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Sparfrust in Griechenland: Nation der Protestwähler
AFPEU-Austritt, neue Kredite oder doch ein Schuldenmoratorium? Perspektiven sehen anders aus. In der tiefsten Krise wählen die Griechen am Sonntag eine neue Regierung, aber auf den Stimmzetteln stehen nur das alte Personal und alte Konzepte. Die stärkste Macht im Land ist der Verdruss.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...831233,00.html
- #10 04.05.2012 14:23 von
Nur: welche Konsquenzen?
Rein sachlich/logisch gehört ein Schnitt gemacht. Lieber ein Ende mit Schrecken....
Aber wie dann weiter? EU ganz umbauen? Euro auflösen? Statt EU der 27 zueinander völlig unpassenden Staaten, drei oder vier kleinere Gruppen bilden, die dann mit den anderen zusammenarbeiten? So zB. EU I aus den romanischen Staaten, ggf. + GR, EU II aus den Ost + Süd-Ost-Staaten und EU II aus den EU-Mittelstaaten? Mit jeweils eigener Gruppen-Währung und dem wiederbelebten ECU als Standard-Verrechnungs-Einheit.
Es fehlt an ernsthaften Konzepten mit breiter Akzeptanz.
Jedenfalls so wie jetzt, wird das nichts! - #11 04.05.2012 14:24 von
- #12 04.05.2012 14:26 von
- #13 04.05.2012 14:27 von
Germany
Die beiden ersten Absätze des Artikels hätten genausogut die BRD beschreiben können - sieht man einmal von den spezifisch griechischen Namen ab.
Der Unterschied zu Griechenland ist eigentlich nur ein zeitlicher: noch ist die deutsche Wählerschaft nicht bereit, wirklich frustriert unberechenbar anders zu wählen. Aber die Tendenz ist da. Nicht umsonst haben die "Piraten" soviel Zulauf. Solange aber die innerdeutsche u n d die Europapolitik noch gerademal so funktioniert, bleibt Frau Merkel Kanzlerin. Doch die "griechischen Verhältnisse" stehen schon drohend auch an unserem Horizont. Drohend für die deutsche Politikerklasse. - #14 04.05.2012 14:28 von
Wirkliche Perspektiven sehen anders aus.
Wie denn, zum Beispiel, liebe(r) Kollege(n) von der schreibenden Zunft ?
- #15 04.05.2012 14:34 von
Der griechische Wähler
hat genau so viele, besser genau so wenige Möglichkeiten an den Zuständen in seinem Lande etwas zu verändern, wie wir das hier haben.
Die Entscheidungen treffen letzten Endes nicht die Schaufensterfiguren, die Regierung und Parlament bilden, sondern diejenigen, an deren Fäden diese hängen. Und die interessieren sich einen Dreck für die Belange der Bevölkerung. Genau wie bei uns.
Unterstützt wird das in Griechenland noch durch die dortige Mentalität. - #16 04.05.2012 14:36 von
Seit wann
bringen immer neue Schulden einen Abbau alter Schulden? Das ist doch eine Achterbahn ohne Endpunkt!
Die einzige Rettung des Landes besteht im Austritt aus dem Euro und Wiedereinführung einer eigenen Währung, die nach den Gegebenheiten angepasst werden kann.
Aber auch dieser Schritt hätte schon vor über zwei Jahren vollzogen werden müssen, denn jetzt drücken die Schulden noch mehr.
Griechenland braucht massiv Aufbauhilfe sowie Verwaltungsreformen.
Die kann das eingefahrene Personal aber nicht allein durchführen, da muß massiv von der EU geholfen werden. - #17 04.05.2012 14:38 von
Wunsch
Ich wünsche als Deutscher den Griechen ein Wahlergebnis, bei dem sie durch eine anti-deutsche und anti-europäische Richtung mit anschließendem Staatsbankrott den Freiraum finden, um für sich endlich eine ganz neue politische Klasse zu finden, die diese Bezeichnung auch verdient.
Diese Lösung dient möglicherweise nicht den Interessen europäischer Institutionen, Banken und Wirtschaftsverbände, auch nicht denen Deutschlands, sicher aber den Griechen. Und es ist doch eigentlich ganz logisch, daß man in einer Wahl an erster Stelle an seine nationalen Interessen denkt.
Es gibt auch zwischenmenschlich Verbindungen, die sich nach außen hin löblich verkaufen und anpreisen lassen, die den Beteiligten letztlich aber eher schaden. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, das vorher schon gewußt zu haben, aber ein Gebot des Anstands und der Ehrlichkeit, es einzugestehen, sobald man es klar erkennt. - #18 04.05.2012 14:39 von
- #19 04.05.2012 14:41 von
Ernsthafte, genauer vernünftige Konzepte
fehlen nicht, so wie ich das verstehe. Nur haben diese keine Chance, bei den europäischen Entscheidungsträgern Gehör zu finden , Unterstützung erst recht nicht. Denn die Ziele der Regierenden, egal wo, sind doch nicht am Wohl der europäischen Bevölkerung orientiert. Der Finanzmarkt, die Wirtschaft, gibt vor, was gemacht wird, Zum Wohle der wenigen, die dort das Sagen und das Eigentum haben.
Jedem logisch denkenden Mensch ist doch klar, dass bei 27 Ländern mit so extrem unterschiedlicher Wirtschaftskraft eine einzige gemeinsame Währung ein Unding ist.
Aber ändern sie das mal. Siehe oben. Solange am Euro noch Milliarden verdient werden (nicht durch mich oder Sie, nehme ich mal an) wird sich nichts ändern.
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