschäftigen sich daher mit Lithium Kombinationen. Trotz aller Erfolge, es bringt das Elektro-Auto noch nicht wirklich zum Laufen.

    Die Renault Batterie ist, wie die JCI Batterie bestenfalls
    eine Krücke.
    Rumpelstilzchen Sarkosi sollte von Märchenonkel Brüderle lernen, der liess medienwirksam ein E-Auto nach gefahrenen(?) 600 Km bei sich vorfahren. Mit einer Restkapazität von 10%. Zum Totlachen.
  8. #8

    HDW, EnBW, KM sollten folgen..

    Zitat von prophet46 Beitrag anzeigen
    Habe ich da eine gestrige Rundfunkmeldung (BR) falsch verstanden, wonach die Industriespionage-Attacken aus Frankreich gegenüber Deutschland um ein Vielfaches höhere seien, als die aus China?
    Hat Frankreich doch gar nicht noetig uns auszuspionieren, Technologietranfer zugunsten unserer westlichen Nachbarn wird doch mit und durch unseren Staat seit Jahrzehnten durchgefuehrt siehe MBDA (Rakteten, Elektronik), EADS (Flugzeuge, Raumfahrt, und zuletzt die Uebereignung der Hubschraubertechnologie), Aventis (Chemie/Pharma)Frankreich haette sicherlich die Uebernahme durch ein deutsches Unternehmen verhindert. Diese Liste laesst sich weiterfuehren.
  9. #9

    .

    Zitat von b-und-w Beitrag anzeigen
    Man erinnere sich nur an die Spionage gegen den ICE zugunsten des TGV in Südkorea, als man gezielt die südkoreanische Niederlassung des SIEMENS Konzerns ausspionierte.
    Nunja, um gegen den ICE zum Zug (sic) zu kommen, hätte ein Verweis auf den ICE "Wilhelm Conrad Röntgen" genügt.
    Die TGV-Ingenieure wussten jedenfalls von entsprechenden Bauartproblemen und entwickelten keinen tödlichen/schwitzigen/bitterkalten Murks. Siemens kam nach Eschede jedenfalls angekrochen und erbat ganz ofiziell (und ohne Spionage ;) die Weitergabe entsprechenden Know-Hows.