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SPD-Pleite an der Saar: Lieber tot als rot

Die Saar-Wahl hat gezeigt: Wer die Mitte predigt, schadet der Demokratie - vor allem der Sozialdemokratie. Wenn die SPD an die Macht will, muss sie über ihren linken Schatten springen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823715,00.html
  1. #70

    so schön gescheitert

    Also, wenn es der Herr Augstein schaffen würde, durch seine tiefsinnigen Kolumnen den Absatz des Spiegels in der Druckausgabe oder die Anzeigenverkäufe des SPON um 5% zu steigern, würde er es sicher auch nicht als "Scheitern" bezeichnen.

    Die wahren Wahlverlierer sind doch neben der FDP vor allem die Grünen, die mit Ach&Krach gerade nochmal die Kurve auf die harten Oppositionsbänke des Saarlandes gekratzt haben.

    Die SPD hat trotz massiver Kampagne der ex-SED ordentlich zugelegt mit ihrem bürgerlichen Projekt der Großen Koalition. Das ist damit nach Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen nun endgültig wieder zum Modell der Wahl für den Bund und andere Bundesländer wie Baden-Württemberg geworden.
  2. #71

    Zitat von ohne_mich Beitrag anzeigen
    Werden Sie und Ihresgleichen nicht müde, immer dieselben Plattitüden zu wiederholen? Wahrer wird es dadurch auch nicht. "Oskar der Mauerschütze"? Soll ich mich totlachen?
    Was daran ist platt oder gar falsch? Ihr Vorposter sprach von der "Partei, die 40 Jahre lang die Bevölkerung bespitzelt und gequält" hat. Dies entspricht wohl unstreitig den Tatsachen, auch wenn Oskarchen damals noch nicht mit an Bord war. "Die Linke" und die SED sind de facto die gleiche Partei.

    Zitat von ohne_mich Beitrag anzeigen
    Und wenn es um "Bespitzelung" geht: Vielleicht lassen Sie auch mal ein Vierteljahrhundert hinter sich und schauen mal, welche Parteien HEUTE mit voller Macht den Überwachungsstaat aufbauen wollen - und welche dagegen sind.
    Ist es nicht ein kleiner aber feiner Unterschied, ob man per Vorratsdatenspeicherung Verbindungsdaten registrieren will oder ob man sämtliche Gesprächsinhalte aushorcht und Leute nur deswegen ins Loch schmeißt, weil sie sich kritisch über das System äußern?

    Daß die Vorratsdatenspeicherung der Einstieg in die DDR II ist und daher mit aller Macht verhindert werden sollte, will ich überhaupt nicht bestreiten.
  3. #72

    als saarlaender find ich das ergebnis nicht ueberraschend.
    die grosse koaltion stand ja schon vorher fest, die grosse frage war nur, wer ministerpraesident wird.
    und, wieviel holt oskar? waere er noch in der spd, haette er garantiert 40 prozent und mehr geholt.
    die saar-cdu ist traditionell so weit links, dass es die spd ohne starkes zugpferd schwer hat, erst recht wenn man oskar so verteufelt.
    grosser gewinner ist demnach die links-partei, die heute morgen kichend aufgewacht ist, denn bei der naechsten wahl, wird sich die spd zweimal ueberlegen muessen, ob sie eine koalition mit ihr aus fadenscheinigen gruenden von vorne hinein ablehnt.
    dem erfolg der piraten-partei messe ich keine grosse bedeutung zu, wer kennt schon ihr gerade mal zwei wochen altes programm? protestpartei...
  4. #73

    Zitat von Igelnatz Beitrag anzeigen
    Ich finde schon, dass die Linke sich stärker von der DDR abgrenzen soll. Auch Herr Gauck war Ihnen als Kandidat nicht so recht. Ein DDR-Bürgerechtler! Das lässt schon etwas auf eine gewisse Einstellung in dieser Parteil - heute - schließen!
    Das ist eine Unterstellung. Die Gründe für die Linkspartei, Gauck abzulehnen, waren andere. Zum Beispiel der Freiheitsbegriff, der nur nach "Freiheit für die Wirtschaft" klang und die fehlenden Hinweise auf soziale Gerechtigkeit. Man kann die Gründe im Internet nachlesen, indem man z.B. "klaus ernst gauck" eingibt. Diese Gründe sind dieselben, wie sie auch eine nicht unwesentliche Zahl von Mitgliedern anderer Parteien hatten, die Gauck unterstützt haben.
  5. #74

    Grace Under Pressure

    30% Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von vielleicht 50%. Das reicht nicht, um als Volkspartei firmieren zu wollen.

    Man bietet dem Wähler auch keine Alternative, wenn man überall Große Koalitionen eingeht. Aber da soll sich der Dicke mal was einfallen lassen, ist ja auch sein Job.

    Hoffentlich gibt es kein böses Erwachen.
  6. #75

    Die SPD

    Im Saarland darf sie der Dame CDU in denn Sattel helfen um weiterhin Chaospolitik zu betreiben.
    In Baden Württemberg darf sie denn GRÜNEN die Tür des Elektroautos öffnen, dass mit Atomstrom betrieben wird.
    In Rheinland-Pfalz bereitet der MP seinen Abgang vor, wissend was kommen wird.
    In Berlin wird Party gemacht das die Schwarte kracht, u.s.w.
    Zu NRW, "eine Schwalbe macht noch keinen Sommer".
    Was fehlt ist der Mut zu etwas neuem, ein schritt nach vorne aber dazu fehlt das Personal.
    In allen Parteien sind die Mittelmäßigenbedenkenträger am Ruder und das ist Alternativlos.
  7. #76

    hmm

    Zitat von juleswdd Beitrag anzeigen
    Es geht, sehr geehrter Herr Augstein, nicht um "linke Schatten", über die man springen könnte oder sollte, es geht vielmehr um die Frage, ob sich eine demokratische Partei gemein machen sollte mit der Partei, die 40 Jahre lang die Bevölkerung bespitzelt und gequält , beim "illegalen" Grenzübertritt erschossen , ja ein Land wirtschaftlich völlig ruiniert hat - genau, ich spreche von der SED/PDS/DieLinke, oder wie sie sich gerade nennt!
    Diese "Berührungsängste" versetzten mich immer wieder in Erstaunen. Historisch betrachtet hatten gerade die konservativen Parteien kaum Probleme damit, ehemalige NSDAP Mitglieder und Funktionsträger in ihre Reihen aufzumehmen. Manche davon durften in der CDU sogar Karriere als Ministerpräsident machen.

    Ich denke das wir uns hier alle darüber einig sind, dass die NSDAP deutlich mehr Dreck am Stecken hatte als die SED. Deshalb ist die Diskussion über die SED Vergangenheit mancher Linker ein kleines bisschen scheinheilig.
  8. #77

    Zitat von fr.rottenmeier Beitrag anzeigen
    wäre es in der Tat.

    Und ich möchte es an dieser Stelle nicht versäumen, genau diese Wähler darauf aufmerksam zu machen, dass sie sich nicht nur für eine GoKo entschieden haben, sondern mit ihr auch dafür dass jährlich 60 Mio Euro im Saarland eingespart werden sollen.
    Also bitte kein Protest, wenn Theater schließen, Schwimmbäder dicht machen oder die Eintrittskarten zu teuer werden, Schulen verrotten, Lehrer und Stellen bei der Polizei gestrichen werden, sowie Gelder für soziale Projekte nicht mehr zu Verfügung stehen, etc.etc
    Dann also auch bitte hier immer schön geschmeidig und zufrieden bleiben.
    Das ist der Wählerwille. Alles oder nichts.
  9. #78

    ja wo

    Zitat von beraterit Beitrag anzeigen
    Sorgen, die sich "weitergedreht" haben - eine Wagenknecht z.B. oder ein Gisy, der bis heute die SED-Parteimiiliarden versteckt hält ..
    liegen sie denn ach ist der rasen schön grün.
    ja wo sind sie denn?
  10. #79

    Zitat von roostercockburn Beitrag anzeigen
    So so, die CDU ist durch mehrfache Umbenennung in die Rechtsnachfolge der NSDAP getreten.
    Stand das irgendwo? Nein. Aber es waren Altnazis in der CDU, von denen einer sogar Bundeskanzler wurde. Nach der Logik, die man immer bei der Linkspartei anwendet, müßte man sich also auch von einer Partei, die sich CDU nennt, fernhalten, wenn in dieser Partei solche Leute in wichtige Ämter kommen können. Eine "Rechtsnachfolge" ist hierfür vollkommen irrelevant.

    Zitat von roostercockburn Beitrag anzeigen
    Sorry, bei Ihnen ist doch was nicht richtig im Oberstübchen.
    Sie haben mein Mitleid.


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