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Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia

Angelika StuckeGanz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...830033,00.html
  1. #50

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Warren Buffeet hat irgendwann mal gesagt, daß es für ihn keinen Grund gibt lauter kleine Buffets zu sponsorn. Die erben so gut wie nichts.

    Wie auch? Soweit ich weiß hat der keine Kinder. Bill Gates hat Kinder. Ja und der hat tatsächlich (in einem Anflug geistiger Umnachtung?) alles verschenkt (wie auch Buffet) bzw. er wird es nach seinem Tod verschenken. Seine Kinder erhalten 10 Millionen. Das kann aber auch andere Gründe haben. 10 Millionen reichen um sich wieder was aufzubauen (Sie wissen ja, die erste Million ist die schwerste).

    Allerdings ist auch da noch nicht das letzte Wort gesprochen. Zwischen 2008 - und 2011 war so eine sentimentale Occupy Phase, von der haben sich viele anstiften lassen. Ich muss sagen, auch ich habe kurz drüber nachgedacht ob es andere Wege gäbe und ob was falsch läuft. Ergebnis: NEIN ZUM HENKER; es läuft nichts falsch, wird sind gerade nur mal wieder in einem wirtschaftlichen Tief (in manchen REGIONEN; in Asien und Australien ist kein Tief, die wissen nicht was Krise ist!) und deswegen versuchen die Linken Spinner uns wieder ein schlechtes Gewissen einzureden.

    Meine Meinung: Um diese ganze Aktion ist es mächtig still geworden, und es haben sich dann doch nicht soviele Reiche bei diesem supergive away beteiligt wie gedacht. Ob das wirklich alles weggeht wissen wir wenn Gates tod ist, das wird noch gut und gerne 30 Jahre oder länger dauern (die Medizin macht schließlich Fortschritte und JA; mit Geld kann man auch Gesundheit "kaufen", auch wenn viele Flowerpower Zottels das ja nicht glauben wollen - also Bill Gates kann auch locker 90 - 110 Jahre alt werden). Ich könnte mir gut vorstellen das er noch mal zur Besinnung kommt - wenn nicht, seine Kinder werden ihm dafür den Kopf abreissen und ggf. das Testament noch umschreiben lassen wenn Papi nicht mehr so ganz da ist, geistig. Da kann noch VIEL passieren bis dahin.

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Ich habe überrhaupt nichts gegen einen Abstand, aber alles gegen eine Tendenz, daß die Wohlhabenden immer wohlhabender werden ]
    Diese Tendenz ist aber ein natürliches Grundgesetzt. Der Elefant scheißt immer auf den dicksten Haufen heißt es, oder die erste Million ist die schwerste, oder wer viel Geld hat, kann viel (mehr) Geld verdienen. Wie wollen Sie das verhindern? Wenn Sie eine Milliarde haben und Sie schaffen es 10% Rendite zu erwirschaften im Jahr dann sind das nun mal schon 100 Millionenn. Das ist doch der Reiz bei der Sache! Wenn man unentwegt soviel arbeiten müsste wie für die erste Million, wer wollte dann noch Vermögen anhäufen, wenn er dafür seine komplette Lebenszeit wegwerfen müsste? Wie sollte es dann möglich sein Milliarden anzuhäufen? Wenn niemand mehr Milliarden anhäufen könnte, wo blieben dann die großen Investoren, die ganze Firmen mit einem Fingerschnipp retten können, Gigantische Großprojekte entwerfen oder Zukunfsweisende Technologien entwerfen? Egal ob Tesla Elektoautos oder Fortschritt in der Raumfahrt (der privaten, die staatliche ist nun mal notorisch Pleite) oder andere Zukunftsweisende Großprojekte - all das gäbe es in ihrer Welt nicht denn die Leute die dahinter stecken sind alles Leute mit "Zuviel Geld" (in ihren Augen zuviel Geld, in meinen Augen gibt es zuviel Geld nicht, wenn jemand eine Billion hätte -ich FREU Mich für ihn!). Ihr Utopia wäre eine arme Welt aus Bergbauen deren Kindern bereits wieder versuchen würden der trostlosen Welt ihrer Eltern zu entfliehen.
  2. #51

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Damit sie neo-liberal kapitalistisch so weitermachen können?
    [i]"Feeding America is annually providing food to 37 million Americans, including 14 million children. This is an increase of 46 percent over 2006
    Haben Sie in ihrer tollen Statistik auch mit eingerechnet, in welchem Atemberaubende Tempo die US Bevölkerung wächst? Vor 20 Jahren hatten die USA gerade mal KNAPP 250 Millionen Einwohner, heute haben Sie 310 Millionen Einwohner. Die armen machen mehr Kinder, und es sind vor allem arme Leute die zugewandert sind aus Lateinarmerika. So, nun sehen ihre Zahlen schon wieder ganz anderes aus, ein paar Millonen mehr lassen sich durchfüttern, aber es sind auch 60 Millionen mehr Menschen!
  3. #52

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie schafft der Kommunist das nur?
    Mit öffentlichen Mitteln, letztendlich EU Geldern.
  4. #53

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    .....aber ich möchte doch Ihre Aufmerksamkeit zu der einzigartigen Konstellation lenken, die dieses Dorf bietet.

    Endlich ein Platz an dem alle Linken ihren Traum leben können, bei dem gleichzeitigen Zugewinn für die Gesellschaft aus den Ländern aus denen sie dann weggezogen sind.

    Jeder Kapitalist sollte dieses Dorf unterstützen. Vielleicht sollte man ein Handgeld - Uups nein, sorry - Schwundgeldpaket oder, noch besser, eine Kommunisten-Grundausstattung, wie folgt, bei Wegzug jedem Linken anbieten:
    z.B.:
    1x rote Fahne mit Hammer und Zichel,
    1x rotes Halstuch, alternativ Palästinensertuch und
    1x Lenin Arbeitermütze,
    1x Karl Marx Werke alternativ 1x Maobibel,
    falls Ersteres schon im Bestand. Muss ja bei echten Linken nicht wertäquivalent sein und - wichtig - ,
    1x kleiner Leitfaden von Dserschinski
    zum Aufbau einer Verteidigung gegen Sabotage durch das Kapital.
    Wer vor lauter Gift und Galle nicht sachlich bleiben kann, sollte wenigstens die Dinge kennen, von denen er schreibt. Das Ding auf der roten Fahne ist kein "Zichel", sondern eine "Sichel" - ein Werkzeug, mit dem man Gras und andere Halme schneiden kann.
    Sie wird u. a. von Kleingärtnern verwendet.
  5. #54

    Das gibt es auch an anderen Orten in der Welt. Wir lesen, dass so etwas funktioiert und ohne Staatsmacht und gierige Banken auskommt. Würde gut in das Grundsatzprogramm der Piraten-Partei passen. Dann würde ich die Piraten sogar wählen!
  6. #55

    So sieht es aus in der welt

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Machen Sie sich mal nicht lächerlich, von wegen Diebstahl.
    Was meinen Sie denn, wie die deutschen Großgrundbesitzer an ihre Ländereien gekommen sind?
    Zum Beispiel die Familie Waldburg-Zeil.
    "Den versprengten Bauern zog er hinterher, überfiel sie in ihren Dörfern, ließ sie foltern, verstümmeln und hinrichten. Unter den auf seine Weisung hingerichteten Rädelsführern befand sich der im Mai 1525 bei lebendigem Leib verbrannte Jäcklein Rohrbach. Die Quellen nennen insgesamt 70.000 bis 130.000 Tote. Er hat damit wesentlich zur Niederlage der Bauern und ihrer Führer wie Anton Eisenhut, Florian Geyer und Wendel Hipler beigetragen.
    Georg Truchsess von Waldburg-Zeil erhielt nach dem Aufstand einen Großteil der Gebiete, in denen Bauernaufstände niedergeschlagen worden waren, und kassierte Lösegelder.
    "
    Georg von Waldburg-Zeil (1488
    aber hinterher finden sich immer bezahlte Lobhudler, schönschreibende
    Historiker und alle Arten von Dichterlingen, die dem Volk seine
    Vergewaltigung als eben schicksalhaft und ganz normalen
    "Lauf der Geschichte" darstellen.
    ( Siehe<Soziologie der Intelligenz>)
    ,
  7. #56

    Ja, ja, das rechte mass

    Zitat von cibag Beitrag anzeigen
    Vielleicht zeigt das Beispiel dieser Gemeinschaft, dass dieses Solidaritätsprinzip doch funktionieren kann, wir müssen nur in kleineren Dimensionen denken und gestalten. Ein solches System kann nur "im Kleinen"(Dorf oder Gemeinde) von innen heraus entstehen.
    wenn die Bewohner dieses hübschen Dorfes als Maßgabe ihres Handelns
    das Wohl der Gemeinschaft im Auge behielten: Keine Probleme!
    Nun kommt aber der anders gepolte Adrenalino daher, der unbedingt
    an der "Rallye Paris-Dakar" teilnehmen muß.
    Um sich diesen Furz leisten zu können verscheuert er Oma ihr klein
    Häuschen an einen Beschaulichkeit suchenden Analysten.
    Und der Wurm ist drin.
  8. #57

    Selektive Wahrnehmung?

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Wenn Sie weiterlesen, dann lesen Sie z.B. das dieses Dorf keinesweg frei von Arbeitslosigkeit ist, im Gegenteil, Sie ist höher als in Deutschland, UND, was ich will wichtiger finde: Dort steht klipp und klar das diese ganze Spinnerei ohne die EU Subventionen überhaupt nicht möglich wäre. Es steht dort auch das er eben nicht von allen gemocht wird.

    Nicht immer nur wahrnehmen was man gerne wahrnehmen möchte.
    Speziell der letzte Satz von Ihnen scheint eine Art Selbstbekenntnis zu sein - nachdem dort die größten auch noch sinnfrei agierenden Subventionsabgreifer offensichtlich die Großagrarier sind, sollte man das dieser Gemeinschaft wohl auch zugestehen. Und was die Arbeitslosigkeit angeht, scheint sie dort ja auf einem Wert, der sehr viel weniger als die Hälfte des spanischen Durchscnitts beträgt, zu stehen. Das ist doch ein erheblicher Erfolg.
    Man muss kommunistische Ansätze nicht mögen - ich mag sie auch nicht. Aber gerecht beurteilen muss man sie schon und bei der offensichtlichen Unfähigkeit der dortigen Oberschicht scheint das ja immerhin eine Art Ausweg zu sein.
  9. #58

    Für alle Dummies hier

    Sozialismus
    Im Sozialismus geht (abgeleitet von sozial) es darum dass möglichst die Mehrheit profitiert und nicht nur die Minderheit. Es hat nichts mit Kommunismus oder Stalin zu tun (viele Grüsse an Dummies in diesem Forum). Die Länder in denen Sozialisten regieren sind unsere Vorbilder (wie z.B. Skandinavien), wirtschaftlich, sozialpolitisch und bildungstechnisch gleichermaßen.

    Kapitalismus
    Im Kapitalismus geht es darum möglichst hohe Gewinne zu erwirtschaften. Ob die Mehrheit davon profitiert ist vollkommen irrelevant. Dabei sind moralische, umweltpolitische und ethische Barierren kaum existent. Im Kapitalismus ist es üblich dass selbst komplette Regierung damit beschäftigt ist eine Minderheit zu bereichern (Großindustrielle, Bänker usw.) und fürs Soziale, Infrastruktur kein Geld vorhanden ist (siehe USA).

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  10. #59

    Komisch ist nur, das der Sozialismus weltweit überall gescheitert ist. Hauptursache war, das die Kommunisten das Anreizsystem zerstörten, indem sie alles verstaatlichten. Der Unternehmer hat zu seiner eignen Firma ja einen sehr viel intensiveren Bezug als wenn eine Firma auf dem Papier allen gehört - konkret aber auch keinem.
    Wenn der Mann mit seinem Model Erfolg hat, so ist das schön, aber Insellösungen lassen sich nicht auf ganz Spanien übertragen. Ich wünsche den Menschen dort viel Glück und Wohlstand.


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