Forum: Blogs
Spanien-Krise: Euro-Rettungsfonds soll nun doch marode Banken stützen
DPADie Bankenkrise in Spanien beunruhigt Europa. Laut einem Zeitungsbericht prüfen EZB und Euro-Länder nun Strategien, um klamme Institute über den Rettungsfonds ESM direkt zu stützen. Schon in zwei Wochen soll es erste Vorschläge geben - obwohl Deutschland strikt dagegen ist.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...829843,00.html
- #1 26.04.2012 08:26 von
Verstehe ich nicht...
Wenn das Geld nicht in der Wirtschaft angekommen ist, dann ist wohl immernoch bei den Banken, oder? Warum brauchen die dann jetzt wieder Geld? Was haben die wohl damit gemacht?
Wenn die EZB der Wächter der Inflation ist, warum sollte die EZB dann überhaupt wollen, dass die eine Billion den Weg in die Wirtschaft findet? - #2 26.04.2012 08:28 von
Ich glaube, ich muss mich übergeben. So wird Europapolitik in Europa gemacht. Man macht Verträge mit Deutschland mit ein paar schönen Bedingungen, damit das Parlament auch schön zustimmen kann. Und dann kippt man den ganzen Mist einfach in die Kloake. Und schon hat man die dummen Deutschen ausgetrickst. Wenn mich jemand so bescheißen will, dann ist er nicht mehr mein Freund. Pfui. Wenn unsere Regierung das zuläßt, dann muss ich wohl die "Keine Ahnung von nix"-Piraten wählen. Weil so geht es ja nicht weiter. Oder gibt es eine andere wählbare Alternative?
- #3 26.04.2012 08:28 von
marktwirtschaft oder kommunismus - beides geht nicht!
schon wieder der wahnwitz, dass man marode banken retten müsse, anstatt sie zum schließen und die vorstände in die privathaftung zum nehmen. die vergabe von steuergelder an banken gibts nur im kommunismus, in der freien marktwirtschaft ist dafür kein platz. wer nicht wirtschaften kann, geht bankrott und am markt nimmt ein besserer seinen platz ein. wenn man sich daran nicht mehr hält, dann muss man alle banken sofort verstaatlichen, damit es nichct mehr zu solchen krisen kommen kann. der staat hat keine unternehmen zum retten.
- #4 26.04.2012 08:29 von
warum regt mich diese mitteilung eigenlich nicht auf - weil absehbar und vorhersehbar. die finanzindustrie hat europa fest im würgegriff und quetscht bei bedarf einfach die mittel heraus, die für ihre gewinnmaximierung oder zur verschleierung von unterschlagungen nötig sind. und wir werden zahlen - wie immer alternativlos. wenn der esm erst mal in kraft ist, werden wir gnadenlos zahlen bis nix mehr zu holen ist. professor hankel hat die jetzt eintretenden szenarien bereits vor jahren genauestens beschrieben und vorhergesagt - hörenswert sein vortrag - es war einmal der euro - aber die deutschen hören ja lieber auf merkel und schäuble, zwei finanzpolitische nieten par exzellance. und das volk jubelt ihnen zu - noch...
- #5 26.04.2012 08:30 von
- #6 26.04.2012 08:30 von
Wer stoppt diesen Wahnsinn? Hier wird ein System aufgebaut, bei dem die Steuerzahler immer skrupelloser Geld an privatwirtschaftliche Unternehmen verteilt wird. Bisher lief es noch über den Umweg der Staatshaushalte, nun wir aber eine direkte Finanzspritze in das Bankensystem gepumpt. Unter dem Deckmantel der Systemrelevanz müssen wir alles hinnehmen und bezahlen. Sollte mit dem Geld nicht besser eine geordnete Marktbereinigung mit Schutz der Kleinanleger erfolgen? Alle sonstigen Beteiligten sind doch angebliche Fachleute und sollten für die Fehler der Vergangenheit (oder war es absichtliches Handeln?) nach allgemeinen Marktregeln die Konsequenzen tragen. Hätten wir uns doch damals bei Griechenland an die Grundlage des Euro gehalten "keiner tritt für die Schulden des anderen ein", dann hätten wir mit dem bisherigen Geldern die schlimmsten Folgen eines kurzen Kraches abgefangen, aber das System wäre von diesem Wahnsinn geheilt worden. Wo soll es mit uns in Zukunft hingehen? Werden wir bald jeden ins straucheln geratenen Manager stützen müssen? Was ist aus den Begriffen Verantwortung, Risikobewusstsein und Konsequenz geworden? Scheinbar sind diese Worte ab einer bestimmten Größe nicht mehr gleichbedeutend mit unserm Verständniss.
- #7 26.04.2012 08:30 von
Brechreiz auslösend
Und warum wundert das mich nun gar nicht mehr?
Die Banken zocken fleißig weiter und wenn es schief geht, erledigt das der Steuerzahler.
Und dass Deutschland dagegen ist, halte ich für ein Gerücht.
Schluss mit der Schonung der Banken! Sie sollen sich endlich den normalen Mechanismen des von den Neoliberalen so viel gepriesenen Marktes unterordnen. Wer nicht richtig wirtschaften kann, geht pleite. Basta! So ergeht es jedem kleinen Handwerker, der zu hohes Risiko eingeht und Aufträge für Kunden erledigt, die nicht zahlen.
Und wenn alle maroden Banken pleite sind, werden die leistungsfähigsten eben übrig bleiben. Das ist das Gesetz des Marktes. Achja, da waren noch die Arbeitsplätze. Aber wer fragt nach den Mitarbeitern des kleinen Handwerkers, wenn die im Falle der Pleite ihren Job los sind.
Okay, die haben es besser, finden wieder Arbeit, weil Handwerker irgendwie immer gebraucht werden. Aber wer braucht schon arbeitslose Banker? Die lassen sich wahrscheinlich schlechter einer neuen Verwendung zuführen, uzm mal in Röslers Jargon zu labern. Dann haben sie eben Pech gehabt - wie die Schleckerfrauen, die von der FDP im Stich gelassen wurden. - #8 26.04.2012 08:36 von
Alle bereitgestellten Gelder dienten ausschließlich diesem Zweck
- #9 26.04.2012 08:37 von
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

