Forum


 

SPIEGEL-Gespräch: "Die zweitbeste Lösung"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger, 55, über seine Verantwortung für das Porsche-Debakel, den Abstieg des Musterländles und seine Ausflüge in die Bundespolitik.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,638370,00.html
  1. #80

    Niveaulos

    Die eigene politische Einstellung hin oder her - ich fand das Interview ebenfalls niveaulos, beleidigend und übertrieben aggressiv. Derart schlechten Stil gönne ich weder den von mir bevorzugten Politikern, noch deren Gegnern. Wenigstens wurde gut und sachlich gekontert.
  2. #81

    Angemessen

    Abgesehen davon, dass der Infogehalt des Interviews wirklich dünn ist, finde ich sowohl die Fragen wie den Tonfall angemessen. Politiker vom Kaliber Öttinger haben keinen anderen Umgang verdient.
  3. #82

    Eigentor

    Zitat von Callimero Beitrag anzeigen
    Das sieht vielleicht ein überzeugter CDU Wähler / CDU -Mitglied so, ich nenne das kritischen Journalismus mit zugegeben provokanten Fragen, etwas was beim Spiegel und auch sonst in D viel zu wenig vorkommt.

    Guter Journalismus ist es für sie wohl nur dann, wenn man untertänigst völlig unverbindliche Fragen stellt und in das allgemeine Hurra-Geschreie der Politik einstimmt?

    Oder wenn man den politischen Gegner mit kritischen Fragen auseinandernimmt?
    Mit meiner parteipolitischen Preferenz haben Sie falsch geraten.

    Ich halte das was hier vorgeführt wurde, nicht für kritischen Journalismus, sondern für niveaulose Pöbeleien.
    Journalismus soll Wahrheit ans Licht bringen, und soll kein Wahlkampf sein.

    Allerdings gehe ich davon, dass das was Sie mir unbegründet unterstellen, mit andere parteipolitischer Preferenz Ihre eigene Haltung darstellt.
  4. #83

    Alles CDU-Anhänger?

    Zitat von Callimero Beitrag anzeigen
    Der Beitrag auf den ich geantwortet habe, wurde allen Anschein nach von einem CDU-Anhänger fabriziert, der sich über die provokanten Fragen an einen seiner Leitfiguren offensichtlich ziemlich geärgert hat.
    Wenn Sie mal die Pros und Contras zu diesem Interview zusammenzählen dürfte bei der BTW im September eigentlich nichts mehr schiefgehen - aus Sicht der Union.

    Zitat von Callimero Beitrag anzeigen
    Und hier meinte bzw. bezweifelte ich, ob er sich auch so darüber ereifert hätte, wenn er so ein Interview mit einem Vertreter aus den Reihen des politischen Gegners gelesen hätte.
    Also ich glaube vielen der Foristen hier, die angaben KEINE Oettinger- bzw. CDU-Fans zu sein und das Interview trotzdem unmöglich fanden. Auch ich darf Ihnen versichern, selbst wenn z.B. Lafontaine - einer meiner Politlieblinge - Zielscheibe solcher Fragen gewesen wäre, mein Urteil über dieses Interview wäre das gleiche.

    'Herr Ministerpräsident, wie fühlt man sich als Verlierer?'

    'Uns kommen Sie vor wie der Pannen-Ministerpräsident Nummer eins.'

    'Sind Sie jetzt der Mann ohne Badehose? '

    '...dass er ein Verhältnis mit Ihrer Gattin Inken hat...'

    'Sind wir uns einig, dass Ihre Leistung noch steigerungsfähig ist?'

    Zitat von Callimero Beitrag anzeigen
    ...ich nenne das kritischen Journalismus...
    Damit sind Sie - ganz offensichtlich - in der Minderheit. Gut so!
  5. #84

    ...

    Zitat von Liberty Valence Beitrag anzeigen
    Bashing as its best. Oliver-Pocher-Niveau am untersten Rand der Niveau-Skala. Man kann Oettinger doch auch intelligent vorführen.

    Immerhin führt die Veröffentlichung des Interviews zu einigen Neuanmeldungen im Forum.
    Eben. Nichts als Provokationen, um vielleicht die eine oder andere Skandalaussage zu kassieren. Sätze wie "Braucht man eigentlich noch Feinde, wenn man Parteifreunde wie Christian Wulff hat?", das kalkulierte, suggestive Gegeneinanderausspielen ist heute quasi in jedem Interview Standard. Sowas lernt man auf der Journalistenschule wahrscheinlich schon im ersten Jahr.

    Der Qualitätsjournalismus ist in Deutschland leider tot. Es gibt kein Blatt mehr, das Glaubwürdigkeit und Integrität nicht wenigstens ab und zu für den schnellen Skandal verramscht.
  6. #85

    Bitte Artikel lesen

    Zitat von Callimero Beitrag anzeigen
    Kaum stellt ein Journalist mal unbequeme Fragen, wird ihm Effekthascherei vergeworfen. Wie schwach ist das denn?
    Da waren leider keine "unbequemen" Fragen drinnen, sondern persönliche Angriffe, Beleidigung und Unterstellung.

    Sie verwechseln die Überstimmung mit Ihren politischen Preferenzen mit kritischem Journalismus.
  7. #86

    :-(

    Zitat von SirTurbo Beitrag anzeigen
    Die Fragen waren sicher unbequem und nicht ganz unpersönlich... Aber wenn "zufällig" ein Manager gefeuert wird als er mit der Frau eines Kumpels des Firmenchefs rummacht... Das ist schon eine Frage wert...
    Vielleicht haben Sie die Anliegen der Vorposter nicht ganz verstanden: Es ging nicht zwangsläufig um die Fragen an sich, sondern um die Art, wie sie gestellt wurden.

    Nahezu alle Fragen hatten einen deutlich unterstellenden Unterton und ein eine vernünftige Diskussion oder ein vernünftiges Interview spielt nicht so herablassend mit Provokationen, wie hier geschehen...
  8. #87

    nochmal lol, Leute es ist Wahlkrieg!

    Die, die sich hier entrüsten, wurden scheinbar schnell zusammengetrommelt um zu retten was kaum zu retten ist, Mitleid ist doch völlig fehl am Platze!

    Nach dem ganzen Zock- und Schmierentheater, dem der werte MP Oettinger mehrere Stunden seiner Tagesfreizeit widmete, wundert dieser Dammbruch im HH-Norden doch wohl Niemanden.

    Guter oder schlechter Geschmack - sei dahingestellt. Für die Genehmigung des Abdrucks wird der MP seine Gründe haben - 's gehören halt immer zwei Parteien zu einer Scheidung . . .

    Sägt ihr die Olalala, sägen wir den Oetti ;-))

    Mal schauen wer da über bleibt und fettig oben schwimmt, der so bemühte Herr Scholz dürfte m.E. nächster Kollateralschaden werden.

    Grüßle aus Freiburg

    lalito

    PS: Welcher Fahrer dieser Welt lässt den Fahrzeug-Schlüssel auf dem Zimmer und warum????
  9. #88

    Peinlich (die Reporter, nicht Herr Oettinger)

    Zitat von Rainer Daeschler Beitrag anzeigen
    Ich wette, die SPIEGEL-Redakteure René Pfister und Simone Kaiser sind nicht bei Peter Frey und Peter Hahne vom ZDF Sommerinterview in die Lehre gegangen. Aber auch so was von undevot! ;-)
    Das hat mit devot oder nicht devot nichts zu tun, finde ich. Klar müssen auch unbequeme Fragen gestellt werden dürfen, aber man muss beileibe kein Oettinger-Fan sein, um seine Meinung zu teilen, dass z.B. die Frage nach seiner Verantwortung der derzeitigen Krise reichlich dämlich und die nach den Affären seiner zukünftigen Ex-Frau ein ganz anderes Thema sind. Wollten die beiden Interviewer nun ganz besonders investigativ sein oder waren sie ganz besonders gerissen und sind in Wahrheit große Oettinger- und Ländle-Fans? Dann nämlich wäre ihre Mission geglückt, dass am Ende Lände und MP - und sei's durch Mitleidsbonus - besser dastehen als vorher. Ansonsten ist es einfach nur schäbig, auf einen, der sowieso schon halb am Boden liegt, noch drauf zu hauen.
  10. #89

    @tremmelk & fackus

    Nur weil Sie in Ihrer Niveaulosigkeit in diesem Forum in der Minderheit sind, heisst dies nicht dass 80% der Kommentatoren "gekauft" sind. Sie sind wohl in einem geistigen Zustand der für alles was nicht ins Weltbild passt eine Verschwörungsthoerie parat hat.

    Auch ich halte den momentanen Ministerpräsidenten von Ba-Wü für einen Totalausfall. Aber dennoch kann man sich dagegen aussprechen, dass politische Interviews auf dem Niveau von gewissen Nachmittags-Talk-Sendungen durchgeführt werden.

    Journalismus sollte unparteiisch arbeiten. Auch in diesem Rahmen kann man unangenehme Fragen stellen.

    Ich habe mich lediglich zu einem Zweck in diesem Forum angemeldet: Um meinem absoluten Entsetzen über diese Entgleisung Ausdruck zu verleihen.

    Lieber Spiegel, das ist die gelbe Karte. Noch so ein Ding und sie fliegen von meiner Lektüre-Liste!


TOP



TOP