Und auch die Grünen zwitschern:
http://twitter.com/die_gruenen
SPD-Generalsekretär Heil ist fasziniert von Barack Obama - nun ist er zum Parteitag der Demokraten gereist und bloggt im Jugendjargon über die "Kracher"-Rede von Michelle, "finstere" Republikaner und die Einkäufe mitreisender SPD-Politiker. Manche reifere Genossen sind peinlich berührt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...574521,00.html
Und auch die Grünen zwitschern:
http://twitter.com/die_gruenen
Guter Tipp, aber warum sollte er das tun. In Deutschland sind mit "die Bürgerinnen und Bürger" im besten Fall noch die Mitglieder der Ortgruppe gemeint. Das reicht dann auch aus für die eigenen Vorurteile. Wer so einen Generalsekretär hat, braucht keine politischen Feinde. Also, bloggen Sie weiter Herr Heil.
Tja, das ist das Problem der politischen Kultur in Deutschland. Die meisten Deutschen mögen lieber weichgespülte Stereotypen, als glaubwürdige Politiker. Was nicht in die alten Schubladen wie "Staatsmann der alten Schule" oder "Anwalt der kleinen Leute" passt, wird belächelt und verspottet.
Klar, ist Sprache und Schreibstil in Herr Heils kleinem Urlaubstagebuch nicht die eines großen Politikers. Ich für meinen Teil sehe darin aber keinen Kratzer in der Kompetenz dieses Mannes, sondern einen Beweis, dass dieser Herr erfrischenderweise gerne ein normaler Mensch ist, der normale Dinge tut und sich wenig darum schert, ob seine Flickr-Seite der Presse gefallen wird oder nicht.
Der gemeine Deutsche sieht das natürlich anders, Glaubwürdigkeit ist etwas, was er aus Prinzip verkennt oder nicht zu schätzen weiß. Wie sonst will man erklären, dass Angela Merkel die höchsten Zufriedenheitsquote aller Kanzler in der Geschichte unserer Republik erreichte? Eine Politikerin, deren mikado-artiger Regierungsstil selbst Gazprom-Gerds kurze Phase der "Politik der ruhigen Hand" ad absurdum führt.
Das, freilich, fällt dem Durchschnittsdeutschen nicht sofort auf. Zum einen wahrscheinlich deswegen, weil man sich mittlerweile schon daran gewöhnt hat, dass Politik ein Spiel ist, das man nur gewinnt, wenn man der bessere Verlierer ist. Und zum anderen, weil unsere heimische Presse, aus welchen Gründen auch immer, einstimmig beschlossen hat die Frau Kanzlerin einfach nicht mehr zu kritisieren und stattdessen lieber den Frust an der Großen Koalition, Teilen der CDU und v.a. an der SPD auszulassen.
Der letzte ernstzunehmende Merkel-kritische Artikel, den ich gelesen habe, ist jedenfalls schon ein Weilchen her. Er stand übrigens nicht in der Zeit, der Süddeutschen oder dem Spiegel oder gar in FAZ oder der Welt, sondern in der Neuen Zürcher Zeitung.
Bezahlen unsere drei MdB's Flug (Holzklasse?), Unterkunft und Verpflegung eigentlich selbst? Oder bekommen sie die bezahlt, weil sie ach so wichtige politische Gespräche führen? Bekommen sie wenigstens auch ausreichend Spesen, damit sie sich ein paar Schuhe leisten können?
Vielleicht können sie das alles, wenn sie wieder im Lande sind, den Hartz IV - Empfängern erklären.
Oder kurz gefragt: Was kostet uns Steuerzahler "der ganze Spaß"?