Getty ImagesWas für ein Aussetzer: Nach einem Fehlschlag hat Tennisprofi David Nalbandian seinen Frust an einem Linienrichter ausgelassen und diesem gegen das Schienbein getreten. Der Haupt-Schiedsrichter entschied, die Partie abzubrechen. Nalbandian, zum Zeitpunkt in Führung, war der Verlierer.
http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,839387,00.html
eine blutende Wunde durch einen Tritt gegen ein Schild und einen Treffer gegen ein dahinter befindliches Schienbein ist jetzt eine "schwere Verletzung"?
Aha - schmerzhaft sicherlich - aber schwer?
Man hätte weiterspielen sollen und er hätte eine Geldstrafe bekommen! Diese Lösung wäre eleganter gewesen. Wenn man voller Adrenalin steckt, dann kann man sein Körper manschmal nicht mehr steuern. Da kann man Profi sein, wie man will.
@Tahlos:
Man unterscheidet bei den meisten Sportarten zwischen leichten und schweren Verletzungen dadurch, das erstere nicht bluten und nicht das Eingreifen eines Arztes erfordern.
Tritt dir beim Fussball einer gegen das Schienbein hast du vieleicht nur 'ne Prellung. Blutet es aber, darfst du damit solange nicht weiter spielen, bis die Blutung gestillt ist.
Und es ist einfach 'ne billige Ausrede zu behaupten, Nalbandian hätte den Schiri nicht absichtlich verletzt. Fakt ist nun einmal, das er ihn "schwer" verletzt hat, und damit ist er zu disqualifizieren.
Zu sagen "Wär das Schild stabiler gewesen wär nichts passiert" ist so, als würde man als kleiner Junge damit argumentieren, das die Scheibe nur zu Bruch gegangen ist, weil der Freund sich geduckt hat.
dass die Wucht des Trittes noch durch das Werbeschild vermindert wurde, die Verletzung wäre sonst bestimmt "lebensgefährlich" gewesen.
Egal in welcher Sportart, wer sich zu einer Tat hinreißen lässt, die zu einer Verletzung führen könnte, gehört vom Spiel entfernt. Seine Tat und deren Folge zu relativieren ist schon 'nen starkes Stück. Das sollte es im Straßenverkehr auch geben, Verkehrsunfall wegen Raserei ... kann ja mal passieren. Der Schiedsrichter musste ins Krankenhaus, weil der Typ sich nicht im Griff hatte, da gibt es kein Pardon. Es darf nicht passieren, egal wieso und weshalb.
Na hoffentlich mussten sie dem armen Mann nicht das Bein amputieren...
Das Prädikat "reißerisch" hat sich der spiegel ja bereits vor geraumer Zeit einverleibt. Dass sich nun unter die häufig unangebrachte Theatralik so manchen Redakteurs auch noch echtes BILD-Schlagzeilenniveu mischt, hätte ich allerdings nicht erwartet!
Bitte, lieber spiegel - ihr könnte es doch besser!