DPANoch nie waren die Einschaltquoten bei einer Finalshow von "Deutschland sucht den Superstar" so schwach wie diesmal. Darauf will nun "DSDS"-Chef Dieter Bohlen reagieren: Der "Bild"-Zeitung teilte er mit, dass neben seinen Mitjuroren auch der langjährige Moderator Marco Schreyl ersetzt werden soll.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,830539,00.html
Da bisher noch kein "Superstar" gefunden wurde, ist das fortsetzen der Suche natürlich konsequent.
...aber was Herr Bohlen gerade für Sorgen hat, das ist sicher sehr wichtig und interessant...
Wie kann man nur so prall sein und aktive Links auf BILD.de setzen? Damit deren Klickzahlen noch höher werden und BILD für das Verbreiten von Lügen- und Hetzgeschichten mit noch mehr Werbeeinnahmen belohnt wird? Liebe Leute, kapiert endlich, dass im Internet Links und Klicks die wichtigste Währung sind, also sollte man ganz genau überlegen, auf was man verlinkt - und auf was eben nicht!
Dass jedes Jahr aufs neue "Der Superstar" gesucht wird, dient allenfalls der Volksbelustigung. Genau genommen wird ja nur die männliche Form des Superstars gesucht - andernfalls müsste es ja "Deutschland sucht die/den Superstar" heißen (just kidding). Vielleicht sind deswegen fast ausnahmslos Männer Sieger der Show geworden?!
Wenn ich aber noch anmerken darf: der 1. "Superstar" Alexander Klaws ist recht erfolgreich in Sachen Schauspiel/Musical/Musik: Alexander Klaws
So weit haben es die nachfolgenden Gewinner der Show nicht geschafft.
Die Anhebung des Mindestalters kommt zu spät. Das Image eines krawalligen Klamaukkindergartens, für den sich allenfalls 14-jährige Groupies begeistern können, kriegt Bohlen nicht mehr weg.Außerdem soll das Mindestalter für die Kandidaten von 16 auf 18 Jahre erhöht werden.
Und woher sollen potentielle Talente kommen, wenn doch der Sieger mit einem Bohlensong durch die Hallen touren muss? Jeder, der musikalisch etwas auf sich hält, wird mit Postmodern Singing nicht glücklich. Zudem sind die 500.000 Euro Siegprämie mittlerweile zu versteuern, so dass insgesamt nicht ausreichend Anreize da sein dürften, sich zum Affen machen zu lassen - von selbigen.
DSDS ist und bleibt krawalliges Unterschichtsfernsehen und passt damit ausgezeichnet ins Portfolio von RTL.
Dass die Quoten rückgängig sind, zeigt, dass die Zuschauer sich nicht jeden Müll am Samstag Abend antun wollen. Denn diese Staffel war unterirdisch schlecht. Herr Bohlens Ego erlaubt keine Präsenz von Musik-Kennern neben sich, wie es anfangs der Fall war - mit denen geriet er sich fortwährend in die Haare. Allein die Qualität der Juroren ist grottenschlecht; Bohlen als halbgottähnlicher Oberjuror ist nicht zu ertragen.
Die Casting-Kultur nimmt eh Überhand: Das Format ist kostengünstig produzierbar, und so unterhält sich das Volk selber, zum Nulltarif. Daher bekommt der Zuschauer echte Künstler auch kaum noch zu Gesicht, die kosten viel zu viel - das Volk begnügt sich doch auch mit Amateuren.
Musikalisch als Solokünstler hat es bei ihm aber auch nicht funktioniert (siehe Diskografie auf Wiki) und das ist doch der eigentliche Anspruch, den diese Show hat.
Er ist aber der einzige Gewinner an den man sich überhjaupt noch erinnern kann. Liegt aber wohl auch daran, dass die meisten Leute nach der 1. Staffel diesen Mist gar nicht mehr angeschaut haben.
DSDS ist in meinen Augen nur noch da, um Bohlens Taschen zu füllen, weshalb ja für ihn die Einschaltquoten auch so wichtig sind.
Dass Bohlen bei seinem Vermögen überhaupt noch so eine Show macht, sagt meines Erachtens alles über seinen Character.