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Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia

Angelika StuckeGanz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...830033,00.html
  1. #20

    aaa

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    ...
    Aber da dies jetzt nun einmal so gelaufen ist, ist das doch der ideale Ort, an dem alle Linken Ihren Traum realisieren können. Einfach ins sonnige Spanien, erstmal auf Urlaub in den Kommunismus ziehen - und am besten, gleich dort bleiben. Man stelle sich vor, die ganze Partei DIE LINKE kann auf einen Schlag und ohne größeren Widerstand alles das realisieren, was sie schon immer wollten. Gut für uns - gut für die,

    = WIN-WIN
    Gut für uns wäre es eher wenn Leute wie Sie sich aufmachen würden um in einem neoliberalen Wunderland ohne jegliche staatliche "Bevormundung" zu leben. Ich schlage Somalia vor. Da sind Sie und Ihres gleichen völlig sicher vor dem Staat und so wie ich das sehe gibt es da auch eher überhaupt keine Steuern. Auf geht's. Haben Sie schon gepackt?

    Gut für uns, gut für Sie! = WIN-WIN! :-)
  2. #21

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Wie wäre es mit etwas modifizierten Regeln, z.B. es darf nichts mehr vererbt werden? Jeder kann zu seinen Lebzeiten verprassen was er kann, aber an den eigenen Nachwuchs weitergeben darf er nichts wesentliches.
    Oder noch naheliegender, die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens.
    ei, ei : man baut also sein ganzes leben lang an einer existenz, am ende des daseins erweist diese sich als grösseres mittelständisches unternehmen mit - sagen wir mal - 400 mitarbeitern. denen muss ich nun schriftlich (mündlich könnte ich es nicht) mitteilen, dass sie jetzt erstmal aus der firma entfernt werden, da ich selbige verprassen muss. zum saufen sind aber alle eingeladen - solange der vorrat reicht.
    jetzt stelle man sich aber vor, dass es diese 400 leute tatsächlich nicht schaffen meinen wohlstand zu vertrinken: was passiert dann mit dem rest ? Kirche ? Staat ? müllkippe ?
    und jede generation fängt wieder bei null an: generation steinzeit - und täglich grüsst das murmeltier.
  3. #22

    Bodenreform

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Sie haben da nun vollkommen etwas aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, ohne zu wissen worauf Sie überhaupt hinaus wollen...
    Aus dem Zusammenhang ist es ganz und gar nicht. Wenn Sie sich die reichsten Familien in Deutschland anschauen so fällt auf, daß ein großer Teil diesen Reichtum schon sehr lange hat, die Großgrundbesitzer. Während das Fußvolk durch mehrere Kriege, Währungsreformen usw. immer wieder seiner Ersparnisse beraubt wurde, haben andere dagegen prächtig profitiert.
    Warum ist das wohl so? Weil es einen funktionierenden Markt gibt?

    Nehmen wir ein anderes Beispiel: Die Familie Finck (Mövenpick, Sie wissen schon...).Eine Familie der Superreichen.
    Von den Amerikanern nach dem Krieg wegen Arisierung und anderer Nazi-Verstrickungen eigentlich enteignet, erhielt die Familie von der bundesrepublikanischen Politik alles samt Entschädigung zurück.
    August von Finck senior
  4. #23

    Da bekommt jemand einen gigantischen Schiss

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Endlich ein Platz an dem alle Linken ihren Traum leben können, bei dem gleichzeitigen Zugewinn für die Gesellschaft aus den Ländern aus denen sie dann weggezogen sind.
    Was für ein Gejammer, wie weit soll Kapitalismus sein wenn schon Kommunismus einem Menschen die Erfüllung aller Grundbedürfnisse bietet? Und wenn wir schon beim Thema "Wegziehen" sind, warum ziehen Sie nicht in ein Deppenwunderland wo Staat praktisch nicht existent ist, wo es keine Solidarität gibt, eine minimale galaktisch reiche Schicht und die restlichen 99% arm sind? Das wäre doch für Sie als neoliberalen Supertroll ein paradisischer Zustand, nicht wahr?
  5. #24

    Vererben

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Etwas vererben zu können ist aber ebenso eine elementare Triebfeder für menschliches Handeln!
    Es scheint Ihre Triebfeder zu sein. Warren Buffeet hat irgendwann mal gesagt, daß es für ihn keinen Grund gibt lauter kleine Buffets zu sponsorn. Die erben so gut wie nichts.
    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Wie wäre es damit, diese ganzen Revoluzzer Fantasten einfach nach Kuba abzuschieben und wir leben hier so weiter wie eh und je?
    Was ist schlimm an diesem Abstand? Geht es ihnen so schlecht? Kümmern Sie sich einfach darum das IHR persönlicher Abstand kleiner wird, und alles ist ok!
    Ich habe überrhaupt nichts gegen einen Abstand, aber alles gegen eine Tendenz, daß die Wohlhabenden immer wohlhabender werden und der Rest sich mit prekären Jobs rumschlagen muß.
    http://www.diw.de/documents/publikat...785/09-4-1.pdf
    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Mischen Sie sich einfach nicht in Angelegenheiten ein die Sie nichts angehen. Leben Sie ihr Leben und lassen Sie andere leben aber mutieren Sie doch nicht zum Philosophen bzw. zum Veränderer der Welt, nur weil IHNEN etwas nicht passt. Vielen anderen passt es! Wenn Sie damit nicht klar kommen, machen Sie den Anfang und spenden Sie ihren Besitz und ziehen Sie in ein Baumhaus in den Wald.
    Damit sie neo-liberal kapitalistisch so weitermachen können?
    "Feeding America is annually providing food to 37 million Americans, including 14 million children. This is an increase of 46 percent over 2006, when we were feeding 25 million Americans, including 9 million children, each year."
    Hunger in America 2010: Hunger Study Statistics | Feeding America
  6. #25

    Erinnert an den unbeugsamen Widerstand eines kleinen gallischen Dorfes gegen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

    Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia - SPIEGEL ONLINE
    Erinnert an den unbeugsamen Widerstand eines kleinen gallischen Dorfes gegen das römische Imperium Julius Cäsars. Mit Hilfe des Zaubertranks schaffte es das kleine gallische Dorf, die Legionen des römischen Imperiums zu besiegen und die Abenteuer wurden unter dem Titeln vieler Asterix und Obelix Comics bekannt. Im wahrsten Sinne des Wortes lassen sich diese Verhältnisse auf das heutige andalusische Dörfchen Marinaleda übertragen. Das römische Imperium ist die EU und die dahinterstehende Finanzwirtschaft die immer weitere `Austerity Measures` dem spanischen Volk auferlegen. Dieses kleine Dörfchen schafft es, diesem Imperium Paroli zu bieten und ist ein erfolgreiches Beispiel gegen diese rigorose `Austerity Measurements` Diktatur der EU. Möge dem Dörfchen der Zaubertrank niemals ausgehen.
  7. #26

    aaa

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Etwas vererben zu können ist aber ebenso eine elementare Triebfeder für menschliches Handeln!
    Echt? Das ist mir völlig neu. Ich mach meine Arbeit weil es herausfordernd ist, meinen Interessen entspricht und weil es mir Selbstbestätigung gibt. Ein gutes Einkommen bringt es auch noch und ich kann auch mal den "dicken Max" raushängen lassen und Leute einladen. Na ja, ich bin halt nicht ganz so morbide wie Sie. Ich denk halt nicht ständig an den Tod. :-)

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Wie wäre es damit, diese ganzen Revoluzzer Fantasten einfach nach Kuba abzuschieben und wir leben hier so weiter wie eh und je?
    Ach nö, ich möchte mich lieber hier wohl fühlen aber wie ist es mit Ihnen? Ich hab das hier schon jemandem anderen vorgeschlagen:

    Swashbuckling adventure on the high seas! The stuff you've all dreamed about! Clear blue water with skull islands! Waterfalls and jewelled treasure underneath! Pirating is back! Somalia!

    Ich würde Sie nicht mal abschieben. Ich würde für Leute wie Sie sogar eine Spendensammlung organisieren damit Sie Ihren Traum von der Eigenverantwortung und dem staatenlosen Wohlstand ohne steuerliche Belastung leben können! Somalia! Da kann ein eigenverantwortlicher Mann wie Sie mal zeigen was ein Leistungsträger ist!

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Mischen Sie sich einfach nicht in Angelegenheiten ein die Sie nichts angehen. Leben Sie ihr Leben und lassen Sie andere leben aber mutieren Sie doch nicht zum Philosophen bzw. zum Veränderer der Welt, nur weil IHNEN etwas nicht passt. Vielen anderen passt es! Wenn Sie damit nicht klar kommen, machen Sie den Anfang und spenden Sie ihren Besitz und ziehen Sie in ein Baumhaus in den Wald.
    Nö, warum sollte der Forenkollege das tun? Er kann auch für Alternativen werben die ihm besser passen und wenn er Mehrheiten organisiert, dann sind Sie es der sich anpasst oder halt einen verlängerten Urlaub im Traumland Somalia verlebt. Das können Sie sich dann aussuchen. Im Gegensatz zu Ihnen halte ich aber nichts davon Leute aus Deutschland raus zu schmeissen die eigentlich hier bleiben wollen um Dinge zu verbessern. Insofern würde ich Sie niemals abschieben und Sie sollten sich auch noch mal überlegen ob sie es in einer Demokratie wirklich für so erstrebenswert halten Menschen mit anderer Meinung raus zu schmeissen.
  8. #27

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Haben Sie den Artikel etwa nur bis zur Hälfe gelesen? Tun Sie sich selbst den Gefallen und lesen Sie den Artikel mal zu Ende - oder taten Sie das gar und leiden unter selektiver Wahrnehmung? - gilt nicht nur für Sie sondern für alle euphorischen Revoluzzer die hier schon wieder ihren Senf abgeben.

    Wenn Sie weiterlesen, dann lesen Sie z.B. das dieses Dorf keinesweg frei von Arbeitslosigkeit ist, im Gegenteil, Sie ist höher als in Deutschland, UND, was ich will wichtiger finde: Dort steht klipp und klar das diese ganze Spinnerei ohne die EU Subventionen überhaupt nicht möglich wäre. Es steht dort auch das er eben nicht von allen gemocht wird.

    Nicht immer nur wahrnehmen was man gerne wahrnehmen möchte.
    wenn die Menschen dort zufrieden sind und immerhin nur 10% arbeitslos statt 25% sind, und auch in der "freien Marktwirtschaft" bspw. deutsche Bauern ohne Subventionen nicht überleben können, dann scheint die Lebensweise in diesem Dorf zu funktionieren. Mehr habe ich nicht geschrieben.
  9. #28

    neoliberaler_kapitalist2,
    Sie schreiben: 'Mischen Sie sich einfach nicht in Angelegenheiten ein die Sie nichts angehen. '
    Na ja, eine Meinungsfreiheit ist aus, einfach mal Klappe halten und auf die Regierung hoeren? Das wollen sie uns hier erzaehlen?

    interessante Zusammenfassung der neoliberalen idee :)

    ich dachte immer, dass es die boesen Totalitaristen Linken waren, die ihrem Volk befohlen, "die klappe zu halten und sich nicht einzumischen".

    Es freut mich von Ihnen erfahren zu haben, dass die Neoliberalen noch totalitaristische in ihrem Gedankengang sein sollen, als die vermutlich boesen Linken
  10. #29

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ganz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

    Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia - SPIEGEL ONLINE
    Das eigentliche Problem dass wir haben hat weder mit Kapitalismus noch mit Kommunismus zu tun, sondern mit der Logik des Geldsystems. Im Grunde genommen sind Kapitalismus und Kommunismus sogar nur zwei Seiten der gleichen Medaille. Ob jetzt im Kapitalismus die Finanzeliten das Volk versklaven oder auf der anderen Seite kommunistische Funktionäre (ebenfalls an der Spitze der Wirtschaft) spielt letztlich keine Rolle. Und im Übrigen ist der Kommunismus auch an einer gigantischen Schuldenlast zu Grunde gegangen!

    Wenn wir etwas besser machen wollen, sollten wir das pseudowissenschaftliche, religiös anmutende Geldsystems durch wissenschaftlich fundiertes System ersezten. Dann würden wir nämlich sehr schnell merken, dass eine 40 Stundenwoche gar nicht nötig ist. Mit einer 15 Stundenwoche könnte alle Menschen auf einem höheren Wohlstandslevel leben als heute.








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