CorbisOb im Straßenverkehr, im Gespräch oder bei Geschäften - sozial Bessergestellte lügen und betrügen eher. Das ist offenbar mehr als ein Vorurteil, wie Experimente von Sozialforschern jetzt zeigen. Die Tendenz zur Gier gründet demnach auf einer einfachen Ausrede.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...817907,00.html
erstnes reden sie ausschließlich von der einkommenssteuer. wissen sie, man kann das thema etwas ausweiten (also über den tellerrand blicken). dann wird man auch erkennen, es gibt da diverse einkommensarten, dann gibt es noch die sozialausgaben (unsere sozialsysteme werden dank den beitragsbemessungsgrenzen nur von leuten getragen, die bis knapp 5.000 eur brutto verdienen), dann gibt es diäten, beamtenvergütungen, subventionen, freibeträge, abschreibungsmöglichkeiten.....der einzige, der dabei etwas schlecht wegkommt, ist derjednige, der einkommen aus nichtselbständiger tätigkeit bezieht. diesen teil der eikommensbezieher können wir durchaus als den kleinen mann bezeichnen. und der wird halt am meisten bestraft....ihm werden alle abgaben bereits vor der auszahlung abgezwickt. er hat kaum abschreibungsmöglichkeiten etc.....daher wäre er der erste, der von einem einfachen steuersystem mit klaren steuersätzen und ganz ohne subventionen profitieren würde.
Die Milchmädchenrechnung ist ziemlich abwegig ohne die restlichen Aspekte zu betrachten. Was erwarten Sie denn? Dass das Steueraufkommen des untersten 5% höher ist als jenes des obersten 5%? Die Zahlen sind deshalb grundsätzlich nur logisch. Interessant ist an der Stelle vielmehr, wie die relative Steuerbelastung für den einzelnen Haushalt ausfällt.
Mit Betonung auf "relativ", absolute Zahlen, aus denen sich das Steueraufkommen generiert, sind da Augenwischerei. Mal plakativ gesagt, natürlich sind 30% von einer Million mehr als 30% von Zehntausend, aber ist das Opfer desjenigen, der eine Million verdient, dadurch auch proportional grösser, wie Sie hier quasi suggerieren wollen?
Kaum. Interessant sind dadrum eben auch eher andere Richtwerte, die Sie übrigens auchh gleich in der selben Quelle finden würden. Die Stichworte wären da etwa "Belastung deutlich unter Spitzensteuersatz", "Effektive Belastung für Reiche gesunken" und "Reiche immer reicher". Kurz gesagt steigt das Bruttoeinkommen gerade bei den Reichen, während der Rest weitgehend stagniert oder gar, inflationsbereinigt, zurückfällt, gleichzeitig ist der Steuersatz gerade der Spitzenverdiener keineswegs exorbitant. Diese hier zu Helden der Gesellschaft stilisieren zu wollen ist deswegen doch eher fragwürdig, wenn nicht im Kontext des Artikels schon fast "unmoralisch"..
Vllt. fördert vielmehr Geiz-ist-geil-Mentalität die Unmoral.Wieso sollte jemand der wirklich hart gearbeitet hat und sich sein Reichtum auch verdient hat unmoralisch sein? Durch diese Mentalität muss einfach alles immer billiger sein als die Konkurrenz und wir sind nun an einem Punkt angekommen, wo dies nur noch mit Ausbeutung, teilweise Versklavung der Arbeiter, lebensunwürdiges Umstände ect. möglich ist.Vllt einfach mal eine andere Mentalität an den Tag legen, dann könnten wir jetzt nicht nicht an diesem Punkt, wo wir momentan sind.
Ackermann wurde nicht verurteilt, das Verfahren wurde gegen Geldauflage eingestellt. Deshalb ist er auch nicht vorbestraft. Die Untreue konnte anscheinend nicht nachgewiesen werden.
Natürlich waren die Richter alle bestochen, wie üblich in solchen Verfahren. Wie sollte es auch anders sein, wenn ein "Reicher" damit davonkommt....
Sie hätten den Artikel vielleicht einmal ganz lesen sollen.
Das oberste Zehntel der Einkommensbezieher fängt bei einem Jahreseinkommen von 75.000 Euro an.
Das sind wohl nicht die "Reichen", um die es hier geht.
Interessant ist auch folgender Abschnitt aus dem verlinkten Artikel:
Und außerdem:Zu den 450 Top-Verdienern gehörten Deutsche mit einem Jahreseinkommen von rund 9,74 Millionen Euro. Im Schnitt sind es hier etwa 23,1 Millionen Euro. Zur unteren Hälfte gehörten Steuerpflichtige mit einem Einkommen von etwa 27.000 Euro jährlich.
Belastung deutlich unter Spitzensteuersatz
Im Jahr 2002 zahlten die 450 Deutschen mit dem höchsten Einkommen laut DIW im Schnitt 34 Prozent Einkommensteuer und damit deutlich weniger als den damaligen Spitzensteuersatz von 48,5 Prozent. Er sank inzwischen auf 42 Prozent. Spitzenverdiener müssen seit 2007 aber eine "Reichensteuer" von 45 Prozent zahlen. Die Lücke zwischen Brutto- und zu versteuerndem Einkommen entsteht durch Steuerbefreiungen, Freibeträge, Abzugsbeträge oder andere Steuervergünstigungen.
Im vergangenen Jahrzehnt sind die Reichen immer reicher geworden, während das Bruttoeinkommen der anderen Bevölkerungsschichten nicht angestiegen ist. Der Trend hat sich seit 2001 noch verstärkt. Zu diesem Ergebnis kam das DIW in einer im vergangenen Jahr vorgelegten Studie. Demnach konnten die zehn Prozent der Bevölkerung mit den höchsten Einkommen ihren Anteil am Gesamteinkommen in den Jahren 1992 bis 2001 um gut sieben Prozent steigern. Das durchschnittliche reale Markteinkommen sei dagegen insgesamt konstant geblieben.
Auch wenn ich nicht alle über einen Kamm scheren möchte, habe ich manchmal ebendieses Gefühl. Auf den Behindertenparkplätzen stehen ein alter Mercedes von Opa, ein Kleinwagen und drei Riesenschiffe.
Vielleicht sollte man in diesem Fall in der Frontscheibe ausgelegte Kontoauszüge, Zertifikat vom Juwelier/plastischen Chirurgen oder sonstige Einkommensbescheinigungen als Nachweis eben dieser "SUV Behinderung" anerkennen.
Spaß beiseite, ich möchte mit so einem Dickschiff nicht in die Innenstadt.