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Spanien: Kicken gegen die Krise

Spanien erlebt einen Fußballtraum - doch der angeschlagenen Wirtschaft kann das Fest nicht helfen, denn die ökonomische Realität ist trist: Das Land kämpft mit den Folgen eines Wirtschaftsrausches, der auf Pump finanziert war. Jetzt drohen viele Familien, an ihren Schulden zu ersticken.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...705367,00.html
  1. #10

    Besser keine Sause

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    In Spanien ist es üblich, dass man seine Wohnung oder sein Haus besitzt.

    In der Regel sind die Kredite solide abgesichert, und früher, vor 10-20 Jahren hatte man mindestens 20-25% Eigenkapital angespart.

    Allerdings, wenn die Arbeitslosigkeit zuschlägt, dann ist der beste Schuldner plötzlich Subprime.

    Zudem kam die rasante Abwertung der Immobilien dazu. Die Finanzierungen ohne Eigenkapital werden dadurch generell zum Problem.

    Spanien braucht bessere Arbeitsplätze, mehr Industrie und Fertigung, damit die ruinierte Bauwirtschaft ersetzt werden kann.
    Also werden Investoren gelockt, mit allen Mitteln.

    Es wird noch enger in Europa, die große Sause ist erst mal für viele Jahre vorbei.
    Es ist auch sehr die Frage, was an einer Sause gut ist. Vor Jahren war schon auffallend, wie sehr in spanien alles zugebaut wurde, das kam einem vor wie eine Monowirtschaft, die Touristen kommen, also wird gebaut ohne Rücksicht.
  2. #11

    ...

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    In Spanien ist es üblich, dass man seine Wohnung oder sein Haus besitzt.
    Richtig, denn das ist die Altersvorsorge bei den geringen Renten

    In der Regel sind die Kredite solide abgesichert, und früher, vor 10-20 Jahren hatte man mindestens 20-25% Eigenkapital angespart.
    War in den letzten 10 Jahren leider nicht mehr so, kommt aber wieder

    Allerdings, wenn die Arbeitslosigkeit zuschlägt, dann ist der beste Schuldner plötzlich Subprime.
    Korrekt !

    Zudem kam die rasante Abwertung der Immobilien dazu. Die Finanzierungen ohne Eigenkapital werden dadurch generell zum Problem.
    Nicht nur das. Auch bestehende Objekte mit Eigenkapital werden zur Qual.
    Beispiel Reihenhaus: gekauft auf dem Papier für 160.000,-€ bei Einzug (2 Jahre später) Wert laut Bankschätzung : 211.000€ 3 Jahre später Hypothek erhöht und Wert nun 247.000€ Nun (nach 8 Jahren seit Kauf) in der Krise so gut wie unverkäuflich und Wert nur noch 175.000 €
    Hypothek also höher als der Wert.
    So oder ähnlich geht es vielen. Die Schuldenlast monatlich liegt so zwischen 800 und 1100 €. Fällt nun ein Verdiener aus bricht alles zusammen. Daher :

    Spanien braucht bessere Arbeitsplätze, mehr Industrie und Fertigung, damit die ruinierte Bauwirtschaft ersetzt werden kann.
    Also werden Investoren gelockt, mit allen Mitteln.
    ist dieser Bemerkung nichts mehr hinzuzufügen
  3. #12

    bis zur revolution

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    In Spanien ist es üblich, dass man seine Wohnung oder sein Haus besitzt.

    In der Regel sind die Kredite solide abgesichert, und früher, vor 10-20 Jahren hatte man mindestens 20-25% Eigenkapital angespart.

    Allerdings, wenn die Arbeitslosigkeit zuschlägt, dann ist der beste Schuldner plötzlich Subprime.

    Zudem kam die rasante Abwertung der Immobilien dazu. Die Finanzierungen ohne Eigenkapital werden dadurch generell zum Problem.

    Spanien braucht bessere Arbeitsplätze, mehr Industrie und Fertigung, damit die ruinierte Bauwirtschaft ersetzt werden kann.
    Also werden Investoren gelockt, mit allen Mitteln.

    Es wird noch enger in Europa, die große Sause ist erst mal für viele Jahre vorbei.
    Nun ja, vor 20 Jahren lagen die Zinsen hier bei 20%. Wer da was gekauft hat, der musste schon einen erhebliches EK haben, da sonst die Zinsen alles andere gefressen hätten.

    Und der beste Schuldner ist immer noch die spanische Grossfamilie (davon gibt es hier noch ziemlich viele) und deswegen ist der ganze Schlunz hier auch nocht nicht vollständig zusammengebrochen.
    Was die Bau-bzw. Immobilienwirtschaft betrifft, die hat sich mit kräftiger Hilfe und fröhlichem Handaufhalten der kleinsten Ortsfuzzipolitiker bis ganz nach oben und aus reiner GIER selbst das Grab geschaufelt.
    Das was in Spanien (immer noch) angeboten wird an Immobilien ist mal ganz nüchtern aber sehr wohlwollend betrachtet (Qualität) noch nicht mal die Hälfte von den aufgerufenen Preisen wert.
    Man hat nun die letzten Jahre auch jeden Scheiss für total überhöte Preise ge- und verkauft. Übrigens sind die Preise nicht wirklich so gefallen (bisher), wie sie fallen müssten. Da muss noch so 30-40% runter!
    Und Investoren, die unter diesen politischen Vorgaben mit diesem vollverblödeten spanischen Bürokratiemonster hier wirklich Kohle liegen lassen...eher keine.
    Alles viel zu bürokratisch, umständlich, teuer und korrupt.


    Spanien braucht sicherlich Arbeitsplätze und zwar qualifizierte, aber das ist ein ferner Wunschtraum, schauen Sie sich doch die Oberluschen an, die hier in Regierung und Opposition sitzen.
    Wirklich ohne jede Ahnung von was auch immer. Das wird nix. Ich sehe ganz nachtrabenschwarz für Spanien...bis zur Revolution;-)
  4. #13

    Schulden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien erlebt einen Fußballtraum - doch der angeschlagenen Wirtschaft kann das Fest nicht helfen, denn die ökonomische Realität ist trist: Das Land kämpft mit den Folgen eines Wirtschaftsrausches, der auf Pump finanziert war. Jetzt drohen viele Familien, an ihren Schulden zu ersticken.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...705367,00.html
    Mhm, hoffen wir dass die Spanier - ebenso wie unsere Politiker in Deutschland - daraus lernen, und nicht versuchen, die durch Überschuldung verursachte Krise durch noch mehr Schulden und Konjunkturprogramme zu bekämpfen.
  5. #14

    Wer ist jetzt wo gelandet

    Zitat von anders_denker Beitrag anzeigen
    kann man sich nur wünschen, das unsere niederländischen nachbarn die spanier auf den boden der realität zurückholen.

    lso oranjes, bitte gewinnen. ich trink dann auch ein heineken!
    Ich würd es mal mit einem Schlööckchen Sangria probieren um den Kummer runterzuspülen.
  6. #15

    gemein

    Ich finde das die Zeitpunkt diese Tema zu diskutieren sehr gemein.
    Spanien hat besser gespielt und sie haben es verdient, unabhängig von die wirtschaftliche Lage in Spanien.
  7. #16

    Keine Sorge, Deutschland uebernimmt Schulden.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Spanien erlebt einen Fußballtraum - doch der angeschlagenen Wirtschaft kann das Fest nicht helfen, denn die ökonomische Realität ist trist: Das Land kämpft mit den Folgen eines Wirtschaftsrausches, der auf Pump finanziert war. Jetzt drohen viele Familien, an ihren Schulden zu ersticken.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...705367,00.html
    Spanien braucht sich keine Sorgen machen. Mit den Euro-Stabilisierungspaket hat uns Äntschie doch dafuer gesorgt, dass der Deutsche Michel fuer alle offenen Rechnungen der Spanier aufkommt. Gerne arbeiten die Deutschen dafuer 3 Jahre laenger als der Europaeische Durchschnitt, bzw. warten bis sie endlich Rente bekommen duerfen. Jetzt und in Ewigkeit, Amen.
  8. #17

    Deutschland - Spanien 0:2

    Spanien ist in der Krise. Doch die Krise ist weit weniger schlimm, als es die deutsche Presse zeichnen will. Klar, bei gleichen Werten wäre in Deutschland Bürgerkrieg. Doch Spanier sind solidarisch, respektvoll und lebensfroh. Sie sind es nicht gewohnt, den Staat als Mittel für Unzulänglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

    Der 0:1-Sieg wird jedoch nicht als ein Sieg gg. die Krise sondern gg. Deutschland gesehen, denn:

    In der deutschen Presse scheint es zum Standard zu gehören, Spanien das Wörtchen "hochverschuldet" anzuhängen. Doch sehen Sie sich einmal die Staatsverschuldung Deutschlands an, und die von Spanien: Spanien liegt mit seiner Verschuldung UNTER dem EU-Schnitt, Deutschland nicht.

    Weiter? Frl. Merkel will das Bankwesen auf Vordermann bringen. Dazu gehört auch das Verbot von Leerverkäufen. Aber die Deutsche Bank ist zentrales Glied von Leerlaufwetten gegen eine Reihe spanischer Konzerne.

    Die Deutsche Bank lässt auch schonmal verlauten, dass man 10 Millarden Gewinn VOR Steuern für nächstes Jahr plant(!), am gleichen Tag, wie Banco Santander seine Prognose gem. bisherigem Geschäftsverlauf, die wieder 8 Millarden Reingewinn NACH Steuern für dieses Jahr vorsehen, bekannt gibt.

    Nachdem man sah, dass Spanien auf keinerlei Hilfe angewiesen ist stürzte man sich auf die Privathaushalte. In einem Land, das den höchsten Eigentumswert pro Kopf der EU hat und traditionel Immobilien kauft statt mietet, muss wohl klar sein, dass die Verschuldung höher ist, als dort, wo zum Status eine 500-Euro-Expressomaschine gehört oder ein Mountain-Bike für 1700 Euro.

    Also konnten FTD & Co. nicht weiter mit Dreck werfen und man begann hochzurechnen: WAS WÄRE WENN Spanien (bei doppelter Einwohnerzahl von Griechenland) auch doppelt soviel Geld wie Griechenland bräuchte? Dies wurde dann wochenlang als Fakt verbreitet. Tatsache ist, dass Spanien ebenso Millarden nach Griechenland ZAHLT und EU-Rekordzahler der Haiti-Hilfe ist.

    Dann ging man auf Spaniens Banken los, die jedoch - im Gegensatz zu Commerzbank, HRE, Nordbank - solide sind. Das konnte man in Deutschland auch mal wieder nicht vermuten. Spaniens Banken sind aufgrund der Bestimmungen und hohen Eigenkapitalisierung so sicher wie Ford Knox. Das hatte man in Deutschland als "Bürokratiewahn" abgetan. Vor der Krise!

    Dann ging man zu den Sparkassen über. Richtig ist, dass einige Sparkassen Schwierigkeiten haben. Nicht wegen fauler Kredite (die übrigens in Deutschland den Europa-Höchststand haben!), sondern wg. der geringeren Geschäftigkeit aufgrund der Krise. Doch wenn die (span.) "Kreissparkasse Oberhaching" Schwierigkeiten hat und die (span.) "Stadtsparkassen Berlin und München" übernehmen, ist das kein Problem. Und so sieht es aus.

    Um auf den Fußball zurück zu kommen: mit der Veröffentlichung der Stresstests hat man Deutschland schon ein 1:0 beigefügt. Es kam raus, dass die Commerzbank keinerlei Reserven hat, Deutschlands Banken vor Kurzem ohne EU-Hilfe hopps gegangen wären.

    Das 0:2 war dann das 0:1 von gestern abend. Bin gespannt, was man in Spanien noch alles machen wird, um sein Ansehen vor Deutschland wieder gerade zurücken.
  9. #18

    Irrtum, die Sause muss erst mal anfangen

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    ... die große Sause ist erst mal für viele Jahre vorbei.
    Und zwar hier, in Dumping-Deutschland.

    Denn erstens hat es hier seit fast 40 Jahren keine Sause mehr gegeben,
    zweitens lebt die arbeitende Bevoelkerung hier seit Jahren unter ihren Verhaeltnissen (sonst gäbe es nicht die riesigen Handelsbilanzüberschüsse),
    und drittens, wenn die Sause hier nicht bald losgeht und die im Vergleich mit der alten EU um ca. 20 Prozent zu niedrigen deutschen Loehne nicht endlich heraufgesetzt werden, fliegt die Waehrungsunion auseinander,

    Und die EU vielleicht gleich mit.

    Was macht der ehemalige Exportweltmeister dann?
  10. #19

    .

    Zitat von woanders Beitrag anzeigen
    Spanien braucht sicherlich Arbeitsplätze und zwar qualifizierte, aber das ist ein ferner Wunschtraum, schauen Sie sich doch die Oberluschen an, die hier in Regierung und Opposition sitzen.
    Wirklich ohne jede Ahnung von was auch immer. Das wird nix. Ich sehe ganz nachtrabenschwarz für Spanien...bis zur Revolution;-)
    Klingt nach meiner Heimat BRD


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