SPIEGEL ONLINEBodenständig, volksnah, jovial - der SPD-Mann Felix von Grünberg ist nicht nur der direkte Konkurrent Norbert Röttgens bei der Landtagswahl, sondern auch die personifizierte Gegenthese zu dem Minister aus Berlin. Ein Besuch bei einem der letzten Polit-Kümmerer Nordrhein-Westfalens.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826705,00.html
Sehr geehrte Frau Heimeier,
sehr geehrter Herr Diehl,
zuerst: Sie tuen mit ihrem Artikel den vielen "Politikern" (wobei es im kommunalpolitischen Bereich vielmehr häufig politisch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind) aller Parteien unrecht, wenn Sie schreiben: "einem der letzten Polit-Kümmerers Nordrhein-Westfalens", die sich für Ihre Heimat einsetzen. Davon gibt es eine Vielzahl, auch wenn sie selten in Talkshows auftreten oder wahrgenommen werden!
Ich vermisse in ihrem Artikel jedoch eine Facette, die Sie vermutlich absichtlich verschweigen: Abgeordnete sind nicht nur dafür da, von Haustür zu Haustür zu gehen - gerade direkt gewählte Abgeordnete sind auch für die Vertretung der Interessen ihres Wahlkreises verantwortlich! Darin ergibt sich auch der Sinn der Direktwahlkreise, die auf Landes- und Bundesebene existieren.
Wäre für die Menschen in Bonn nicht vielmehr entscheidend zu beantworten, wer mehr für sie tut oder tun kann? Ein SPD-Hinterbänkler, den keiner kennt und wahrnimmt - oder der (mögliche) CDU-Ministerpräsident? Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig. Aber solange das Wahlvolk mediengesteuert darauf geeicht wird den "netten Mann von nebenan" zu wählen, wird es hier für diesen Wahlkreis wohl wenig Hoffnung geben. Denn von Haustür zu Haustür gehen, das wird Herr Röttgen wohl schon zeitlich wenig bis gar nicht bewerkstelligen können.
Haben Sie eigentlich schon mal darüber nachgedacht, über die "Erfolge" und/oder Tätigkeiten von Herrn Grünberg in den letzten 20 Monaten im Landtag zu berichten? Aber vermutlich wäre dieser Artikel durchaus kurz...
Ich kann es ja verstehen, dass man darüber verärgert ist, wenn ausgerechnet die Person bloßgestellt wird, die man als großen Polit-Gott verehrt. Aber in gewisser Weise hat Herr Röttgen sich dies auch selber zuzuschreiben.
Im Übrigen sehe ich nicht, dass der Spiegel "wie gewöhnlich" in den Wahlkampf eingreift und "wie immer" nur gegen eine bestimmte Seite Stellung bezieht. Dafür gibt es genügend Gegenbeispiele. Aber wenn man selber nicht sehr reflektiert ist, kommen solche hanebüchenen Gefühle von Paranoia vielleicht sehr schnell zustande.
Natürlich wird Herr von Grünberg nach diesem Bericht sein Ergebnis noch einmal steigern und vielleicht sogar 50% erreichen. Aber das sei ihm gegönnt. Denn die im Bericht dargestellte Art von Politiker hat es wirklich verdient, den Respekt für ihre JAHRZEHNTELANGE aufopferungsvolle Arbeit zu Gunsten der Menschen in unserem Land in Form guter Wahlergebnisse zu erhalten. Ein Typ wie Herr von Grünberg (egal ob er in der SPD, in der CDU oder von mir aus auch in der FDP ist) ist genau das, was wir uns immer als Volksvertreter wünschen. Umso schöner, dass sie auch tatsächlich gibt, die von Grünbergs!!!
Wenn ich könnte, würde ich nach Bonn ziehen, um ihn zu wählen! :-)
... fast schon wie ein Schimpfwort, wenn auch erst mal nur unbeabsichtigt.
WIR brauchen genau solche Menschen und Politiker, die sich kümmern und wenn wir sie denn haben, werden sie von den Medien in einem Licht dargestellt wie Monstrositäten aus dem Gruselkabinett.
Günter Grass hat nicht zu unrecht von den gleichgeschalteten Medien gesprochen bzw. geschrieben.
Die Meinung, dass SPON nicht permant in die Wahlkämpfe eingreife, zu Gunsten fast immer derselben Seite, haben Sie wohl exklusiv. Ich hatte mir mal die Mühe gemacht, zwei Jahre lang Sämtliches rauszukopieren, wo SPON SPD und Grüne im Wahlkampf hofierte gepaart mit Einseitigkeit und Polemik gegenüber CDU und FDP und das dem gegenübergestellt, wo das umgekehrt der Fall war. Es war ein Verhältnis von ungefähr 99,5 zu 0,5.
Übrigens welcher Genosse möchte denn an Ihre Ersparnisse ran?
Ich glaube, die Gelben Gnome und die Schwarze Hexe haben mit ihren feuchten Träumen von Kopfpauschale, privater Pflegeversicherung & Co. wohl mehr Interesse daran, an Ihr Erspartes zu kommen, auch wenn es über den Umweg der privaten Finanzzocker läuft?
Was glauben Sie denn, wie die maroden privaten Banken und Versicherungskonzerne saniert werden sollen? Indem man Ihr Geld von der Gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Altersversorgung abzieht und über den direkten Weg einer privaten Pflichtversicherung (z.B. Pflege, verpflichtende PRIVATE Altersvorsorge für Selbständige usw.) den privaten Finanzzockern übergibt, damit diese noch ein paar Monate und Jahre länger zocken können.
Und Sie glauben ja wohl nicht wirklich im ernst, dass Sie von Ihrer privaten Riesterrente, Rüruprente und weiß der Teufel noch alles jemals etwas wiedersehen werden beim derzeitigen Zustand der Finanzmärkte? Das Geld, das Sie da angelegt haben, wurde im gleichen Augenblick schon wieder als Boni an irgendwelche Über-den-Tisch-Zieher ausgezahlt.