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Sparen statt Wählen: Kassen sollen Patienten Kliniken empfehlen

DDPWer bei der Krankenhaus-Wahl dem Rat seiner Versicherung folgt, wird von zehn Euro Zuzahlung pro Tag befreit - so steht es in einem Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums. Kritiker befürchten, dass die Krankenkassen Kliniken unter Druck setzen könnten. Der Verlierer wäre am Ende der Patient.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...836293,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer bei der Krankenhaus-Wahl dem Rat seiner Versicherung folgt, wird von zehn Euro Zuzahlung pro Tag befreit - so steht es in einem Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums. Kritiker befürchten, dass die Krankenkassen Kliniken unter Druck setzen könnten. Der Verlierer wäre am Ende der Patient.

    Krankenkassen sollen den Versicherten Krankenhäuser empfehlen - SPIEGEL ONLINE
    Die Krankenkassen schauen schon jetzt ausschliesslich aufs Geld, respektive die Quartalszahlen. Da geht es schliesslich ums wirklich wichtige, nämlich die Bonuszahlungen für die Chefetage.

    Anders wäre es nicht zu erklären, dass Dinge nicht bezahlt werden, obwohl man genau weiß, dass die Folgekosten horrend sein werden - aber die sind ja erst in der Zukunft.
  2. #2

    "Empfehlungen"

    Tolle Idee, da bekommen dann die Patienten eine Empfehlung für eine Klinik, ein heruntergewirtschaftetes Schlachthaus, wo keiner freiwillig hingehen würde, wenn er noch nicht krank genug ist, um noch woanders hin flüchten zu können.
  3. #3

    Lobbyismus pur

    Das kommt den Kliniken ja echt gelegen. Die bezahlen dann die Bosse der Versicherungen, dass die Krankenhäuser empfehlen. Wer am besten schmiert hat die meisten Patienten und wer sich am besten schmieren lässt, bekommt Boni, Autos und alles was dazu gehört
  4. #4

    Es ist so....

    Zitat von tope1212 Beitrag anzeigen
    Das kommt den Kliniken ja echt gelegen. Die bezahlen dann die Bosse der Versicherungen, dass die Krankenhäuser empfehlen. Wer am besten schmiert hat die meisten Patienten und wer sich am besten schmieren lässt, bekommt Boni, Autos und alles was dazu gehört
    ...und wird auch immer so sein. Nicht nur in der Restwelt wird Tea-money gesammelt, sondern auch in Deutschland, nur hier laeuft es etwas subtiler und die "Kleinen" sind bei uns nicht "bei der Musik".
  5. #5

    Auszug aus

    Zitat von tope1212 Beitrag anzeigen
    Das kommt den Kliniken ja echt gelegen. Die bezahlen dann die Bosse der Versicherungen, dass die Krankenhäuser empfehlen. Wer am besten schmiert hat die meisten Patienten und wer sich am besten schmieren lässt, bekommt Boni, Autos und alles was dazu gehört
    Die Zahnarzt Woche DZW: *artikel

    Aufgeblasene GKV-Verwaltung – von einem Beitrags-Euro kommen nur 77 Cent dem Patienten zugute – Kearney-Studie mit 6.000 Leistungserbringern –
    Die tatsächlichen Kosten für Verwaltungsaufgaben in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) liegen erschreckend deutlich über den in der GKV-Statistik offiziell ausgewiesenen 5,4 Prozent oder 9,5 Milliarden Euro. Insgesamt werden für Verwaltungskosten bei Kassen und Leistungserbringern im deutschen Gesundheitssystem 40,4 Milliarden Euro ausgegeben, davon werden insgesamt 27,5 Milliarden Euro (68 Prozent) durch die GKV verursacht.
  6. #6

    Schon heute

    Es ist schon heute üblich das die Krankenkassen mit Hilfsmittelerbringern Verträge abschließen.Ob das Produkt aus Polen od. sonstwo herkommt ist denen egal ,denn es kommt nur auf den Preis an.Der Patient ist immer der Dumme wenn er minderwertige Materialien erhält. Ärzte schicken schon jetzt ihre Patienten zu bestimmten Krankenhäuser oder Heilmittelerbringern und kassieren dafür Geld .Dieser Sumpf muß endlich aufhören und es sollte der Patient selbst entscheiden ,dann würden die Guten überleben,die anderen gehen unter.
  7. #7

    nicht objektiv

    Da die Kassen Player sind, haben sie in der Beraterrolle nichts verloren. Das kann nur schief gehen. Die Frage ist ja auch, warum sie überhaupt Empfehlungen geben wollen, die durch den Verzicht auf die Zuzahlung ja doch nur Geld kosten.
    Wenn das Geld dann bei den empfohlenen Kliniken wieder reingeholt werden soll, ist im Endeffekt der Patient der Dumme, denn da wo Rotstift und reines Effizienzdenken im Gesundheitswesen regieren, leidet die Qualität.
    Gruß
  8. #8

    Kassen – Bashing

    Daß die Kassen böse sind war immer zu erahnen. Wir brauchen mehr Qualität. Sehr viel mehr Qualität. Und das können die Kassen natürlich gar nicht beurteilen. Kostet vielleicht auch ein bißchen mehr. Aber wir wollen doch nicht, daß noch mehr Ärzte ins Ausland streben oder in Abfalleimern nach Pfandflaschen suchen. Hier ist die uneigennützige Solidarität des ganzen Volkes gefragt. Man kann nur hoffen, daß die FDP weiterhin ihre humanen Aufgaben im Dienste der Allgemeinheit erfüllt, und daß beschäftigungstherapeutische Einrichtungen wie öffentliche Versicherungen generell privatisiert werden. Erst dann kann können ehrliche Umsatzerweiterungen generiert werden.
  9. #9

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wer bei der Krankenhaus-Wahl dem Rat seiner Versicherung folgt, wird von zehn Euro Zuzahlung pro Tag befreit - so steht es in einem Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums. Kritiker befürchten, dass die Krankenkassen Kliniken unter Druck setzen könnten. Der Verlierer wäre am Ende der Patient.

    Krankenkassen sollen den Versicherten Krankenhäuser empfehlen - SPIEGEL ONLINE
    Und was, wenn mir die Kasse eine Klinik wie die Bremer Frühchenstation empfiehlt?


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