Grüne gegen Union -*das scheint die neue Kampfordnung, bei Stuttgart 21 und im Streit über Integration. Die Sozialdemokraten reiben sich dazwischen auf, die eigene Basis ist gespalten. Wenn es um Ausländer geht, haben laut einer Studie viele SPD-Anhänger rechtsextreme Ansichten.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...722743,00.html
Die SPD ist kein Gegenpol zur CDU/CSU mehr.
Ihre Anhänger sind auch mit Sicherheit deutlich individualistischer geprägt als die Anhänger der konservativen Partei, die ein gemeinsames Werteverständnis prägt.
Der "anständige Arbeiter" ist eben demokraphisch auf dem Rückzug.
Schade um die SPD!
Völlig unabhängig von der Frage der Befürwortung, oder Gegnerschaft zu Stuttgart 21, wo es mehr Stimmen zu gewinnen gäbe, würde eine Volksentscheid offenbaren, hat sich die SPD in der Frage der Aufarbeitung des Polizeieinsatzes am 30.9 in Stuttgart bei ihren bisherigen Wählern keine Freunde gemacht. Der Fragenkatalog zur parlamentarischen Anfrage ersetzt keinen Untersuchungsausschuss. Niemand ist weiter an die Talk-show erprobten Darstellungen der Ereignissen interessiert, sondern an die wahren Umstände und ein zur Rechenschaft ziehen der Verantwortlichen. Im Untersuchungsausschuss herrscht Wahrheitspflicht, Zeugen werden gehört und können sogar vereidigt werden. Am Rednerpult des Landtags hingegen sind der kreativen Wahrheitsgesaltung keine Grenzen gesetzt.Zitat von SpOn
Die SPD will sich die Möglichkeit einer Koalition mit der CDU offensichtlich offen halten, würde Mappus damit zum Ministerpräsidenten machen und den Verantwortlichen Ministern des 30.9. eine weiter Legislaturperiode bescheren. Fürs Mitregieren wird wohl alles getan. Allerdings muss die SPD damit rechnen, dass dieser Kurs ihr einen noch größeren Stimmenverlust einfahren könnte, als ihr jetzt schon in Baden-Württemberg droht. Das Entsetzen über den Polizeieinsatz ist im Ländle über Parteigrenzen hinaus und man wird der SPD ihre Unterstützerrolle nicht so schnell verzeihen.
Mit Aydan Oezugus hat die SPD eine sehr fähige Integrationsbeauftragte. Ich kann jeden nur raten mal auf die Webseite von Frau Oezugus zu gehen. www.oezoguz.de
Holla die Waldfee, jetzt haben sogar schon viele SPD Mitglieder "rechtsextreme Tendenzen"? Fast sieht es so aus, als seien wir von "Rechtsextremen" umzingelt. Vielleicht aber auch nur aus linksextremer Position gesehen?
Ist jeder, der beim Länderspiel "Deutschland" ruft auch ein Rechtsextremist?
Was ist denn in der SPD los? Wurde "Genossen mit Einwanderungsgeschichte" die Kandidatur zum Vorstand verboten? Oder hat man sie etwa am Kandidaten-Aufstellungstag mit Klebeband in Kleiderschränken gefesselt?
Das sind doch offenbar ganz klare Fälle für das AGG - ich fass es nicht.
So, Spaß beiseite. Hey, ich biete mich an, das Parteibuch habe ich schon seit Gerds Zeiten, mein Vater ist Ungar, meine Frau Iranerin. Gut, ich habe keinen Schimmer von Parteivorstandsarbeit, aber das kann man ja lernen. Ich wäre dann Quotenmigrant? Ach damit kann ich leben, gibt ja bald Quotenfrauen in DAX-Vorständen - also beste Gesellschaft.
So Spaß jetzt wirklich beiseite.
Wird evtl. kein qualifiziertes Personal gefunden? Bei einem Parteitag der Kölner SPD habe ich viel multikulturelles (ok, war eher monokulturell türkisch) "Potential" gesehen, da kann der Herr Wiefelspütz mal anfragen.
Tja ansonsten ist Lavieren und Aussitzen für eine Oppositionspartei natürlich Gift. Die Mutti-CDU macht das Gleiche, kann es sich dank Regierungsbeteiligung und einem bissigen Schäferhund FDP aber leisten, alles auszusitzen.
Liebe SPD, wer zu gar nichts eine eigene Meinung hat oder meint, wenn andere derselben Meinung sind, mache man etwas falsch und müsse demnach entgegengesetzt denken... dann gerät man in die Defensive, ist doch klar. Ihr seit nicht mehr in der komfortablen Position, euch hinter der "großen" CDU verstecken zu können.
Populismus hingegen ist an sich nicht falsch - ist mir lieber, als weichgespültes nichtssagendes Wischi-Waschi. Herr Ex-Popbeauftragter, Sie werden schon den richtigen Weg finden... Aber aufgepasst, dieser wird nicht weit weg von der Linken verlaufen.
Ich würde gern mal eine Studie sehen, die nicht implizit Linksextremismus gut heißt, sondern generell sozialistische Positionen erfasst. Der Unterschied zwischen einem Nazi und einem Internazi ist nämlich lediglich aus einem dieser Lager heraus betrachtet riesig oder gar moralisch bedeutsam.