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Spähsoftware an Schulen: Bundesländer verzichten auf Schultrojaner

Länder, Lehrer und Schulbuchverlage hatten wegen der Schultrojaner heftig gestritten. Die Spähsoftware sollte auf Schulservern illegale Buchkopien finden. Nun verzichten die Bundesländer auf das Programm und wollen nach Alternativen suchen.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...831436,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Länder, Lehrer und Schulbuchverlage hatten wegen der Schultrojaner heftig gestritten. Die Spähsoftware sollte auf Schulservern illegale Buchkopien finden. Nun verzichten die Bundesländer auf das Programm und wollen nach Alternativen suchen.

    Plagiatssoftware: Bundesländer verzichten auf Schultrojaner - SPIEGEL ONLINE
    Die Piraten machen sich also schon nützlich.
    So konnte das Thema wenigstens nicht unauffällig unter dem Radar der Medien durchregiert werden wie geplant.
  2. #2

    Johnny Controlletti gibt sich nicht zufrieden.

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Die Piraten machen sich also schon nützlich.
    So konnte das Thema wenigstens nicht unauffällig unter dem Radar der Medien durchregiert werden wie geplant.
    Die nächste Schnüffel-Software wird ohne großes öffenliches Ankündigungsbrimborium einfach klammheimlich installiert.

    Mann lernt ja schließlich dazu......
  3. #3

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Die Piraten machen sich also schon nützlich.
    So konnte das Thema wenigstens nicht unauffällig unter dem Radar der Medien durchregiert werden wie geplant.
    Mit den Piraten hat das wohl weniger zu tun, sondern eher damit, dass eine bestimmte, absolut übliche Praxis leider notwendig ist, um einen Unterricht jenseits eines einzigen Schulbuchs machen zu können. Diese Praxis ist illegal (war sie genaugenommen schon immer), aber leider notwendig. Statt sie zu legalisieren, sollte sie aufgedeckt werden und die Kasse sollte klingeln.

    Das haben Lehrer boykottiert, ganz ohne die Hilfe irgendwelcher Piraten.

    Gut ist es trotzdem.
  4. #4

    Es ist Zeit, dass die Landesregierungen eigene Schulbücher erstellen und diese unter Open Source-Lizenz stellen, so dass diese zuzüglich einer kleines Marge der Druckereien (da jetzt jeder diese Bücher drucken darf, kann hier ein beinahe vollkommener Wettbewerb vorrausgesetzt werden), bzw. auf einer Elearning-Plattform als PDF veröffentlich werden, wie es in den Universitäten Gang und Gäbe ist. Da wird Jahr für Jahr extrem viel Geld an Schulbuchverlage verschwendet, das ist eigentlich ungeheuerlich und sozial äußerst bedenklich (pro Schuljahr/Kind ca. 60 Euro an Kosten sind eher Standard als Ausnahme)
  5. #5

    Lernmaterial unter freien Lizenzen

    Die optimale Methode wäre, zunehmend auf Lernmatgerial umzustellen, das unter freien Lizenzen erstellt wird. Beispielsweise von den Lehrern selbst. AUs meiner Praxis kenn ich das noch so, dass es eh immer zu wenig Übungsmat gibt und man deswegen eh dauernd selbst welches erstellt, wenn man es nicht aus anderen Lehrwerken oder sonstwoher kopiert.

    Auf die Weise könnte man dann auch schrittweise von den gigantischen Kosten runterkommen, mit denen die Eltern für Lernmaterialien belastet werden. Aus dem Wahlprogramm 2012 der Piratenpartei NRW:

    Die landesweiten Ausgaben für Schul- und Übungsbücher liegen aktuell bei 56 Euro pro Schüler und Jahr. Diese werden zu zwei Dritteln vom Land und zu ei*nem Drittel von den Eltern der Schüler getragen. Auf die öffentliche Hand ent*fallen also 82 Millionen Euro, die Eltern der Schüler zahlen 41 Millionen Euro. Auf Antrag können die Schulbuchkosten für Kinder von ALG-II-Empfängern von den Sozialämtern übernommen werden. Hinzu kom*mt eine Million Euro für digitale Lerninhalte und Online-Lizenzen, die zu 100 Pro*zent von den Kommunen getragen werden. Die Kosten für papiergebundene Zusatzlek*türe und Fotokopien von derzeit etwa 44 Millionen Euro werden vollständig von den Eltern auf*gebracht und sind nicht erstattungsfähig. Außerdem geben die Eltern in NRW zusätzlich etwa 260 Millionen Euro für private Nachhilfe aus, um die unzureichende staatliche individuelle Förderung zu er*gänzen. Hieraus ergibt sich eine Gesamtinvestition von 428 Millionen Euro, von denen die öffentliche Hand lediglich 82 Millionen Euro, die Schüler und ihre El*tern aber 346 Millionen Euro tragen.

    Ich mein' ja bloß.
  6. #6

    Wissen allen zugänglich machen

    Optimal wäre es wohl Wissen allen Menschen zugänglich zu machen...
  7. #7

    Eine der erbärmlichsten Korruptionsfälle endet also....vorerst(wird eh unter anderem Namen heimlich durchgesetzt.).

    Nochmal, nicht das ich das falsch verstanden habe.
    Die Bundesregierung bzw. die Länder lassen die Bildungseinrichtungen am langen Arm verhungern, sodas diese um irgendwie halbwegs brauchbare Bürger hervorzubringen auf fragwürdige Methoden zurückgreifen müssen.
    Auf geheiß der Content...Industrie schlägt die Bundesregierung bzw. die Länder auf eben diese Untergebenen ein.

    Hat sich die Content...Industrie dabei jemanls den gedanken gemacht das Bürger die nicht lesen können ihren anderen Kram per se niemals kaufen werden?

    Vermutlich nicht.


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