SPD-Wahlverlierer Maas: Absturz eines Hoffnungsträgers

DPADie Sozialdemokraten dürfen im Saarland nach zwölf Jahren in der Opposition als Juniorpartner wohl wieder mitregieren - aber reicht das für einen, der selbst Ministerpräsident werden wollte? Heiko Maas ist bei der Landtagswahl gestrauchelt, trotzdem denkt er nicht an Rücktritt.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823630,00.html
  1. #20

    Als im ZDF dann doch noch Oskar Lafontaine auftauchte und in drei klaren Sätzen deutlich machte, dass die Wahlaussagen der SPD mit der CDU überhaupt nicht, wohl aber mit der Linkspartei zusammenpassen, war es sehr erhellend, den Herrn Maas zu beobachten. Er drehte sich weg und guckte demonstrativ woanders hin. Der Mann hat offenbar ein Charakterproblem.
  2. #21

    Zitat von tlogor Beitrag anzeigen
    Richtig, das ist ganz klar der Grund für die Wahlniederlage von Maas. Die SPD wird sich an die CDU ketten und auf Dauer untergehen.
    Denn Frau Merkel wird auch die SPD kleinbekommen.
    Davon bin ich auch überzeugt.
    Die Strategie, bei welcher unpopuläre Politik dem Koalitionspartner überlassen wird, wobei sich Frau Merkel von allem heraushält, hat sie schon bei der Großen Koalition geübt und nun in der schwarz-gelben Koalition perfektioniert, bis hin zur vollständigen Vernichtung der FDP.

    Frau Merkel ist eine brillante Strategin, bei ihr zählen Machterhalt und Stützung der Eliten. Das nennt sie im nächsten Wahlkampf wieder "soziale Marktwirtschaft", und der Wähler glaubt, dass sie diesmal, ohne Einmischung der bösen neoliberalen FDP *endlich* die Chance bekommt, ihre "soziale" Marktwirtschaft zu betreiben, mit welcher sie die gesamte EU beglücken möchte, es sei denn, der böse linke Hollande würde ihr in die Quere kommen. ;-)
  3. #22

    Zitat von iman.kant Beitrag anzeigen
    ich war vor kurem auf Geschäftsreise im Saarland. Welch ein trostloses Land. Heruntergewirtschaftet bis ins geht nicht mehr. Ja - dass ist Lafontaine Land.
    Bin ich froh ein Bayer zu sein.
    Nein, das hat wenig mit Lafo zu tun, eher mit der Deutschtümmelei der Saarländer nach dem Krieg. Hätte man sich mehr zugetraut, stünde man heute sehr gut. So aber hat sich das Saarland nie eine Rolle zugetraut, die über den Status einer Provinz hinausging.

    Das ist sehr schade und eine verpasste Chance gewesen. Meine Familie war gegen eine Angliederung an Deutschland. Und ich sehe mich darin bestätigt, dass die letzten Jahrzehnte uns nur geschadet haben. Statt Eigenverantwortung zu zeigen, hängt man nun am Tropf einer großen, alten, demokratiemüden Republik, die kaum noch als Rechtsstaat bezeichnet werden darf und sich anschickt, China Konkurrenz zu machen.

    Es wäre eine besondere Ironie der Geschichte, wenn das Saarland am Ende aufgelöst werden sollte, würde aber sehr zum Charakter der Republik passen. Tja, aber das alleine haben sich die Saarländer selbst zuzuschreiben. Sie wollten ja unbedingt wieder Deutsche sein und haben zweimal für Deutschland votiert. Trotz der häßlichen Kriege.

    Als Demokrat respektiere ich diese Entscheidung natürlich. Doch wenn diese Saarländer glaubten, man würde ihnen die Treue danken, so haben sie sich sehr geirrt. Die Kohle ist weg und damit auch jeglicher Existenzwert für die Republik.
  4. #23

    Trotz...

    Zitat von besökare Beitrag anzeigen
    an Herrn Maas und die SPD, die trotz Wahlaussage für eine große Koalition, es geschafft haben 6 % zuzulegen. Was das mit Absturz zu tun hat, bleibt wohl SPONs Geheimnis........
    ... hilft nicht in allen Lagen. Dass die SPD angesichts einer klaren rot-rot-grünen Mehrheit im Lande Frau Karrenbauer erneut ins Amt hievt, zeugt von großer Dummheit und ist tatsächlich ein Absturz der einstigen großen Volkspartei zur Ersatzmehrheitsbeschafferin der CDU. Wie schon in diversen anderen Wahlen verbaut sich die SPD die Möglichkeit, eine Alternative zur CDU darzustellen. Vielleicht will sie dies auch gar nicht mehr sein. Ich finde es schade, da ich diese Partei jahrelang als Mitglied und auch noch länger als Wähler unterstützt habe. Doch der Krug geht solange zum Wasser bis er bricht.
  5. #24

    Willy Brandt wird wieder mal im Grab rotieren...

    Statt "mehr Demokratie wagen" bevorzugen seine selbsternannten Enkel lieber den Fahrer mit Dienstwagen...
    Ach SPD, geh heim und leg dich sterben!
  6. #25

    abwarten ...

    Zitat von kohlibri Beitrag anzeigen
    1. hat Maas nicht verloren sondern 7% gewonnen

    2. wenn die Piraten im Saarland eine Regierung mit den Linken und der SPD bilden, sehen die in NRW kein Land mehr, geschweige denn die 5% Hürde. Die Piraten sind Zukunft die Linken nur Vergangenheit, das will keiner!
    maas wollte erklärtermaßen ministerpräsident werden, und das war sein 3. versuch es zu werden - den titel kann man imho durchaus vertreten.

    zu 2.:
    haben sie mal einen blick In die parteiprogramme von saar-piraten und -spd geworfen? sie würden sich wundern ...

    technisch gesehen könnte maas übrigens eine minderheitsregierung ohne die linken bilden. das risiko, daß ihn OL und AKK gemeinsam auflaufen lassen, dürfte sich in überschaubaren grenzen halten - zudem iirc bundesweit noch keine minderheitsregierung an der linken scheiterte.

    aber dafür fehlt dem herrn der biß.

    das kann man positiv als mangel an unbedingtem machtwillen sehen, weckt aber zweifel hinsichtlich des mutmaßlichen einflusses sozialdemokratischer inhalte auf die zukünftige egierungspolitik an der saar.

    mfg, carsten
  7. #26

    Frauenquote

    Ich habe ausgerechnet, dass nur 19 % der deutschen Ministerpäsidenten Frauen sind. Da die SPD aber für eine Frauenquote von 40 % ist, konnte ich Herrn Maas leider nicht wählen. Ich habe daher Frau K.-Karrenbauer gewählt, da hätte der Maas noch so gut sein können. Im Übrigen hätte es ansonsten passieren können, dass deutsche Firmen bei Ausschreibungen in Spanien wegen Nichteinhaltung der Quote nicht mehr zum Zuge kommen.
  8. #27

    alle sind Schuld, nur die Parteibonzen nicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Sozialdemokraten dürfen im Saarland nach zwölf Jahren in der Opposition als Juniorpartner wohl wieder mitregieren - aber reicht das für einen, der selbst Ministerpräsident werden wollte? Heiko Maas ist bei der Landtagswahl gestrauchelt, trotzdem denkt er nicht an Rücktritt.

    SPD-Wahlverlierer Maas: Absturz eines Hoffnungsträgers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

    Für Maas ist es klar: Die einen wollen nicht mit den Linken, die anderen nicht mit der CDU.

    Das aber in Wirklichkeit die kapitalistische Politik der SPD Parteibonzen verantwortlich ist, dass die Menschen nicht mehr SPD wählen wollen, kommt den selbstverliebten Parteibonzen nicht in den Kopf.
  9. #28

    er ist ja noch jung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Sozialdemokraten dürfen im Saarland nach zwölf Jahren in der Opposition als Juniorpartner wohl wieder mitregieren - aber reicht das für einen, der selbst Ministerpräsident werden wollte? Heiko Maas ist bei der Landtagswahl gestrauchelt, trotzdem denkt er nicht an Rücktritt.

    SPD-Wahlverlierer Maas: Absturz eines Hoffnungsträgers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    angesichts mangelnder Alternativen, wird Maas sicher auch noch zum vierten mal antreten (und verlieren).
  10. #29

    Hallo?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Heiko Maas ist bei der Landtagswahl gestrauchelt, trotzdem denkt er nicht an Rücktritt.SPD-Wahlverlierer Maas: Absturz eines Hoffnungsträgers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Was bitte soll der Mann denn machen? Einen hohen Lebensstandard gewohnt, wird hofiert, ist wer - im Paralleluniversum der Politik.

    Außerhalb, also im realen Leben, wäre er wohl eher Hartz IV- Empfänger, wie viele der Opfer der Politik, die er und seinesgleichen den Bürgern angedeihen lassen.

    NATÜRLICH denkt er dan nicht an Rücktritt.