wie verzweifelt muss ein Mensch sein um sich selbst in Brand zu setzen....
Getty ImagesEin Israeli hat sich auf einer Demonstration in Brand gesteckt, um gegen die Sozialpolitik seiner Regierung zu protestieren. Er liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. In seinem Abschiedsbrief macht der 57-Jährige Regierungschef Netanjahu für sein Schicksal verantwortlich.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...844450,00.html
wie verzweifelt muss ein Mensch sein um sich selbst in Brand zu setzen....
Es wird nicht besser werden auf dieser Welt für die breite Masse, weil die Systeme so angelegt sind, dass das Kapital die breite Masse ausbluten lässt.
An diesen Systemen wird auch nichts verändert werden, weil die Eliten alles in ihrer Hand durch diese ungerechte Kapitalverschiebung haben,
einschließlich der Politiker und der Presse.
Ein korruptes Wirtschaftssystem in der ganzen Welt ist die Ursache für das Elend der meisten Bürger. Der arabische Frühling ist auch ausgebrochen, weil die Kluft zwischen Reichen und Armen so tief war/ist, dass ein ägyptischer Arzt weniger als 100 Euro pro Monat verdient, wobei ein Schullehrer durchschnittlich 50 Euro kriegt. Jetzt müssen wir Völker das beenden und ein gerechtes System durchführen lassen.
Für einen Akt der Selbstzerstörung fehlt mir ehrlich gesagt jegliches Verständnis. Ganz egal, was das vorgefallen sein mag (der Artikel gibt leider zu wenige Hinweise auf die Details). Firmenpleiten und nachfolgende gesundheitliche Probleme sind tragisch, dennoch ist eine versuchte Selbstverbrennung keine Lösung. Zumal sich dadurch rein gar nichts ändert. Außer natürlich, man ist für den Rest seines Lebens entstellt. Und was soll das bringen?
Details:
Aus seinem Brief, dessen Kopien auf der Straße verstreut liegen:
“Der Staat Israel hat mich ausgeraubt und mit nichts zurückgelassen..
Du bekommst nicht einmal Miethilfe, zwei Wohnungskomitees haben mich zurückgewiesen, trotz der Tatsache dass ich einen Schlaganfall hatte und arbeitsunfähig wurde. Ich klage Israels öffentlichen Dienst an: das staatliche Versicherungsinstitut. Ich klage den Staat Israel, Benjamin Netanjahu and Yuval Steinitz, der kontinuierlichen Demütigung der Bürger Israels an, welche diese täglich ertragen müssen. Sie nehmen den Armen und geben den Reichen..
Ich kann mir keine Medikamente oder Miete leisten. Ich habe Millionen an Steuern gezahlt, ich habe in der Armee gedient und in der Reserve, bis ich 46 Jahre alt war. Ich will nicht obdachlos werden und darum protestiere ich gegen all das Unrecht was der Staat Menschen wie mir antut.”
Er spricht offensichtlich für Hunderttausende in einem Staat der nur ca. 7,4 Millionen Einwohner hat (davon ca. 2 Millionen Araber, Drusen u.s.w) und er ist kein Palästinenser oder Exilant.
Jeder der es wissen will weiß das Israel seit vielen Jahren eine extrem hohe Armutsquote hat.
Vor ein paar Monaten war über viele Wochen bei der Haaretz ein Banner zu lesen das um Spenden für viele arme israelische Kinder warb.
Uns wird hier immer das heile Israel vorgegaukelt und gern wird uns über die unglaubliche Leichtigkeit Tel Avis erzählt wo die Nacht kein Ende hat und alle nur zu feiern scheinen.
In D nicht möglich da morgens um 6 der Wecker klingelt und höchstens Samstags bis in die Puppen gefeiert wird.
Offensichtlich arbeitete man in Tel Aviv kaum.
Aber wie informierte seit Jahren wissen ist gerade Tel Aviv das Zentrum der Armut im Staate Israel.
Hier geht es nicht etwa um die Armut der arabischen Bevölkerung (das ist noch ein ganz anderes Kapitel) sondern ganz klar um die der jüdisch gläubigen Bevölkerung.
Auch geht es nicht um die Exilbürger die gerade in Lager abgeschoben werden.
Nein, wer sich informiert weiß das Israel unter drei Dingen leidet.
Da sind auf der einen Seite die 750000 Orthodoxen die in einer Parallelwelt leben und im Grunde nur Geld kosten und auf der anderen Seite wird Israel wirtschaftlich von ca. 18 Großfamilien beherrscht denen Israel im Grunde egal ist und die weltweite Interessen haben und die nehmen was sie kriegen können.
Dazu kommt noch die einseitige Ausrichtung auf das Militär und die Sicherheit.
Ohne die jährlichen Milliarden aus den USA und der EU und die Militärhilfe der USA und z.b. (Waffen, U-Boote u.s.w. D) würde da gar nichts mehr laufen.
Die Situation ist daher gefährlich weil Regierungen denen es im Lande selbst ans Eingemachte geht gern auf Feinde von Außen zeigen.
Woher ich das weiß?
Informationen und Fakten im Netz und viel Uri Avnery lesen der viel über die Tiefen des Staates Israel zu erzählen weiß.
Es gibt Momente in dem die Verzweiflung ein Gewaltpotential aufstaut, das die meisten Individuen, und besonders die in dieser Region, die Gewalt gegen den angeblichen oder tatsächlichen Unterdrücker richten. Damit würde aber nur eine Reaktion des Unterdrückers provoziert und dessen Reihen im Sicherheitsapparat sogar näher zusammenrücken lassen. was einer Veränderung entgegenstehen wird.
Aber richtet man diese Gewalt gegen sich selbst, als Botschaft an die Öffentlichkeit, kann der Sicherheitsapparat nicht angemessen darauf reagieren. Der Märtyrer hat den Kampf somit auf eine Ebene gelenkt in der die meisten Systeme ihre Achillesferse haben.
Es hätte kein arabischen Frühling gegeben hätte der Tunesier die Gewalt gegen das System gerichtet anstatt gegen sich selbst.
Finanzsystem (Kreditgeldsystem) ist am Ende.Leider versuchen unsere Eliten in beiden Kulturkreisen ihre Völker für blöd zu halten.Der Aufstand der Anständigen und Vernünftigen hat begonnen,nun wird sich zeigen welche Regierungen Demokratisch sind und welche nicht.Nur Diktaturen lassen Polizei und Panzer gegen ihr Volk auffahren wenn sie das SYSTEM liquidieren wollen. Libyen,Ägypten,Tunesien,Russland, China,Syrien,Saudi-Arabien,Jemen usw. alle haben das SYSTEM bekämpft.Die USA und Europa haben keine Gewalt gegen friedliche Demonstranten gefordert.Wenn das eigene SYSTEM am Pranger steht sieht das anders aus!!! ODER?
Solidarität mit Israels Arbeitnehmer
Haben Sie schon einmal in einer Station für psychisch Kranke gearbeitet ?
Ich denke nicht - weil die Interpretation "Verzweifelung" für ernsthafte Erkrankungen unwissenschaftlich ist. Ein psychisch erkrankter Mensch, der sich unter den Zug wirft, ist genausoviel oder genausowenig in einer objektiv verzweifelten Lage wie ein Patient, der Tuberkolose hat. Er ist schwer erkrankt.
Die Sichtweise, dass sich Menschen aus einer verzweifelten Lage selbst töten, ist schlicht falsch.
Sie haben sicherlich recht, dass ein subjektives Verzweifelungsgefühl bei manchen Krankheitsbildern den Tod angenehmer erscheinen läßt als das Leben - sonst gäbe es keine Selbstmörder.
Immer gegen alles ? Möchten Sie ein paar hundert Jahre Menschheitsgeschichte über Bord kippen ? Ihre Systemoppositionen im Nahen Osten bewegen sich gerade im Schnellschritt rückwärts. Naive Rebellionen enden im Sumpf der Rückständigkeit oder noch tiefer - das Ergebnis ist meist wesentlich schlechter, als das was Sie das System nennen. Auf der Strasse herumbrüllen bedeutet nicht, dass man eine Kläranlage aufbauen und betreiben kann.
Wie wäre es mal mit dialektischer Kritik und konstruktiver Aufbauleistung statt Motzen und Destruktion des Staus Quo ?