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SPIEGEL-Gesprächsreihe: Euro-Gruppen-Chef Juncker empfiehlt Schäuble als Nachfolger

Klare Worte an der Kehrwiederspitze: Bei der SPIEGEL-Gesprächsreihe hat sich Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker für Wolfgang Schäuble als Nachfolger ausgesprochen. Der deutsche Finanzminister sei eine "Idealbesetzung".

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830715,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klare Worte an der Kehrwiederspitze: Bei der SPIEGEL-Gesprächsreihe hat sich Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker für Wolfgang Schäuble als Nachfolger ausgesprochen. Der deutsche Finanzminister sei eine "Idealbesetzung".

    SPIEGEL-Gesprächsreihe: Euro-Gruppen-Chef Juncker*empfiehlt Schäuble als Nachfolger - SPIEGEL ONLINE
    Es ist mir unbegreiflich, wie die Leute, die das Chaos mit zu verantworten haben, sich immernoch fröhlich die Posten zuschanzen.
  2. #21

    Ist das die letzte, alte Garde?

    Ein Juncker hat dem EURO-Raum gereicht, da brauchen wir nicht noch einen zweiten Schäuble.
  3. #22

    Zitat von roland56 Beitrag anzeigen
    ... dass Schäuble ein Umfaller ist. Vor ca. einem Monat war er in der Sendung "Münchner Runde" als einziger Gast zu sehen. Was der da alles unwidersprochen loslassen durfte (bezogen auf die unbestreitbaren Risiken für den deutschen Steuerzahler) war wirklich ohne Worte.

    Was mir aber zu denken gab, war, dass er die wirtschaftliche Einheit wohl wirklich will (koste es was es wolle). Er äußerte sich sinngemäß so, dass damals eben nicht mehr als die politische Einheit möglich war. Dieses scheibchenweise herausrücken mit der Wahrheit, dieses scheibchenweise Erhöhen der zur Verfügung gestellten Gelder und damit der Risiken erschien, zumindest mir, nicht so sehr als Umfallen sondern als hinterhältige Taktik. Schäuble gehört aus meiner Sicht zu den Leuten, die nicht nur ihre Großmutter verkaufen sondern auch noch liefern.

    Die Belange der deutschen Bevölkerung haben für Ihn offensichtlich keinen Belang. Juncker, der sich ja selbst als Lügenbold outete, sieht das wohl ähnlich und empfielt in deshalb uneingeschränkt.
    Ja, genau so ist es. Schäuble verkauft uns auch unter dem Vorwand, die Deutschen hätten ihr Recht auf Selbst- und Mitbestimmung ohnehin verwirkt, durch alles was sie in der Vergangenheit angerichtet haben (sinngemäß, wobei er noch hervorhob daß Deutschland seit Ende des II Weltkrieges ohnehin kein souveräner Staat mehr ist). Kohl dachta ja auch so, das alles ist von langer Hand geplant.
  4. #23

    nee

    Zitat von observerd Beitrag anzeigen

    Luxemburg gilt als das mit Abstand wohlhabenste Land der EU (sowohl was Einkommen als auch Privat-Vermögen anbelangt). Die in verschiedenen Statistiken ausgewiesenen Zahlen sind aber teilweise mit Vorsicht zu geniessen da viele Pendler aus Frankreich, Belgien und Deutschland im Land beschäftigt sind .. geprägt wird die Wirtschaft vorallem durch den exzessiv vertretene Finanzwirtschaft : dem Sektor Finanzdienstleistungen werden ca. 25% der Bruttowertschöpfung zugerechnet, dem Sektor Immobilien, Vermietung und Unternehmensdienstleistungen ca. 20&.
    Genau, Luxemburg hat 500000 Einwohner, davon 42,3% Ausländer und jeden Tag kommen dann noch 105000 Pendler aus den Nachbarländern hinzu. Somit sind die Luxemburger am Tag eine Minderheit im eigenen Land!! Recht haben Sie aber damit dass Luxemburg sehr viel von der EU profitiert hat.
    Davon haben aber auch die Regionen Lothringen und Wallonien (weil da leider die meisten Pendler herkommen) und auch zu einem gewissen Teil Rheinland-Pfalz und das Saarland mitprofitiert. Ohne Luxemburg wäre also der Arbeitslosenteil in der gesamten Region riesig.
  5. #24

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Klare Worte an der Kehrwiederspitze: Bei der SPIEGEL-Gesprächsreihe hat sich Euro-Gruppen-Chef Jean-Claude Juncker für Wolfgang Schäuble als Nachfolger ausgesprochen. Der deutsche Finanzminister sei eine "Idealbesetzung".

    SPIEGEL-Gesprächsreihe: Euro-Gruppen-Chef Juncker*empfiehlt Schäuble als Nachfolger - SPIEGEL ONLINE
    Merkel wird auch in diese Falle der Freunde tappen. Der/Die Schuldige wird langsam aufgebaut - die Deutschen werden auch diesmal ganz vorne dabei sein.
  6. #25

    nee

    Zitat von cato. Beitrag anzeigen
    Der größte Fehler Bismarcks war es den Franzosen zu verbieten Luxemburg zu anektieren, dann wäre diese Nervensäge Juncker uns erspart geblieben und sein dümmlicher Pro Kopf Vergleich. Die Zahlungen der 0,5 Millionen Luxemburger fällt bei Rettungspaketen einfach nicht ins Gewicht und die Hauptlast leisten nunmal Deutschland und Frankreich.
    Nein, das war gut so weil Luxemburger sind deutschsprachig und nicht französischsprachig, auch wenn unsere Politker aus uns Franzosen machen wollen und der hohe Anteil an französischsprachigen es vermuten lässt.
    Aber auch Ihnen sage ich:
    Luxemburg hat 500000 Einwohner, davon 42,3% Ausländer und jeden Tag kommen dann noch 105000 Pendler aus den Nachbarländern hinzu. Somit sind die Luxemburger am Tag eine Minderheit im eigenen Land!!
    Luxemburg ist nun mal wichtig für die gesamte Region. Vor allem Frankreich, aber auch Deutschland würden sich wundern was für Kosten auf sie zukämen würden, würde es Luxemburg nicht geben
    Davon haben nämlich auch die Regionen Lothringen und Wallonien (weil da leider die meisten Pendler herkommen) und auch zu einem gewissen Teil Rheinland-Pfalz und das Saarland mitprofitiert. Ohne Luxemburg wäre also die Zahl der Arbeitslosen in der gesamten Region sehr hoch.
  7. #26

    Genau das...

    Zitat von kapito Beitrag anzeigen
    Also ich lebe nicht in Europa sondern in Deutschland und will mein Leben nicht globalisieren sondern im Gegenteil - hier, im kleinen Kreis (Stadt, Kommune, Gemeinde) leben. Und will auch meine Kultur leben und für mich und meine direkten Nachbarn und Mitbürger arbeiten und nicht für irgendwelche fremden Gruppen oder Nationen.
    ...meinte Juncker. Es gibt aber nach Gemeinde - Land - Deutschland noch einen weiteren Tellerrand, über den man hinausschauen sollte, und das ist halt nun mal Europa. "Da draußen" wohnen nicht Leute fremder Kulturen, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Es sind, wie in Ihrer Stadt, direkte Nachbarn oder "Straßennachbarn", die die gleichen Interessen haben.
    Und die wollen uns nicht von vornherein ein Bein stellen, auch wenn wir manchmal so tun, als ob es durchweg um Betrüger und Schurken geht, die "unser Geld" wollen.
  8. #27

    Das war abzusehen

    Schäuble wird ohnehin einer der Gouverneure des ESM sein. Jemand der so hartnäckig einen Fiskalpakt durchknüppelt ist doch wie geschaffen für den Job.
    Jetzt wird abgewartet inwieweit der Bürger sich äussert. Im Falle der Akzeptanz (meistens aufgrund von Politik(er)-Verdrossenheit) ist alles gut, sollte sich Widerstand regen, wird die Sache mal wieder solange schön geredet, bis alle es leid sind, sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

    Informationen über den ESM und die Europäische Megabank:
    ESM-Vertrag stoppen! Die EU-Bürger zahlen die Zeche
  9. #28

    Schäuble hin oder her.

    Der Euro-Gruppenchef soll den Laden zusammenhalten, aber mehr auch nicht.
    Das Schäuble es für den Euro im Zweifelsfall von unten nach oben regnen lassen würde, ist bekannt.
    Das er eigentlich ein schwerkranker Mann ist, auch.
    Aber letztendlich glaube ich, das Schäuble den Job nur übernehmen soll, damit der deutschen Bevölkerung suggeriert wird, das Deutschland in der EU nicht endgültig total unterepräsentiert ist.
    Das wird nur ein Manöver das verschleiern soll, das Deutschland in der EZB nur noch eine Nullnummer darstellt, auf deren Konten die Schuldnerländer unbegrenzt Zugriff erhalten haben.
    Stichwort Target2, Ankauf von Staatsanleihen, Mrd.-Tender etc.
    Denn daran wird sich überhaupt nichts ändern!

    Mich würde ernsthaft interessieren, was Altkanzler Kohl und sein Finanzminister Theo Waigel sich damals gedacht haben, als sie diese Gewichtung in der EZB zugelassen haben. Deutschland und Malta jeweils gleichberechtigt mit 1 Stimme! Tzz tzz tzz, sowas von daneben!
    Als wenn die Inflationspolitik der Südperipherie damals nicht bereits auf einem Höchststand gewesen wäre.
    Staatsmännisch weitblickend war das ja wohl nicht!
    Bismarck wäre angesichts dessen tot umfallen, wäre er das nicht bereits! ;o)

    Eine wichtige Frage steht jetzt natürlich unbeantwortet im Raum.
    Wer wird Schäubles Nachfolger?
    Ein Asmussen-Typ aus der Dauerumfaller Riege oder ein gänzlich belangloser Niemand, nur dahingehend ausgesucht, das er der Kanzlerin nicht widerspricht?

    Schaun wir mal!
  10. #29

    Nein..

    Zitat von zicke-zacke Beitrag anzeigen
    ...meinte Juncker. Es gibt aber nach Gemeinde - Land - Deutschland noch einen weiteren Tellerrand, über den man hinausschauen sollte, und das ist halt nun mal Europa. "Da draußen" wohnen nicht Leute fremder Kulturen, mit denen man sich nicht identifizieren kann. Es sind, wie in Ihrer Stadt, direkte Nachbarn oder "Straßennachbarn", die die gleichen Interessen haben.

    ...
    das sind keine direkten Straßennachbarn und ja, es sind fremde Kulturen. Und das Problem ist, dass viele von uns, die es gerne etwas kleiner hätten, sich mit diesen "Nachbarn" zwangsidentifizieren müssen. Wenn Sie das können, schön für Sie, für viele andere sind eben nun mal die Menschen am wichtigsten mit denen man am meisten gemein hat und die befinden sich halt oftmals in der unmittelbaren Umgebung.

    BTW ist die Nennung von Schäuble als möglichen Nachfolger von Juncker zum einen natürlich ein vergifteter Apfel und zum anderen das geringste Risiko, da er genau weiß, dass Schäuble einer Schuldkomplex-Generation entstammt, die jederzeit bereit ist, deutsche Interessen zum Wohle Europas zu opfern.








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