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Speis und Zank: Wir bechern uns durch Leben

REUTERSDer Durst kommt plötzlich. Plötzlicher als vor 20 Jahren. Anders ist es nicht zu erklären, dass immer mehr Menschen die Straße nur noch am Becher nuckelnd bevölkern. Aus Togo kommen diese Kaffeefanatiker aber nicht.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...846155,00.html
  1. #110

    Ob sich das lohnt

    Zitat von Wurstkopf Beitrag anzeigen
    Hm, eine kurze Rechnung offenbart: ab einem Stundenlohne
    von rund 18€ lohnt sich das... Wobei Sie natürlich vergessen,
    dass auch noch zu Hause gegessen und getrunken werden muss.
    Was wiederum bedeutet, dass sich ......
    ist mir ziemlich "Latte". Der Verzehr von Nahrungsmitteln und Getränken sollte im ÖPNV schlicht verboten werden. Er führt nur zu erhöhten Renigungskosten sowie visueller, olfaktorischer und akustischer Belästigung der Mitfahrer.
    Warum muss man es ertragen, dass in der U-Bahn links neben einem irgendwer lautstark seinen Kaffee schlürft, während rechts von einem jemand laut schmatzend seinen Döner oder seine Pizza vernichtet und die Dame gegenüber einen mit ihrem Croissant vollkrümelt?
    Das Ganze möglichst untermalt mit drei verschiedenen Musikrichtungen aus den anscheinend festgewachsenen Ohrstöpseln und einem überlauten Handytelefonat von hinten.
  2. #111

    Travel Mug

    Zitat von WhiteBison Beitrag anzeigen
    Das haben wir hier auch probiert....an der Sprechanlage sagen wir: "Wir haben unseren eigenen Becher (Travel Mug) dabei, bitte kein Papierbecher!" Wir fahren zum Ausgabefenster und reichen unseren Becher dem Angestellten, als wir sahen wie dieser einen Papierbecher voll "frischem" Kaffe von eben diesem, in unseren Thermo-Becher schuettet, und den Papierbecher in den Muell schmeisst. Papierbecherverbrauch 100%!

    In Deutschland mag das ja anders sein, hier zieht so etwas leider nicht!

    Pat Boening
    Toronro, ON., Canada
    In Bayern sagen wir ja zu Travel Mag: "eigener Maßkrug". Das ist ein Steinkrug, meist mit Zinndeckel, und kein gläserner (das Bier bleibt also länger kalt). Wir nehmen in mit in den Biergarten. Aber nicht in die S-Bahn (jedenfalls nicht gefüllt!)..... Kaffee kommt da keiner rein!
  3. #112

    Laaaangweiig!

    Wenn Herr Spielhagen tatsächlich keine anderen Probleme hat, kann ich nur gratulieren. Ich selbst trinke selten meinen Kaffee unterwegs - macht mich das nun zu einem besseren Menschen? Sollte ich vielleicht eine lustige Glosse darüber schreiben? Interessiert das hier überhaupt jemanden?
    Wenn ich einem dieser (höchstwahrscheinlich direkt vom CIA gelenkten) kulturbedrohenden Kaffeezombies in der Fußgängerzone begegne denke ich mir:
    a) meinstens gar nichts
    b) "wahrscheinlich hat er/sie einfach Lust drauf gehabt - warum auch immer"
    Jedem das Seine.
    Kommischerweise regen sich die bösen Pappbecherzombies nicht über die umstädlichen Ich-habe-meine-3,99-Tasse-stehts-dabei-Langweiler auf.
    Obwohl, ich vielleicht schon. Schade das kein Pappbecher in der Nähe ist - denen würde ich es zeigen
  4. #113

    Zeitgeistdeppen aller Länder: Vereinigt Euch!

    "Fresst mehr Scheiße! - Millionen Fliegen können nicht irren" möchte man denen entgegen rufen, die ihre Pseudocoolness im Pappbecher durch die Gegend tragen oder Bubbletea saufen. "Isch bin ein Manager, isch hab gar keine Zeit, im Sitzen einen Kaffee zu trinken" möchten all diese Bachelor-Schmalspur-Studenten ausdrücken, die deppert als Pappchinese durch die Gegend irren. Überhaupt: das ständige Gefresse und Gesaufe auf der Straße und in der Öffentlichkeit! Ätzend. Ist klar, dass diese Republik adipös ist: Das Dauergefresse und Dauergesaufe machts möglich. Was Anderes haben diese Hirnis nicht mehr im Kopf. Es ist die Reduzierung auf Verhaltensweisen aus der Steinzeit. Das Ganze geht aber ja noch weiter: Da werden die dicken Möpse zum Säugen öffentlich ohne jede Rücksicht rausgeholt, denn wo Mutti Latte-Macchiato-to-go säuft, da darf Blagi nicht fehlen. Ja, macht weiter so! Macht die Öffentlichkeit zu Eurem Wohnzimmer inklusive Kopulation und Gefurze. Es ist degoutant. Aber das merken diese Leute nicht. Die Verprollung feiert fröhliche Urständ und wird durch die Medien hofiert bis zum Gehtnichtmehr. Was kommt als nächstes?!
  5. #114

    Zitat von hannahcalenbach Beitrag anzeigen
    "Fresst mehr Scheiße! - Millionen Fliegen können nicht irren" möchte man denen entgegen rufen, die ihre Pseudocoolness im Pappbecher durch die Gegend tragen oder Bubbletea saufen. "Isch bin ein Manager, isch hab gar keine Zeit, im Sitzen einen Kaffee zu trinken" möchten all diese Bachelor-Schmalspur-Studenten ausdrücken, die deppert als Pappchinese durch die Gegend irren. Überhaupt: das ständige Gefresse und Gesaufe auf der Straße und in der Öffentlichkeit! Ätzend. Ist klar, dass diese Republik adipös ist: Das Dauergefresse und Dauergesaufe machts möglich. Was Anderes haben diese Hirnis nicht mehr im Kopf. Es ist die Reduzierung auf Verhaltensweisen aus der Steinzeit. Das Ganze geht aber ja noch weiter: Da werden die dicken Möpse zum Säugen öffentlich ohne jede Rücksicht rausgeholt, denn wo Mutti Latte-Macchiato-to-go säuft, da darf Blagi nicht fehlen. Ja, macht weiter so! Macht die Öffentlichkeit zu Eurem Wohnzimmer inklusive Kopulation und Gefurze. Es ist degoutant. Aber das merken diese Leute nicht. Die Verprollung feiert fröhliche Urständ und wird durch die Medien hofiert bis zum Gehtnichtmehr. Was kommt als nächstes?!
    ja genau verbieten sollte man das!!!!!!111!1
    Essen also wirklich - das ist ja wohl total unnatürlich!!!11!11
    Sein Kind stillen ist genauso unnatürlich!! das blöde Balg soll gefälligst von verseuchtem Milchpulver leben!
    Bildung?? Bachelor?? kann man das Essen??? neeee nich mit uns! Bildung braucht keiner !!111!1^!1
    Lasst uns lieber wieder auf Bäumen sitzen und Bananen Essen!11!1!!!
    Oder einfach daheim vorm Fernseher sitzen und von Hartz IV leben, dann braucht auch niemand sehen wie andere Leute Essen oder trinken in aller Öffentlichkeit(diese Gottlosen Frevel) !11!

    wer Ironie findet darf sie behalten
  6. #115

    Ironie?

    Zitat von pömpel Beitrag anzeigen
    ja genau verbieten sollte man das!!!!!!111!1
    Essen also wirklich - das ist ja wohl total unnatürlich!!!11!11
    Sein Kind stillen ist genauso unnatürlich!! das blöde Balg soll gefälligst von verseuchtem Milchpulver leben!
    Bildung?? Bachelor?? kann man das Essen??? neeee nich mit uns! Bildung braucht keiner !!111!1^!1
    Lasst uns lieber wieder auf Bäumen sitzen und Bananen Essen!11!1!!!
    Oder einfach daheim vorm Fernseher sitzen und von Hartz IV leben, dann braucht auch niemand sehen wie andere Leute Essen oder trinken in aller Öffentlichkeit(diese Gottlosen Frevel) !11!

    wer Ironie findet darf sie behalten
    Was war das denn für ein Anfall ?
  7. #116

    Zitat von Wurstkopf Beitrag anzeigen
    Hm, eine kurze Rechnung offenbart: ab einem Stundenlohne
    von rund 18€ lohnt sich das... Wobei Sie natürlich vergessen,
    dass auch noch zu Hause gegessen und getrunken werden muss.
    Was wiederum bedeutet, dass sich das unterwegs Frühstücken
    ab einem Stundenlohn von 6€ rechnet, also eigentlich für alle
    ausser den berühmten ostdeutschen Friseur_innen ;-)
    - als Berechnungsgrundlage dienten die Preise vom örtlichen
    Backwarenladen auf dem Ubahnhof (1x Großer Kaffe + belegtes
    Baguette, bevor jemand fragt).

    Hier für die Liste:
    Sprache aus Mündern - BUHHHHHHH
    Menschen aus Städten - BUHHHHHHHHHH
    Leistung aus Leidenschaft - BUUUUUHHHHHHHH !!!!!!

    3 Euro für einen großen Kaffee und ein belegtes Baguette?
    Das ist günstig, wäre mir aber immer noch zu teuer, weil mich das 66€ im Monat kosten würde. Dafür bekomme ich daheim mehr Kaffee und Frühstück, bzw es bleibt noch was übrig bei derselben Leistung. Das, was übrig bleibt, kann ich gut brauchen, weil es jeden Monat verdammt eng ist. Da investiere ich am Morgen, oder am Abend vorher, lieber etwas Zeit. Davon habe ich nämlich mehr, als Geld.
    Muss jeder mit sich selbst ausmachen. Ich hörte auch mal von einem Rentnerpaar, welches zum Zwecke der Ersparnis jeden Tag zum 10km entfernten IKEA fuhr, um dort günstig zu frühstücken.
    Ich mag aber auch nicht im Laufen aus einem Schnabelbecher trinken, ich stamme noch aus der Generation, die im rechten Daumen nur zwei Gelenke hat und deshalb auch für eine SMS Zeile locker 'ne Minute braucht. ;)
  8. #117

    Zitat von widower+2 Beitrag anzeigen
    ist mir ziemlich "Latte". Der Verzehr von Nahrungsmitteln und Getränken sollte im ÖPNV schlicht verboten werden. Er führt nur zu erhöhten Renigungskosten sowie visueller, olfaktorischer und akustischer Belästigung der Mitfahrer.
    Warum muss man es ertragen, dass in der U-Bahn links neben einem irgendwer lautstark seinen Kaffee schlürft, während rechts von einem jemand laut schmatzend seinen Döner oder seine Pizza vernichtet und die Dame gegenüber einen mit ihrem Croissant vollkrümelt?
    Das Ganze möglichst untermalt mit drei verschiedenen Musikrichtungen aus den anscheinend festgewachsenen Ohrstöpseln und einem überlauten Handytelefonat von hinten.
    Wenn mich nicht alles täuscht, ist es bereits nicht erlaubt. Zumindest bei uns in der Breisgau-S-Bahn.
  9. #118

    Recht hat er!

    Wunderbarer Beitrag, mir so was wie aus der Seele geschrieben. Aber Leute übernehmen ja die größten Unsitten in der Annahme "hip" (und hop) zu sein. Allerdings merken sie nicht, wie ihnen die wahre Lebensart, nämlich der Genuss, verloren gegangen ist. Mir egal, ich mache es nicht so. Schade nur um die riesen Müllberge.
  10. #119

    Zitat von hannahcalenbach Beitrag anzeigen
    "Fresst mehr Scheiße! - Millionen Fliegen können nicht irren" möchte man denen entgegen rufen, die ihre Pseudocoolness im Pappbecher durch die Gegend tragen oder Bubbletea saufen. "Isch bin ein Manager, isch hab gar keine Zeit, im Sitzen einen Kaffee zu trinken" möchten all diese Bachelor-Schmalspur-Studenten ausdrücken, die deppert als Pappchinese durch .....
    am liebsten mag ich diese differenzierten, philanthropen (schreibt man das so?) und argumentativ fundierten Forenbeiträge. Am zweitliebsten mag ich SPON-Artikel über Themen, über die ich mir noch gar keine Gedanken gemacht habe. Aus der Resonanz erkennt man ja, wie wichtig der Themenkomplex "Coffee to go" ist.
    Am drittliebsten mag ich, wenn die Online-Redaktion meine Beiträge (so unwichtig sie auch sein mögen) einfach durch die Zensur lässt. Vielleicht hab ich ja Recht und es guckt gar keiner nach den Beiträgen sondern es wird pauschal jeder zwanzigste einfach rausgekickt.
    Allen Coffee to go-Hassern einen schönen und entspannten Tag, an Euch bewundere ich diese Gelassenheit, die das Kaffeetrinken im Sitzen mit sich bringt. Ich persönlich reg mich ja eher schnell auf, hab halt keine Zeit...








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