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Soziales Netzwerk Salamworld: Chatten mit dem Imam
SalamworldFacebook bekommt Konkurrenz: In Istanbul entwickelt ein Team das islamische Netzwerk Salamworld, unterstützt wird es von finanzstarken Investoren. Anfang August soll das Portal online gehen, das Ziel sind 150 Millionen Nutzer. Ein Besuch im Hauptsitz des Unternehmens.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...834301,00.html
- #1 26.05.2012 06:58 von
*gähn*
Kennt man ja von anderen Seiten. Bewährtes Konept+Islam. Sehr fraglich, ob so ein Geschäftsmodell funktionieren kann. Es sind ja nicht nur genug Facebook-Klone verendet, sondern auch halbwegs innovative Konkurrenten.
Ganz abgesehen davon hat das wieder so einen Hauch von "Wir wollen unter uns sein.", was bei dem Ruf den der Islam gerade genießt bestimmt seeehr förderlich ist. Sobald der Name halbwegs bekannt wird, warte ich schon auf die erste dumme Witze á la "Terrorworld" oder " man kann maximal 72 Freundschaftseinladungen annehmen - mehr gibt's im Paradies ja auch nicht" und "statt dem Like-Button gibt's den Steinigen-Button".
Das heißt, wenn es soweit kommt. Kann auch gut sein, dass das ganze sehr schnell wieder verendet. - #2 26.05.2012 08:29 von
Westliche Konzepte bitte 100% kopieren
Zensur... islamkonform... freiwillige Segregation...
Was die islamischen Macher der Seite gerne vergessen: Die westlichen Vorbilder, auf die sie sich berufen (Facebook, Twitter,...) sind das Produkt der westlichen Lebensweise. Dies beinhaltet eben nicht nur einen technischen Fortschritt, der in anderen Kulturkreisen seinesgleichen sucht, sondern auch einen gesellschaftlichen Fortschritt, wie man ihn nur im freien Westen vorfindet, insbesondere verkörpert durch die Redefreiheit und die schon recht fortgeschrittene Trennung zwischen Staat und Religion.
Oder ums kurz zu machen: Ohne Redefreiheit, Kunstfreiheit und andere im Westen populäre Grundrechte, die über Jahrhunderte entwickelt und verteidigt werden mussten, gibt's kein kreatives und innovatives Werk wie Facebook oder Twitter. Ohne Redefreiheit und konsequente Zurückdrängung absolutistischer Konstrukte wie der Kirchen/Diktaturen gibt's kein Handy, kein Laptop, kein Wikipedia, keine moderne Architektur, kein MP3-Player, keinen USB-Stick.
Was in der islamischen Welt gerne gemacht wird, aber letztendlich in eine Sackgasse führt: Lediglich die Bestandteile der westlichen Kultur übernehmen, die einem selbst in den Kram passen und das dazugehörende historische Fundament ignorieren. Verkannt wird, dass all unsere technischen Innovationen erst durch kontroverse, tabulose Diskussionen zwischen den beteiligten Erfindern und Ingenieuren ermöglicht wird. Ohne Kunstfreiheit keine innovativen Designer, die sich auf historische, freidenkende künstlerische Vorbilder stützen. Ohne Pressefreiheit keine anregenden Debatten in unzähligen Fachzeitschriften, die den Innovationsdruck erhöhen.
Vielleicht ist es kein Zufall, dass unzählige Start-up-Unternehmer im Silicon Valley liberal-säkularen jüdischen Familien entstammen, also einem Milieu, in dem seit frühester Kindheit die Bildung an sich, das Hinterfragen von Dogmen und das schonungslose Diskutieren massiv gefördert und geschult werden.
Auch in der islamischen Welt gab es sie einst, die großen Denker und Gelehrten. Ihr Erbe allerdings ist verschüttet unter Jahrhunderten voller Repression, kritikloser und dogmatischer Religiosität, brutaler gedanklicher Gleichschaltung. Ein Wandel ist leider nicht in Sicht. Stattdessen gedankenloses Kopieren von durch westliche Freigeister entwickelte Konzepte wie Social Networks, und freiwillige Segregation in einem Halal-Muslims only-Religionskritik strikt verboten-Social Network statt Austausch mit dem Westen. - #3 26.05.2012 10:14 von
Umgang Frau-Mann
Von den Filtern her und der Zensur "unpassender" Bilder her könnte die Webseite auch gut an konservative Amerikanische Christen gerichtet sein. Vielleicht sollten sie es in "religiös konservatives Netzwerk" umtaufen?
Interessant wird allerdings die Interaktion zwischen den Geschlechtern werden, ob Männer und Frauen befreundet sein dürfen und sich Nachrichten schreiben dürfen etc.
Es gab mal Berichte über eine islamische Mitfahrzentrale, die keine gemischten Fahrzeuge zuließ. Die Begründung war hochinteressant: Es besteht die Gefahr, dass sich Männer und Frauen während der Fahrt unterhalten und der Mann dabei verführt wird und fremdgeht. Ich habe in meinem Leben schon mit vielen Frauen geredet, aber ich würde nie fremdgehen. Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass islamische Männer hier als rein triebgesteuert angesehen werden, als hätten sie keinen freien Willen, sich frei zu entscheiden. Ich persönlich würde das als starke Beleidigung auffassen, wenn meine Religion mich so sehen würde.
Daher bin ich echt gespannt, wie das in dem Netzwerk geregelt wird. - #4 26.05.2012 14:11 von
Jedem das Seine.
Wenn der Westmensch facebook oder google nutzt weshalb sollte dann der Muslim nicht sein Salam nutzen ? Hauptsache alle bleiben schön cool und verwenden die Seite dann nicht für illegale intercontinentale Orders.
- #5 26.05.2012 15:17 von
Das überrascht Sie hoffentlich nicht? So wird doch regelmäßig von islamischen Geistlichen argumentiert, wenn Frauen vergewaltigt werden: "Wenn man ein Stück Fleisch auf dem Tisch liegen lässt und die Katze es frisst, gibt man dann der Katze die Schuld?"
Ist immer schön, wenn eine Religion so klar macht, wie sie die Menschen sieht. Ebenso wie regelmäßig mit der göttlichen Strafe argumentiert wird. Als würde allein die Furcht vor dem Gang in die Hölle die Gläubigen dauz treiben, sich nicht wie die letzten Menschen aufzuführen. - #6 27.05.2012 07:16 von
So etwas aehnliches gibt es in Deutschland
- #7 27.05.2012 22:11 von
ich hab nirgends gelesen das man bei der anmeldung nachweisen muss muslim zu sein, es ist nur ein ort der den regeln des islam konform läuft, kein geheimversteck... und dumme witze sind und bleiben dumm, was die römer witzeln mussten als sie die ersten fische an den zuflüchten der christen gesehen haben...
ich finde das thema interessant, vorallem weil es so breit angelegt ist, das es auch dem ottonormalbürger u.U. den islam in seiner salam gelebten weise näher bringt und über vorurteile aufklärt, man wird sehen in wie weit dies erfolg haben wird, dass es langsam nötig wird ist allerdings nicht zu bezweifeln, so wie der islameische glaube hier im westen betrachtet wird, nachher müssen sie es wirklich den ersten christen in rom gleich tuen um salam zu leben, das fände ich ehrlichgesagt schade.
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