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Spezialkommando in Afghanistan: Wie Elitesoldaten vier Geiseln befreiten
DPASie kamen im Schutz der Dunkelheit mit Hubschraubern, dann schlichen sie sich zu der Höhle, in der Terroristen vier Geiseln gefangen hielten: Bei der jüngsten Befreiungsaktion in Afghanistan war laut "Telegraph" dieselbe US-Spezialeinheit beteiligt, die auch Osama bin Laden tötete.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...836700,00.html
- #10 03.06.2012 20:20 von
Was ich immer noch nicht verstehe, wie kommen Afghanen auf die Idee, Menschen die ihnen wirklich unter Lebensgefahr helfen wollen, zu entführen und außerdem noch Lösegeld zu fordern.
Ich will nicht von Moral, oder Anständigkeit reden, aber das ist vergleichbar mit dem Ausdruck, die beißen die Hand, die sie füttert. Die gewaltsame Befreiung, selbst wenn es zu toten Terroristen kam, ist berechtigt.
MfG. Rainer - #11 03.06.2012 20:53 von
- #12 03.06.2012 20:55 von
- #13 03.06.2012 20:57 von
Nichtgewaltaffine Mehrheit
Es ist jedenfalls besser, kriminelle Gewaltverbrecher global uebergreifend notfalls auch im Rahmen von Befreiungsaktionen zu toeten, als ganze Laender mit Kriegsgewalt zu ueberziehen.
Beispiele fuer moegliche Zielpersonen gibt es genug: Hussein, Mubarak, Assad, Milosewich, Karadzis, afrikanische Politverbrecher und eben auch solche Entfuehrer, gleich ob die aus Beschaffungs- oder Machtsucht-Kriminalitaet handeln.
Ja, es ist auch besser, einzelne Banden notfalls zu toeten, die versuchen, ganze Nationen in eine Kriegsgewalt hineinzuzuziehen.
Ebenso wichtig ist der Ansatz, verbrecherische National- oder Volksgruppenfuehrer mit der internationalen Gerichtsandrohung in Den Haag zu konfrontieren.
Die Kombination hoechst effizienter Einzelschlag-Kapazitaeten wie hier gesehen (oder gegen den Osama Bin Laden), nicht gegen ein Land, sondern gegen verbrecherische Anfuehrer in einem Land, mit dem Ziel, sie nach Den Haag zu bringen oder der Verhaftungsversuch mit Inkaufnahme des Todes waere ein gute Strategie.
Nur so ist gegen die gewaltaffinen Psychopathen in unseren Gesellschaften eine glaubhafte Drohkulisse aufzubauen und so deren Einfuss und Wirkungsweisen minimierbar.
Was ich als Laie bislang nicht sehe, sind international rechtlich abgesicherte juristische Grundlagen und Verhaeltnismaessigkeitskriterien bei der Ausfuehrung solcher effizienten Aktionen.
Diese muessten zwar die absolute Geheimhaltung im Vorwege der Aktionen ermoeglichen aber die fuer die Aktion Verantwortlichen politischen Fuehrer haetten sich hinterher einer Kriteriennachpruefung zu stellen.
So ungefaehr muesste es werden.
Nicht als neue Weltordnung aber als wichtiger Einzelschritt in diese Richtung.
Heisst, auch Obama (die USA) muessten sich solchen "Den Haag"-Kriterien unterwerfen, um ihre imposanten Drohnen- und Einzelschlagskapazitaeten von mir aus dann auch als Fuehrungsrolle in der Welt zu "legalisieren", und so weltakzeptabel fuer die zwar knappe aber immer sichere Mehrheit der nicht Gewaltaffinen unter allen Menschen auf dem Globus zu machen, immerhin 57 %. - #14 03.06.2012 21:01 von
Kulturdifferenz
Es ist die fremde Kultur, in der alles, was für uns moralisch hochstehend ist, hier Hilfe, verachtet wird. Verachtung wird dort höher eingeschätzt als Nutzen, weil Nutzen rational ermittelt wird.
Dass Ratio in Afghanistan nicht geschätzt wird, konnte man jüngst wieder an dem Anschlag auf eine Mädchenschule sehen. - #15 03.06.2012 21:05 von
Definitionsfrage
Ob die Entführer Taliban oder normale Kriminelle waren, das ist insofern geklärt, als sie durch den Einsatz der Kommandoeinheiten auf höchsten Befehl hin per se zu Taliban definiert werden.
Auch sonst ist es in Afghanistan ja naheliegend, nachdem das Tragen von Waffen dort eine verbreitete Tradition ist, alle Opfer von Bombardierungen etc. als Taliban zu zählen. Das legitimiert sich posthum insofern, als es wahrscheinlich ist, dass die Verwandten der Opfer sich spätestens nach dieser Erfahrung dem Kampf gegen die westlichen Soldaten anschließen werden.
Also, solange man Krieg gegen die Taliban führt, produziert man weiter Gründe, Krieg gegen die Taliban zu führen.
Warum dieses folgerichtige Handeln 2014 auf einmal enden soll, ist bisher nicht richtig erklärt worden. - #16 03.06.2012 21:09 von
- #17 03.06.2012 21:12 von
- #18 03.06.2012 21:21 von
Bravo!
Meine Anerkennung und Respekt vor diesen Soldaten!
- #19 03.06.2012 21:35 von
...
Die gibt es dort tatächlich. Genau wie im äußersten Osten des Landes, z.B. im Korengal-Tal. Dort wurde die Dokumentation "Restrepo" gedreht, die einen Einblick in die Vorgehensweise der Taliban bei Angriffen auf US-Außenposten gibt.Seit wann gibt es auf diesen Hoehen dichte Waelder?
Schauen Sie sich mal Aufnahmen des Tals an, gerade Berghänge und Bergrücken sind in einigen Regionen relativ dicht bewaldet, natürlich nicht so dicht wie ein deutscher Mischwald mit Gestrüpp und Sträuchern, aber ausreichend um sich unbemerkt an ein Ziel (z.B. Höhleneingang, oder ein Dorf) heran zu schleichen.
Zitat pauerkraut:
Genau das macht(e) die US-Armee im deutschen Einsatzgebiet, nachdem sie in das Gebiet über 5000 Soldaten Soldaten verlegt hatte: Nächtliche "Raids" durch Spezialeinheiten, die, mit Nachtsichtgeräten ausgestattet, lokale Talibanführer und deren enge Gefolgsleute entweder verhafteten oder (bei Gegenwehr) töteten. Und dies zeitweise jede Nacht. Einwohner und die Regierung Karzai protestierten damals, eben weil nicht immer "chirurgisch" vorgegangen wurde, und weil die Taliban ohne Rücksicht auf zivile Opfer um sich ballerten, oder Zivilisten als Schutzschilde nutzten ... und das deutsche Hauptquartier war nicht selten nur Zuschauer oder wurde gar nicht erst informiert.So muss und solte das angegenagen werden. Spezial Einsatz Kommados. Gezielte Aktionen.
Die Taliban in der Region um die deutsche Basis in Kunduz wurden allerdings dadurch zeitweise entscheidend geschwächt. Die Bundeswehr hat nun Schwierigkeiten Informanten bzw. kooperationswillige Einheimische zu finden. Die Taliban wiederum konnten in der Region nur erstarken, weil es dort "ruhiger" als in anderen (von US-Truppen gesicherten) Gebieten zuging.
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