Soziale Spaltung: Immer mehr Arbeitslose rutschen sofort in Hartz IV

Das Risiko des sozialen Absturzes wächst:*Jeder vierte Deutsche, der seinen Job verliert, ist laut Arbeitsagentur inzwischen sofort auf Hartz IV angewiesen. Dumpinglöhne und befristete Arbeitsverhältnisse machen es immer schwerer, die Bedingungen für das höhere Arbeitslosengeld I zu erfüllen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...806154,00.html
  1. #60

    Problem schon vorher da

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Die BA hat einen wesentlichen Grund für diese Entwicklung selber genannt: ".........oder der Bedarf kann durch Alg-I nicht gedeckt werden....."

    Z.B. in den Fällen in den das Alg-I nicht zur Familiengröße passt.
    Das liegt schlichtweg daran, das schon vorher das Einkommen nicht kompatibel zur Familiengröße war. Ein Maurer und eine Bäckereiverkäufering (beide angestellt) können sich eben keine 3 Kinder leisten. Leider wird aber durch Politik und Presse immer etwas anderes suggeriert. Aber genau dies hat uns in der Vergangenheit nach unten gezogen. Wenn Nachfrage nach Arbeit das Angebot massiv übersteigt, sinken eben die Preise (Lohn). Ein marktwirtschaftlich völlig normaler Vorgang.
  2. #61

    Hartz IV, Soziale Spaltung

    Diesen "Erfolg" können wieder einmal die Spezialdemokraten verbuchen.Unter den Meistern Schröder/Fischer wurde die Enteignung, bevor Hartz IV in Kraft tritt,eingeführt.Sowohl die Spezialdemokraten,als auch die Chamäleonpartei,die Grünen,weichen trotzdem kein Jota vom Weg ab.Und was macht das deutsche Volk?Augen zu und durch!Einfach jämmerlich,ohne Rückgrat!
  3. #62

    Zitat von _sobieski Beitrag anzeigen
    PR-Agentur), verdient immer noch Euro 1.200 brutto, macht etwa 900
    netto. Wohnung (2 Zimmer) 600 Euro, Telefon mit Internet 40, Kabel-
    Fernsehen, Auto-Leasing 99 Euro. Zum Leben bleiben ihr weniger als
    200 Euro im Monat. Damit liegt sie unterhalb dem Hartz IV-Satz,
    arbeitet dafür 10 Stunden täglich. Eine Gehaltserhöhung ist nicht in
    Sicht (und wenn irgendwann, dann wären das etwa 200 Euro netto),
    würden die Eltern ihre Kosten nicht tragen... Es ist übrigens keine
    Ausnahme, es ist Realität in der Hauptstadt des Exportweltmeisters!
    Könnte vielleicht daran liegen, dass sie PR mit Arbeit verwechseln.
    Nein, Spaß beiseite. Wir leben nun einmal in einer Marktwirtschaft (sozial übrigens durch u.a. Hartz4). Im weitestens Sinne gehts da nach Angebot und Nachfrage.

    Wenn ich im Bereich Medien etc. ein Studium beginne und mich hinterher wundere, dass ich kein Geld verdiene, dann kann ich wirklich nur sagen selber Schuld. Es ist schließlich nichts neues, dass diese Studiengänge total "in" sind und von deutlich zu vielen Leuten studiert werden.
    Sich nach dem Studium über ein geringes Gehalt zu beschweren, finde ich dann etwas daneben.
    Ihr Tochter hätte ja auch etwas studieren können, wo man mehr Geld verdienen kann.
  4. #63

    Zitat von freigeist1964 Beitrag anzeigen
    Nein, faule Leute und Schulabbrecher bekommen einfach zu viel Geld in den A... gesteckt!! Dewegen bin ich auch strikt dagegen, das ein 18 jährige Schulabbrecher oder ein arbeitsscheue Mensch überhaupt Sozialleistungen bekommt. Ich bin dafür das Sozialleitungen nur gegen Gegenleistungen gezahlt werden,also man zumindest einen Schulabschluss PLUS Ausbildung gemacht haben MUSS, bevor man das Anrecht auf einen einzigen Cent Sozialleitung bekommt. Ausnahme gelten in diesem Falle nur bei geistig oder körperlich Behinderten, denn man will ja niemanden ausgrenzen. Aber es sollten die oraussetzungem dafür getroffen werden, das jeder der DENKEN und ARBEITEN kann, sich auch selbst versorgen kann, und wer nicht arbeiten oder lernen will, der bekommt dann halt auch nichts!
    Wenn man solch unreflektierten Schwachsinn liest, kommt einem die Galle hoch. Es scheint, dass Ihr Bildungsniveau auch nicht auf dem höchsten Stand angesiedelt ist. Denn zum schriftlichen Ausdruck gehören auch korrekte Interpunktion (zu Deutsch: Zeichensetzung) und die richtige Verwendung von "das" und "dass" (mir wäre aber "daß" lieber)

    Dass wegen der Erfindung von Hartz4 4 die "Mainstream-Parteien" (SPD,Grüne,FDP,CDU/CSU) nicht mehr wählbar sind scheint einleuchtend. Aber warum hat die LINKE in den letzten Jahren so wenig Wählerstimmen ? Nur wegen der DDR-Vergangenheit einiger Betonklötze in den eigenen Reihen ? Das kann doch nicht sein! Warum wählt die Mehrheit der Deutschen nicht die Partei, die schon immer großer Gegner der Agenda 2010 war ? Ich bitte um Aufklärung !
  5. #64

    wieso abrutschen??

    Zitat von hpr1974 Beitrag anzeigen
    welch' Überraschung das doch ist...

    Immer mehr Menschen sind also genau einen Lohnzettel davon entfernt in den sozialen Abgrund zu rutschen. Gut gemacht Deutschland, weiter so...
    Vielmehr steigen diese Arbeitslose sofort auf und erhalten die höheren Hartz4-Bezüge bzw. die Grundsicherung. D.h. doch viele Arbeitnehmer erhalten weniger Lohn für ihre Arbeit, als Menschen, die keiner Arbeit nachgehen, warum auch immer.
  6. #65

    Realität

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    Das haben Sie sehr schön zusammengefasst & formuliert.
    So ist es !

    Kleine Ergänzung zu den Ü-50.
    Es war mir mit 52 wirklich unmöglich einen gleichwertig dotierten Job zu bekommen. Die Angebote der Arbeitsagenturen deutschlandweit waren dermaßen lächerlich. Man wollte mein Knowhow, ja, aber zu welchem Preis ?
    Ich habe dann bei sogenannten "Lehrgängen" der Arbeitsagentur 2 Ingenieure und einen Senior-Programmierer kennengelernt, alle Ü-50 wie ich. Wir haben unsere Abfindungen in einen Top geschmissen und ein mini Unternehmen gegründet.
    Volles Risiko (!), aber für uns die einzige Möglichkeit dem sozialen Abstieg zu entgehen.
    Es läuft, wir haben inzwischen 4 Angestellte und die Söhne meiner Partner werden nach dem Ende ihres Studiums bei uns einsteigen.
    Soviel Glück & Kapital haben aber die wenigsten.....

    P.S. Damals bin ich aus der SPD ausgetreten.
    Dies ist realistisch. Aber auch nachvollziebar. Wenn zuviel Nachwuchs da ist, haben die im "fortgeschrittenen" Alter eben schlechte Karten am Arbeitsmarkt. Aber, wie lautet der jahrzehntelange Tenor: "Die Geburtenrate ist zu niedrig" und deshalb benötigen wir Arbeitsimmigration. Genau, damit Ihreskleichen als Ü50 aus dem System gedrängt wird. Und Sie haben eben einfach mal Glück gehabt mi dem Risiko zur Selbstständigkeit. Es ist aber eher die Ausnahme.
  7. #66

    Nein

    Zitat von j.anus Beitrag anzeigen
    Sie spielen exakt das Spiel, das von der Politik angeleiert wurde.
    Sie steigen mit Schaum vor dem Mund in den Ring mit vermeintlich arbeitscheuen etc. Menschen und treten nach unten, anstatt zu fragen, weshalb die Löhne nicht nach oben angepaßt werden.

    Wer den auf der sozialen Leiter noch weiter unten stehenden Menschen als Gegner ausgemacht hat, hat bereits verloren.

    So wird das nichts....
    Nein, ich sehe nicht Harz 4 Empfänger als "Gegner" !

    Halten wir uns vor Augen, dass jeder ! Aber auch wirklich JEDER in die Situation kommen kann Harz 4 beantragen zu müssen auch als Arzt, Ingenieur oder sonst wer.
    Ich würde behaupten, dass sehr viele Menschen liebend gerne wieder ins Arbeitsleben zurück kehren möchten. Doch kann man nicht darüber hinweg sehen, dass auch viele Menschen schlichtweg nicht Arbeiten möchten ! Jeden Tag ausschlafen während andere aufstehen müssen, dann den Tag vor dem TV oder der Playstation verbingen hat auch was schönes oder ? Manche sind auch einfach zu faul die Schule zu beenden oder eine Ausbildung zu beginnen. Für diese Menschen finde ich den Harz 4 Satz noch viel viel zu hoch.
    Hier ist das Problem, dass zwischen dem Famlienvater der ein Leben lang gearbeitet hat, sich ein Haus gebaut hat und dann unverschuldet arbeitslos geworden ist und den arbeitsscheuen nicht unterschieden wird.
  8. #67

    je mehr desto besser

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Risiko des sozialen Absturzes wächst:*Jeder vierte Deutsche, der seinen Job verliert, ist laut Arbeitsagentur inzwischen sofort auf Hartz IV angewiesen. Dumpinglöhne und befristete Arbeitsverhältnisse machen es immer schwerer, die Bedingungen für das höhere Arbeitslosengeld I zu erfüllen.
    Soziale Spaltung: Immer mehr Arbeitslose rutschen sofort in Hartz IV - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    das einzige positive dabei ist, das es wieder mehr Menschen gibt die erkennen MUESSEN dass sie belogen und betrogen wurden und werden- erst wenn man selbst im Verbrechersystem Grudnsicherung landet, kann man die Augen nicht mehr verschließen (und trotzdem brauchen einige noch so lange bis sie alle Ersparnisse aufgebraucht der Schulden gemacht haben)
    Die Politiker/Bürokraten wollen die Menschen einfach nur erniedrigen - irgendwann verlangen sie auch das man ihnen die Füße küsst (da machen wir dann auch mit - in Fünfergruppen geht es los, vier hängen ihn so hoch das der fünfte bequem küssen kann, ohne sich zu bücken.
  9. #68

    Komisch ...

    Von wegen Geringqualifizierte landen in H4.

    Derzeit werden bestimmt zu 80% der Facharbeiterstellen über Zeitarbeitsfirmen vermittelt. In Bayern sieht es ein bischen besser aus als in der übrigen Republik. Da sind es vielleicht nur 60%.

    Bei solchen Arbeitgebern geht es natürlich besonders schnell nach unten, wenn der Job einmal weg ist.

    Oder sind die Facharbeiter jetzt auch schon geringqualifizierte.

    Ich glaube eher daß die Politiker zu den geringqualifizierten gehören, während die gerade Ihren ca. 8,-EUR Mindestlohn in der Zeitarbeit feiern.
    Ich sage nur Rechnen gleich sechs-minus!; setzen.
  10. #69

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Immer mehr Arbeitslose rutschen sofort in Hartz IV
    Das kommt von der Arbeitslosenzahlenlüge - immer mehr "Nichtarbeitslose" beziehen trotz "Job" zusätzlich ALG II. Dass sich davon kein Anspruch mehr auf ALG I versichern lassen lässte, sollte doch auch dem Naivsten einleuchten. Es muss ganz einfach gelten: 'Wer Anspruch auf ALG-Zahlungen hat, muss offiziell als arbeitslos gelten!' Vor "Hartz IV" galten "Schwarzarbeiter" doch auch als arbeitslos, obwohl sie das gleiche machten, wie die heutigen legalen "Aufstocker". "Aufstockung" ist nichts anderes, als legalisierte "Schwarzarbeit" - nur dass der/die Betroffene weniger davon hat. Somit fällt er/sie auch weiterhin als Treibstoff für die Binnenkonjunktur aus - von der Politik vorsätzlich arm gehalten.