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"Spec Ops: The Line": Wahnsinn in der Wüste
2K GamesEin intelligenter Kriegs-Shooter, geht das? Ein Berliner Entwicklerstudio will mit "Spec Ops: The Line" den Beweis antreten. In einem von der Wüste verschluckten Dubai wird geschossen und ein monströses Rätsel gelöst - fragwürdige Entscheidungszwänge inklusive. Ein Spiel zum Schlechtfühlen.
http://www.spiegel.de/netzwelt/games...843322,00.html
- #1 10.07.2012 18:38 von
...
Das hört sich an wie Lindenstraße mit Sturmgewehren.
Made in Germany halt... - #2 10.07.2012 20:23 von
auf sowas haben wir gewartet
auch wenn das spiel grafisch angestaubt ist nicht mit einer zerstörung ala battlefield 3 punkten kann so ist es doch endlich ein "shooter" der zeigt was krieg aus menschen macht und nicht so eine rosarote decke über das patriotische töten legt. nur wenige spiele verdienen das prädikat kunst weil sie mehr als bloße zerstreuung bieten und dieses gehört dazu.
- #3 10.07.2012 20:50 von
...
ich habe den artikel überflogen, und die bilder nur schnell durchgeklickt, aber ich frage mich doch immer wieder weshalb leute den unterschied zwischen third- und first- person- shooter nicht erkennen.. und auch nicht, wo call of duty: modern warfare detailverliebt sein soll. davon ganz abgesehen ist dieses ganze psycho- entscheidungs- eigentlichwillichsienichttöten- gedöns doch wieder nur ein argument der hersteller, den verkauf eines bösen ballerspiels (in deutschland) zu rechtfertigen
- #4 10.07.2012 22:27 von
First-Person-Shooter-Perspektive?
...Moment mal, das ist aber nicht 1st-Person, sondern 3rd-Person und damit nicht so "bekannt" wie Spiele a la CoD usw.
- #5 10.07.2012 22:29 von
....
hätte der iran dieses spiel rausgebracht, wäre es a.) propaganda und b.) nicht im westen erhältlich. einfache sache...
- #6 10.07.2012 22:38 von
richtige Richtung....!
Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal F....halten, zum Zeitpunkt der Erstellung waren schon wieder 2 von 3 Kommentaren dermaßen unqualifiziert, als hätten 2 Mitarbeiter des ZDFs heute das Gaming entdeckt (wie Herr Kahn und Frau KMH zur EM "Twitter").....zum Thema: Es ist gut das der Spiegel über dieses Spiel berichtet, schlecht daran das der "Schreiberling" dem Thema nicht sehr nahe steht. Das ist das erste, ernst gemeinte Anti-Kriegsspiel welches als Basis leider nur einen 0815-Shooter Unterbau bekommen hat, dennoch aber im Paket sehr gut funktioniert und hoffentlich eine neue Richtung im Genre definiert.
Nicht mehr und vor allem nicht weniger! - #7 10.07.2012 23:08 von
genial
Habe es mir gekauft und nicht bereut.....die Story ist in diesem genre wirklich anders und hochwertiger....und das bad-feeling stellte sich auch nach der Aktion mit dem Mörser ein...Storymäßig ein Glanzstück...un keine Lindenstrase .
- #8 10.07.2012 23:24 von
optional
Na ja, das Spiel ist allerdings immer noch sehr typisch Shooter. Die Protagonisten, das andauernde Geballer und leider auch der Handlungsort. Es ist schön, dass mit Spec Op sich wenigstens etwas in die richtige Richtung ändert auch wenn noch einiges an Luft nach oben ist. Weibliche Protagonisten, allen voran in der Hauptrolle und Spielstränge die nicht mehr nach dem Schema "Story" - Ballern - "Story" - Ballern - "Story" - Ballern - Fahrzeug - "Story", manchmal statt Story auch Entscheidungsmöglichkeit, ablaufen.
Letztendlich ist es aber immerhin schon mal besser als dieser Crysis, Call of Duty, Medal of Honor, Ghost Recon-Mist. Es ist schon schade, dass die Fachpresse die Videospielindustrie nicht mal ernstzunehmend kritisiert und dabei auch klar Namen nennt. Sei es der Registrierungszwang, das verfassungsfeindliche Wiederverkaufsverbot, die Überwachung und natürlich Stagnation in der Entwicklung, fehlende Kreativität und mangelhafte Qualität. Und das ist mittlerweile nicht die Ausnahme, es ist die Regel. Gerade Detailverliebt ist kaum noch irgendein Spiel, am allerwenigsten die Shooter. Ob Battlefield oder Call of Duty, bei der Entwicklung ist nur entscheidend, dass es cool wirkt aber nicht etwa dass die Qualität auch stimmt.
Übrigens zeichnet sich ja Spec Ops mit seinen Elitekriegern nun auch nicht gerade durch besondere Muse aus. Es stellt sich bei diesen Charakteren, die nun schon in so vielen Spielen, Filmen und eventuell auch Büchern vorkamen, wie da eigentlich das Brainstorming abläuft. Ich möchte den Yager Jungs und Mädels ja nicht zu sehr wehtun aber empfindet man diese Spiele, speziell natürlich sowas wie CoD überhaupt noch als sein Baby, wenn es und vor allem die Charaktere so uneigenständig rüberkommen? Und der Punkt ist sogar ein Genreübergreifendes Problem. Man nehme nur den Standard Shepard aus Mass Effect oder Desmond in Assassins Creed oder der Typ aus Infamous oder Nathan Drake in Uncharted oder oder oder. Dabei ist das Glück, dass manche der Charaktere zum Glück doch etwas mehr Persönlichkeit bekommen haben oder es einen Editor gibt und sogar das Geschlecht geändert werden kann aber: Muskulös, Weiß, oft dunkle, kurze Haare (oder Glatze), gern auch Dreitagebart, zwischen 25 und 35 ist der Standard. Muskulöse Frauen hingegen und zwar im Sinne von Fit, sieht man kaum.
Wie gesagt, da ist noch viel Luft nach oben, vom Storytelling das ruhig mal was anderes als amerikanisches Militär in Klischeeszenario X sein darf bis hin zu den Charakteren und sogar dem Gameplay selbst. - #9 11.07.2012 01:19 von
wenn sie sich schon nicht mit dem thema auseinandersetzen wollen, dann verschonen sie uns doch bitte mit ihren textlichen ergüssen.
ich hingegen habe das spiel durchgespielt. zwar ist "spec ops: the line" aufs gameplay reduziert das gleiche schießwütige moorhuhngeballer, wie bei jedem anderen kriegs-shooter auch, aber abseits dessen bietet die geschichte um die gerade psychischen auswirkungen von krieg, tod und dem überlebenskampf in der wüste locker bekannten anti-kriegsfilmen wie jahrhead oder full metal jacket paroli. ich musste in einer szene tatsächlich kurz innehalten, weil meine vorher getroffene entscheidung (die im nachhinein betrachtet leider nicht umgehbar ist) tatsächlich eine heftige, moralisch negative konsequenz forderte und ich zur abwechslung eben gerade nicht nur den namenlosen soldaten x über den haufen geschossen habe. zum schluss hatte ich ein wenig das gefühl, als habe das spiel mit mir gespielt und mich auf die falsche fährte des langweiligen "fuck yeah, america!"-helden geführt, nur um mir zum schluss die eigene, digitale hybris vor die nase zu halten.
so ist es das spiel allein aufgrund des grandiosen finish wert, durchgespielt zu werden. das ist große erzählkunst, von der sich andere entwickler, respektive publisher mit ihren langweilig-generischen, patriotismusgeschwängerten ballerfesten noch eine richtig dicke scheibe abschneiden dürfen.
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