Mit der richtigen Technik zum Hobby-Tonmeister - den Traum vom Wohnzimmer-Studio kann man sich mit kleinem Budget erfüllen: schon für wenige hundert Euro.
http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...806339,00.html
Das erlebe ich ebenso. - Ein kleines Zimmer-Studio (mit guten Instrumenten, Mikrofonen, PC-Software usw.) reicht eben nur für wenige Leute gleichzeitig. Immerhin kann man Tonspuren einzeln nacheinander/übereinander aufnehmen. - Ja, diese Mikro-Aufnahmegeräte (ZoomH2 u.a.) sind sehr verlockend, weil praktisch, für erste Aufnahmen mit der Schul-Band. Doch kann man aber auch für Chöre und Orchester schon Mikros+Ständer, Mini-Mischpult und Laptop mit Aufnahme-Software in jeden Proberaum mitnehmen. - Dass die "professionelle Produktion" besser ist, ist selbstverständlich.
Erstmal ein großes Lob an Felix Knoke für die Faustregeln!
Ich hab mich nun entschieden auch etwas aus meinen persönlichen Erfahrungen beizutragen,
hoffentlich ohne dabei zu technisch zu werden. Aber vielleicht nutzt es der einen oder
anderen bei den ersten Schritten. "Amtliche Ergebnisse" sind mit der richtigen Hardware
möglich! Mann sollte sich der Hilfe von Fachleuten aber nicht verschließen.
Sehr guter Preis-Leistungs Tipp! Habe sogar zufällig einen davon hier ;)Zitat von Felix Knoke;
Das ist ein AKG K240 Nachbau aus China, hat zwar eine leicht Überbetonung der Höhen,
und könnte die Mitten etwas besser auflösen, ist aber nichts was einem nach einem
Sylvesterabend am Brandenburger Tor noch interessieren müsste ;)
Ich glaub in der Preisklasse gibt es keinen besseren Kopfhörer. Hab ihn sogar schon
einmal verschenkt.
Das stimmt, es macht einen riesen Unterschied, ob man nur sich selbst oder
z.B. eine kleine Band aufnehmen möchte. Für letzteres war bis vor kurzem z.B. das
Alesis iO|26 für 199 Euro ein echter Preis-Leistungs Geheimtipp.
Auch die Art der aufzunehmenden Instrumente ist entscheidend, z.B. ein Schlagzeug
wird da schnell zur Herausforderung.
Meine erste DAW Empfehlung wäre auch der sehr preisgünstige, leicht zu erlernende aber überaus umfassende Reaper. Meiner Ansicht nach, bis auf die fehlenden Notationsfunktionen, Cubase und Logic durchaus ebenbürtig und in mancher Hinsicht vom Workflow her sogar überlegen.
Also am besten im Artikel noch einfügen, da die Software für das Gebotene wirklich
einmalig ist ;)
Wer hingegen günstig orchestral komponieren möchte und Noten lesen kann greift am besten zu Cubase, und nimmt für 99 Euro mehr gleich noch eine erstklassige Library mit Orchesterinstrumenten mit.
Für Gesangsaufnahmen sehr wichtig ist nicht nur das Mikrofon an sich,
sondern auch ganz besonders der Pre-Amp (Vorverstärker) des verwendeten
Recording Interface (24bit blah blah können sie alle ;)).
Mir wurde damals eines aus der Focusrite Saffire Serie empfohlen, auf meine Frage
wieviel besser das denn jetzt sei, als ein Gerät in der M-Audio Klasse,
sagte man mir 1000 mal so gut ;=) Was soll ich sagen? Er hatte recht.
Hundert Euro mehr machen hier einen gewaltigen Qualitätsunterschied.
Mikrofone, die man bis dahin für unzulänglich hielt, klingen auf einmal
gut und so weiter... die nächste Steigerung kommt dann auch erst
jenseits dessen was man als Hobbyist ausgeben möchte.
Man kann als Laie leider nicht wirklich anhand von Datenblättern erkennen
oder vergleichen, welche Firma Audio Expertise in einem bestimmten Bereich
aufgebaut hat, dafür fragt man dann am besten Profis mit jahrelanger Berufserfahrung.
(Fachzeitschriften kann ich leider keine empfehlen, da sie meiner Erfahrung
nach dazu tendieren, die Unterschiede, auf die es wirklich ankommt,
zu nivellieren. Frei nach dem Motto: Alles ist super gut.
Online Portale wie etwa Startseite - AMAZONA.de sind jedoch empfehlenswert sich einen
groben Überblick zu verschaffen, leiden aber prinzipell unter dem selben
Problem. Oft fehlen den Autoren wohl auch einfach die Vergleichsmöglichkeiten.
Man erhält ein Testgerät und schickt es nach dem Test zurück. Ob man z.B. bei
einer Gesangsaufnahme vier oder acht Ausgänge hat interessiert nicht die Bohne,
wenn nicht ein einziger Mikrofonvorverstärker ein brauchbares Ergebniss erzielt.)
Ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Das allerbeste ist es meiner Meinung inZitat von Felix Knoke;
ein Studio oder grösseren Musikladen zu fahren und verschiedene Mikrofone
mit der eigenen Stimme auszuprobieren. Mit meiner Stimme klang ein AT4047 am besten.
Hab mir dann eines gebraucht zum halben Preis gekauft. ;)
Auch sehr gut war das Shure SM7B Mikrofon. Aber das andere klang halt noch edler.
In jedem Fall waren beide eine komplett andere Liga als die Thomann
Hausmarke für 100 Euro. Jedoch kostete keines tausende Euro und die Tipps
welches ich als nächstes ausprobieren sollte kamen von jemanden der sich im
Mikrofonjungle besser auskannte. ;)
Ich geb zu, dass man als Frau bei den überwiegend männlichen Tonstudiobesitzern
im Vorteil ist. Es gibt scheinbar genügend Männer, die sich nichts besseres
vorstellen können, als einem privat ihr gesamtes Arsenal an Mikrofonen vorzuführen. ;)
Habe sehr lange Zeit auf Event 20/20 Boxen gemischt, die sind klasse und auch
relativ preiswert.
Noch etwas besser im Bassbereich, aber leider auch deutlich teurer,
sind die Dynaudio BM6A, die ich heute benutze.
Beide Systeme sind meiner Meinung uneingeschränkt für Einsteiger,
wie Profis empfehlenswert, solange man über die nötigen Räumlichkeiten
verfügt, keine Nachbarn hat, und nicht auf sehr kleinem Raum abhören/mischen muss.
Auch "nur Musik hören" geht darauf gut und es macht Spaß in die erstaunten
Gesichter von Gästen zu gucken, denen man ihre Lieblingslieder vorspielt. ;)
Die hören dann oft Dinge in einer Aufnahme, die sie vorher noch nie wahrgenommen haben.
Optimalerweise hat man dann noch zusätzlich eine zweite "Crap Abhöre" zur
Konrolle z.B. Yamaha NS10, die klingen so bescheiden flach, dass wenn ein Mix darauf
gut klingt man erstmal zufrieden eine rauchen kann ;)
Alternativ (und billiger!) geht auch ein alter Ghetto Blaster der gehobenen
Klasse... Daft Punk macht noch heute den Ghetto Blaster Test ;)
Die 15 Euro Schrottboxen, die man manchmal neben den TFTs sieht sind jedoch
allenfalls für Systemerrorsounds zu gebrauchen.
Der nächste Schritt wär dann aber schon eine Gesangskabine zu bauen, weil man
selten einen akustisch optimalen Raum für solche Aufnahmen hat. Für den Anfang
reicht es auch erstmal eine Decke hinterm Micro und ein leises Notebook statt
lautem Desktop Rechner für die Aufnahme zu verwenden.
Achja, den Popschutz nicht vergessen ;)
Focusrite Saffire Audio-Interface (gebr.) 150,- EURO
Event 20/20 passiv Monitor-Paar (neu) 390,- EURO
Verstärker (alter 200W Hi-fi Verstärker) vorhanden
Shure SM 7 B Mikrofon (gebr. aber wertbeständig) 250,- Euro
Kabel, Ständer, Popschutz 40,- Euro
Kopfhörer Superlux HD681 20,- Euro
Software REAPER v4 Discounted 50,- Euro
für den Hall z.B. ein Convolution Reverb
(gehört zum Reaper Lieferumfang) mit Lexicon
Impulse Responses (gibt es legal umsonst im Netz)
_________________________________________________
GESAMT 900,- Euro
1x die Woche
Keyboard/Gitarre/Gesangs Gruppen Unterricht 50,- Euro/Monat
Wer in einer Mietwohnung mit "ik-hol-die-Polizei Nachbarn" wohnt,
(so typisch Berlin halt) für den wäre auch das Saffire PRO 24 DSP
Audio-Interface interessant, mit dem man dank VRM Technologie
Monitorszenarien über Kopfhörer beurteilen kann.
Es klingt dann beim Mischen über Kopfhörer simuliert etwa so, als
würde man vor Monitorboxen sitzen. Preis ca. 300 EURO
Die Endmischung vor richtigen Boxen kann man so auf einen
günstigeren Zeitpunkt verschieben ;)
Die Wahrheit liegt aber wie immer irgendwo in der Mitte. Das, was weiterhin ein bisschen mehr Geld kostet, wenn man einen guten Sound haben möchte, ist der Weg rein in den Rechner (Mikros -> A/D-Wandler) und wieder raus aus dem Rechner (D/A-Wandler -> Verstärker -> Monitore). Und da liegen in der Qualität wirklich Welten zwischen den verschiedenen Preisklassen.
Alles andere ist mittlerweile eine Frage der Software. Große Mischpulte sind deshalb heute nur noch ein Faktor für den bevorzugten Produktionsprozesses, die dafür dienen das Mischen der Musik traditionell zu visualisieren und quasi "manuelle" Beeinflussung zu ermöglichen. Also am Ende ist heute das Mischpult nur noch ein Bediengerät für die Software im Rechner.
DAS ist heute das große Einsparpotential! Man braucht kein großes und teures analoges Mischpult mehr, keine 24-Spur Bandmaschinen, keine sündhaft teuren Effektgeräte mehr, keine unglaublich teuere High-End-Verkabelung zwischen allen Geräten, damit die Verluste zwischen den Geräten möglichst gering bleiben. Das kann man heute alles virtuell im Computer machen. Und das spart natürlich viel, viel Geld.
Dennoch sollte keiner auf die Idee kommen (denn der Eindruck wird vom Artikel vermittelt), dass alle Software gleich gut klingt. Auch hier muss man schon ein paar Euro ausgeben, wenn man sehr gut klingen will. Nein, es geht nicht nur um die Regelmöglichkeiten oder Effektalgorithmen, sondern auch um das Dithering beim umrechnen in die Ziel-Sampling-Rate, etc… Allerdings würde das jetzt hier zu weit führen... ;-)
Wichtig ist also erst einmal der analoge Signalweg. Und da muss halt jeder selbst wissen, wie viel er ausgeben will und kann. Aber billig klingt nun mal leider meistens auch so. Aus Scheiße kann man nun mal kein Gold machen. Das gilt auch für Töne.
Ich war früher selbst professioneller Musiker und in meinem Bekanntenkreis tummeln sich einige Produzenten, die schon mit bekannten Künstlern gearbeitet oder eigene erfolgreiche Produktionen veröffentlicht haben. Die Tendenz ist bei allen, dass die Studios immer spartanischer werden. Da schlägt genau das zu, was ich oben erwähnt habe: rein -> teuer, in der Mitte (fast) nur noch Computer, raus -> teuer.
Wenn manche wüssten, wie einige bekannte Produktionen (nein, keine elektronische "um-ts" Musik) entstanden sind, dann würden sie staunen. Da war ein "klassisches" Mischpult nur aus rein psychologischen Gründen anwesend, weil es eben noch da herumstand. Die Produktion erfolgte jedoch komplett im Computer. So ist das heute...
Aber es stimmt auch, dass das tollste Equipment nichts bringt, wenn der Anwender/Künstler eine Niete ist. Im Gegenteil, da ist gutes Equipment sogar schonungslos ehrlich und man hört jede Unzulänglichkeit. Andersherum ist es schade, wenn ein Künstler in seinen Ausdrucksmöglichkeiten eingeschränkt wird, weil das Equipment nichts taugt.
Ist das Gleiche wie bei Instrumenten. Ein guter Musiker kann auch auf einem minderwertigen Instrument gute Musik machen. Deshalb spielen ja jetzt nicht auf einmal alle guten Musiker schlechte Instrumente, weil die ja "reichen". Denn nur ein entsprechendes Instrument gibt dem Musiker den Freiraum sich entsprechend auszudrücken. Wer solche Unterschiede hören kann, der weiß sie zu schätzen. Sowohl bei den verwendeten Instrumenten, als auch bei der Aufnahmetechnik…
Deshalb mein Tipp an alle, die was mit Musik machen wollen: lernt erst mal richtig Musik machen. Dazu braucht man nicht mal Strom. Ein einigermaßen gutes akustisches Instrument und die eigene Stimme sind alles, was man dafür benötigt. Erst, wenn man sich mit Musik und Klangerzeugung selbst in aller Tiefe auseinander gesetzt hat, wird man auch in der Lage sein sie irgendwann (mit viel Übung und Tipps von erfahrenen Leuten) vernünftig aufzunehmen und zu mischen, weil man dadurch anfängt auch ganz anders zu hören… Wem das zu anstrengend ist, der sollte vielleicht doch nach anderen Hobbies schauen.
Werden wir sich alle noch kennenlernen. Das hängt davon ab, wie lange wir uns am "demokratisch legitimierten Geld von unten nach oben Pumpen" beteiligen. Die nächste Gesundheitsreform wirds bringen.
Schönes Grundgesetz, vielleicht gibts ja mal eine Regierung, die es umsetzt?
S.P.O.N. - Im Zweifel links: Das Grundgesetz ist links - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Absolut OT, aber ich habe ja nicht damit angefangen.