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Sparpaket und Sanierungsexperte: Italien vermeidet Mehrwertsteuererhöhung

DPALieber die Ausgaben senken, statt die Einnahmen zu erhöhen: Italien hat ein weiteres Sparpaket beschlossen, um damit die umstrittene Erhöhung der Mehrwertsteuer zu umgehen. Damit das auch klappt, hat Ministerpräsident Mario Monti eigens einen Sanierungsexperten engagiert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...830736,00.html
  1. #1

    Aha, erneuter Rückzieher an der Sparfront!

    Weitere, natürlich unspezifische, Einsparungen in der höheren Verwaltung in Höhe von 4.3 Mrd., statt MwSt.-Erhöhung!
    Das ist doch ne Lachnummer!
    Wer den öffentlichen Dienst Italiens und dessen Beharrungsvermögen kennt, der glaubt Monti nicht ein Wort!

    Das ist bloß wieder eine neue Verschleierungstaktik für nicht umgesetzte Versprechungen.
    Versprechungen sind so schön billig!

    Ne kleine Wette?

    Morgen gibt wieder irgendeine europäische oder noch besser, deutsche, Politgröße bekannt, dass Italien mit seinen Sparbemühungen wieder einen guten Schritt vorangekommen ist.
    Dass das Defizit Italiens in diesem Jahr trotz aller Bemühungen erneut kräftig steigt, erfahren wir dann in einem Nebensatz irgendeiner Verlautbarung übermorgen.
  2. #2

    Genau richtig!!

    Zitat von Brennstoff Beitrag anzeigen
    Weitere, natürlich unspezifische, Einsparungen in der höheren Verwaltung in Höhe von 4.3 Mrd., statt MwSt.-Erhöhung!
    Das ist doch ne Lachnummer!
    Wer den öffentlichen Dienst Italiens und dessen Beharrungsvermögen kennt, der glaubt Monti nicht ein Wort!

    Das ist bloß wieder eine neue Verschleierungstaktik für nicht umgesetzte Versprechungen.
    Versprechungen sind so schön billig!

    Ne kleine Wette?

    Morgen gibt wieder irgendeine europäische oder noch besser, deutsche, Politgröße bekannt, dass Italien mit seinen Sparbemühungen wieder einen guten Schritt vorangekommen ist.
    Dass das Defizit Italiens in diesem Jahr trotz aller Bemühungen erneut kräftig steigt, erfahren wir dann in einem Nebensatz irgendeiner Verlautbarung übermorgen.
    Monti hat also auch schon sein Pulver verschossen und weiß, trotz
    oder wegen Goldman-Sachs-Ausbildung, keine Antworten, keine
    Lösungsansätze mehr und deshalb muß halt sein GS-Freund Draghi
    halt wieder mal einige hundert Milliärdchen aus dem Hut zaubern.

    Auch ich bin schon gespannt, auf Merkel und Schäuble, wenn sie
    wieder mal mit vollster Überzeugung -oder wäre Verblödung besser -
    sagen, Spanien, Italien usw. sind auf dem "allerbesten Weg"
    und das Beste:
    "Diese Länder brauchen keine Hilfe, brauchen kein Geld."
  3. #3

    Newtonsches Gesetz der Trägheit...

    Zitat von Brennstoff Beitrag anzeigen
    Weitere, natürlich unspezifische, Einsparungen in der höheren Verwaltung in Höhe von 4.3 Mrd., statt MwSt.-Erhöhung!
    Das ist doch ne Lachnummer!
    Wer den öffentlichen Dienst Italiens und dessen Beharrungsvermögen kennt, der glaubt Monti nicht ein Wort!

    Das ist bloß wieder eine neue Verschleierungstaktik für nicht umgesetzte Versprechungen.
    Versprechungen sind so schön billig!

    Ne kleine Wette?

    Morgen gibt wieder irgendeine europäische oder noch besser, deutsche, Politgröße bekannt, dass Italien mit seinen Sparbemühungen wieder einen guten Schritt vorangekommen ist.
    Dass das Defizit Italiens in diesem Jahr trotz aller Bemühungen erneut kräftig steigt, erfahren wir dann in einem Nebensatz irgendeiner Verlautbarung übermorgen.
    Das Newtonsche Gesetz der Trägheit kann man aber auch durchbrechen...
    Das kann man natürlich so sehen und in dieser Hinsicht haben Sie auch recht. Allerdings; Reformen finden in Italien nur unter Druck von Außen staat bzw. wenn der innerer Druck von Außen unterstützt wird. Das passiert gerade und der Öffentliche Dienst ist in I genauso wie in D auch nicht gottgegeben und unabänderbar. In Italien ändert sich derzeit mehr als in den letzten 10 Jahren; sei es in der Politik sei es auch gesellschaftlich. Glauben sie mir, ich lebe dort und kenne auch Sprache, Gesellschaft und Kultur. Gerade die Krise mit Einschnitten und notwendigem Verzicht trägt das ihre zur Veränderung bei. Den Italienern ist klar, daß es ein weiter so nicht geben wird, daß man nicht auf Brüssel hoffen kann weil Italien simpel zu groß ist um es alleine zu helfen. Man kann auf flankierende politische Unterstützung hoffen aber Italien muß sich im wesentlichen selber retten und selbst reformieren; schlechte Karten hat das Land dabei nicht...
    Und die italians sind dabei es zu wollen und anzupacken...

    Schian Gruaß...
  4. #4

    Ort der Schande sollte der artikel auf der hauptseite (ohne kommentar zulassung :) ) heißen .
  5. #5

    viel hilfreicher als die Erhöhung der Mehrweretsteuer wäre es, die Steuersätze die jetzt schon gelten konsequent urchzusetzen.
    In Italien gibt es noch immer eine viel zu große Schattenwirtschaft. Steuerhinterzieung, Korruption und (im Süden) organisierte Kriminalität sind das eigentliche Problem das Landes. Nicht die Höhe der Mehrwertsteuer.
    Aber diese Problme ernsthaft anzugehen ist schlicht lebensgefährlich. Deswegen wird es auch niemand tun.
  6. #6

    Wiederholt sich die Geschichte?
    Auch Monti wird mit seinen Professoren das Schiff Italien auf die Klippen setzen und dann schnell von der Bühne verschwinden. Mir tun alle die Studienabsolventen der Bocconi leid, denn jezt wird auch, was etliche schon ahnten, Bocconiano zu sein, kein Lob und Anerkennung mehr sein, sondern eher das Gegenteil. Theoretisch sind die alle gut. Nur im Leben gibt es keine Theorie, da ist alles Praxis.
    In Italien haben wir gut 50 Unternehmer, die Selbstmord gemacht haben. Laut Monti kein Problem, wie er sagt, in Griechenland sind es über 1.000.
    Klassisch: Kommissare holen, wenn man nicht weiter weiß.
    Die Techniker holen sich richtige Techniker. Mit der Erfahrung von AMATO (Superpensionen, der den Italienern vor Jahren über Nacht aufs Girokonto gegriffen udn dort abgegriffen hat. Das ist die Erfahrung, die Monti noch fehlt?
  7. #7

    Zitat von Brennstoff Beitrag anzeigen
    Weitere, natürlich unspezifische, Einsparungen in der höheren Verwaltung in Höhe von 4.3 Mrd., statt MwSt.-Erhöhung!
    Das ist doch ne Lachnummer!
    Wer den öffentlichen Dienst Italiens und dessen Beharrungsvermögen kennt, der glaubt Monti nicht ein Wort!

    Das ist bloß wieder eine neue Verschleierungstaktik für nicht umgesetzte Versprechungen.
    Versprechungen sind so schön billig!
    Er hätte natürlich auch die Mehrwertsteuer erhöhen können. Dann hätte man bald lesen können, dass das Defizit dennoch gestiegen ist und Italien leider herabgestuft wurde, weil der Nenner entsprechend geschrumpft ist. Die Schulden der westlichen Staaten lassen sich nunmal nicht auf die herkömmliche Art abbezahlen, egal wie sehr man sich auf den Kopf stellt.
  8. #8

    sparen heißt ja Kapital anhäufen. Hört sich aber viel besser an als kostenreduzierung. Mann sollte es beim Namen nennen- tiefe Einschnitte in den Sozialstaat
  9. #9

    Das will Monti nicht, weil er damit auch wieder keine Lösung haben wird. Genau wie bei der Steuererhöhung auf Kraftstoff.
    Der Benzinabsatz ist um 20% geschrumpft. Keine Szeuermehreinnahmen, dafür Benzintourismus und italienisches Kapital ins Ausland und de Automarkt am Boden
    Ein Erhöhung der MWST würgt nur den Konsum ab, und zwar mehr als die Erhöhung bringen würde. Diese Lektion hat Monti "Schettino" gelernt. Er ist und bleibt ein Theoretiker


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