Wie wichtig ist der Zivildienst für Deutschland? Kritiker fürchten gravierende Folgen für das Sozialsystem, sollte der Dienst ausgesetzt werden. Doch die Zentralstelle für Kriegsdienstverweigerer sieht nach SPIEGEL-Informationen keine Probleme: Zivis könnten unter anderem durch Freiwillige ersetzt werden.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...710687,00.html
es gibt ja heutzutage nun genug Hartz4er welche zu solchen absolut unangemessen unterbezahlten Jobs zwangsverpflichtet werden können. Und das dann zeitlich unbeschränkt. Falls sie keine Beziehungen haben, welche ihnen einen besserbezahlten Job vermitteln können. Nein Zivis brauchen wir nicht mehr, also auch keine Wehrpflicht mehr. Das ist aber ein anderes Thema.
Das ist sicherlich ein genauso guter Ansatz wie Freiwillige beim Bund.
Wenn die min. 1 Jahr dort tätig sind ergeben sich sogar (erste) Ansprüche für Arbeitslosengeld.
Bei ca. 40.000 heutigen Zivistellen und Umstellung auf 8€/h oder 12-14€/h für den Sozialträger würde dies alles ca. 1 Mrd. Kosten/a bedeuten.
Bei der Bundeswehr wird sogar nur von 30.000 Freiwilligen gesprochen wobei ggf. mehr Arbeitstsunden (48h je Woche ? )
anzusetzen wären.
Wie http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1022059 kann man sogar 'freiwilligen Wehrdienst' und Zeitsoldat kombinieren.
Aus beiden Pools an Freiwilligen ergibt sich natürlich Potential Leute auch länger ansich zu binden für Sozialträger oder den Bund.
Ein Deutschland ohne staatlichen Zwangsdienst für Menschen mit dem falschen Geschlecht? Kaum vorstellbar. Kommen wir doch noch im 20. Jahrhundert an? Man darf gespannt sein!
Die Einrichtung in der ich Zivi mache könnte ohne Zivis und 1€-Jobber schließen. Die neoliberale Politik der letzten Jahre, wodurch Gesundheitseinrichtungen nach marktwirtschaftlichen Kriterien geführt werden müssen, hat großartige Früchte getragen.
Die Zahl der Zivis ist von 8 auf 15 angestiegen, parallel sind Menschen im Bereich Küche und Logistik entlassen worden. Die Gärtner wurden bis auf einen durch 1€-Jobber ersetzt.
1. Wehrpflicht abschaffen
2. 1 Jahr Zivildienst für alle (m+w).
mfg
Emmi
Man könnte es auch andersherum sehen. Die Abschaffung von staatl. subventiomierten Kräften könnte den Druck auf Arbeitnehmer in regulären, sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen senken und Betreiber dazu nötigen angemessene Entlohnungen zu zahlen und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen zu würdigen. Mit dieser Entwicklung würden vielleicht sogar mehr Menschen eine Tätigkeit in diesem Umfeld als berufliche Ausrichtung in Erwägung ziehen. Niedriglöhne sind doch nicht generell ein Zeichen von mangelnder Finanzierbarkeit sondern resultieren in erster Linie aus der Möglichkeit diese durchzusetzen zu können und damit Gewinnspannen zu steigern. Das sind die wahren Sozialschmarotzer in unserem Staat, die als Gewinn das einstecken was der Staat den Angestellten als Transferleistungen zahlen muss um eine Grundsicherung zu gewähren. Und gerade die kirchlichen Hilfswerke marschieren vorne Weg. Da wird die Übungsleiterpauschale für soziales Engagement in Sportvereinen großfläche misbraucht um Sozialabgaben zu sparen und am Ende noch darüber geklagt, dass das System unterfinanziert wäre.
Darum Schluss mit 1 Euro Jobbern, Zivis und 400 Euro Kräften. Mindestlohn und nachhaltige Kontrolle der Arbeitsgesetzgebung. Und wer jetzt sagt, dass kostet doch mehr und ist in unserer globalisierten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung nicht finanzierbar, dem kann man nur sagen, dass auch dies das Gebetsmühlenartig beschwrenen Wirtschaftswachstum erzeugen würde - dann wird doch alles gut :oP
Liebe Emmi,
Warum sind viele Leute wie Sie hier in D immernoch versessen auf Zwangsdienste??? Dann kann man auch den Reichs-ähh-Bundesarbeitsdienst wieder einführen. Ist halt alles billiger für die Kapitalisten. Warum werden immernoch keine anständige Löhne/Gehälter im Kranken/Pflegedienst gezahlt???
Armes Deutschland!