Die Saar-Wahl hat gezeigt: Wer die Mitte predigt, schadet der Demokratie - vor allem der Sozialdemokratie. Wenn die SPD an die Macht will, muss sie über ihren linken Schatten springen.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823715,00.html
hat die Idee: Oskar als Innenminister ! - durchaus Charme. Der Preis dafür wäre aber viel zu hoch. AKK ist nun mal ausgewiesen die bessere als JM. Dass er das anerkennt, ist aller Ehren wert!
Es geht, sehr geehrter Herr Augstein, nicht um "linke Schatten", über die man springen könnte oder sollte, es geht vielmehr um die Frage, ob sich eine demokratische Partei gemein machen sollte mit der Partei, die 40 Jahre lang die Bevölkerung bespitzelt und gequält , beim "illegalen" Grenzübertritt erschossen , ja ein Land wirtschaftlich völlig ruiniert hat - genau, ich spreche von der SED/PDS/DieLinke, oder wie sie sich gerade nennt!
Die erste schöne Kolumne die ich von Augstein gelesen habe. Und ein absoluter Widerspruch zu früheren, denn man kann nicht dafür werben, dass die Parteien von der Mitte abrücken sollen, um den Wähler wieder Wahlmöglichkeiten zu geben und gleichzeitig diesen Trend rechts der Mitte verteufeln.
Werden Sie und Ihresgleichen nicht müde, immer dieselben Plattitüden zu wiederholen? Wahrer wird es dadurch auch nicht. "Oskar der Mauerschütze"? Soll ich mich totlachen?
Und wenn es um "Bespitzelung" geht: Vielleicht lassen Sie auch mal ein Vierteljahrhundert hinter sich und schauen mal, welche Parteien HEUTE mit voller Macht den Überwachungsstaat aufbauen wollen - und welche dagegen sind.
...nur ändern wird es nichts. Es gehört zur Tradition der Sozialdemokratie, nicht dabei zu sein, wenn es um die Umsetzung des Fortschritts geht. Daß es dazu von 1969 - 74 einmal eine Ausnahme gab, bestätigt nur die Regel.
Eine SPD, die sich als neuer Juniorpartner des politischen Konservativismus sieht und den angestammten Part der (endlich marginalisierten) Zahnärztepartei einzunehmen sucht, braucht dieses Land nicht. Das können die mittlerweile im bürgerlichen Lager fest beheimateten Grünen besser.
Aber wie schon im 20 Jhdt. gilt nach wie vor: Die SPD ist die Vorhaut der Arbeiterklasse (bzw. der fortschrittlichen Menschen) - wenn es los geht zieht sie sich zurück.
Im Saarland hat sich gezeigt, sagt Thomas Oppermann,
"dass die große Koalition für die SPD kein die Wähler mobilisierendes
Thema ist". Zugleich hat sich gezeigt, dass "es der CDU gelingt,
die FDP platt zu machen". So ist es. Aber trotzdem kündigt sich
auch eine Merkel-Dämmerung an, weil die CDU einfach nicht genug
Stimmen bei den Wahlen gewinnen kann. Die Bürgerlichen sind zu
schwach.