DPAIm Wirtschaftswunderland Deutschland gelten fast 16 Prozent der Bevölkerung als armutsgefährdet. Das ist mehr als in Frankreich, den Niederlanden, Österreich oder Slowenien - allerdings weniger als im EU-Durchschnitt.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...823995,00.html
Ist ja richtig. Deshalb bin ich ja auch der Meinung, dass es in jedem Fall als "arm" (oder eben "von Armut bedroht") bezeichnet werden darf. Ein Forist meinte nur, dass sich die Leute nicht so haben sollen, als Student kam er sogar mit weniger prima aus. Und ich unterstelle einfach, dass das nur für einen vorrübergehenden Zeitraum prima ist (manche Anschaffungen kann man gut eine Zeit lang nach hinten verschieben). Daher hatte ich die "Perspektive" mit ins Spiel gebracht. Was den materiellen Ist-Zustand angeht, haben Sie natürlich Recht.
Unterstellen Sie mir doch nix! Weder habe ich die Aussage getätigt dass sich die "Leute nicht so haben sollen" noch dass ich prima mit weniger ausgekommen wäre. Ich bin einfach mit weniger ausgekommen, arm war ich trotzdem nicht! Dass ich mir nicht alles Leisten konnte was ich vielelicht gewollt hätte ist klar, das hat mit Armut aber nichts zu tun.
Der Zeitraum spielt aber doch auch in dieser "Studie" keine Rolle, wer weniger als die 60% zur Verfügung hat gilt als von Armut bedroht! Völlig unabhängig davon wie lange sie weniger als 60% zur Verfügung haben.
Merken Sie gar nicht wie Sie sich selbst widersprechen?
Ich gestehe, hier habe ich offenbar zu weit interpretiert. Der von Ihnen verwendete Begriff Lächerlichkeit in der Antwort auf Dekadent-Beitrag des Foristen Crom hatte mich dazu verleitet. Ich bitte um Entschuldigung.
Der Zeitraum spielt für die Definition tatsächlich keine Rolle. Den hatte ich eingebracht, um das Thema etwas umfangreicher auszuführen und nicht nur an der offiziellen Diskussion festzumachen. Hätte ich nicht tun sollen, da offenbar kein Wille besteht, diesen Punkt konstruktiv zu behandeln. Sehen sie es als Nebenschauplatz an und damit als für Sie irrelevant. Gilt auch für den Punkt mit der Zukunfts-Perspektive.Der Zeitraum spielt aber doch auch in dieser "Studie" keine Rolle, wer weniger als die 60% zur Verfügung hat gilt als von Armut bedroht! Völlig unabhängig davon wie lange sie weniger als 60% zur Verfügung haben.
Nein, merke ich nicht. Wo sehen Sie den Widerspruch?
Fassen wir einfach die wesentlichen Punkte zusammen. Im Forum fällt es einfach zu leicht, aneinander vorbeizudiskutieren.
Die offizielle (EU-)Definition setzt 60% des Medians des Netto-Äquivalenzeinkommens als "armutsgefährdet" an, was für die BRD laut Artikel ca. 11.000 Euro im Jahr (ca. 940 Euro im Monat) sind. 40% zählt dann als "arm".
Sie sehen das als übertrieben hoch angesetzt an (was ich am verwendeten Begriff "Lächerlichkeit" festmache). Wo sehen Sie den Beginn von Armut?
Mir erscheinen die 940 Euro das als durchaus passende Grenze (plus/minus ein bisschen je nach Region).
Ich bitte zu bedenken, dass bei Armut (gerade so über die Runden kommen) ja nach unten noch nicht Schluss ist. Der Übergang zu Mangel (z.B. in der Ernährung) und zu Elend ist fließend. Ich schätze, daher ist die Armutsgefährdungsgrenze schon bei 60% angesetzt.
Naja, einmal bringen Sie den Zeitfaktor mit rein (prinzipiell natürlich durchaus korrekt, hier allerdings eher hinderlich), gleichzeitig stimmen Sie dem Foristen bez. des materiellen Ist-Zustandes zu. Und da muss man sich eben entscheiden was man betrachtet und auf welcher Basis man die Diskussion führt. In der Studie (und somit eigentlich auch in der Diskussion) spielen Faktoren wie Zeithorizont oder Perspektive keinerlei Rolle, insofern ist es m.E. nicht Zielführend auf deren Basis zu diskutieren (das Ergebnis der Studie wäre mithin nämlich auch ein anderes).
Da haben Sie allerdings Recht, man möchte meinen nur allzuoft bewusst und gewollt.
Wenn ich kurz korrigieren darf: Das mit den 40% stimmt so natürlich überhaupt nicht, ich nehmen aber mal an dass dieser Fehler einfach dem Eifer des Gefechts geschuldet ist..
Ich sehe ein Prinzipielles Problem in einer relativen Definition. Noch dazu geht es ja nicht um wirklich Arme sondern um "von Armut bedrohte". Das ist geradezu grotesk Tendenziös! Was heisst dennn bedroht? Mit welcher Wahrscheinlichkeit? Und wieso? Jeder Privatunternehmer ist von "Armut bedroht", wenn der Laden Pleite geht ist er es auch. So what? Die ganze "Studie" hat Null Substanz und ist lediglich geeignet den Gutmenschen einen Unreflektierten Aufschrei der Empörung zu entringen.
In Grössenordnung des Hartz IV Satzes inkl. sonstiger Leistungen. Damit lassen sich weiss Gott keine grossen Sprünge machen aber Arm ist man deswegen nicht. Relativ (als in Relation zu Kaufkraft etc.) stehen sie damit immer noch weitaus besser da als ein grossteil der Weltbevölkerung.
Aber eh egal, hier geht es ja nicht mal um "wirklich Arme", mit diesem Prozentsatz holen sie nämlich niemandem hinter dem Ofen vor.
Es ist ja nicht die erste dieser Studien und Berichte, und es werden keineswegs nur Singles betrachtet. Von 2000 bis 2009 sind es immer rund 16% der Bevölkerung (mal 850 €, mal 780 €, mal 940 €), meinen Sie, die tauschen sich alle 3-5 Jahre komplett aus gegen andere Menschen?
Es sind Sozialhilfebezieher, arme Rentner, alleinerziehende Mütter, Arbeitslose und Hartz IV-Bezieher nebst Familien sowie die immer größere Zahl der Niedriglöhner, Zeitarbeiter usw. In D gilt ziemlich betoniert: einmal ganz arm, immer arm.
Da bin ich wohl über das Ziel hinausgeschossen und wollte mehr, als hierher passt. Meinetwegen. Sehen wir den Teil der Diskussion als gegenstandslos an. :)
Die 40% habe ich aus dem Wikipedi-Artikel zur Armutsgrenze. In der EU-Definition stellt 60% das von Ihnen als Maßstab kritisierte "von Armut bedroht" dar und 40% dann das tatsächliche "arm".[...]
Wenn ich kurz korrigieren darf: Das mit den 40% stimmt so natürlich überhaupt nicht, ich nehmen aber mal an dass dieser Fehler einfach dem Eifer des Gefechts geschuldet ist..
"Arm" und "reich" sind aber nunmal relative Begriffe. Ein Sozialhilfe-Empfänger ist hier arm (sonst würde er die Sozialhilfe nicht bekommen - Ehrlichkeit vorausgesetzt) und im Vergleich zum Durchschnittsafrikaner eben reich. Solche Vergleiche sollten nicht bemüht werden.Ich sehe ein Prinzipielles Problem in einer relativen Definition. Noch dazu geht es ja nicht um wirklich Arme sondern um "von Armut bedrohte". Das ist geradezu grotesk Tendenziös! Was heisst dennn bedroht? Mit welcher Wahrscheinlichkeit? Und wieso? Jeder Privatunternehmer ist von "Armut bedroht", wenn der Laden Pleite geht ist er es auch. So what? Die ganze "Studie" hat Null Substanz und ist lediglich geeignet den Gutmenschen einen Unreflektierten Aufschrei der Empörung zu entringen.
In Grössenordnung des Hartz IV Satzes inkl. sonstiger Leistungen. Damit lassen sich weiss Gott keine grossen Sprünge machen aber Arm ist man deswegen nicht. Relativ (als in Relation zu Kaufkraft etc.) stehen sie damit immer noch weitaus besser da als ein grossteil der Weltbevölkerung.
Aber eh egal, hier geht es ja nicht mal um "wirklich Arme", mit diesem Prozentsatz holen sie nämlich niemandem hinter dem Ofen vor.
Als Absolutbegriff sollte vielleicht eher "wohlhabend" und "nicht wohlhabend" benutzt werden. Fällt wem noch ein besserer Begriff ein?