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Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia

Angelika StuckeGanz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...830033,00.html
  1. #70

    Wilder träumer

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Wenn niemand mehr Milliarden anhäufen könnte, wo blieben dann die großen Investoren, die ganze Firmen mit einem Fingerschnipp retten können, Gigantische Großprojekte entwerfen oder Zukunfsweisende Technologien entwerfen? Egal ob Tesla Elektoautos oder Fortschritt in der Raumfahrt (der privaten, die staatliche ist nun mal notorisch Pleite) oder andere Zukunftsweisende Großprojekte - all das gäbe es in ihrer Welt nicht denn die Leute die dahinter stecken sind alles Leute mit "Zuviel Geld" (in ihren Augen zuviel Geld, in meinen Augen gibt es zuviel Geld nicht, wenn jemand eine Billion hätte -ich FREU Mich für ihn!). Ihr Utopia wäre eine arme Welt aus Bergbauen deren Kindern bereits wieder versuchen würden der trostlosen Welt ihrer Eltern zu entfliehen.
    Das Fazit ihrer langen Epistel:
    "Milliardäre bauen eine großartige Welt und Billionäre machen das
    NOCH besser."
    Wo hat es denn wirklich geklappt, mit diesem "ganze Firmen mit
    einem Fingerschnipp retten."?
    Die "Gigantischen Großprojekte und zukunftsweisenden Technologien",
    die den Milliardären und ihren Söldnern vor Augen schweben, erweisen sich,rational und bei Tageslicht betrachtet, als Schimären, die mit den materialen Gegebenheiten unserer Erde nicht zu vereinbaren sind. Träumer ändern daran gar nix.
    Arme Bergbauern(von solchen stamme ich ab), sind da eine echte und lebenswerte Alternative.
    Die verlagern jedenfalls niemals die Produktion "mit einem Fingerschnipp" ins Ausland.
  2. #71

    Kominismus kontra kapitalismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

    Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia - SPIEGEL ONLINE
    Der Komunismus ist vor 20 Jahren gescheitert.Das Kontramodel sog. Kapitalismus steht vor dem Scheitern.Letzterer lebt inzwischen voll an einer irre,gigantisch steigenden Geldmenge.
    Beiden ist eines gemeinsam,sie basieren auf Ausklammerungen und Weglassungen von unabänderlichen Fakten und Gegebenheiten.
    Nachhaltig kann nur ein Model sein,das sich an den absolut gegebenen Möglichkeiten des Planeten orientiert, sowohl global als auch regional. Ein dynamisches Model das sich permanent in sich korrigiert.
    Voraussetzung ist absolute geistige Freiheit und Offenheit. Liberalismus in Kombinatin mit Mass und Fernunft, wobei letztere sich an den nun einmal gegebenen Möglichkeiten orientieren.
  3. #72

    Es gibt ein Leben jenseits des Raubtierkapitalismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

    Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia - SPIEGEL ONLINE
    Ein beeindruckendes Lehrbeispiel gegen den Kapitalismus! Der grosse, vernachlässigte Landbesitz eines Adligen wird verstaatlicht und lbietet seither die Lebensgrundlage für eine prosperierende Kommune. Die Voraussetzungen für das Gelingen sind neben Fleiss und echter Solidarität Ideale und Überzeugungen, die für die Menschen richtungsweisend sind.

    Im Kapitalismus hingegen gibt es nur ein dominierendes Leitmotiv: Der individuelle Profit und Eigennutz auf Kosten anderer Bürger. Das Zusammenleben der Menschen wird dadurch zwangsläufig entsolidarisert und mehr oder weniger vergiftet. Wemige werden wegen des Zins- und Zinseszinseffekts immer reicher und damit mächtiger. Die Besitzer von Land, Produktionsmitteln und Kapital eignen sich in letzter Konsequenz fast alles an, das liegt in der Kapitallogik. Dieses Zivilisationsmodell ist unmenschlich und zum Scheitern verurteilt, während das obige Modell sich durch Humanität und Nachhaltigkeit auszeichnet!
  4. #73

    Vielleicht...

    ...liegt es hier auch lediglich an der Semantik, die viele vom nachdenken abhält, weil eben das Feindbild Kommunismus protegiert wird, welches Bilder von verordnetem Zentralismus, von Geheimdiensten, Denunziation und Misswirtschaft durch eine Planwirtschaft über riesige Länder hervor ruft.
    Vielleicht wäre es einfacher, der Bürgermeister, der ja beliebt genug ist, um durch demokratische Wahlen schon 33 Jahre lang legitimiert zu werden, würde den Freien Wählern Marinaledas vorstehen und ein Jesusbild statt Fidel im Büro hängen haben.

    Die gleiche Politik unter anderem Namen würde sich dann an bestimmte Menschen hier im Forum wohl besser verkaufen lassen, weil eine Gabriele Pauli eben doch deutlich attraktiver wirkt als ein Karl-Eduard von Schnitzler.
  5. #74

    Zitat von cheguevara73 Beitrag anzeigen
    ich weiß garnicht, warum menschen wie sie ihre meinung ständig an irgendwelchen subventionen festmachen. vielmehr sollte im vordergrund stehen, das sie mit den subventionen (wenn es den welche gab, da sie keine quelle angeben, die diese aussage beweißt) etwas gutes bewirken.
    Wenn es denn welche gab? Sehen Sie, sie haben den Artikel nämlich nicht zuende gelesen, sonst wüssten Sie das es welche gab. Es stand im Text.

    Subventionen bedeuten NIE etwas gutes. Wo sollen denn die Subventionen herkommen, wenn alles subentioniert werden müsste damit es überhaupt läuft? Richtig....es ist technisch nicht durchführbar. In der DDR sah man ja wie gut das funktionierte. Es verrottete und verfiel alles. Wo keine Wirtschaftsleistung ist, da kein Ansporn zur Leistung, da kann man auch keine künstlich erschaffen.

    Im übrigen, in einem Bergdorf zu leben wo man nich tmla 900€ im Monat hat, die sogar noch von der EU zugeschossen werden müssen damit man die überhaupt hat, wer das nicht als Spinnerei abtut, der muss schon sehr verblendet sein oder ein deutscher H4 Empfänger, für den 900€ fast eine "Gehaltsverdoppelung" wären.

    Die meisten Menschen möchten nicht so leben. Aber tun Sie sich keinen Zwang an, wir haben Reisefreiheit in der EU, das spanische Bergdort wartet bereits auf Sie!
  6. #75

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht für das BGE.
    Ich halte es auch nicht mit der liberalen Idee für vereinbar - eher mit dem linken Gedanken, da es ja einen gewissen Gleichverteilungsansatz birgt, der den Unterschieden der Individuen nicht Rechnung trägt, also immanent ungerecht ist.

    Der liberale Gedanke setzt u. a. doch auf Eigenverantwortung und Selbstständigkeit des Individuums. Sich ausbildende Unterschied sind durchaus OK, denn sie spiegeln die Unterschiede bei den Individuen, deren Bedürfnissen und Ausgangslagen. Die Grenze nach oben liegt bei der Marktbeherrschung. Die Gemeinschaft hat nach "unten" beim liberalen Gedanken, wie er in unserer sozialen Marktwirtschaft realisiert ist, die Existenzsicherung zu betreiben, kommt der Einzelne in Not. Deshalb haben wir viele Ideen des Gemeinschaftsgedankens realisiert, Alle Sozialversicherungen gehören dazu, sowie H4, aber auch die Arbeitsgesetze, Mietgesetze usw. Alles Dinge, die den Schwachen schützen und einen Unterschied zum völligen Individualismus bilden, als welcher unsere soziale Marktwirtschaft gerne diffamiert wird.
    Ich hab auch mal so gedacht wie Sie. Aber glauben Sie mir, es ist so - BGE ist ultraliberal und richtig, ein schöner Artikel dazu neulich im Handelsblatt. Was glauben Sie warum sich der Unternehmer und Milliardär Götz Werner dafür einsetzt, seit Jahren? Sicher nicht aus einer Linken Überzeugung.

    Lesen Sie sich mal etwas ein in die Materie und Sie werden begreifen warum - klar wirkt es auf den ersten Blick so als ob dadurch ein Schlaraffenland für Faulenzende Sozialerschleicher entstehen würde. Aber es ist so, das wir aktuell schon höhere Sozialausgaben und den gesamten damit verbundenen Verwaltungsaufwand haben, also wenn wir jedem einfach BGE zahlen würden. Ein Grundeinkommen, wer meint ihm langt das zum leben soll sich eben ausruhen. Das werden aber die wenigsten sein. Das gute ist aber, das durch diesen nicht-zwang zum Überleben viele positve Aspekte losgetreten werden, es wird z.B. gefördert das Menschen auch Arbeit machen die sich aktuell nicht wirklich wirtschaftlich lohnen würde, das Rentenproblem wäre weggeblasen, keine Diskussionen mehr ob nun bis 65 oder 67 arbeiten - da Rente natürlich auch im BGE mit drin ist. Sprich wenn jemand sagt er will mit 50 nicht mehr arbeiten dann soll er das machen, wenn jemand dagegen gerne bis er 90 ist arbeitet dann wird er das tun. Das ist liberal.

    Es würde auch die Eigenverantwortung fördern. Denn jeder bekommt zwar einen gewissen Betrag - aber dann ist auch Schicht im Schacht. Nicht wie heute wo jeder H4 Schnorrer einen Einzelantrag wegen einer Waschmaschine oder einer neuen Hose einreichen kann, die Fälle müssen auch noch bearbeitet werden, ein Riesenaufwand, ein Riesenchaos was man einfach wegputzen könnte durch ein BGE.

    Die ganzen Antikapitalisten würden auch endlich ruhe geben. Da haben Sie ihre Kohle um sich weiter die Birne zuzukiffen und zu saufen, und wir dürfen in Ruhe weiter echtes Geld verdienen ohne das ständig langhaarige Zottels in irgendwo rumcampieren und alles occupiewren weil Sie angeblich keine Wurst auf dem Brot haben, ich finde alles in Butter. BGE rockt.
  7. #76

    Zitat von chaika Beitrag anzeigen
    Das ist doch abwegig, zum einen kann man einen Betrieb verkaufen und dann koennte jemand anderes das Unternehmen weiterfuehren. Oder gehen Aktiengesellschaften regelmaessig pleite und ist bei weitem nicht garantiert, dass bei der menschlichen Erbfolge immer die Faehigsten das Unternehmen erben.
    in der regel wachsen die erben in das unternehmen mit hinein und sind dann meist schon in der lage es zu führen. sollte kein interesse am unternehmen bestehen wird es eben doch verkauft oder ein externer geschäftsführer bestellt und die erben bleiben stille teilhaber oder verprassen das geld - wie vorgeschlagen.
    von enteignung durch erb-verbot halte ich nichts, da das einer gleichmacherei entspricht die es nicht mal im finstersten kommunismus gab. auch da waren immer einige "gleicher".
  8. #77

    Zitat von hochdiefaust Beitrag anzeigen
    Der Artikel über das Dorf in Andalusien ist höchst interessant und müsste bei gebildeten Menschen zum Nachdenken anregen. Alle Menschen sind gleich, jeder nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen. Wenn das bald mal in den Köpfen der Menschen drin ist, ist es um vieles ruhiger in der Welt. Man braucht nicht tausende von bedruckten Papier, was sich "Geld" nennt, um glücklich zu sein. Es kommt die Zeit, wo die noch vorhandenen egoistischen Raffgeier in unserer Gesellschaft betteln, in einer humanen Gesellschaft aufgenommen zu werden.

    Na, was verstehen Sie denn unter gebildet? Kunst studiert?

    Ich sag ihnen mal was: Ein gebildeter Mensch der ließt den Artikel ganz zu Ende, und er überlegt dann ob es wirklich eine so gute Lösung ist Dörfer zu schaffen die von EU Geldern subventioniert werden müssen weil Sie sonst nicht lebensfähig wären.

    Im übrigen, ihre Überschrift ist: Eine Welt ohne Neid und Missgunst.

    Neid und Missgunst sind schlechte Charaktereigenschaften. Würden die Linken einfach aufhören ständig anderen die Wurst vom Brot zu neiden wie ein lausiger Köter der neben dem Tisch sitzt, dann wäre die Welt frei von Neid und Missgunst.

    Zu behaupten die Welt wäre frei von Neid und Missgunst wenn es keine Reichen mehr gäbe es genauso ein krasses Urteil als wenn Sie sagen würden die Welt wäre frei von Triebtätern wenn Mädchen nicht mehr in Miniröcken rumlaufen!
  9. #78

    Zitat von donnerfalke Beitrag anzeigen
    Sozialismus
    Im Sozialismus geht (abgeleitet von sozial) es darum dass möglichst die Mehrheit profitiert und nicht nur die Minderheit. Es hat nichts mit Kommunismus oder Stalin zu tun (viele Grüsse an Dummies in diesem Forum). Die Länder in denen Sozialisten regieren sind unsere Vorbilder (wie z.B. Skandinavien), wirtschaftlich, sozialpolitisch und bildungstechnisch gleichermaßen.
    .
    der Sozialismus im allg. und der aufbau einer entwickelten soz.gesellschaft im speziellen sind die vorstufen zum kommunismus - so wurde es mir im staatsbürgerkundeunterricht gelehrt.
    ... und egal was ihre schlauen bücher oder wikis sagen: aber so war es nun mal.

    was sie meinen ist wohl eher sozialdemokratie. diese aber war im sozialismus verpönt weil demokratisch.
  10. #79

    Chancen

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Gegenfrage: Was ist daran falsch das es so ist? JA, der Markt funktioniert prächtig. Denken Sie etwa der Markt müsste dafür Sorge tragen, das jeder das gleiche hat? Nein. Das wäre Kommunismus, wie gut der funktioniert sehen Sie auf Kuba oder in Nordkorea.
    Daß jeder das gleiche haben müsste mag zwar in ihr Weltbild vom Kommunismus passen, stimmt aber nicht. In Nordkorea haben grade nicht alle das gleiche. Manche sind etwas gleicher und zwar nach demselben Prinzip wie bei uns: durch Erbschaft.
    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Natürlich gab es und wird es immer Fußvolk geben. Nicht jeder denkt daran Besitztümer - auch für seine Erben - bereitzustellen. Manche verfeiern lieber ihr ganzes Geld und hauen es im Urlaub auf den Kopf, andere stecken lieber alles in ein Haus. Hat die Familie Glück bauen es auch die Kinder weiter aus, hat dei Familie Pech werden die Kinder Drogenabhängige H4 Kiffer die alles verjuxen und verjubelen und die Familie ist wieder zurück auf Los gegangen beim großen Monopoly. So ist das Leben, was ist daran falsch? Was wollen Sie ändern? Sie hegen Kommunistische Gedanken und sollten dringend mal ihre Orientierung untersuchen.
    Unsinn, das Eintreten für gleiche Chancen ist kein Kommunismus sondern Ergebnis der Entwicklung des Menschen vom rein instinktgesteuerten Wesen hin zu einem kulturellen. Schade daß diese Entwicklung offenbar an Ihnen vorbeigegangen ist.
    Es ist Ihr Mantra vom Sozialdarwinismus das für die meisten Probleme dieser Welt verantwortlich ist. Monopoly, klar. Alles nur ein Spiel.
    Schauen Sie sich um, wieviele Menschen haben von Anfang an keine Chance ein Vermögen aufzubauen, weil sie schlicht nichts über haben. Auch jeder Lottospieler hat eine Chance reich zu werden, aber Sohn/Tochter von wohlhabenden Eltern zu sein hilft wohl doch deutlich mehr.








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