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Spardebatte: Staat zahlt 442 Millionen Euro für Kirchengehälter

Die Bundesregierung spart und streicht, doch kirchliche Gehälter verschont sie. Die Bezüge werden seit 200 Jahren vom Staat getragen, und niemand scheint daran etwas ändern zu wollen - obwohl 2009 fast eine halbe Milliarde Euro gezahlt wurden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...699422,00.html
  1. #1030

    Ok

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Wie oft möchten Sie es denn erklärt bekommen? Es geht hier in diesem Thread um kath. UND ev. Kirche. Mir ist nicht bekannt, dass sich die ev. Pfarrer so kleiden, wie Sie es beschrieben haben.
    Stimme ich zu, hätte ich genauer formulieren müssen, ich hab natürlich in diesem Fall den Prunk und Pomp der römisch-katholischen Kirche gemeint.
  2. #1031

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Das Bild von den "unterdrückten, verelendeten Bauern", die im Bauernkrieg von 1525 gegen die Willkür der Fürsten und ausbeuterischen Grundherren kämpfen, wurde in Deutschland zuletzt nur noch von Professoren an DDR-Hochschulen als ......
    Nicht für die Bauern im Osten, das wüssten Sie wenn sie ihr eigenen West-Geschichtsbücher (aus denen hab ich nämlich seit 1990 Geschichte gelernt) gelesen hätten, dort verschlechterte sich die Situation der Bauern nach dem Aufstand immer mehr. Sie müssten theorethisch auch wissen das die Leibeigenschaft erst im 18Jh. abgeschafft wurde und noch bis 1945 das Junkertum mit dem Grundherren als Herrn über das komplette Leben in Ostpreußen bestand hatte. Aber natürlich machen Bauern ja gerne mal nen Aufstand gerade die Deutschen sind ja bekannt für ihren großen Hang dazu.

    Und Wikipedia sollten sie ebenfalls mal mit ihren modernen Erkenntnissen beglücken:
    "Trotzdem hatte der Bauernkrieg in manchen Regionen positive Auswirkungen, wenn es auch wenige waren. In einigen Gebieten wurden Missstände durch Verträge beseitigt, falls die Aufständischen aufgrund besonders schlimmer Umstände rebelliert hatten (z.B. in der Fürstabtei Kempten, für die auf dem Reichstag zu Speyer 1526 ein entsprechender Vertrag geschlossen wurde). Auch waren die Verhältnisse der Bauern vielerorts besser überschaubar geworden, weil diese ihre Steuern nun nicht mehr alleine an die Grundherren, sondern auch direkt an die Fürsten abzuführen hatten."

    Und zur modernen Geschichtswissenschaft; die schreibt immer das was die aktuellen Herren gerne wollen. Das ist in der BRD nicht anders als in der DDR. So was sollte ein intelligenter Mensch immer im Hinterkopf haben, d.h. eben nicht das was sie schreibt flashc, sondern das manche Sachen gerne mal unter den Tisch fallen gelasssen oder "neu interpretiert" werden. Im Gegensatz wahrscheinlich zu ihnen hab ich beide Systeme erlebt und weiß dass sie sich ähnlicher (geworden?) sind als mancher ahnt.
  3. #1032

    Auf Thema antworten

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Wie würden Sie denn den Anteil von Christen in der deutschen Bevölkerung (> 60 Prozent) bezeichnen? Als Minderheit wahrscheinlich nicht, oder doch?
    Und wie viele davon zahlen freiwillig Kirchensteuern? Also abzüglich sämtlicher nichtchristlicher Beamter und Arbeitslose (die werden nämlich gezwungen), sowie sämtlicher Minderjähriger ohne eigenes Einkommen. In meiner Famile wurdne auch 75% min getauft, aber Kirchenstuer bezahlt keiner (mehr, bei manchen dauerte die Erkenntnis etwas) und als Christ bezeichnet sich keiner, denn wer will schon einem Verein angehöre, der regelmäßige übelste Verbrecher vor der Strafverfolgung schützt.
  4. #1033

    Akzeptiert!

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    Nicht für die Bauern im Osten, das wüssten Sie wenn sie ihr eigenen West-Geschichtsbücher (aus denen hab ich nämlich seit 1990 Geschichte gelernt) gelesen hätten, dort verschlechterte sich die Situation der Bauern nach dem Aufstand immer mehr...
    Natürlich stimmt, was Sie da sagen, aber ich bitte etwas um Nachsicht, dass ich in meinem "Geschichts-Schnellkurs" grob verallgemeinern musste und auf Abweichungen nicht eingehen konnte. Auch im damaligen Westen des Reichs gibt es zahlreiche Beispiele, wo sich die Situation eher verschlimmerte, es gab halt eine Vielzahl von Territorien, und in jedem waren die Verhältnisse anders.
    Interessant dürfte beispielweise sein, dass die Erzbischöfe von Köln schon seit dem 15. Jahrhundert geradezu Vorreiter der Bauernbefreiung waren, dort waren die Bauern schon nach dem 30jährigem Krieg höchstens noch auf dem Papier "Hörige".
    Nicht nur in Westfalen hat sich deshalb der Sruch gehalten "Unter dem Krummstab ist gut leben". Besser als unter diesen ostelbischen Junkern auf jedem Fall, das glaube ich gerne (waren ja auch Protestanten, hehe :)) ).
  5. #1034

    Keine platten Verallgemeinerungen

    Zitat von delta058 Beitrag anzeigen
    ...denn wer will schon einem Verein angehöre, der regelmäßige übelste Verbrecher vor der Strafverfolgung schützt.
    Ich bitte Sie nun auch, platte Verallgemeinerungen zu unterlassen. Ich bin in diesem "Verein", aber schütze keine Verbrecher vor der Strafverfolgung und ich kenne in meinem weiteren Umfeld auch niemanden, der das tut.


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