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Spannung im Kosovo: Bundeswehr schickt Eingreiftruppe auf den Balkan
REUTERSZwei Wochen vor den Wahlen in Serbien droht neue Gewalt, die Nato fürchtet eine Eskalation im Nordkosovo. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE forderte sie deshalb bei der Bundeswehr die Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe an. Berlin hat der Bitte zugestimmt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828874,00.html
- #60 21.04.2012 10:24 von
Oh, da übersehen Sie etwas, nämlich dass die EU oder Nato dafür erst einen totalen Krieg gegen Serbien gewinnen müsste. Und wenn Sie meinen, dass der Krieg 1999 so ein Sieg gewesen sei, dann beschäftigen Sie sich nochmal mit dem Abkommen von Kumanovo (Basis für die Stationierung der Nato im Kosovo, vornehmelich zum Schutz der serbischen Zivilbevölkerung, bei glerichzeitiger Statusneutralität) und der Resolution 1244.
Natürlich hat die Nato nicht deshalb nicht gewonnen, weil sie militärisch dazu nicht in der Lage gewesen wäre, sondern weil sie es politisch nicht war, tausende Tote bei einer Bodenoffensive zu verkraften und einen Krieg mit Rußland zu riskieren (auch erinnern wir uns an General Jackson und Clark). - #61 21.04.2012 10:26 von
Ich arbeite und lebe seit paar Jahren auf dem Balkan. Das Thema NATO hatten wir hier schon mal. Der einzige der damals die Wahrheit sagte, Joschka Fischer, wäre wegen seiner richtigen Wortmeldung fast von der Partei ausgeschlossen worden. Im Nachhinein hatte er Recht - er sprach von "Kriegseinsatz" der NATO. Soll es wieder soweit kommen? Lassen wir doch die Probleme die Bürger selbst lösen und entscheiden. Wir möchten ja auch nicht, dass sich Serbien etwa in unsere Migrantenpolitik einmischt, oder?
- #62 21.04.2012 10:34 von
Es...
Es ist noch gar nicht so lange her, da sah es in Südtirol auch noch anders aus.
Zu Jugoslawien fällt mir nur ein, dass unser "Aussenminster mit den Scheckheft" als erster geschrieen hat "Anerkennung". Man hätte nach Titos Tot so einen Druck auf Jugoslawien ausüben müssen, dass dieses Land nicht zerfällt und man sich auf friedlichen Weg einig wird. Es wurden aber lieber die einzelnen Ethnien gegeneinander ausgespielt. - #63 21.04.2012 10:36 von
Auf den Punkt getroffen.
Da kann ich Ihnen nur 100% zustimmen. Hinzu kommt noch, dass Tito schon in den 60-er Jahren die Aussiedlung der Serben aus dem Kosovo gefördert hat, den Albanern mehr Rechte gegeben hat und dadurch die Serben zur Minderheit im eigenen Land gemacht hat. Eine ausgeklügelte Verschiebung der Demographischen Verhältnisse.
- #64 21.04.2012 10:39 von
1. Was mich oft am Artikel über dem Kosovo bzw. Nordkosovo stört, ist die Tatsache das es immer und immer wieder geschrieben wird das dort mehrheitlich Serben leben. Tatsächlich leben zur Zeit mehr Serben dort als Albaner, ich finde aber mann sollte auch mal schreiben das es eben nicht immer so war und teilweise auch der Grund der Unruhen dort sind. Vor dem Kosovokrieg gabs dort mehrheitlich albanische Bewohner. Nach der Aufteilung der Stadt 1999, wurden die meisten Albaner vertrieben und manche waren auch gezwungen ihre Häuser zu räumen und im Südteil zu fliehen, weil sie dort einfach nicht mehr sicher waren von den Serben. Nach und nach haben sich immer mehr Serben dort angesiedelt, die vor dem Krieg nicht dort gelebt haben. Tausende Häuser und Wohnungen stehen dort leer und diese Familien müssen im Südteil Miete zahlen... sie können nicht in ihren Häusern zurück gehen. Vor ca. eine Woche ist ein albanischer Familienvater bei einem Sprengstoffanschlag ,in seiner Wohnung,im Nordteil der kosovarischen Stadt Mitrovica ums Leben gekommen und zwei seiner Kinder schwer verletzt. Sowas wird aber hier nie berichtet!!!
2. Den Einsatz in Afghanistan gleich zu setzen mit dem im Kosovo ist nicht richtig. Mir fällt immer wieder auf wie wenig aufgeklärt die Menschen in den westlichen Ländern über die Lage dort sind. Woran das liegt weis ich auch nicht.
Im Kosovo fand eine regelrechte etnische Säuberung statt und das seit Jahrzenten. In den 40- und 50-er Jahren wurden hunderttausende Albaner zwangsemigriert, hauptsächlich in die Türkei. Dort leben heutzutage über 5 Millionen Albaner. 1989 wurde der Autonomiestatus des Kosovo von Slobodan Milosevic aufgehoben. Es gab seit 1989 durch den Boykott vielerorts kein albanischsprachiges Schulwesen mehr, Albaner wurden oftmals willkürlich enteignet, ihre Vereine und politischen Parteien waren verboten sofern sie der politischen Linie der Regierung Milošević nicht entsprachen. Und die meisten im Staatsdienst beschäftigten Albaner wurden aufgrund ihrer Volkszugehörigkeit entlassen. Von einem Tag auf den anderen waren hunderttausende arbeitslos. Viele von Ihnen sind in den Westen geflüchtet. Es gibt ein Grund warum in die Diaspora fast 10 Millionen Albaner leben, während es im Kosovo ca. 2 Millionen leben..... - #65 21.04.2012 10:39 von
- #66 21.04.2012 10:40 von
Dreigestirn
Ich sehe es ähnlich.
Verbrüderung unter Mafiosi.
Lediglich die europäische Polit-Militär-Mafia
beruft sich auf humanistische Beweggründe,
um den eigenen Einsatz zu "verschönern".
Und dann gibt es die dritte Mafiosi-Compania,
die der kosovarischen Regierung,
die u.a. Organhandel unter dem Schutz der erstgenannanten betreiben darf.
Jenseits ideologischer Scheuklappen:
Das Dreigestirn hat es bis heute nicht geschafft,
dass die Menschen in dieser Gegend des Balkans
friedlich miteinander leben können
- Tito lässt grüßen! - #67 21.04.2012 10:40 von
Endlich mal die Wahrheit.
- #68 21.04.2012 10:40 von
Was wollen Sie nun? Der glückliche Südtiroler hat es treffend analysiert und aufgeizeigt, was das besondere Problem auf dem Balkan ist. Die Ethnien hassen sich teilweise so sehr, dass über Jahrzehnte und länger ein Zusammenleben ausgeschlossen ist.
Das dürfte doch hoffentlich in Berlin, worauf doch u.a. Ihr Beitrag anspielt, hoffentlich noch anders sein.
Und ich glaube, dass der Vergleich von Ausländern in Deutschland (bin übrigens selbst einer) und Menschen die seit Jahrhunderten in bestimmten Gebieten leben (womit ich sowohl Serben als auch Albaner meine) mehr als hinkt. - #69 21.04.2012 10:44 von
In dem Artikel wurde vergessen zu schreiben ....
... dass auch dort die deutsche Demokratie verteidigt wird, so wie z.B. in Vietnam die Amerikanische.
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