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Spanisches Kommunistendorf: Leben im roten Utopia

Angelika StuckeGanz Spanien leidet unter der Wirtschaftskrise. Ganz Spanien? Im andalusischen Dörfchen Marinaleda regiert Juan Manuel Sánchez Gordillo, seine Bürger haben Arbeit, Häuser, grüne Gärten. Wie schafft der Kommunist das nur?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...830033,00.html
  1. #160

    Zitat von Spekulant Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht für das BGE.
    Ich halte es auch nicht mit der liberalen Idee für vereinbar - eher mit dem linken Gedanken, da es ja einen gewissen Gleichverteilungsansatz birgt, der den Unterschieden der Individuen nicht Rechnung trägt, also immanent ungerecht ist.

    Der liberale Gedanke setzt u. a......
    Wenn es jeder bekommt, ist es doch nur gerecht. Und niemand kann mehr herkommen und behaupten: Ja aber ich konnte ja nichts aus mir machen weil dies und das nicht war und überhaupt ich konnte nicht studieren weil meine Eltern usw.. Das BGE kann die freie Marktwirtschaft auch beflügeln weil jeder sein eigener Unternehmer werden kann. Heute dagegen haben wir schon fast mehr Planwirtschaft wie Marktwirtschaft. Meiner Meinung nach wird der freie Markt durch das BGE erst geschaffen, da niemand mehr erpressbar ist, weder vom Staat, noch von Eltern, und auch von sonst niemandem - also alles in allem sehe ich daran eine sehr freie Idee! Was soll hier links sein?
    Der Wert eines Menschen ist ja gleich nur seine Fähigkeiten sind unterschiedlich und das wird mit dem BGE gefördert. Gleichheit des Wertes des Menschen - Förderung der unterschiedlichen Fähigkeiten. Ich seh hier keinen linken Gedanken
  2. #161

    Doch doch ein Eignungstest wäre gut

    Zitat von redwed11 Beitrag anzeigen
    Man muss keine Drogen nehmen, um deren Schädlichkeit zu beurteilen. Aber mit Drogen, besonders mit Koks, kennt man sich in Ihren Kreisen viel besser aus.
    Man braucht keinen fachbezogenen Eignungstest zu machen, um zu der Erkenntnis zu kommen, dass 2008 die Weltwirtschaft an den Machenschaften der Finanzindustrie fast zusammengebrochen wäre und dieses....
    1. Verkommen sind allenfalls die Protagonisten dieser Art des Nichtdenkens, denn Sie bringen nur Unheil über die Menschen. Nicht umsonst sind die Nichtdenkseiten das Zentralorgan.
    2. Es hat nichts mit Diktatur zu tun, sondern einfach mit Wissen, bevor man spricht, um Dummgeschwätze zu vermeiden.

    Im übrigen ist es langweilig einem Sektenmitglied wie Ihnen erklären zu wollen, wie die Realität aussieht. Alles sowieso Lüge von bösen Neoliberalen.
    Allerdings sehe ich in dem Personenkreis, zu dem Sie offenkundig zählen, eine ernste Gefahr für eine freiheitliche Gesellschaft - vergleichbar den Neonazis der NPD etc.. Zumal sich ja im Wirtschaftsprogramm durchaus Parallelen zeigen. Und deshalb muss man diesem Kreis, genau wie der NPD, auf Schritt und Tritt entgegentreten um zu verhindern, dass wieder Leid und Elend über D kommt..
  3. #162

    Zitat von drehrumbum Beitrag anzeigen
    Offenbar haben es viele immer noch nicht ganz verstanden: genauso viel Agrarsubventionen erhalten auch andere Dörfer, aber dort ist die Arbeitslosigkeit viel höher – d.h., die tatsächlichen Subventionen sind also dort noch höher!
    Das Geheimnis wird sicher folgendes sein: manche investieren ihr Geld (und wahrscheinlich die erhaltenen Agrarsubventionen gleich mit) eben woanders – weil die Beschäftigung mit Landwirtschaft eben viel weniger Rendite bringt, als es denn z.B. bei Lehman anzulegen …
    Marinaleda isoliert sich also selbst, indem das bißchen hart erwirtschaftetes Geld im Ort bleibt und nicht nach Madrid wandert. Auch die Mieten bleiben im Ort, d.h. es gibt gar keine – man darf aber dafür das bewohnte Haus niemals verkaufen, weil es ein „Dorfhaus“ ist (so wie früher vielleicht eine mietfreie Werkswohnung – verstanden?).
    Aber die Geschichtsfälscher werden wohl möglich irgendwann behaupten, daß der Kapitalismus erst so etwa um die Jahrtausendwende herum entstanden ist ...
    Ja, ja. Ich glaube eben nicht alles, was mir so erzählt wird. Vor allen Dingen was nicht erzählt wird. Auf einmal sind 47 Euro am Tag ein toller Lohn und wie viel von dem Land verpachtet ist, steht da auch nirgendwo.
  4. #163

    Nun mal langsam

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2
    Ja und? Solche Listen können Sie am laufenden Band erstellen. Das kommt eben dabei heraus, wenn man das dumme Bauernvolk um ihre lächerlichen Ängste befragt.
    Interessant, daß Sie unter all den genannten belegbaren Porblemen ausgerechnet und als Einziges das der Klimaerwärmung herauspicken. Und dann derart unverschämt werden, wenn das gravierendste (real existierend und zurecht genannte) Problem angesprochen wird: Armut, Hunger und Verrecken müssen Vieler aufgrund der weltweit herrschenden Bezahl- und Egoismus"kultur".

    Merken Sie was? Probleme kommen und gehen, Vermögen bleibt bei intelligenter Anlage!
    Ich erinnere mich noch an das Gebettel, die Drohungen und hysterischen Ausfälle in Politik, Finanzwesen und großen Wirtschaftsteilen, weil die meisten ihre "intelligenten Anlagen" sonst wohl in`s Klo hätten spülen können.

    Subventionen bedeuten NIE etwas gutes. Wo sollen denn die Subventionen herkommen, wenn alles subentioniert werden müsste damit es überhaupt läuft?
    Siehe oben. Sie mokieren sich über die Subventionen dieses Projekts (in dem Fall sind die noch notwendig, weil die Kommune wohl noch zu klein ist, um die Nahtstellen zum "real existierenden Kapitalismus" überbrücken zu können), nehmen aber selbst großzügig direkt die Subvention "Rettung" in Anspruch, sonst wäre es das mit Ihrem "Vermögen" und indirekt die Wirtschaftssubventionen jedweder Art, sonst gäbe es nicht die erforderlichen Renditen.

    Zitat von hdwinkel
    Was meinen Sie denn, wie die deutschen Großgrundbesitzer an ihre Ländereien gekommen sind?
    Zum Beispiel die Familie Waldburg-Zeil: "Den versprengten Bauern zog er hinterher, überfiel sie in ihren Dörfern, ließ sie foltern, verstümmeln und hinrichten. Unter den auf seine Weisung hingerichteten Rädelsführern befand sich der im Mai 1525 bei lebendigem Leib verbrannte Jäcklein Rohrbach.
    Ich ergänze um ein, zwei Namen, die hier im Frankenland z.T. voller Ehrfurcht genannt werden:

    Und es waren - neben dem Truchseß von Waldburg, der zum Lohn für die Rettung des Herrschaftssystems in den Grafenstand erhoben und dessen Grundbesitz durch eingezogenes Bauernland gewaltig vergrößert wurde - vor allem diejenigen Adligen, die sich anfangs am meisten vor den Bauern und Stadtarmen gedemütigt hatten, um möglichst viel von ihrer Herrlichkeit zu retten, welche nun durch äußerste Härte ihre frühere Haltung vergessen machen wollten *: Zu ihnen gehörten die Grafen von Löwenstein, von Oettingen und von Hohenlohe, die Herren von Guttenberg sowie der Schenk von Erbach, der für sein wackeres >Strafen< der Bauern bald auch Graf wurde. Dem Augsburger Bankier Fugger - er wurde wenig später auch in den Grafenstand erhoben - war das mit seinem Kredit durchgeführte Massaker an den nun wehrlosen Bauern noch nicht genug. Als er hörte, daß man >erst< fünfzigtausend Bauern abgeschlachtet hätte, meinte er, »wa oder wölche ort man nit häufen erschlagen hat, da sind sy noch nicht gar gutt cristen«.

    http://commulog.files.wordpress.com/...untertanen.pdf

    * kommt einem aktuell recht bekannt vor :)
  5. #164

    Rechnen!

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Ja, ja. Ich glaube eben nicht alles, was mir so erzählt wird. Vor allen Dingen was nicht erzählt wird. Auf einmal sind 47 Euro am Tag ein toller Lohn...
    "Die Landarbeiter von Marinaleda erhalten für sechs Stunden Arbeit pro Tag 47 Euro."

    Och, wenn ich für 15€ im Monat (!) in einem schmucken Häuschen leben kann, mich der Kindergarten im Monat 12€ kostet und ich dann immer noch 20€ übrig habe - nach 6 Stunden (!) Arbeit, dann komme ich mir (umgerechnet) doch glatt vor wie ein hochbezahlter Manager im gepriesenen Kapitalismus!? Nur dass ich in dem Dorf nicht zu den 1% gehören muss, sondern zu den 99%! Wie unsozial aber auch, wie ungerecht, und vorallem gefährlich...!?
  6. #165

    Zitat von tubolix Beitrag anzeigen
    für deutsche verhältnisse unaktzeptabel !
    AAABEER: * in spanien gibt es kein hartz-4
    *
    Auch in Spanien muss keiner Verhungern. Sogar wer nicht arbeitet kann sich besser stellen als in dem Kommunistendorf:
    http://www.google.com/url?sa=t&rct=j...ba1W097jjI6gYQ
  7. #166

    _

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    z.B. es darf nichts mehr vererbt werden? Jeder kann zu seinen Lebzeiten verprassen was er kann, aber an den eigenen Nachwuchs weitergeben darf er nichts wesentliches.
    Die Motivation dafür zu sorgen das es den eigenen Kindern besser geht mit Gewalt unterdrücken zu wollen wird nicht gut gehen.

    Zum einen ist es nachwievor ein Startvorteil für einige, da die Eltern sie zu Lebzeiten ungeändert unterstützen können. Zum anderen fördert es nur die Suche nach Wegen das System zu umgehen
  8. #167

    Zitat von dregflow Beitrag anzeigen
    Das gibt es auch an anderen Orten in der Welt. Wir lesen, dass so etwas funktioiert und ohne Staatsmacht und gierige Banken auskommt.
    Natürlich funktioniert das solange man sich nur die Leute rauspickt die da mitmachen wollen und die zusammen bringen. Was glauben Sie was passieren würde wenn da mal 100 Leute einziehen die nur Faul auf der Haut liegen und fleißig nehmen wollen?

    Oder jemand der doppet so viel schafft wie die anderen Arbeiter und nicht einsieht dafür nur das gleiche zu erhalten?
  9. #168

    Zitat von hochdiefaust Beitrag anzeigen
    Alle Menschen sind gleich, jeder nach seinen Fähigkeiten und Bedürfnissen.
    Nur werden es sich die Fähigen nicht gefallen lassen die überhöhten Bedürfnisse anderer erwirtschaften zu müssen
  10. #169

    Zitat von neoliberaler_kapitalist2 Beitrag anzeigen
    Sie unterstellen den Menschen jetzt mal ganz Pauschal, man müsse Sie zum arbeiten überreden. Das ist aber nicht wahr. Nur H4 Menschen muss man zum arbeiten überreden. Das stimmt aber so nicht, Menschen arbeiten aus allen möglichen Motivationen heraus, natürlich die Hauptmotivation ist und bleibt Erfolg und Geld, aber dann auch Selbstverwirklichung (Stichwort Bedürfnispyramide), Anerkennung, Hilfsbereitschaft.
    Nur wenn die Hauptmotivation wegfallen würde, dann würde die Arbeitsmoral mit ihr verschwinden








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