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Soziale Spaltung: Immer mehr Arbeitslose rutschen sofort in Hartz IV
Das Risiko des sozialen Absturzes wächst:*Jeder vierte Deutsche, der seinen Job verliert, ist laut Arbeitsagentur inzwischen sofort auf Hartz IV angewiesen. Dumpinglöhne und befristete Arbeitsverhältnisse machen es immer schwerer, die Bedingungen für das höhere Arbeitslosengeld I zu erfüllen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...806154,00.html
- #70 29.12.2011 09:01 von
Das nötigt mir Respekt ab. Ich finde ihre Geschichte wirklich toll, weil sie zeigt, dass man mit Ü-50 nicht zum alten Eisen gehört und noch viel schaffen kann.
Marktwirtschaft bedeutet nun mal Risiko... das gehört dazu. Dazu gibt es halt eine Mini-Absicherung wie Hartz 4. Gesamtwirtschaftlich ist ihre Geschichte super. Sie werden (inkl. ihrer Angestellten) nun mehr zum Gemeinwohl beitragen als im Angestellenverhältnis.
Persönlich kann ich gut nachvollziehen, dass man mit 50 nicht mehr volles Risiko gehen will, weil man ja auch Verantwortung gegenüber der Familie etc. hat.
In der Marktwirtschaft sehe ich leider keine Alternative zu ihrem Vorgehen. - #71 29.12.2011 09:03 von
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Danke für nichts Herr Schröder. Ich kann aber auch seitens der aktuellen Regierung kein bemühen feststellen, die von rot-grün erfolgreich angeleierte Zerstörung des sozialen Friedens in diesem Land wieder zu reparieren - im Gegenteil. Die geben uns den Rest.
Sie haben ja recht aber wer schreit denn nach rot-grün als Heilsbringer? Ich kann nichts hören. Wer als normaler Arbeitnehmer auch nur annähernd bei klarem Verstand ist und mal ein paar Äußerungen der Kandidaten aus den letzten Jahren liest, kann sich wohl kaum einen Steinbrück, Steinmeier oder Gabriel als Kanzler wünschen und erst recht keine Grünen in der Regierung. Die leben seit ein paar Jahren in einem Paralleluniversum und haben den Knall nicht gehört. - #72 29.12.2011 09:03 von
Ihre Worte in allen Ehren
Da gibt es aber noch ein paar Gründe - die Sache mit der "protestantischen Arbeitsethik" hat schon ein paar Stockflecken bekommen:
Das hört sich jetzt auch schon an, wie aus den 80'ern - aber lasst mal jemanden auf so manchen kleineren Betrieb los - und so Mancher wird sich wundern!
In der Verwaltung (ein feuchter Traum z.B. so manche öffentliche Verwaltung modern neu zu organisieren) aber selbst noch in der Produktion!
Viele Maschinen sind heute so günstig geworden - haben sich sozusagen den Löhnen angepasst - dass der Einsatz auch da sinnvoll wird, wo der Lohn recht niedrig ist (Leasing statt Löhne)
In der Industrie ist da schon viel geschehen - aber mit günstigem Messen -Steuern-Regeln wird sich der Trend noch verstärken lassen...
Und da sind noch einige an der Reihe, bis im Supermarkt niemand mehr an der Kasse sitzt... - #73 29.12.2011 09:04 von
Naja, die 40 Mrd. waren ja nach unten gerundet. Hartz4 wird nur ein kleiner Teil sein. Verwaltungskosten übrigens auch.
Der Großteil ist die Allimentierung der Rentenkasse. Dass müssten deutlich mehr als 50% dieser Summe sein.
Könnte jetzt nachschauen, aber dazu habe ich keine Lust. ;-) - #74 29.12.2011 09:05 von
Endlich mal ein Bericht der viele Dinge im richtigen Licht darstellt
- #75 29.12.2011 09:08 von
- #76 29.12.2011 09:11 von
nein, das sind eindeutig Betrüger - protzen mit 8,- € Mindestlohn und wissen genau, dass man mindestns 10,-€/h ein Leben lang braucht um wenigstens die Grundsicherung zu erreichen - hat die ReGIERung als Antwort auf eine kleine Anfrage selbst bestätigt - deshalb Betrüger!
Diskussion um Mindestrente
Bei Stundenlohn unter zehn Euro droht Altersarmut
zuletzt aktualisiert: 28.05.2011 - 14:06 Berlin (RPO).
Die Bundesregierung hat eingeräumt, dass Arbeitnehmer einen Stundenlohn von über zehn Euro brauchen, um im Alter nicht in die Armutsfalle zu geraten. Auf eine Frage von Linksparteichef Klaus Ernst bestätigte das Arbeitsministerium, dass knapp 29 Entgeltpunkte nötig seien, um eine Rente in Höhe der Grundsicherung im Alter von 684 Euro monatlich zu erhalten.
Diskussion um Mindestrente: Bei Stundenlohn unter zehn Euro droht Altersarmut | RP ONLINE - #77 29.12.2011 09:11 von
Automatisierung
Hier wird mal wieder in der Diskussion von allen Seiten ein wichtiger Faktor ausgeklammert und der heist Automatisierung. In 2020 wird nur noch ein geringer Teil der menschlichen Arbeitskraft in der Produktion benötigt werden. Vielleicht 2-5 Prozent. Kollege Roboter übernimmt bereits jetzt einen immer größeren ANteil. Nicht mal mehr die chinesischen Sklavenarbeiter bei Foxconn die das iphone produzieren, können noch mithalten.
Foxconn to buy 1 million more robots to replace employees | BroadbandExpert
Früher hieß es mal diese Jobs die in der Produktion verloren gehen, würden durch den Dienstleistungssektor ersetzt werden. Man sieht ja jetzt wie toll das funktioniert. Selbst in diesen Bereichen dringen Roboter und das Internet langsam vor. Auch wenn vieles noch nicht perfekt funktioniert.
iRobot-Chef Colin Angle über Roomba 770 und 780 - YouTube
Man erhält hier aus meiner Sicht eine künstliche Arbeitswelt aufrecht, damit die Sklaven auch weiterhin kreativ bleiben und aus Angst vor dem sozialen Absturz schön weiter malochen. Sonst könnte Ihnen auffallen, dass dieses System genau wie der untergegangene Sozialismus krank bis auf die Knochen ist.
Bisher wurde ihnen vom selbst erarbeiteten Mehrwert von den Eigentümern der Produktionsmitteln ein paar Brosamen in Form von Sozialleistungen und Arbeitsentgelt gelassen. In dem zunehmenden Maaße wie Maschinen die menschliche Arbeitskraft ersetzen, kann der Anteil der Brosamen erheblich reduziert werden. Die Verlierer dieser Entwicklung soll gefälligst der Staat versorgen. Natürlich zu den geringstmöglichen Kosten.
Derweil zerstören wir unsere Umwelt durch eine gewaltige Überproduktion. In den Supermärkten wird die Hälfte der Lebensmittel weggeschmissen. Auf der anderen Seite wird den Menschen in der Dritten Welt die Lebensgrundlage entzogen. Was viel schlimmer ist als der angebliche Klimawandel! Leute wacht auf ihr werdet verarscht.
Das das Prinzip teile und herrsche nach wie vor wunderbar funktioniert sieht man unter anderem auch in diesem Thread. Jaja die bösen bösen arbeitsscheuen Jugendlichen die noch nie ne Schaufel in der Hand hatten. Wer nicht arbeitet soll auch nicht essen. bla bla bla
Sowas kommt dabei heraus, wenn man Menschen nicht als Menschen sieht, sondern nur noch nach Ihrem Wertschöpfungspotential beurteilt. - #78 29.12.2011 09:14 von
Dem ersten Absatz stimme ich weitestgehend zu, aber im zweiten Absatz gehen Sie von einer falschen Annahme aus. Sie glauben nämlich, Schwarz-Gelb würde an diesem Zustand etwas ändern wollen. Da täuschen Sie sich aber gewaltig. Vielleicht können Sie sich noch an das Leipziger Programm der CDU von kurz nach der Jahrtausendwende erinnern? Das war Marktradikalismus pur. Rot-Grün war doch mit den Hartz-Reformen von Schwarz-Gelb getrieben. Die Reformen gingen Schwarz-Gelb doch garnicht weit genug. Ich kann mich noch genau an die Berichte und Forderungen bei den Verhandlungen erinnern. Weil Schwarz-Gelb damals die Bundesratsmehrheit hatte, haben die ja quasi gleichberechtigt mitverhandelt. Das war doch kein alleiniges Rot-Grünes Machwerk und vor allem die FDP und der Marktflügel der CDU hatten noch viel radikalere Forderungen. Wäre Schwarz-Gelb damals an der Macht gewesen, gäbe es heute überhaupt keine Arbeitslosenversicherung mehr, vielleicht nichtmal mehr die gesetzliche Krankenversicherung oder Rente, denn das alles stand bei denen damals auf der Abschussliste.
Wer also jetzt noch Rot-Grün wegen von vor 10 Jahren verteufelt und stattdessen Schwarz-Gelb haben will, weil er meint, die würden das gerechter machen, ist irgendwie ziemlich schief gewickelt. Genau das Gegenteil dürfte passieren, falls Schwarz-Gelb nochmal gewählt wird. - #79 29.12.2011 09:18 von
Zeit für Montagsdemos
Diesen Zustand haben Rot-Grün und die jetzige Regierung bewusst herbeigeführt. Solange jeder Einzelne der potenziell Betroffenen darauf hofft, dass sich für ihn/sie persönlich nichts ändert und er/sie nicht in Hartz IV abrutscht, wird sich nichts ändern. Solange der Mittelstand sich krampfhaft an seinen schwindenden Besitzständen festhält und darauf hofft, dass alles noch mal gut gehen wird, wird sich nichts ändern. Es wird Zeit für neue Montagsdemos gegen dieses System. Empört Euch!
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