Eine neu entstandene Massenbewegung droht Benjamin Netanjahu gefährlich zu werden: Angesteckt vom Arabischen Frühling protestieren Zehntausende Israelis gegen Mietwucher, Turbokapitalismus und soziale Ungerechtigkeit. Der Premier*gelobt Besserung.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...776796,00.html
"Mietwucher, Turbokapitalismus und soziale Ungerechtigkeit". Dieser Protest ist leider für die Katz, allein persönliches Versagen, Nachlässigkeit und eine disziplinlose Politik können den politisch Tätigen angelastet werden, wie immer, wenn alles zu spät ist. Der sogenannte Turbokapitalismus (gab es das nicht schon im Empire?) und soziale Ungerechtigkeit (ein unscharfer Begriff) gehen in Israel zumindest an den Akademikern nicht vorbei, als Arzt oder Ingenieur werden sie niemals zu den Bessergestellten zählen. Aber was soll der Premier daran ändern?
Bisher konnte die Bedrohung von außen als einigendes und "beruhigendes" Element genügen um von innerpolitischen Problemen abzulenken. Doch es genügt nicht mehr Palästinenser zu Provozieren um den Krieg aufrecht zu erhalten, jetzt muß auch mal etwas für die Befölkerung getan werden.
Zitat von 1084: "Krieg ist Frieden" Wenn die Befölkerung permanent einer Bedrohung ausgesetzt ist akzeptiert sie Bedingungen die sie im Friedensfall niemals akzeptieren würde. Eine aufrechterhaltung des Krieges hat also den Frieden im Inland zur Folge.
Respekt an die israelische Zivilgesellschaft. Sie scheint die einzige Institution zu sein, auf die Netanjahu hört. Obama und Merkel wirken total machtlos, wenn es um die rücksichtslose besiedelung der palästinensischen Gebiete geht. Diese israelische Protestbewegung ist auch eine Folge der Besetzung Palestinas. Hoffentlich wird der palästinensische Staat von der UNO anerkannt. Wenn es um Menschen- und Völkerrechte geht, darf es keinen Unterschied zwischen Israselis und Palestinenser geben.
...aber Ihr Problem verstehe ich nicht:
http://www.spiegel.de/suche/index.html?suchbegriff=ESM
Haben Sie sich im Artikel geirrt. Was hat denn Israel jetzt mit dem ESM zu tun.
Das wird bei uns in Deutschland auch noch kommen, wenn die Akademiker alle in die Schweiz, die USA oder sonstwohin flüchten.
logisch! verschwundene Mittelschicht!
Merkwürdigerweise scheint die "verschwundene Mittelschicht" ein globales Problem zu sein.
Wie zu Zeiten der Monarchie gibt es bald nur noch Arm und Reich. Deswegen will die CDU/CSU auch, dass das Militär im Inland eingesetzt werden kann. Eingesetzt soll es dann gegen die protestierenden Armen.
Auch die Adligen haben die Soldaten gegen das Volk geschickt. Es floss sehr viel Blut und erst nach Jahrhunderten rollten schließlich die Köpfe der Adligen, aus heutiger Sicht die Oberschicht.
Die Ironie, auch die Adligen behaupteten von sich, sie seien Christlich und ihr Status sei von Gott gegeben.
Israel, Griechenland, Irland, Island, Italien, Spanien, Portugal, Mexiko, Ägypten, Tunesien, Jemen, Somalia, Kenia und und und.......
Der Kapitalismus bringt weder Reichtum, Wohlstand, Demokratie noch Freiheit. Er bringt vor allem Armut, Anarchie und Faschismus, Ungleichheit, Ausbeutung, Krankheit. Und der Herd dieser Krankheit Kapitalismus sind die USA und ihre Wall Street, Japan und ihr Tokio, Großbritannien und ihr Mitte-London.
Kapitalismus ist Krieg.
Globalisierung der Weltkrieg.
Die Börsen die Schaltzentren.
Die Kriegstreiber die Reichen.
Die Opfer die Bürger.
Alles kann Bibi brauchen, nur das nicht: Stress innenpolitisch! Bitte nicht noch einen israelischen Frühling, der arabische ist schon genug. Dazu das heisse Pflaster Syrien, die Pleite USA und ganz still und cool im Hintergrund der Iran. Von Gaza und Westjordanland ganz zu schweigen. Am Pulverfass Nahost darf kein Funkenflug entstehen!
Ja, für die Subventionierung der ultra-rechten Siedler, ihren militärischen Schutz und ihre Alimentierung ist immer reichlich Geld da- das wollen die "Säkularen", normalen Israelis einfach nicht mehr tatenlos ansehen, wenn dabei gerade ihr eigener Lebensstandard wegbricht.
Die zionistische Bewegung trat damals mit dem Versprechen einer gerechten Gesellschaft mit gleichen Chancen für alle ins Licht, daran sollten sich die heutigen Politiker mal erinnern.
Wenn dann auch noch der größte Unterstützer selber ins finanzielle Schlingern kommt, macht das die Lage auch nicht besser, zumal "Bibi" ja auch nicht gerade als kompromissbereit gilt...