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Spaniens Unternehmer: Die Krisenkünstler

SPIEGEL ONLINEAls Felipe García keine Stelle fand, machte er das Suchen zu Geld: Er gründete die erste Social-Media-Jobbörse Spaniens. Auch andere kreative Firmen verdienen trotz Schuldenmisere gut. Ihre Strategien zeigen, wie das Land seine Wachstumskrise überwinden kann.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...847372,00.html
  1. #1

    *

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Felipe García keine Stelle fand, machte er das Suchen zu Geld: Er gründete die erste Social-Media-Jobbörse Spaniens. Auch andere kreative Firmen verdienen trotz Schuldenmisere gut. Ihre Strategien zeigen, wie das Land seine Wachstumskrise überwinden kann.

    Reportage: Wie Spaniens Wirtschaft wieder wachsen kann - SPIEGEL ONLINE
    Bei den "Stellenangeboten" hier in den Jobbörsen -so wie ich das sehe-, ist meist alles nur Werbung, Sittenwidrig, wird irgendwohin geleitet, oder Datenmissbrauch.

    Oder man ist, möchte, will und kann einen auf: IT Architect Enterprise Content Management und Senior Consultant SCM im Bereich GBS Strategy & Transformation – Operations Management Consulting.

    Und, wenn da tatsächlich mal was dabei sein sollte. Dann kommen auf diese Stelle 1000 und mehr Bewerber die alle keine Antwort bekommen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Felipe García keine Stelle fand, machte er das Suchen zu Geld: Er gründete die erste Social-Media-Jobbörse Spaniens. Auch andere kreative Firmen verdienen trotz Schuldenmisere gut. Ihre Strategien zeigen, wie das Land seine Wachstumskrise überwinden kann.
    Wer außer mir entdeckt in obigem Statement (unfreiwillige) Komik?
  3. #3

    optional

    und genau so muss es auch laufen. hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner. solange diese erkenntnis nicht in den krisenländern ankommt, bleibt alles zwecklos, was die sogenannten "euro-retter" anstellen. wenn sie aber erstmal ankommt, wird es überflüssig. möglicherweise spucken wir dann in ein paar jahren wieder, wenn die erstarkten südländer uns zusätzlich zu den asiaten das lohnniveau kaputtmachen, aber so ist es halt. spirale nach unten, ausbrechen nur durch innovation und unternehmertum. dann wird halt wieder solange gejammert, bis der nächste ruck durch deutschland gegangen ist.
  4. #4

    Hatte mir schon überlegt, wie man diesen Artikel zum Eindreschen auf den Club Med verwenden kann. Und schon waren zwei negative Beiträge da (zumindest, wenn ich das Gestammel des einen Beitrags richtig verstehe). Es kann einfach nicht sein, dass ein Mittelmeer-Siesta-Faulenzer etwas macht und leistet. Bitte zerstört nicht unsere mühsam aufgebauten Vorurteile, was sollen wir sonst ins Forum schreiben?
  5. #5

    well es gibt noch mehr aus Spanien

    hier mal ein (weltweit) einzigartiger Flash HTML5 Websitebuilder - kommt ab September auf dem Markt: http://www.jb-websites.com/03-presentation/index.html
  6. #6

    Sachte

    Zitat von kufu Beitrag anzeigen
    Es kann einfach nicht sein, dass ein Mittelmeer-Siesta-Faulenzer etwas macht und leistet. Bitte zerstört nicht unsere mühsam aufgebauten Vorurteile, was sollen wir sonst ins Forum schreiben?
    Ich wohne in Spanien und kann versichern: Die Krise hat bislang allgemein noch nicht zu einem Umdenken geführt. Wer sich ein bisschen auskennt, sieht gleich: Das, was hier so begeistert als Innovation in den Jobbörsen gefeiert wird, ist eins der massivsten Probleme des Landes: Das Enchufe-System. Die Qualifikation eines Bewerbers ist von einer bestimmten Hierarchiestufe an völlig nebensächlich. Wichtig sind seine persönlichen Kontakte und Empfehlungen. Und mit Empfehlung meine ich nicht etwa "Das ist ein Guter" sondern "Nimm den, das ist mein Neffe".

    Und was Dienstleistung anbetrifft: Davon sind wir hier Lichtjahre entfernt, denn das braucht ein gewisses Selbstverständnis einem Kunden gegenüber. Wenn ich mal gerade aus der letzten Arbeitswoche berichten darf:
    Von 5 Lieferanten, mit denen ich in der letzten Woche Termine gemacht habe, hat nur einer den Termin einfach gehalten. Einer ist einfach nicht gekommen, hat aber zwei Tage später angerufen, um einen neuen Termin zu machen. Ein anderer hat schon im Vorfeld dreimal seinen Termin verschoben - einmal mit der Begründung, er habe bei der ersten Verabredung nicht bemerkt, dass der Termin ja in seiner Pause liegt. Einer hat abgesagt, weil er am nächsten Tag in den Urlaub gehen und seine Vorbereitungen nicht mehr schaffen würde, wollte aber gern einen Termin in vier Wochen machen "weil ich mir das Geschäft natürlich nicht entgehen will". Was soll ich sagen? Der Auftrag ging am Ende nach Deutschland.
  7. #7

    Zitat von kufu Beitrag anzeigen
    Hatte mir schon überlegt, wie man diesen Artikel zum Eindreschen auf den Club Med verwenden kann. Und schon waren zwei negative Beiträge da (zumindest, wenn ich das Gestammel des einen Beitrags richtig verstehe). Es kann einfach nicht sein, dass ein Mittelmeer-Siesta-Faulenzer etwas macht und leistet. Bitte zerstört nicht unsere mühsam aufgebauten Vorurteile, was sollen wir sonst ins Forum schreiben?
    Er leistet nichts, er bläst einfach nur eine dotcom Blase auf.

    Echte Beständigkeit ist auf echte Wirtschaft angewiesen, die Werte produziert die verwendet oder konsumiert werden können.
  8. #8

    Zitat von CompressorBoy Beitrag anzeigen
    Wer außer mir entdeckt in obigem Statement (unfreiwillige) Komik?
    ich.
    Wenn ein Land mehr konsumiert als produziert, kann die Lösung dieses Problems nicht in der massenhaften Vermehrung "kreativer" und konsumtiver Dienstleistungen liegen.

    Das volkswirtschaftliche Defizit wird nícht durch Erhöhung der Anzahl der Gaststätten, Taxifahrer, Kinos, Bildergalerien, Floristen und Fitness-Center ausgeglichen. Oder "SocialMedia"-Spezialisten.
    Aber für einige Leute ist das zu einfach, um es zu verstehen.
  9. #9

    Zitat von querollo Beitrag anzeigen
    Ich wohne in Spanien und kann versichern: Die Krise hat bislang allgemein noch nicht zu einem Umdenken geführt. Wer sich ein bisschen auskennt, sieht gleich: Das, was hier so begeistert als Innovation in den Jobbörsen gefeiert wird, ist eins der massivsten Probleme des Landes: Das Enchufe-System. Die Qualifikation eines Bewerbers ist von einer bestimmten Hierarchiestufe an völlig nebensächlich. Wichtig sind seine persönlichen Kontakte und Empfehlungen. Und mit Empfehlung meine ich nicht etwa "Das ist ein Guter" sondern "Nimm den, das ist mein Neffe".

    Und was Dienstleistung anbetrifft: Davon sind wir hier Lichtjahre entfernt, denn das braucht ein gewisses Selbstverständnis einem Kunden gegenüber. Wenn ich mal gerade aus der letzten Arbeitswoche berichten darf:
    Von 5 Lieferanten, mit denen ich in der letzten Woche Termine gemacht habe, hat nur einer den Termin einfach gehalten. Einer ist einfach nicht gekommen, hat aber zwei Tage später angerufen, um einen neuen Termin zu machen. Ein anderer hat schon im Vorfeld dreimal seinen Termin verschoben - einmal mit der Begründung, er habe bei der ersten Verabredung nicht bemerkt, dass der Termin ja in seiner Pause liegt. Einer hat abgesagt, weil er am nächsten Tag in den Urlaub gehen und seine Vorbereitungen nicht mehr schaffen würde, wollte aber gern einen Termin in vier Wochen machen "weil ich mir das Geschäft natürlich nicht entgehen will". Was soll ich sagen? Der Auftrag ging am Ende nach Deutschland.
    Kann soetwas nur bestätigen.
    Bin in einem Spanischen Konzern in Deutschland untergekommen. Null Struktur, wenn man mit Madrid Projekte machen muss, dann dauern die Jahre anstatt wie üblich Monate.

    Spanier: "Komm ich heut nicht, komm ich morgen auch nicht"
    sagen wir immer scherzhaft.


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