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SPIEGEL-Gespräch: "Die zweitbeste Lösung"

Baden-Württembergs Ministerpräsident Günther Oettinger, 55, über seine Verantwortung für das Porsche-Debakel, den Abstieg des Musterländles und seine Ausflüge in die Bundespolitik.

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,638370,00.html
  1. #90

    Hm

    Ich finde es toll wenn Jurnalisten mal wieder mehr ihrer Pflicht der kritischen Berichterstattung nachkommen, da haben die Einiges nach zu holen, was ja auch Oettinger korrekt bemerkte, aber hier überwogen persönliche Angriffe. Liebe Interviewer, Finger in Wunden zu legen heißt nicht den Gegenüber zu beleidigen sondern mit gesammelten Fakten und Beweisen die Leute zu bedrängen bis sie klare Aussagen machen bzw. Fehler einräumen, aber eben immer sachlich bleiben.
  2. #91

    Lerne leiden ohne zu klagen.

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    unter 80 Beiträgen rund 2/3 'Niveaulos'-Posauner !

    Da hat der Ötti aber ganz schön Arbeit gehabt, seine Entourage zu empörten SpOn-Foristen umzuschulen.

    Uns andere freuts jedenfalls !
    Beste Grüße an das "uns andere"- Team. Spart Eure Spucke für`s Wundenlecken am 27.September. Har, har.
    Dino
  3. #92

    Streber !

    Zitat von JPunktWiese Beitrag anzeigen
    sagenhaftes Interview!
    So muss das laufen. Dem Bauer mal schön gezeigt, was er für einen Unfug fabriziert.

    WEITER SO!
    Hoffentlich läßt sich der Spiegel von der hier breit vertretenen alemannischen CDU-Stammtischwählerschaft nicht beirren! Endlich kehrt wieder kerniger 'Journalismus' ein, wie er sein soll - oder besser: muss, wenn wir nicht völlig in der Info-Schwammigkeit versickern sollen.

    Naja ... die, die hier meckern, sind irgendwie auch die, die schon in der Schule dem Lehrer die Tasche nachgetragen haben.
  4. #93

    ...

    Zitat von JPunktWiese Beitrag anzeigen
    sagenhaftes Interview!
    So muss das laufen. Dem Bauer mal schön gezeigt, was er für einen Unfug fabriziert.

    WEITER SO!
    Der Bauer ist der Leser. Und er merkt nicht, dass er im Dreck des dt. Qualitätsjournalismus liegt und vom Stiefel der 4. Gewalt immer tiefer gedrückt wird. Aber solange ein hoher Herr wie der Oettinger ebenso Staub fressen darf, klatscht der Bauer auch noch Beifall.
  5. #94

    Gutes Interview

    Mich erinnert dieses Interview an Michel Friedman in seiner besten Phase. Nicht, dass mir dieser Mensch mit all seinem moralischen Pathos sehr sympathisch wäre, aber er hat bei Politikern das gemacht, was sie überhaupt nicht mögen, nämlich die Anworten-Atrappen, die Potemkinschen Dörfer des Gesülzes erkannt, umschifft und nachgesetzt.

    Die Interviewer des Spiegel waren hart, und das stößt manch einem hier übel auf. Es ist Jedermanns gutes Recht, in einem normalen Gespräch einen solchen beharrlichen Stil nicht zu goutieren. Ich persönlich bin aber der Meinung, dass Politiker in der direkten Konfrontation viel zu sehr mit Samthandschuhen angefasst werden. Unkritisch wird außerparlamentarisch in den einschlägigen TV-Laberrunden "Politik" gemacht, kritische Fragen von Informierten tauchen nur zu selten auf.

    Politiker tragen das Mandat des Volkes. Diesem müssen sie Rede und Antwort stehen. Und diese Fragen sollte man m. E. eben nicht "verschämt" sondern viel eher "unverschämt" vortragen. Wenn dann so etwas dabei rauskommt, dann wünsche ich mir, dass Oettinger nicht der Einzige bleibt, der in dieser Art und Weise behandelt wird. Gleiches Recht für alle.
  6. #95

    merkwürdig...

    wirklich merkwürdig...ich mag den Oettinger überhaupt nicht, aber dieses absolut dreist geführte Interview hat bei mir wohl genau das Gegenteil bewirkt von dem was es eigentlich sollte, nämlich den MP noch unbeliebter zu machen.

    Auf meiner persönlichen Politker-Sympathie-Punkte-Skala ein Schritt nach vorn für Oettinger.

    Im Netz wird sowas dann auch gerne mal als "epic fail" bezeichnet
  7. #96

    Information?

    Ich fand den Stil ebenfalls eher störend. Natürlich weiß man, dass weder Politiker untereinander noch Politiker im Umgang mit Journalisten (und umgekehrt) sonderlich zimperlich und immer fair sind.

    Trotzdem, wenn die Provokationen irgendeinem Ziel dienten, beispielsweise Herrn Öttinger zu einer Aussage zu verleiten, die er hinterher dementieren müsste, dann wurde es verfehlt.

    Der Informationsgehalt dieses Interviews geht jedenfalls gegen Null. Man erfährt nichts, weder Altes noch Neues. Außer, dass Herr Öttinger anscheinend ein dickes Fell hat.
  8. #97

    Ja

    Zitat von sprechweise Beitrag anzeigen
    Da waren leider keine "unbequemen" Fragen drinnen, sondern persönliche Angriffe, Beleidigung und Unterstellung.

    Sie verwechseln die Überstimmung mit Ihren politischen Preferenzen mit kritischem Journalismus.

    Dem schließe ich mich an. An fehlendem Abstraktionsvermögen krankt meiner Meinung nach die gesamte politische Kultur in Deutschland.
  9. #98

    .

    Zitat von Ole Rossa Beitrag anzeigen
    Wenn Sie mal die Pros und Contras zu diesem Interview zusammenzählen dürfte bei der BTW im September eigentlich nichts mehr schiefgehen - aus Sicht der Union.



    Also ich glaube vielen der Foristen hier, die angaben KEINE Oettinger- bzw. CDU-Fans zu sein und das Interview trotzdem unmöglich fanden. Auch ich darf Ihnen versichern, selbst wenn z.B. Lafontaine - einer meiner Politlieblinge - Zielscheibe solcher Fragen gewesen wäre, mein Urteil über dieses Interview wäre das gleiche.

    'Herr Ministerpräsident, wie fühlt man sich als Verlierer?'

    'Uns kommen Sie vor wie der Pannen-Ministerpräsident Nummer eins.'

    'Sind Sie jetzt der Mann ohne Badehose? '

    '...dass er ein Verhältnis mit Ihrer Gattin Inken hat...'

    'Sind wir uns einig, dass Ihre Leistung noch steigerungsfähig ist?'



    Damit sind Sie - ganz offensichtlich - in der Minderheit. Gut so!
    Sie vergessen eines: das waren Fragen an ihn, auf die er antworten bzw. einiges klar stellen und sich rechtfertigen kann. Natürlich waren sie provokant und manche etwas gemein - er konnte aber stets seine Sicht der Dinge dazu äußern.

    Nochmal: mir persönlich hat vielleicht auch nicht jede Frage gefallen und ich hätte sie bestimmt auch nicht jede so gestellt, nur sind mir SOLCHE Interviews lieber als die abgesprochenen Frage- und Antwort-Spielchen, die darüber hinaus noch vor Veröffentlchung "Korrektur gelesen" werden und dann dem tumben unkritischen Zuschauer, Leser, Zuhörer vor den Latz geknallt werden, damit der bloss nicht mit dem Denken anfängt.

    Und mit Ruhm hat sich der gute Mann bisher in seiner Zeit als MP hier in B.-W. nicht gerade bekleckert. Das sage ich als BADENER - auch wenn wir hier Schwaben gegenüber generell nicht ganz vorbehaltlos sind.^^
  10. #99

    ..

    Endlich mal ein bissiges Interview. Beim Lesen mit einem breiten Grinsen vorm Rechner gesessen. Oettinger ist einfach viel zu verbissen, um auch nur ein wenig intelligent-ironisch auf die Fragen zu Antworten. Nichtmal den kleinsten Fehler wollte er eingestehen. Weiter so SPIEGEL.


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