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Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia

Angelika StuckeGanz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...830033,00.html
  1. #170

    Fähigkeiten

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Nur werden es sich die Fähigen nicht gefallen lassen die überhöhten Bedürfnisse anderer erwirtschaften zu müssen
    O doch! Das funktioniert doch bestens, nicht nur bei uns: diejenigen, die fähig sind, ein Leben lang zu arbeiten, (auch ohne groß familiengesponsert zu sein), lassen es sich sehr wohl gefallen, "die überhöhten Bedürfnisse anderer erwirtschaften zu müssen". Wie anders ist die Vermögensverteilung z.B. in der Bundesrepublik sonst zu erklären?
    Während diese Art "Fähiger" für jede Altersversorgung für sich selbst zunehmend schwarz sieht.
    Außer natürlich, Sie sähen es als "unfähig" an, einfach nur selbst zu arbeiten!?
  2. #171

    warum denn?

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Die sind doch gar nicht isoliert. Das Land haben sie letztlich von der Regierung geschenkt bekommen und der laufende Betrieb wird von der EU subventioniert.

    Es bestätigt letztlich nur die alte Erfahrung, dass der Kommunismus funktioniert, solange man genügend Kapitalisten hat die ihn finanzieren.
    andersrum wird doch ein schuh drauß, die "subventionen" erhalten die doch nicht, weil sie gesellschaftliche alternative , auch im wirtschaften suchen, sondern weil es ihnen laut recht und gesetz zusteht! genau wie ihrer gemeinde , ihrer staat , ihrem bundesland auch gelder pro einwohner zustehen. wo ist das problem denn?
  3. #172

    UTOPIA...oder bezahlt wird nicht;

    Zitat von x.adama Beitrag anzeigen
    Auch in Spanien muss keiner Verhungern. Sogar wer nicht arbeitet kann sich besser stellen als in dem Kommunistendorf:
    http://www.google.com/url?sa=t&rct=j...ba1W097jjI6gYQ
    Dieser link ist leider sehr, sehr unvollstaendig, Sie haben in die kleine
    Archivkiste des auswaertigen Amtes/Botschaft Madrid gegriffen,
    Wesentliches bleibt dabei wegen Unwissenheit auf der Strecke.
    Der Beamte mit Auslandszulage hat an dieser Stelle mangelhaft
    gearbeitet.

    Wer eine Unterstuetzung aus dem Dorf erfaehrt, hat oeffentliche
    Arbeit fuer die kommunale Gemeinschaft zu leisten, also nicht per
    se wie Hartz 4-Unterstuetzung in Deutschland.
    Frauen werden sie in kleineren Doerfern regelmaessig ab 8.00 Uhr
    morgens bei Strassenarbeiten wie Fegen/Saeubern etc. vorfinden,
    selbst Strassenbauarbeiten oder Konstruktionsarbeiten sind voellig
    normal.

    In Deutschland auch? ..........oder muessen Hartz Empfaenger regel-
    maessig fuer diese Unterstuetzung arbeiten??¿¿

    Im uebrigen sind 47,--€ fuer ein jornal ein ueblicher Lohn, wenn es nur auf 7 Stunden beschraenkt ist.
  4. #173

    Zitat von t.saltillo Beitrag anzeigen
    Dieser link ist leider sehr, sehr unvollstaendig, Sie haben in die kleine
    Archivkiste des auswaertigen Amtes/Botschaft Madrid gegriffen,
    Wesentliches bleibt dabei wegen Unwissenheit auf der Strecke.
    Der Beamte mit Auslandszulage hat an dieser Stelle mangelhaft
    gearbeitet.
    aber die Behauptung des Gegenteil, in Spanien gibt es keine Sozialhilfe, ist nicht wahr. Deutsche Touristen werden aber, anders als in Deutschland die Türken, gerne mit diesem Spruch, es gibt keine Sozialhilfe in Spanien, abgewimmelt, weil die Spanier befürchten, diese wollen dort nur lebenslangen Urlaub machen. Wohl nicht ganz zu unrecht.

    Zitat von t.saltillo Beitrag anzeigen
    In Deutschland auch? ..........oder muessen Hartz Empfaenger regel-
    maessig fuer diese Unterstuetzung arbeiten??¿¿
    Ja, in Deutschland müssen Hartz4 Empfänger für ihre Unterstützung auch arbeiten. Aber in Deutschland haben sie das Glück, dass sie der Privatwirtschaft kein Konkurrenz machen dürfen. Gewerkschaften und die Wirtschaft protestieren sofort, wenn billige ALG2ler ihnen die Arbeit wegnimmt. Darum können die Kommunen in Deutschland nur sinnlose Arbeit von den Hartz4lern verrichten lassen und diese kommt die Kommunen dann meist teurer als "nur" Sozialhilfe.
    Generell ist der Hartz4ler aber verpflichtet angeboten Arbeit anzunehmen, wenn nicht gute Gründe dagegen stehen. Auch in Spanien werden Kranke nicht gezwungen zu arbeiten.


    Zitat von t.saltillo Beitrag anzeigen
    Im uebrigen sind 47,--€ fuer ein jornal ein ueblicher Lohn, wenn es nur auf 7 Stunden beschraenkt ist.
    47€ sind auch bei uns ein üblicher Lohn bei Zeitarbeitsfirmen als Helfer. Bei uns reden die Linken dann von Ausbeutung. Der Lohn von einem Kommunisten, oder in der DDR gezahlt, ist dann plötzlich das Paradies.
    Wenn man den Umtauschwert der DDR-Mark mit dem Euro berücksichtigt, war der Durchschnittlsohn in der DDR unter dem HArtz4 Niveau. Allerdings haben sich die Menschen arrangiert und das beste daraus gemacht, denn alle hatten das gleiche Problem, manch überzeugter Kommunisten sogar gerne. Und so fand man in der DDR immer gute Vorbilder wie man gut in dem System leben konnte. Die Verlierer in Hartz4 können und dürfen aber keine guten Vorbilder sein, denn man würde es gegen sie verwenden.

    Auch im Kloster oder anderen sektenähnlichen Gemeinschaften, wo alles geteilt wird, sind die Mitglieder mit wenig bis gar keinem Lohn, sehr glücklich. Christen wenden seit Jahrhunderten die gleichen Propaganda an wie die Kommunisten.

    und 15 Euro im Monat, lebenslang, für ein Haus. Das ist noch nicht alles! Der Arbeitseinsatz muss auch noch gewertet werden. Wenn man Pech hat, baut man jedes Wochenende an irgendeinem Haus eines Dorfmitgliedes. Auch ein Leben lang.
    Mein Vater hat 2 Jahre intensiv an seinem Haus gebaut und danach konnte ihn keiner mehr dazu zwingen. Aber er hat trotzdem beim Hausbau seiner Kinder und Brüder geholfen, wie sie ihm geholfen haben. Bei seiner letzten "Hilfsaktion" erlitt er dann einen Schlaganfall. Soviel zu sozialen Zwängen.
  5. #174

    Zitat von f.dosto Beitrag anzeigen
    es macht einfach keinen Sinn. Der Versuch die Steinzeitlinken sachlich über Leerverkäufe, Derivate, CFD´s, CFD´s, CDO´s etc. aufzuklären, ist durch Unbelehrbarkeit und bornierte Dummheit zum Scheitern verurteilt! Leider!

    Nach gängiger Vollpfosten-Meinung ist halt jeder Finanzmarktakteur böse, gewinnsüchtig und durch seine Machenschaft schuld am Schicksal der Menschheit.
    Vergebliche Liebesmüh der Hinweis, dass die Teilnahme am "big game" jedermann frei steht und jeder versuchen darf, das Füllhorn des Geldmarktes in seine Taschen umzuleiten. (Spekulanten gewinnen ja immer, kann ja nichts schiefgehen)

    Ich verdiene seit Jahren ausschließlich als sogenannter Spekulant meine Brötchen und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es etwas anders läuft, etwas schwieriger und durchaus anstrengend ist über die Jahre hinweg einen angemessenen Gewinn zu erzielen und wenn mir nur ein einziger Dummschwätzer sagen könnte, wie ich mich so gegen Verluste absichern kann, dass die Kosten dafür nicht eventulle Gewinne vollstängig nivellieren - meine Dank wäre auf alle Ewigkeit gewiss.

    Die gesamte Diskussion über die Bösartigkeit des menschenfeindlichen Finanzsystems wird scheinbar nur von denen am Leben gehalten, die in Ihrem Leben noch nie eine einzige Aktie erworbern haben. Wozu soll man auch wissen worüber man tatsächlich spricht? Es würde ja nur dem Feindbild schaden.
    Sie bestätigen doch genau das, was kritisiert wurde:
    Dass Geld durch Spekulationen reines Glück oder Pech ist; Stichwort Kasinokapitalismus. Welche Leistung Sie jetzt erbracht haben die über die des Lottospielers hinausgeht bleibt mir ungewiss.

    Ich verstehe wenig von Aktien, habe aber mal 5000 Euro geerbt. Einen Blick in den Wirtschaftsteil der Zeitung geworden und da ich das Geld nicht wirklich gebraucht habe, einfach mal Aktien gekauft. So nach dem Motto: Ich kann ja gewinnen; wenn ich Verluste hab, verkauf ich früh genug wieder.

    In drei Monaten hatte ich 7000 Euro, also 2000 Euro Gewinn. In drei Monaten. Wie gesagt, ich kenne mich damit nicht so aus.

    Und Sie wollen mir jetzt weis machen, Sie hätten weiß Gott für eine Leistung in diesem "ach so harten" Geschäft erbracht? Machen Sie sich nicht lächerlich...
  6. #175

    Zitat von adama. Beitrag anzeigen
    47€ sind auch bei uns ein üblicher Lohn bei Zeitarbeitsfirmen als Helfer. Bei uns reden die Linken dann von Ausbeutung. Der Lohn von einem Kommunisten, oder in der DDR gezahlt, ist dann plötzlich das Paradies.
    Wenn man den Umtauschwert der DDR-Mark mit dem Euro berücksichtigt, war der Durchschnittlsohn in der DDR unter dem HArtz4 Niveau. Allerdings haben sich die Menschen arrangiert und das beste daraus gemacht, denn alle hatten das gleiche Problem, manch überzeugter Kommunisten sogar gerne.
    Lässt sich nur als absolute Überlegenheit der kommunistischen Ideologie werten.

    Heutzutage sieht man eine Werbung, und plötzlich "braucht" man ein Produkt, von dem man 5 Minuten vorher noch nicht mal wusste, das es dieses Produkt gab.

    Sie haben einfach nichts von der Marxistischen Theorie verstanden. Kurz gesagt: Die materialistische Welt formt den Menschen. Wenn jemand nur Dinge um sich rum sieht, die er sich leisten kann, fühlt er sich reich. Wenn seine Grundbedürfnisse dabei gedeckt sind, was ist denn dann der unterschied zu wirklichem Reichtum?
    Dass er sich keinen völlig nutzlosen Mist leisten kann?

    Die kapitalistische Theorie ist schon so tief in den Menschen verwurzelt, dass sie diesen Schwachsinn mit dem "Recht auf Glück" natürlich mit Glück = Geld wirklich verinnerlicht haben.

    Das sieht man schon an der Sprache: Sobald eine Gemeinschaft das Leben mit wenig Geld und einem nicht-kapitalistischen System propagiert, ist es gleich eine Sekte.

    Es ist doch klar, dass der Kapitalismus die Welt zerstören muss. Die ganze Zerstörung der Umwelt, totaler Verbrauch der Ressourcen wie Öl ist doch nur deswegen, weil sich jemand, der genug zu Essen, Kleidung und ein warmes Dach über den Kopf hat sich immer noch arm fühlt. Es muss immer mehr sein, immer mehr.

    Um das Problem zu veranschaulichen: Kennen Sie auch nur einen Menschen, der glaubt, genug Geld zu haben?
    In der DDR fanden Sie da auf jeden Fall genug von der Sorte, wie Sie es selbst beschrieben haben, obwohl diese sehr wenig verdienten.
    Immer dieses Märchen, der Mensch wäre von Haus aus gierig usw.

    Der Mensch ist gierig, weil künstlich der Schein von Mangel erzeugt wird. Obwohl der Mensch alles zum Leben hat: Sobald er sieht, dass jemand von einem knappen Gut mehr hat (und sei dieses Gut noch so nutzlos), wird er gierig und neidisch und fühlt sich arm. Wenn ich genug habe und um mich herum seh, dass es den Menschen um mich herum genau so geht (und lassen Sie diesen Käse mit "genauso schlecht", wenn von jemanden die Grundbedürfnisse gestillt sind und er gesund ist, ist es ein kapitalistischen Konstrukt, dass es ihm materialistische gesehen schlecht geht...wasn Schmarrn), dann empfinde ich weder Neid noch das Verlangen, mehr zu haben, weil ich mich nicht als arm empfinde.

    Wir werden dauernd konfrontiert mit Menschen, die mehr haben; das fängt bei den Vorgesetzten in der Arbeit an und hört im Fernsehen auf (klar, ich wohn auch in so einem Appartment wie's in einer durchschnittlichen Serie oder Werbung gezeigt wird, und mein Partner ist natürlich auch Model).
    Wer das alles bemerkt und gleichzeitig meint, "mehr zu wollen" sei ein Naturzustand, sollte nochmal ernsthaft nachdenken.


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