......die ich rief, jetzt sitz ich hier und werd sie nicht mehr los!
REUTERSZwei Wochen vor den Wahlen in Serbien droht neue Gewalt, die Nato fürchtet eine Eskalation im Nordkosovo. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE forderte sie deshalb bei der Bundeswehr die Entsendung einer schnellen Eingreiftruppe an. Berlin hat der Bitte zugestimmt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828874,00.html
......die ich rief, jetzt sitz ich hier und werd sie nicht mehr los!
Haben sie die letzten 14 Jahre unter einem Felsen geschlafen?
Hier WURDE ein Stück Land einfach von einem anderen abgetrennt und es hat niemanden gekümmert was aus den mehrheitlich von anderen Volksgruppen bewohnten Gebieten wird.
Selbst nach dem ersten Weltkrieg hatte man noch soviel Anstand in vielen Gebieten (welche abgespalten werden sollten) einen Plebistzit durchzuführen welches zur Folge hatte dass viele Gebiete eben doch bei Deutschland verblieben.
Wie sie sehen wäre dies durchaus kein noch nie dagewesenes Ereigniss.
Ihrer Antwort an den Vorredner stimme ich uneingeschränkt zu.
Allerdings sollte man sich bzgl. Kosovo schon bewußt sein auf was man sich da einlässt. Die Bundeswehr(oder besser die Nato) wird Partei in einem ethnischen Konflikt; Partei zu ergreifen und zu schlichten sind zwei sehr verschiedene Dinge. Manchmal kommt es mir vor daß man speziell in der deutschen Politik die Dinge etwas zu naiv sieht; erinnert mich etwas an das anfängliche 'Brunnenbauen' in Kunduz. Natürlich ist der Balkan nicht so heikel und gefährlich wie Afghanistan. Aber den Soldaten sollte schon bewußt sein, daß man Partei ist und sich eine Seite automatisch zum Feind macht. Die Region ist voll Handfeuerwaffen; man wird sie benutzen; notfalls...
Die Lösung kann nur politisch sein. Die Soldaten werden wieder einmal mißbraucht weil sich die Politik nicht traut eine klare, ausgewogene Politik zu fahren. Auf dem Balkan gibt es keine Guten und Bösen; nur Starke und Schwache; und wehe den Schwachen... ;(
Schian Gruaß...
Setzen Sie hier gerade den Afghanistan-Krieg mit unserem Einsatz in Kosovo gleich?
Der Einsatz im Kosovo ist kein Kampfeinsatz. Es kam anfangs zu kleineren Schießereien, aber im Gegensatz zu Afghanistan ist im Kosovo kein deutscher Soldat im Gefecht gefallen.
Die Bundeswehr hat es dort auch gar nicht mit einer den deutschen Truppen feindlich gesinnten Gruppierung zu tun wie den Taliban in Afghanistan.
Ich halte es nicht für angebracht, die beiden Auslandseinsätze gleichzusetzen.
Diesem muss ich wiederum zustimmen. Wenn man sich die Nachrichten diesbezüglich und (viel zuviele) Meinungen von "normalen" Deutschen welche daraus resultieren anschaut, dann könnte man der Meinung sein dass es in diesem Fall und vielen ähnlichen Fällen nur Schwarz oder Weiß gibt.
Der ethnische Konflikt an diesem Ort ist real und hat auch schon sehr lange bestanden ohne dass sich besonders viele außenstehende darum gekümmert hätten. Über die längere Zeit hatten die westlichen Mächte eher ein Interesse daran dass die dort lebenden Serben die Oberhand behielten, während das Deutsche Reich später auf diesem Konflikt aufbauend die andere Seite zu seinem Vorteil stützte.
Nun haben sich die Vorzeichen erneut gewandelt und "der Westen" sieht es eher als oportun an die Sache der dortigen Albaner zu unterstützen. Dabei spielten und spielen vor allem strategische, wirtschaftliche und militärische Gründe die Hauptrolle, während "humane" Gründe zwar selbstverständlich gerne in den Vordergrund gestellt wurden, jedoch stets von untergeordneter Rangordnung waren.
Daraus resultiert dann natürlich auch der von Ihnen festgestellte Mangel an ausgewogenheit und echtem Blick auf langfristigen Frieden. Denn er war von Anfang an gar nicht das Ziel irgendeiner Operation dort.
und Deutschland versucht mit Truppenpräsenz Einfluß zu nehmen.
Will man mit Waffengewalt verhindern, daß Serben im "serbischen Kosovo" ihre eigenen Volksvertreter wählen?
Diese Sache hat wieder mal ein gewaltiges "Geschmäckle", wie in gewissen Momenten die Schwaben zu sagen pflegen.
Besatzer schaffen keine Demokratie, sie verhindern diese!
Diese Region wird uns leider noch lange beschäftigen. Denn da ist noch nichts geklärt,anstatt mehr in den Dialog zwischen den Serben und Kosovaren zu investieren,hat die EU hunderte Millionen ins Kosovo gepummt,damit die Region wieder aufgebaut wird. Diese Gelder sind zum grossen Teil verschwunden,das hat die EU Kommission festgestellt schon vor Jahren.
Und Serbien fühlt sich verraten,sie haben alle Kriegsverbrecher ausgeliefert,alle Auflagen erfüllt und trotzdem wird noch viel weiteres verlangt,damit sie in die EU kommen.
Während das Geld in Kosovo verschwunden ist,hat Serbien kaum was gesehen.
Kosovo fühlte sich bis jetzt in ihrer Opferrolle sehr wohl,die Stimmen in der EU werden laut was aus den ganzen Projekten geworden ist.
Wenn man zurück Blickt,dann war das was dort damals passiert durch dritte Kräfte,die grosse Interessen hatte das Jugoslavien in viele kleine Stääte geteilt wird,damit man mit mehreren verhandeln kann und die illegale Gefängnisse in den letzten 10 jahren waren auf dem gebiet..sehr praktisch.
Wieviele Länder haben die jetzt bereits in Kriege verwickelt? Wieviele getötet? Und trotzdem werden sie von der EU mit Samthandschuhen angefasst.
Die EU hat noch immer nicht begriffen wie man mit den Serben umgehen muss.
Die USA hat es mit Deutschland nach dem 2.WK schon ganz richtig gemacht.
Da hilft nur Härte. Desto netter man mit den Serben umgeht, desto frecher werden sie.
Ich kenne die Serben, ich weiss wie sie ticken.
Man sieht es ja auch an einigen Kommenatren im Forum. Z.B. "warum schlägt man das "serbische Nordkosovo"(als ob es eine Region mit Grenzen sei. Und ein Serbe empfindet es bereits als serbisch, wenn dort auch nur ein Serbe lebt.) an Serbien ab.
Dass die Vojvodina bestehende Grenzen hat und seit Jahren versucht sich von den irren Serben abzulösen akzeptiert der Serbe natürlich nicht. Dass es dann Probleme mit Albanern und Bosniern in Serbien geben würde, die eben dann auch sich von Serbien entsagen wollen würden, sieht so ein Serbe natürlich nicht.