Sparprogramm: Ford schließt belgischen Standort Genk

REUTERSDer US-Autobauer macht Ernst: Ford will die Produktion am belgischen Standort Genk einstellen. Es ist bereits die zweite Autofabrik innerhalb weniger Jahre, die in der Region schließen muss.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-863116.html
  1. #1

    Bauernregel

    Es kann nur produziert werden, was auch verkauft werden kann.
  2. #2

    So ist das

    wenn der Europäer lieber ein Auto aus Korea oder Rumänien kauft um sich einige Euro für den neuen Flachbildfernseher " Made in China" zu sparen, den er dann kostengünstig übers Internet bestellt. Die Lieferung erfolgt dann über einen Subunternehmer des Subunternehmers der Post, der sich bei einem Stundenlohn von 5 Euro billige ägptische Kartoffeln kauft, die mit viel CO2 nach deutschland verschifft werden.
  3. #3

    Zitat von bürger 29 Beitrag anzeigen
    wenn der Europäer lieber ein Auto aus Korea oder Rumänien kauft um sich einige Euro für den neuen Flachbildfernseher " Made in China" zu sparen, den er dann kostengünstig übers Internet bestellt.
    Naja... der Koreaner kommt aus Tschechien oder der Slowakei. Der Dacia aus Rumänien (okay... nicht alle.... manche kommen aus Marokko) Das sind zumindest auch (meist) europäische Arbeitsplätze.
    Der VW kommt aus Brasilien, Tschechien, Portugal, demnächst aus Indien, der Porsche aus Tschechien, der Opel aus Spanien oder Tschechien.
    Die meisten (lokalen) Japaner werden auch hier (Europa) gebaut...
    Ist es nicht egal, ob ich einen belgischen oder einen tschechischen Arbeitsplatz sichere?
    Ach ja: Welche Flachbildfernseher kommen denn WIRKLICH noch aus Deutschland? Loewe jedensfalls nicht. Die werden hier nur zusammengeschraubt.
    U-Elektronik, die zu fast 100% nicht mehr aus Deutschland kommt, mit Autos zu vergleichen funktioniert nicht.

    Man sollte lngsam mal aufhören in "made in Germany" zu denken. "Made in Europe" ist oft noch bezahlbar machbar.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der US-Autobauer macht Ernst: Ford will die Produktion am belgischen Standort Genk einstellen. Es ist bereits die zweite Autofabrik innerhalb weniger Jahre, die in der Region schließen muss.

    Ford schließt Standort Genk in Belgien - SPIEGEL ONLINE
    Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus gesehen müsste Köln geschlossen werden. Da man aber Werksschließungen politisch und ökonomisch besser im kleinen Belgien als im grossen Deutschland durchsetzen kann, muss eben der Standort Genk dran glauben. Ungeschoren werden aber auch die Deutschen Standorte nicht davon kommen; weder bei Opel noch bei Ford.
  5. #5

    Joschka Fischer....

    ...hat vor einigen Jahren mal gesagt, die Autoindustrie Europas sei die Kohleindustrie von morgen. Da ist leider was dran.
  6. #6

    Abwanderung der Produktionsstätten

    Die Produkte die in sogenannten Billigländern hergestellt werden, um die Taschen der Unternehmer voll zu machen, sollten dann auch mit verbilligten Preisen hier verkauft werden (was nicht der Fall ist). Die breite Masse die ja eigentlich die Massenprodukte kaufen soll, steht auf der Straße, und hat kein Geld mehr um sich die teuren Billigsachen zu kaufen. Irgendwann verdient auch der Unternehmer hier nichts mehr. Was hat er dann davon das er ins Billigland abgewandert ist.
  7. #7

    schade

    Henry Ford hatte die Idee, das die Arbeiter am Fließband so viel verdienen müssen damit sie
    sich die Produkte auch leisten können die sie selber herstellen.
    Davon scheinen wir heute weit entfernt zu sein, vor allem diejenigen die bei Zuliefereren arbeiten.
    Wer kann es sich noch leisten , einen neuen Mondeo zu kaufen und, vor allem, zu unterhalten,
    komplett mit allen anfallenden Kosten, die in letzter Zeit explosionsartig angestiegen sind.
    Da ist es kein Wunder, das die Absätze der in Genk produzierten Fahrzeuge so stark zurückgehen.
    Außerdem, der Mondeo hat sich an meinen Vorstellungen und Bedürfnissen völlig vorbei entwickelt.
    Habe gehört, das der neue Mondeo komplett in den USA entwickelt wurde und in Amerika gebaut wird,
    wahrscheinlich wird
    der dann komplett nach Europa verschifft.
    Wiso nutzt Ford die Kapazitäten in Europa nicht um downsizing zu machen, ok zum Teil machen die das im Kölner Motorenwerk.
    Aber die können auch kleine günstige, praktische Autos bauen, so um 10t euro, ohne Schnickschnack, nur leider nicht für den
    Europäischen Markt (B562 mit 3Zyl. Motor).
    Wenn die sowas in Genk bauen würden, dann bräuchten wir nicht den billigen Schrott aus Korea,
    nur mal so als Gedanke, als Herrausforderung einen guten Kleinwagen in Europa ( Genk) profitabel zu bauen.
  8. #8

    Zitat von bürger 29 Beitrag anzeigen
    wenn der Europäer lieber ein Auto aus Korea oder Rumänien kauft um sich einige Euro für den neuen Flachbildfernseher " Made in China" zu sparen, den er dann kostengünstig übers Internet bestellt. Die Lieferung erfolgt dann über einen Subunternehmer des Subunternehmers der Post, der sich bei einem Stundenlohn von 5 Euro billige ägptische Kartoffeln kauft, die mit viel CO2 nach deutschland verschifft werden.
    Vielleicht liegt's auch daran, dass die Menschen gar nicht genug Geld haben ein überteuertes Auto aus Europa zu kaufen?