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Spenden im US-Wahlkampf: Big Business for President

Die US-Präsidentschaftskandidaten haben kaum Zeit für ihr Volk. Sie sind auf der Jagd nach Spendergeld und versuchen, Mitfluggelegenheiten in Firmenjets zu erhaschen. Allein das Einsammeln der Spenden verschlingt Millionen. Die Hälfte der Kandidaten im Rennen ums Weiße Haus ist bereits pleite.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...509957,00.html
  1. #1

    US Wahlkampf - ein Pokerspiel - der Reichste gewinnt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die US-Präsidentschaftskandidaten haben kaum Zeit für ihr Volk. Sie sind auf der Jagd nach Spendergeld und versuchen, Mitfluggelegenheiten in Firmenjets zu erhaschen. Allein das Einsammeln der Spenden verschlingt Millionen. Die Hälfte der Kandidaten im Rennen ums Weiße Haus ist bereits pleite.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...509957,00.html
    Kann man die USA eigentlich schon in die Diktaturen der Welt einreihen, seit dem "Bush-Putsch"?
    Die Industrie und die oberen 10000 kaufen sich die Politik die sie möchten und wenn die Republikaner wegen zu großen mentalen Defiziten ihres Königs out sind, dann kauft man eben die Demokraten. Man wechselt den Namen, aber der Inhalt bleibt (fast) gleich.

    Ich fände es absolut Super, wenn da einmal eine neue Partei Zünglein an der Waage spielen würde und dann für etwas Demokratie im verkauften System sorgen würde. Eine Partei, die z.B. aus der MoveOn.org Bewegung herausgehen könnte, oder die US Grünen, oder vielleicht mal Lafontaine statt Schwarzenegger, oder...
    Tja ich weiß schon - alles Utopie!?
  2. #2

    USA bleibt Plutokratie

    Die USA bleiben eben eine Plutokratie, denn wieso sollte das Geld die Macht wieder aus den Händen geben? Wenn man mit vergleichsweise lächerlichen Summen einen Kandidaten aufs Podest heben kann, der dann ein vielfaches an Profit zurückbringt - warum soll man das abschaffen? Jeder Politiker wird immer eine Floskel im Ärmel haben, um das "dem Volk" zu erklären - wie Ron Paul im Artikel.

    Dass in der Vergangenheit die besten Spendensammler nicht ans Ziel gelangt sind, zeigt, dass das Volk auch noch ein bisschen zu sagen hat, aber viel ist es nicht. Schließlich sind auch die weniger guten Spendensammler 100% abhängig von ihren Großspendern.

    Und die Illusion "weniger Staat" ist sehr populär, auch wenn der typisch konservative "weniger Staat" immer mehr Rüstungsausgaben, mehr Geheimdienste, mehr mehr mehr (nur nicht mehr Sozialabgaben) heißt. Das wird aber immer als "patriotische Pflicht", nicht als Teil des Staates verstanden.

    Man muss nur wissen, wie man etwas verkauft. Und das wissen die Plutokraten auf jeden Fall.
  3. #3

    Ron Paul

    Wurden für diesen Artikel eigentlich auch Spenden gesammelt? Vllt. von Clinton, Obama oder Giuliani? Dann hätte man es doch dazuschreiben sollen.

    ..."Diese Frage stellte ich am Freitag im Washingtoner Mayflower Hotel Ron Paul, der allen Grund hätte nach öffentlichem Wahlkampfgeld zu rufen. Denn die Privatwirtschaft meint es nicht gut mit ihm. Der Arzt und texanische Kongressabgeordnete tritt als Präsidentschaftskandidat an und ist im Wettlauf um Spendergeld weit abgeschlagen. Man tritt ihm wohl nicht zu nah, wenn man feststellt: Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird nicht Ron Paul heißen."...

    Entweder mies recherchiert oder Absicht? siehe http://online.wsj.com/article/SB119146668063148662.html (Wall Street Journal Online)

    Aber ist ja auch konsequent: Ein FED- und Kriegsgegner verträgt sich natürlich nicht mit der derzeitigen politischen Marschrichtung.
  4. #4

    Ron Paul weit abgeschlagen?

    Also wenn ich die US-Medien lese dann habe ich den Eindruck als wäre Ron Paul die Positivüberraschung im 3.Quartal des Vorwahlkampfes. 5 Mio. Euro Spendensammlung, dabei kein Großspender sondern Durschnittsspenden von 40 $ je Spender. Die letzte Million hat er in kürzester Zeit bei einer Online-Sammel-Aktion gesammelt. Woher hat der Spiegel seine konträren Infos? Wunschdenken? ronpaul.blog.de
  5. #5

    Zitat von radde Beitrag anzeigen
    Wurden für diesen Artikel eigentlich auch Spenden gesammelt? Vllt. von Clinton, Obama oder Giuliani? Dann hätte man es doch dazuschreiben sollen.

    ..."Diese Frage stellte ich am Freitag im Washingtoner Mayflower Hotel Ron Paul, der allen Grund hätte nach öffentlichem Wahlkampfgeld zu rufen. Denn die Privatwirtschaft meint es nicht gut mit ihm. Der Arzt und texanische Kongressabgeordnete tritt als Präsidentschaftskandidat an und ist im Wettlauf um Spendergeld weit abgeschlagen. Man tritt ihm wohl nicht zu nah, wenn man feststellt: Der nächste Präsident der Vereinigten Staaten wird nicht Ron Paul heißen."...

    Entweder mies recherchiert oder Absicht? siehe http://online.wsj.com/article/SB119146668063148662.html (Wall Street Journal Online)

    Aber ist ja auch konsequent: Ein FED- und Kriegsgegner verträgt sich natürlich nicht mit der derzeitigen politischen Marschrichtung.
    Es ist auch ein Widerspruch zu dem, was vorher steht:

    "(...)Das einzig beruhigende ist der Blick zurück: Es waren meist nicht die emsigsten Geldsammler der frühen Wahlkampfphase, die am Ende die Nominierung ihrer Partei gewannen. Der Demokrat Howard Dean lag zwischenzeitlich beim Spendensammeln um Längen vor John Kerry - und verlor die Nominierung. Hinter dem begnadeten Spendensammler Dean war der Politiker Dean kaum mehr zu erkennen.

    Auch der Wahlkämpfer Ronald Reagan war in beiden Wahlkämpfen chronisch geldknapp. Selbst Sunnyboy Bill Clinton, flossen als noch weithin unbekannter Politiker aus Arkansas bei seiner ersten Nominierung nicht die großen Millionenbeträge zu.(...)"

    Wie kann man dann ein Urteil fällen, daß einem Kandidaten die Aussicht auf das Präsidentenamt kategorisch abspricht??
  6. #6

    Ron Paul

    Ron Paul und seine Grasswurzelrevolution werden in den Medien stark unterrepräsentiert, weswegen er ja im Netz so einen Trubel auslöst (wo sollen die denn sonst auch hin?).

    Sowas würde ich übrigens gerne ´mal von einem unserer Politiker hören, die so gerne auf unsere Kosten großzügig sind:

    "Schon das Wort "öffentliche Finanzierung" passe ihm nicht, sagt er. Was heiße schon öffentlich, fragte er zurück. Es ist sein Geld, sagte er und zeigte auf Menschen, die an uns vorbei durch die Hotelhalle eilten. "Es ist ihr Geld, Steuerzahlergeld, und warum sollte der Steuerzahler meinen Wahlkampf finanzieren?"

    Außerdem wundert mich, daß es niemanden stutzig macht, warum der radikalliberale Befürworter freier Märkte keinen Cent von der Wall-Street bekommt. Der müßte doch nach klassischem "rechts-links"-Schema der absolute Lieblings der "Kapitalisten" sein.
  7. #7

    Starke Basis?

    Zitat von larry1977 Beitrag anzeigen
    Also wenn ich die US-Medien lese dann habe ich den Eindruck als wäre Ron Paul die Positivüberraschung im 3.Quartal des Vorwahlkampfes. 5 Mio. Euro Spendensammlung, dabei kein Großspender sondern Durschnittsspenden von 40 $ je Spender. Die letzte Million hat er in kürzester Zeit bei einer Online-Sammel-Aktion gesammelt. Woher hat der Spiegel seine konträren Infos? Wunschdenken? ronpaul.blog.de
    Er muß wirklich eine starke Basis irgendwo haben, soviel Geld kommt ja nicht aus dem Nichts. McCain nur eine Million mehr.
    Jetzt sind auch die Polls angestiegen, und es gibt einen positiven Artikel bei www.electionstrawpolls.com, Oft vernachlässigte Gemäßigte (Moderates) in der Republikanischen Partei wenden sich ihm zu.
  8. #8

    Korrektur

    Zitat von Bettelmönch Beitrag anzeigen
    Er muß wirklich eine starke Basis irgendwo haben, soviel Geld kommt ja nicht aus dem Nichts. McCain nur eine Million mehr.
    Jetzt sind auch die Polls angestiegen, und es gibt einen positiven Artikel bei www.electionstrawpolls.com, Oft vernachlässigte Gemäßigte (Moderates) in der Republikanischen Partei wenden sich ihm zu.
    Ich korrigiere mich: Die Website ist: www.usaelectionpolls.com








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